Eurekas: What Goes Around Comes Around (3×18)

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“So, the laws of physics are in peril, my daughter is moving out, and the world’s coming to an end?” Ja, Jack Carter (Colin Ferguson): in Eureka gibt es immer noch die Möglichkeit, dass man überrascht wird und sein Gefühlsleben trotz übermächtiger Technik nicht kontrollieren kann. Denn genau davon handelt Eurekas humorvolle Erzählung: Sci-Fi und Gefühle. Wenn man es schafft, beides erfolgreich zu kombinieren, dann hat man es … geschafft!

Abgesehen vom formelhaften Ablauf (fast) jeder Episode nach dem Prinzip  „Carter rettet den Tag“ kann man Eureka so gut wie nichts vorwerfen. Und die Carter-Aktionen waren stets so gut an die Entwicklung bestimmter Figurengeschichten gekoppelt und so voller Humor, dass die Formelhaftigkeit und das vorhersehbare Ende eigentlich niemandem ein Dorn im Auge sein sollten. Denn wer mit slapstickartiger Situationskomik kombinierte Sci-Fi nicht sehen will, wäre bei Eureka ohnehin fehl am Platz. Statt dunkler Bedrohungen und spannender Cliffhanger sahen wir einen trennungsintensiven, melancholischen und warmherzigen Ausklang einer sehr gelungenen Staffel.

Während Carter das Problem mit dem elektromagnetischen Feld löst, muss er gleich zwei Abschiede hinnehmen: von seiner Tochter Zoe, die nach Harvard geht, und von seiner neuen Flamme Tess, die einen Job in Australien bekommen hat. Ich fand es sehr schön, wie ihm beide Frauen zum Abschied dasselbe sagten: If I hate it, I can come back.

Ja, das könnte klappen. Denn Eureka mit Sheriff Carter wird immer da sein: ein verrücktes Zuhause voller Liebe. Ob Zoe und Tess wieder auftauchen werden? Angesichts der Tatsache, dass Jaime Ray Newman (Tess) und Jordan Hinson (Zoe) bei den Serien Eastwick und Hank neue Jobs bekommen haben, müssen wir das – über Gastauftritte hinaus – bezweifeln. Ich bedaure diese Abschiede, aber vielleicht wollen die Eureka-Autoren nach drei Staffeln frischen Wind. Die Entscheidung scheint mir ein bisschen gefährlich, denn Zoe war Eurekas Lieblingstochter, und die Vater-Tochter-Beziehung zog sich durch alle Staffeln hindurch. Und Tess ist ja gerade erst dazugekommen und hat frischen Wind in Carters Gefühlsleben gebracht; viele Fans begrüssten das neue Eureka Pärchen. Andererseits lief die Entwicklung besonders von Zoes Figur schon seit einigen Episoden in diese Richtung – wirklich überraschend war es also nicht.

Durch die Abschiede wird man vermutlich ein wenig von der Carter-zentrierten Erzählweise abweichen und den anderen Eureka-Bewohner noch mehr Raum geben müssen. Und unter denen gibt es viele, die für interessante Storylines sorgen können: zum Beispiel Fargo (Neil Grayston), der in Juliet endlich die Liebe fand, oder Jo (Erica Cerra) und Zane (Niall Matter).

Es ist schon bemerkenswert gut, wie die Eureka-Autoren den Fokus von Figur zu Figur wechseln – immer dann, wenn man denkt, nun würde aber mt dem Formelhaften übertrieben. Ich würde behaupten, dass Eureka in dieser dritten Staffel zum perfekten Erzählrhythmus und zur perfekten Stimmung (nach teilweise arg düsteren Episoden in der zweiten Staffel) gefunden hat. Dann nämlich kann man sich einen solchen Abschluss leisten: mit Carter, der hinter seinem Schreibtisch sitzt und über die Änderungen in seinem Leben nachdenkt, bevor er genau dahin geht, wo er sich Hilfe holen kann – zu Allison (Sally Richardson). Ein leises, melancholisches und schönes Finale:
Humor and heart!

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