Chuck: Chuck vs. the Fake Name (3×08)

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„Chuck vs. the Fake Name“ gehört zu den leider wenigen Episoden, in welchen Sarah ein bisschen mehr Raum bekommt – und ihn zu nutzen weiß: Yvonne Strahovski tat wirklich alles, damit wir Zuschauer uns fast schuldig daran fühlen, ja gar daran verzweifeln, dass sie und Chuck nicht zusammen sind. So gesehen, ist dieses herzbrechende Gefühl ein deutlicher Indikator dafür, dass die Chuck-Autoren die beiden nicht mehr lange voneinander fernhalten bzw. sie mit anderen Zweite Wahl-Figuren verkuppeln sollten.

Mir gefällt Chuck vs. the Fake Name, aber zu sehen, dass Chuck mit Hannah Schluss macht und Sarah hingegen ihre Beziehung mit Shaw vertieft, ist irgendwie nicht nachvollziehbar: denn bisher lieferte man uns gar keine besonderen Gründe dafür, warum Sarah mit Shaw eine Romanze beginnt. Weil er einfach da ist? Oder gibt es einen Grund, den wir noch nicht wissen und bald erfahren werden? Dass er so weit kommt, dass sie Shaw ihren eigentlichen Namen verrät, den noch niemand in Chucks-Serienwelt kennt – nicht mal Chuck selbst -, war gelinde gesagt überraschend.

Als zu einer anderen Stufe der Beziehung Chuck-Sarah hinführende kleine Ablenkung sind Hannah und Shaw in Ordnung – aber wird Shaw nicht langsam zu einer Zu-viel-des-Guten-Verwicklung? Der Eindruck mag der Tatsache geschuldet sein, dass ich den Trauriger-Hund-Blick nicht wirklich ertragen kann…
Wie auch immer: die Chuck-Sarah-Hysterie hat alles soweit gebracht, dass die Autoren den Figuren innerhalb der Serienrealität Meta-Referenzen zu der ganzen Geschichte erlauben:

“I hate those will-they-or-won’t-they things. Just do it already!” -Paulie Walnuts
“If you and this girl love each other so much, what’s keeping you apart?” -Skip
“It’s complicated.” -Chuck

Wie ich in meinem Pre-Olympia-Review schon erwähnt habe, lassen die Autoren Chuck in dieser dritten Staffel virtuos zur Fassade des Mannes werden, von dem er immer dachte, dass er Sarah gefallen würde: zu einem Super-Spy, der ein Doppelleben mit Lügen mühelos meistern kann. Aber Sarah vermisst den alten Chuck! Das Problem mit dem UST (Unresolved Sexual Tension) weitet sich dermaßen aus, dass weitere potentielle Glanzlichter einer jeden Chuck-Episode fast in Vergessenheit geraten: wie zum Beispiel… Casey!

Die Zusammenarbeit zwischen ihm und Chuck als Auftragskiller Rafe Gruber ist vielleicht das Beste, was Chuck vs. the Fake Name zu bieten hat. Apropos „Fake Name“ – was steckt hinter Caseys Alias Alex Coburn, als den ihn Paulie Walnuts wieder erkennt? Und Intersect 2.0 hat keine Information über Coburn? This can get ugly!

Übrigens – wir sind schon bei den Popkultur-Referenzen angelangt: der Name des Bösewichts Rafe Gruber ist zusammengesetzt aus Die Hards Hans Gruber und dem Namen des neuen Chuck-Autorenteam-Mitglieds Rafe Judkins (Survivor: Guatemala). Der „echte“ Rafe wird gespielt von Johnny Messner (The O.C.). Außerdem ist Chuck vs. the Fake Name durch und durch ein The Sopranos-Scherz mit Tony Sirico (aka Paulie Walnuts) und Louis Lombardi (aka Big Pussy’s FBI-Handler, Skip Lipari). An der Chuck-Musikfront: “Faces in the Dark” von The Generationals (Ellie redet mit Awesome), “A Sleep Be Told” von The Traditionalist (als Chuck Awesome verrät, dass nicht er das Abendessen zubereitet hat), “Living a Lie” von Daniel Zott (Chuck-Hannah-Trennung) und “Investigation of a Citizen Above Suspicion” von Ennio Morricone (Chuck als Rafe).

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