Eureka: Of Mites and Men (4×16)

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Eurekas Titel-Anspielungen auf diverse Kulturgüter dauern an. Diese Woche muss John Steinbeck für den Sci-Fi-Spaß herhalten: mit seinem Roman Of Mice And Men. Ursprünglich wollte Steinbeck das Buch Something that happened nennen, entschied sich aber schließlich, seinerseits den schottischen Dichter Robert Burns zu zitieren – genauer gesagt, dessen Gedicht Of Mice and Men, das die Beziehung eines Bauern zu den Mäusen auf seinem Acker beschreibt. Eurekas Of Mites and Men erzählt nun von etlichen Beziehungen, aber die Beziehung der Woche ist die zwischen Sheriff Carter und den Robotermilben, die fleißig GD bearbeiten. Dabei handelt sich um die Bauern des Titanmission-Schiffes, das laut Senatorin noch zügiger als geplant gebaut werden muss.

Was die Senatorin in GD sucht? Sie entscheidet sich, Allison noch mehr freie Tage zu geben, damit sie sich von dem Beverly-Angriff erholt. Carter vertritt dieselbe Meinung, aber Allison fühlt sich ausgeschlossen, und es kommt zu kleinen verbalen Auseinandersetzungen mit Carter. Ihm ergeht es unter der Senatorinnen-Führung auch nicht besonders – er muss sogar Anzug tragen… Die Senatorin nimmt keine großen Veränderungen vor, aber man kennt ja den Spruch: Kleinvieh macht auch Mist.
Eine bessere Beschreibung dieser Episode gibt es eigentlich nicht.

Die Baumilben fressen Wolfram, und für den schnellen Bau des Raumschiffsrumpfs fangen sie gar an, GD zu verspeisen und zu verbauen. An manchen Stellen also erscheinen buchstäblich Schiffswände, während andere Sachen verschwinden – zum Beispiel der Fahrstuhl. Während Carter mit seinem Anzug und den Milben hadert, müssen Jo, Parrish, Fargo und Holly sich einem psychologischen Test unterziehen und werden in einem kleinen Raum festgehalten, wo sie Larry (ihr Missionsverantwortlicher) mit Diskomusik, Hitze und Bastelaufgaben quält. Zane taucht auch auf, wobei sich später erweist, dass er als Teil vom Test eingeschleust wurde. Die Szenen mit den vieren stecken voller Situationskomik und gelungener Dialogfetzen. Parrish zeigt vor Holly seine wahre Natur und Fargo seinen Erfindungsgeist. Holly zeigt, wie… „schmal“ sie sein kann: mit Konsequenzen nicht nur für Fargos Vorstellungskraft.

Mit Allisons Hilfe und Carters Geschick können die Milben außer Gefecht gesetzt und die vier aus dem Raum befreit werden. Aber die wichtigsten Aufgaben haben die Baumilben im metaphorischen Sinne schon erledigt, nämlich den Rumpf so mancher Beziehung in Eureka zu stabilisieren und / oder zu Ende zu bauen. Denn am Ende der Episode haben Fargo und Holly ihr Date, Grace gibt Henry den Ehering mitsamt Heiratsantrag wieder – und obwohl Zane mit Erlaubnis der Senatorin Teil der Mission sein darf, glaubt er, in Eureka bei Jo bleiben zu wollen.

Auf den ersten Blick ist Of Mites and Men keine besondere Episode, aber sie bietet eine Art Zwischenbilanz nach der Zeitreise und zeigt uns, welchen Weg die Figuren gegangen sind. Fargo entwickelt sich langsam zu einem echten Leader, Henry ist seit der Verbitterung nach Kims Tod nun wieder glücklich, Zane und Jo finden wieder zueinander, nachdem Lupo am Anfang so verloren schien – und Carter und Allison lernen, mit den kleinen Stolpersteinchen des Alltags zurechtzukommen.

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