Hawaii Five-0: Kai e’e (1×15)

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CBS entschied sich, die neue Hawaii Five-0-Episode Kai e’e (Tidal Wave) an dem Sonntagabend der Football Playoffs auszustrahlen. Dadurch kommen wir früher als sonst in den Genuss dieser Mini-Blockbuster-Episode.
Eigentlich dient es ja weder der Unterscheidung noch der Hervorhebung, eine Bruckheimer-Serienepisode als Mini-Blockbuster zu bezeichnen: Schon seit CSIs Anfangszeiten war es das Anliegen des Produzentenhauses, Mini-Blockbuster fürs Fernsehen zu kreieren. Trotzdem muss es sich Bruckheimers Quote gefallen lassen, als eine Art „Hit and Miss“ bezeichnet zu werden – ehrlicher: „Hit-Miss-Miss-Hit“…

Nun: im Falle von Kai e’e (Tidal Wave) funktioniert die Blockbuster-Maschinerie einwandfrei. Die Episode zeigt uns Hawaii in Panik vor einer kommenden Riesenflutwelle (Tsunami). Nach und nach leert sich die Küste – und manche Menschen sind leider ganz verschwunden.

Plötzlich wird auch der Chef des Tsunami-Warnungszentrums vermisst -und seiner Vertretung Norm Spellman (Joel Moore, Bones) scheint die Sache über den Kopf zu wachsen. Buchstäblich: Die Welle verändert sich in Sekundenschnelle, so dass das Zentrum keine exakten Vorhersagen treffen kann. Der Vermisste könnte als Einziger Gewissheit bringen…
Schade, dass Spellman zu wenig Interaktion mit Steve (Alex O’Loughlin) und Danno (Scott Caan) gegönnt wurde. Dann wären mehr Szenen zustande gekommen mit Sprüchen wie Spellmans Erklärung „Tsunami-Warnungssystem für Dummies“ an Danno. Aber die typische Hawaii Five-0-Hektik treibt alles voran: wie die kommende Flutwelle!

Trotz Alarmstufe Rot bleibt letztendlich alles in trockenen Tüchern, aber uns Zuschauer lässt die Serie keinesfalls auf dem Trockenen. Wenn schon keine Bilder von Flutwellen und Zerstörung, dann eben welche von leeren Straßen, wo Steve und Danny zu einer bestimmten Location rasen! Es erweist sich, dass der Chef der Küstenwache hinter der ganzen Geschichte steckt: Die fingierte Tsunami-Warnung erlaubte ihm, die 28 Millionen Dollar Drogengelder aus Polizei-Gewahrsam zu entwenden.

Das Five-0-Team steht vor einem großen Problem, denn wie wir wissen, sind nur noch 18 Millionen übrig – nachdem McGarrett & Co. zehn Millionen ‚geborgt’ hatten, um Chins Leben zu retten. Nichtsdestotrotz sichern sie das Geld – und bereiten sich darauf vor, der Gouverneurin für die fehlende Summe Rede und Antwort zu stehen. Stattdessen wird ihnen zu dem guten Job gratuliert – und wie aus dem Nichts sind die 28 Millionen vollständig! Mit diesem Cliffhanger – über den Köpfen hängenden Fragezeichen, genauer gesagt – lässt die Episode uns und die Figuren zurück.

Aufgebaut ist sie übrigens, wie so oft bei Hawaii Five-0, aller Action zum Trotz auf emotionaler Figurenebene: um Vaterfiguren und das Vatersein überhaupt. Nicht nur muss sich das Team um die Tochter  des vermissten Wissenschaftlers kümmern (verkörpert von Pop-Sängerin Joanna “Jojo” Levesque), sondern Danno muss Grace in Sicherheit bringen. Von Anfang an hat die Beziehung zwischen Vater und Kind eine zentrale Rolle in der Serie gespielt, angefangen mit Steve und seinem Vater bis hin zu Danny und Grace. Es scheint aber so, als hätten die Autoren auch etwas mit Liebschaften unter den Figuren im Sinn.

Im Nebensatz wird angedeutet, dass Chin wieder Kontakt zu seiner Ex-Verlobten habe; und wieder einmal bekommen wir  Steves Marine-Freundin Catherine (Michelle Borth) in Unterwäsche zu sehen. Ihr Auftritt ist freilich auf eine knappe Minute reduziert, in der sie Steve erneut als Informationsquelle dient. Es bleibt abzuwarten, ob man sie stärker in die Handlung involvieren wird.
Da wir schon beim Thema sind, eine Information zum Schluss – für alle Hawaii Five-0-interessierten Frauen: Danno lernt Surfen.

Ab dieser Episode gibt es auch ihn (wie Steve) mit nacktem Oberkörper zu sehen! Das Ganze hat hier jedoch auch eine narratologische Funktion. Die Szene mit Danny, der von Kono (Grace Park) auf dem Trockenen im Surfen geschult wird, steht emblematisch für die ganze Episode: Lieber so lange auf dem Trockenen bleiben, bis man wirklich bereit ist, der kommenden Welle zu begegnen.

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