NCIS: Ships in the Night (8×11)

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NCIS erinnert wirklich an ein auf dem Wasser gleitendes Schiff – das aber nicht ins Dunkel der nächtlichen Fernsehlandschaft gleitet, sondern immer wieder ins Licht. Nach wie vor ist NCIS nicht „just another procedural“. Die CBS-Serie gleitet von einer perfekt ausgeführten Episode zur nächsten!

Ships in the Night bietet nicht nur einen Fall im altbewährten Detective-Movie-Style, sondern auch den typischen NCIS-Humor: so gut platziert wie zwei Schüsse aus großer Distanz in der Brust eines Marine-Offiziers. In dieser Episode erleben wir die Rückkehr von CGIS-Special-Agent Abigail Borin (Diane Neal), die sich in den Fängen eines Blind Dates auf einem Restaurant-Boot befindet. So unerträglich ist ihr Date, dass sie ein paar Mal sehnsüchtige Blicke auf die Waffe in ihrer Handtasche wirft… Die Rettung: ein alkoholisches Getränk nach dem anderen an der Bar, wo sie den ausgesprochen netten Marine Lt. Jeremy Nolan kennen lernt.

Kurz nach dessen Weggang fallen Schüsse. An dem Punkt hoffte ich wirklich, dass es Abigails Blind Date erwischt hätte… Aber es ist Nolan, der mit zwei Kugeln in der Brust tot daliegt. Ein guter Mensch zu sein – hinreichender Grund für einen Mord?
Alles kommt in dieser Episode zusammen: Nacht, Schiff, Verbrechen, Schlaf, Kaffee… Ninja?! Da das NCIS-Team Überstunden macht, nutzt  McGee (bewusst oder nicht) jede Gelegenheit, ein Nickerchen zu machen. Tony findet auch Ziva mit geschlossenen Augen vor, und um ihr „Versagen“ zu beweisen, wirft er mit einem Kugelschreiber nach ihr – den sie aus der Luft fängt. Ein Ninja schläft nie, lieber Tony. Ein Ninja liebt das Dunkel der Nacht!

In diesem Dunkel scheint sich der Mörder zu verbergen. Obwohl: In der Disco, wo Ziva und Tony den tatverdächtigen Celebrity-Bad Boy Devon Lodge vermuten (Tony nennt ihn „Gossip Guy“), legen sie einen ziemlich illuminierten Auftritt hin – und Ziva kann ihre Kampffähigkeiten unter Beweis stellen. Aber die Sache mit dem Mord an dem gutmütigen und reichen Erben Jeremy Nolan liegt komplizierter.

Dank der Zusammenarbeit der beiden Abbys (Abigail und NCIS’ Abby) schafft man dennoch den Durchbruch. Es ist tatsächlich einer – denn um die Wahrheit herauszufinden, muss Gibbs die Regel Nr.1 brechen: Nie alle Verdächtigen im selben Raum befragen. Der Regelverstoß trägt in diesem Fall Früchte; ebenso wie das Zusammenspiel zwischen Gibbs und Borin, das, anstatt romantisiert zu werden, auf der Ebene der Kameradschaft und der Hingabe beider an ihre Arbeit abgehandelt wird. Beide mögen schlechten, schwarzen Kaffee und schlafen anscheinend nie. Man kann nur hoffen, dass Abigail immer wieder auftauchen wird – wie Fornell und Mike Franks.

Es bleibt dabei: Perfektes Erzähl-Timing und Chemie zwischen den Darstellern erheben NCIS regelmäßig zu mehr als nur einem Procedural unter anderen.

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