Eureka: Liftoff (4×11)

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Liftoff ist ein guter Start in die zweite Hälfte der vierten Eureka-Staffel. „Start“ sowohl im buchstäblichen als auch im übertragenen Sinne. Denn Liftoff bietet nicht nur die von den Fans sehnsüchtig erwartete Wiederaufnahme der phantastisch-romantischen Ereignisse in Eureka, sondern der Fall der Woche wartet selbst mit einem halsbrecherischen Start auf. Einem Raketenstart, der von den Beteiligten vielleicht nicht so sehnsüchtig erwartet wurde…

Nachdem am Ende der ersten Staffelhälfte die Beziehung zwischen Carter (Colin Ferguson) und Allison (Salli Richardson-Whitfield) endlich mal abhob, leisten sich die Autoren im Liftoff-Teaser ein kleines Späßchen mit den Zuschauern. Man könnte denken, dass der Congratulations-Luftballon im Eureka-Baum noch dem vorübergehenden Sieg von Carter & Co. über Beverly Barlowe gewidmet wäre: aber weit gefehlt. Es handelt sich um eine Hochzeit, die in Jacks Haus stattzufinden scheint. Wir sehen Sheriff Jack Carter im Smoking mit seiner Fliege kämpfen, während Henry (Joe Morton) ihm besorgt mitteilt, die Braut habe kalte Füße bekommen.

Wirklich? Jack und Allison!? An dem Punkt dachte ich, es handele sich entweder um eine weitere alternative Eureka-Welt oder aber um einen Traum. Aber es ist die Realität: zumindest die vorübergehende, in der Eureka gerade erzählt. Jack redet mit Allison, und das Täuschungsmanöver wird klar: Sarah und Andy sollen heiraten, aber Jacks Haus hat einen kalten Fußboden bzw. kalte Füße bekommen… Auch programmierte Liebe läuft nicht nach Programm!

Ohnehin zeichnet sich Eureka durch die Tatsache aus, dass die wenigsten Dinge oder Gegenstände nach Bestimmung und Programm laufen wollen. Am Ende der ersten Staffelhälfte beschlossen die Zeitreisenden, noch vorsichtiger mit ihrem Geheimnis umzugehen, aber das bedeutet, mehr oder weniger eine Art geschlossene Gruppe zu bleiben. Was ist, wenn jemand hinein will? Zum Beispiel Zane (Niall Matter)? Zane versucht Fargo (Neil Grayston) zu erpressen, um mehr über Jo (Erica Cerra) herauszufinden – bzw. über die mysteriöse gemeinsame Vergangenheit, über die er nichts weiß, von der er aber mittlerweile etwas zu spüren beginnt.

Wie der Zufall, eine Kombination aus Zanes Überstürztheit und Fargos Verspieltheit, es so will, bekommen die beiden genug Zeit, um in Ruhe zu reden. Genau sechs Stunden. So lange nämlich reicht der Sauerstoff in der Raumkapsel, die beide aus Versehen in den Orbit befördern – und sich selbst damit in die umgekehrten Rollen. Man könnte sogar sagen, dass das Kammerspiel zwischen Zane und Fargo eine von Eurekas liebevoll inszenierten kleinen Figurenreisen innerhalb der großen Zeitreise auf Staffelebene darstellt: eine Reise, die ihnen erlaubt, mehr über sich und andere herauszufinden und letztendlich den Veränderungen in ihrem Leben ins Auge zu sehen.

Fargo ist derjenige, der Ruhe bewahrt und mit kompetenten Einfällen aus schwierigen Situationen herauszukommen weiß, während Zane dem Ganzen mit Pessimismus und Angst begegnet. Fargo, der als GDs Chef eine Rolle spielen musste, scheint ihr langsam auch gewachsen zu sein. Zane wiederum wächst aus seiner Rolle des Rebellen heraus und versucht – auch über die Sache mit Jo – wirklichen Anschluss zu finden.

Währenddessen muss Allison in Eureka die Führung und die Verantwortung übernehmen. Ihr geliebter Jack Carter hilft ihr mit Last-Minute-Entscheidungen, die sich zwar als richtig erweisen, sie aber trotzdem ständig in Zwickmühlen manövrieren. Dank Kommunikation mit Hilfe eines alten Telefons und dem Transportmittel namens Pferd bringt man die Situation unter Kontrolle; Fargo und Zane können unversehrt den Boden berühren. Nichtsdestotrotz scheint das Ganze Konsequenzen zu haben: Fargo wird nach Washington bestellt und Allison und Jack müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass Beziehung und Job manchmal zu komplizierten Situationen führen. Genauso wie Andy und Sarah, so werden auch Jack und Allison etwas warten müssen, bis sie in Hochzeitskleidung auftreten dürfen. Aber die Tür bleibt offen, um nach den Sternen zu greifen – und die zweite Staffelhälfte von Eureka feiert einen liebevollen und amüsanten Wiedereinstieg.

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