NCIS: Two-Faced (8×20)

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Two-Faced: Einen besseren Titel könnte die neue NCIS-Episode kaum haben. Sie hat zwei Seiten: Herzensangelegenheiten – und einen erschreckenden Serienmörderfall. Zwischen den beiden Seiten besteht eine Verbindung, die wir so bisher nicht ahnten.
Dass die Luft zwischen Leon und Gibbs (Mark Harmon) immer dicker wird, wussten wir allerdings schon. Als Gibbs Vances Leben rettete, realisierte Leon im Nachhinein eines: Gibbs’ Vorgesetzter ist er nur auf dem Papier – und so wird es bleiben. Gibbs bildet NCIS’ Konstante, während andere kommen und gehen. Leons Bemühen in den letzten Episoden, der Chef zu sein, führt unausweichlich in genau eine Richtung: aus der Tür hinaus, auf die eine oder andere Art. Der Versuch, Gibbs’ Autorität zu untergraben und ihn hinters Licht zu führen, endet für niemanden gut.

Davor warnt Tony EJ, die plötzlich wieder aufgetaucht ist. Das nahende Staffelende zwingt offenbar die Autoren, die Situation zuzuspitzen. Während EJ bei ihrem ersten Auftritt streckenweise sympathisch wirkte und alles nach einer Einführung als neues Teammitglied aussah, scheint man in Two-Faced alles tun zu wollen, damit die Zuschauer sie hassen. Leons Spiel, sie als Waffe gegen Gibbs einzusetzen, funktioniert nicht und führt Gibbs zu sehr entschiedenen Schritten: Er befiehlt EJ, sein Team in Ruhe zu lassen – damit meint er vor allem Tony. Wie wir in Two-Faced erfahren, führen die beiden doch eine Beziehung, die aber mit ihrer Arbeit kollidiert.

Denn EJ hielt vor Tony ihren Auftrag geheim, einen Serienmörderfall zu untersuchen, der in Spanien seinen Anfang nahm.
Während Tony mit dem Vertrauen-Misstrauen-Spiel einigermaßen zurecht kommt, wissen wir um Zivas (Cote de Pablo) Empfindlichkeit solchen Spielchen gegenüber. Ausgerechnet ihr Freund Ray, dem wir zum ersten Mal begegnen und der ihr, wie er Tony erklärt, angeblich seine Liebe gestehen will, hat ein Geheimnis. Ziva wusste schon, dass Ray ein CIA-Agent ist – dass aber CI-Ray (wie ihn Tony nennt) zusammen mit Leon und EJ an dem Serienmörderfall arbeitet, wusste sie nicht. Zivas übertriebene Reaktion scheint vor dem Hintergrund ihrer Vorgeschichte berechtigt.

Tony und Ziva betreffend, begeben sich die NCIS-Autoren auf dünnes Beziehungs-Eis. Zwischen den beiden besteht seit langer Zeit Anziehung, aber es schien so, als würde man daraus eine Freundschaft, Kameradschaft entstehen lassen. Will man sie jetzt über gescheiterte Beziehungen mit Anderen doch zusammenbringen? Ob das eine gute Idee ist? Es bleibt allemal spannend, welche Leichen Ray und EJ noch im Keller haben.

Der unbekannte Serienmörder, um den es in Two-Faced geht, hat etliche Leichen nicht in den Keller, sondern meistens auf Eis gelegt. Er treibt sein Unwesen von Hafen zu Hafen überall auf der Welt, wo US-Marines stationiert sind und hinterlässt Botschaften am Tatort, die Gibbs & Co. letztendlich auf die falsche Fährte führen. Am Ende der Episode, im Cliffhanger, scheint der Serienmörder dem Team näher zu kommen, als das Team ihm.
Nach den letzten Sekunden der Episode fühlt man sich wie Abby: Alles wirkt komisch, und es juckt einen überall…

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