NCIS: Royals and Loyals (8×04)

Standard

Können CIA, MI6 und NCIS in einer Episode aneinander geraten? In der fiktionalen Welt des beliebten CBS-Procedurals NCIS geht das durchaus. Fall der Woche: der Mord an einem amerikanischen Marine-Offizier, offenbar  an Bord eines britischen Schiffs – das müssen Gibbs & Co. aufklären. Diese Tatsache zieht einige Zuständigkeitsprobleme nach sich. Wie wir wissen – und in dieser Staffel schon präsentiert bekamen, als Gibbs NCIS-Geld nahm: die Suche nach Gerechtigkeit kann für Gibbs durch kein Absperrband der Welt aufgehalten werden.

Gibbs sieht sich gezwungen, gemeinsam mit Major Peter Malloy zu arbeiten, einem gebürtigen Nordlondoner, der sich nicht wirklich kooperativ gebärdet. Dafür gibt es einen Grund: Hinter dem Tod des Marine-Offiziers steckt eine größere Verschwörung, im Zuge derer drei Millionen Dollar markiertes Geld aus der CIA-Kasse verschwunden sind. Das Geld war für Afghanistan bestimmt: für die Feinde unserer Feinde, wie es die CIA-Verantwortliche ausdrückt. Aber wer ist eigentlich Freund und wer Feind?

Während alle Indizien auf Malloy als Täter hinweisen, kommen Gibbs langsam Bedenken. Der Tatort droht wegzuschwimmen, denn das britische Schiff soll nach Hause zurückkehren – und niemand kann das verhindern. Oder doch? Gary Cooper aka Gibbs (Mark Harmon) kann es – mit einem Schraubenschlüssel. Gary Cooper? Malloy vergleicht Gibbs’ wegen seines Tatendrangs mit John Wayne. Gibbs entgegnet: „Eher Gary Cooper!“

Nun: Malloy ist auch nicht der, für den er sich ausgibt. Es erweist sich, dass er ein MI6-Agent ist, der reingelegt wurde. Von der CIA! Das erzählt er Gibbs bei einem unerwarteten Hausbesuch.
Mittlerweile habe ich den Eindruck, Gibbs sollte dringend sein Schloss oder mindestens die Fenstersicherungen austauschen – denn ständig tauchen Figuren in seinem Wohnzimmer auf! Was früher ein Stockwerk darunter passierte, im Keller, hat sich ins Wohnzimmer verlagert. Wichtige Gespräche und Verhandlungen werden im Wohnzimmer geführt – seit Gibbs den Schlussstrich unter die Vergangenheit zog? Sind jetzt also die berühmten „Leichen im Keller“ „Lebende im Wohnzimmer“ geworden?
Spaß beiseite – für CIAs Agentin Loretta Tennison (Kristen Ariza) hört er definitiv auf, als sich herausstellt, dass sie mit den CIA-Geldern eine geschickte Geldwäsche betrieben hat, die den Marine-Offizier das Leben kostete.

Moment – Spaßmodus wieder an. Hier die beste Inszenierung der Episode: Tony (Michael Weatherly), McGee und Gibbs gehen gleichzeitig los. Wo sich zwischen den Schreibtischen ihre Wege kreuzen, versucht Tony, McGee zu ‚klapsen’ – aber der duckt sich rechtzeitig; stattdessen wird wieder einmal Tony von Gibbs erwischt. Kaum weniger amüsant: die Unterhaltung zwischen Tony und Palmer am Tatort über „I Love Lucy“, während McGee ins verseuchte Wasser muss…

Obwohl Tony die ganze Episode lang versucht, in Zivas Mail-Account zu gelangen, um mehr über ihren angeblichen Freund aus Miami zu erfahren, teilen die beiden eine kleine, aber warmherzige Szene am Ende. Tony muss erklären, was er denn einem Date von Ziva sagen würde: Be careful … handle with care … contents priceless.
Kann man von NCIS auch behaupten …

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s