Hawaii Five-0: Ike Maka (2×09)

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Hawaii Five-0-Episoden, die sich nur auf den Fall der Woche konzentrieren, sind eine Hit-or-Miss-Angelegenheit. In dieser zweiten Staffel waren bisher leider die Miss-Fälle in der Überzahl, doch Ike Maka (Identity) zählt in meinen Augen definitiv als Treffer. Der Fall der Woche bewegt sich vom Autohandel über einen Mafia-Auftragsmord bis hin zu einem… Unfall. So ist das Team gezwungen, die Ereignisse immer wieder aus einem anderen Blickwinkel und in einem anderen Kontext zu sehen, was die Spannung aufrechterhält.

Und die Aufteilung des Teams in Pärchen funktioniert einwandfrei. Obwohl die Zahl Fünf sich eigentlich nicht dazu eignet – aber zur Erklärung kommen wir noch! Nach einer wilden Verfolgungsjagd stößt die Polizei am Hafen auf etliche Container voll gestohlener Oldtimer der amerikanischen Automobilindustrie, und in einem Kofferraum liegt eine Mumie. Erschossen. Nun ergibt es wenig Sinn, Mumien zu erschießen, aber wenn Super-Steve den toten, bandagierten Mann Mumie nennt, dann gehe ich damit konform. Die Spuren führen das Team… Welche Spuren eigentlich? Der Mann, den man schließlich findet, ist nicht der Mann, der er war! Also muss man den „neuen“ Mann identifizieren, um zu seiner Vergangenheit zurückzukommen.

Als Erstes nimmt sich das Team den illegalen Autohandel vor, und die Serie konfrontiert uns mit einer Neuerung: Es ist nicht mehr Konos Job, undercover auf High Heels aufzutreten, sondern Loris (Lauren German)! So bekommen wir eine aufgebrezelte Lori zwischen gepimpten Autos zu sehen. Wer Zickenkrieg zwischen Kono und Lori befürchtet hat, darf beruhigt sein: Es sieht nicht danach aus. Die Beziehung scheint durchaus entspannt, genauso wie die zwischen Kono und Chin. Der herzliche und gleichzeitig humorvolle Austausch zwischen Cousin und Cousine hat mir gefehlt, als Kono undercover war!

Kono und Chin bekommen ihren fairen Action-Anteil in dieser Episode, als sie zunächst die Autodiebe fangen (ich sage nur: License and registration, please!) und Kono später das Privileg erhält, als Scharfschützin einen tödlichen – für Suzie Greene (Courtney Ford, Dexter, True Blood) rettenden – Schuss abzugeben. Suzie ist – war – mit der „Mumie“ zusammen, die Max als Adam Raines identifiziert. In letzter Zeit bemühen sich die Autoren, Max dem Team näher zu bringen und ihn häufiger ins Rampenlicht zu stellen. Dieses Mal überrascht nicht nur sein Klavierspiel, sondern auch seine Art, Steve (Alex O’Loughlin) und Danno (Scott Caan) zu ignorieren. Er spricht nur und nur mit Lori.

Nun, Steve und Danno haben selbst Einiges zu besprechen, nachdem Danno die letzten zwei Wochen auf Steves Sofa verbracht hat. Es geht um McGarretts House Rule No. 32: No TV after midnight. Danno aber muss den Fernseher laufen lassen, um nicht vom Lärm der Ozeanwellen wach gehalten zu werden. Zeit für viele Diskussionen haben die beiden allerdings nicht, denn plötzlich verwandelt sich nicht nur Adam Raines in Jimmy Sheehan, sondern der Fall in einen Auftragsmord der irischen Mafia. Neben Courtney Ford treffen wir auf einen weiteren Schauspieler aus True Blood, nämlich Chris Bauer (Sheriff Andy). Zum Glück ist er nicht der Täter!

Offenbar haben sich die Hawaii Five-0-Autoren die schon mehrmals kritisierte Masche abgewöhnt, die Gastdarsteller zu Tätern zu machen. Auf der Suche nach dem vermeintlichen Auftragskiller müssen Steve und Danno an Bord des Schiffes gehen, wo Jimmy gearbeitet hat. Dort ergibt sich für Super-Steve endlich die Gelegenheit für einen Super-Stunt als Daniel Craig in Casino Royale. Aber nicht die irische Mafia hat Jimmy erwischt, sondern… die Angst davor. Mehr verrate ich nicht! Lori aber, die am Ende in einem engen Lederoutfit Steve und Danno dazu bringt, sich wie zwei Teenager an der Tür zu drängeln, verrät den beiden, warum Max sie ignoriert.

Weil nämlich Steve und Danno ihn zuerst ignorierten, indem sie seine Email-Einladung zum Filmabend (Privatadresse: spacetrakky – wenn ich mich nicht verhört habe) als Spam klassifizierten. Wie sagte es letzte Woche Danno so schön: Cultureless Animal(s)…
Auch ohne die handlungsübergreifende Erzählung kann Hawaii Five-O unterhaltsame Episoden anbieten, wenn die Balance stimmt!

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