Eureka: Glimpse (4×13)

Standard

Ein flüchtiger Blick: Nicht besser als mit Glimpse könnte man diese Episode beschreiben. Jeder bekommt hier Einblick in jeden – für einen flüchtigen Moment. Was aber sagt der Blick über den Blickenden selbst? Wenn zwei Figuren in einer Beziehung zueinander stehen oder eine solche anfangen wollen – wirkt der flüchtige Blick in die Innenwelt des Anderen dann hilfreich oder störend? Natürlich wandelt Eureka die kleine Portion Drama geschickt in humorvoll-romantische Verwicklungen um und vergisst darüber nicht, die drohende, noch unsichtbare Gefahr ins Spiel zu bringen.

Eigentlich wird die Gefahr am Ende der Episode ziemlich sichtbar, aber bevor wir dort anlangen, müssen wir uns anderen sichtbar gewordenen Sachverhalten widmen. Zum Beispiel der Tatsache, dass Zane und Jo (Erica Cerra) Nacht für Nacht miteinander verbracht haben, während die Woche zwischen zwei Eureka-Episoden verging. Und dass Fargo (Neil Grayston) und Holly (Felicia Day) nach dem schwierigen Start sehr gut miteinander auskommen. Die beiden stehen allerdings vor einer komplizierten Aufgabe: Sie bilden eine Art Jury, die aus einer Unmenge an Kandidaten und Bewerbern die zwanzig Besten auswählen muss, die dann an der Astraeus-Mission teilnehmen werden.

Wer nach Titan fliegen will: bitte bewerben! Zu Fargos Verdruss gehört ein gewisser Dr. Parrish (Will Wheaton) zu den hartnäckigsten Bewerbern. (Perrish zu Carter: First Fargo humiliates me, and now you won’t even let me masticate in peace!?)
Während der Bewerbungsgespräche bleiben Drohungen nicht aus, wie die des Experten in Gammastrahlung: Don’t make me angry, you wouldn’t like me when I’m angry! Marvels Stan Lee in der Gastrolle bringt diesen Satz aus The Incredible Hulk sehr überzeugend. Als Einziger hat sich aber vorerst Henry einen festen Platz auf der Titan-Liste gesichert. Und was ist mit Grace? Carter (Colin Fergusson): How is Grace? Henry: She is being amazing!

Abgesehen von dem hübschen Wortspiel bezieht sich dieses Gespräch indirekt auf ein Problem, vor dem Carter und Allison (Salli Richardson-Whitfield) stehen.  Wie sich herausstellt, hat Allison in dieser alternativen Eureka-Zeit ihr Buch über Weltraum-Medizin herausgebracht, und es wird als Bahn brechendes Werk gefeiert. Daher erwarten alle ihre Teilnahme am Flug nach Titan. Sie verzichtet aber auf die Bewerbung und die Mission. Carter wiederum kann nicht an dem „glimpse“ in ihre Träume vorbei! Diesen bekommt er bestätigt durch eine neue Technologie, die dank Zane die Sicherheitsmaßnahmen während des Titan-Projekts verschärfen soll. Es handelt sich um die Vorhersage zukünftiger Ereignisse, indem die Disposition von Personen zu gefährlichen, gar bösartigen Handlungen ermittelt werden kann; eine Art Verbrechensvorbeugung also.

Nun: Nicht nur Carter und Jo machen von der Technologie Gebrauch, sondern auch Fargo selbst. Um Holly während der Interviews mit seiner Kompetenz und Menschenkenntnis zu beeindrucken, greift er zu dem neuen Hilfsmittel. Das bringt ihm erst einmal einen Nackenklaps im NCIS-Gibbs-Style von Jo ein, denn das System scheint sich durch den intensiven Gebrauch zu überhitzen, und eine nukleare Katastrophe steht bevor. Wie kann man Hitze entgegen wirken? Mit Abkühlung. Eureka greift an diesem Punkt zu dem für die SyFy-Serie typischen dramaturgischen Trick: Eine belanglos scheinende, humorvolle Situation vom Anfang der Episode, in die Carter involviert war, erweist sich nachher dank Carter als Rettung im Fall der Woche. Also: Man denke an die kalte Dusche, die Carter abbekam… ! Gleichzeitig spiegelt die Erzählung um den schmelzenden Reaktor Jos Versuche, die Hitze zwischen ihr und Zane abzukühlen, aber in dem Fall scheint es nicht zu funktionieren.

Am Ende rettet Lupo Eureka, indem sie eine Kletteraktion in High Heels durchführt, und wird ihrerseits von Zane gerettet. Ende gut, alles gut? Nicht einmal annähernd. Während eines romantischen Augenblicks zwischen Allison und Carter, in dem sie sich definitiv gegen die Titan-Mission entscheidet und Carter ihre Gründe nennt, bekommt er einen dringenden Anruf von Henry.

Die Rekonstruktion des Harddrives von Zanes Erfindung ergibt ein flüchtiges, aber doch gespeichertes Bild, das Einblick in Allison bietet: mit der Einstufung als 99-prozentige Gefahr für Eureka. Zu hundert Prozent liegt das an dem Implantat von Beverly, aber was ist hier das Endspiel, und mit welchen Konsequenzen?

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s