Hawaii Five-0: Ho’ohuli Na’au (1×22)

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Im Prinzip erwartet man von Hawaii Five-0 keine ausgeklügelten Verschwörungstheorien oder gar Oscar-reifes Charakterdrama. Die CBS-Serie hat in dieser ersten Staffel mehrmals gezeigt, dass Witz, Charme und eine Prise Action ausreichen, um den Zuschauer zu unterhalten. Die Fälle der Woche sind nicht etwa verschachtelt oder Ähnliches, aber Hawaii Five-0 macht einen guten Job dabei, auch plumpe Wendungen und langweilige Fälle mit der erwähnten Kombination aus Steve-Danno-Witz und rasantem Handlungsverlauf vergessen zu machen.

Leider gelingt das diesmal nicht. Der Fall der Woche handelt von dem Tod des berühmten Modefotografen Renny Sinclair (Gastauftritt von Rick Springfield), der in seinem Wohnwagen lebendig verbrannt wird und, wie die Untersuchung zeigt, große Wettschulden angehäuft hat. Wenn ich ehrlich bin:  Hätten Steve (Alex O’Loughlin) und Danno (Scott Caan) die Wettmafia auseinander genommen, hätte mich das zufriedener gemacht als die Variante, sich einen soapigen Hintergrund zusammenzuschustern und alles (wie immer) auf die Assistentin zu schieben.

Dagegen sind die Aufnahmen von Steve und Danno, die wie ein altes Ehepaar auf der Bank sitzen, oder aber Dannos Reaktion auf die Bemerkung zu seiner Krawatte seitens des Buchmachers absolute Höhepunkte! Und Kamekona wird in nächster Zeit nicht mehr wetten, es sei denn mit Steve und Danno.

Aber vielleicht kommt die Wettmafia zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr so leicht davon, denn zum Ende hin baut die Serie einen kleinen Cliffhanger auf und verbindet die beiden Plots miteinander. Der zweite Plot diese Woche dreht sich um Chin (gute Performance von Daniel Dae Kim), seinen Onkel und das entwendete Geld. Noch einmal entscheidet sich Chin, für seinen Onkel den Kopf hinzuhalten, und erzählt Internal Affairs, dass doch er selbst das Geld entwendet habe. Obwohl dieses Drama etwas erzwungen wirkt, gibt es doch immerhin Daniel Dae Kim etwas mehr zu tun.

Auch seine Cousine Kono (Grace Park) erhält eine kleine Story, die sich vielleicht zu einer Liebesgeschichte entwickeln könnte. Im Laufe der Untersuchung trifft sie auf den Laboranten Charlie Fong und versucht sich zu erinnern, woher sie ihn kennt. Wie kann man eigentlich seinen ersten Kuss vergessen? Die persönlichen Geschichten der Teammitglieder zu vertiefen, scheint mir übrigens eine gute Entwicklung – besser später als nie.

Bezüglich der restlichen Episoden bleibt abzuwarten, ob die Auseinandersetzung mit Wo Fat ausgetragen oder auf eine mögliche zweite Staffel verschoben wird. Steve erhält auch in dieser Episode einen Umschlag – mit einem Schließfach-Schlüssel darin. Was wird er dort finden? Und wo bleibt eigentlich seine FBI-Unterstützung? Ich bin gespannt, wie die Autoren die letzten Episoden gestalten wollen.

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