Hawaii Five-0: Powa Maka Moana (1×17)

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Es hat relativ lange gedauert, bis Hawaii Five-0 endlich einmal das Wasser als Quelle einer Geschichte einsetzt. Nein, ich habe den Tsunami nicht vergessen, aber der war ja ein Fake! Hier ist die Rede von… Piraten. Nach den Dschungelabenteuern der letzten Woche sehen sich Steve (Alex O’Loughlin) und sein Team in Powa Maka Moana (Pirate) mit einer weiteren Geiselnahme konfrontiert. Ein Partyboot wird in Küstennähe überfallen; zwölf Studenten werden entführt. Der Kapitän des Partybootes ist tot. Einzige Zeugin des Vorfalls: seine Aushilfe Susan, die es geschafft hat, sich während des Tumults zu verstecken.

Hawaii Five-0 setzt in dieser Episode auf prominente Gastauftritte: Susans Rolle wird von der früheren MTV-Moderatorin Vanessa Minnillo übernommen, und in der Rolle ihres Verlobten können wir ihren tatsächlichen Verlobten Nick Lachey bewundern. Fiktionale und reale Verlobung hin oder her: es erweist sich, dass doch irgendetwas falsch  ist an dem Paar. Wenig zu tun bekommen Ray Wise (Twin Peaks, Psych, Reaper) und Stacy Edwards (Chicago Hope) als Eltern eines entführten Jungen, aber sie machen aus dem Wenigen viel. Vor allem Wises Zusammenbruch nach der Todesnachricht erinnert an die Leland-Palmer-Szenen aus Twin Peaks.

Die ganze Entführungsgeschichte verläuft zwar nach bekanntem Schema, aber die Szenen zwischen Steve und Danno bilden wieder einmal ein Highlight: den Strohhalm, an dem sich die Episode hochhangelt. À propos hochziehen: Die Nachricht von der Geiselnahme erreicht Steve und Danno in einer prekären Situation. Sie sind gerade dabei, Steves 1974er Marquis (die Automarke aus dem Original-Hawaii Five-O!), den er von seinem Vater geerbt hat und seit dem Piloten in Bewegung zu setzen versucht, bergauf zu schieben und sich über den Wert von Gegenständen zu unterhalten. Zum Glück hat Steve immer gewisse Gegenstände dabei, was sich im Laufe der Untersuchung als sehr hilfreich erweist.

“Come on, what is the matter with you! You need help! I’ll pay for it!” lauten Dannos Worte, als Steve die Situation kurzerhand mit Hilfe einer Granate regelt: Auf den Spuren der Piraten geraten die beiden in einen Trödelladen, dessen Besitzer sich weigert, die Stahltür zu öffnen und zu kooperieren. Da Dannos Redseligkeit nicht weiter hilft, beteuert Steve, er habe einen Plan. Auf Dannos Nachfrage lautet die Antwort: I’ll be back! Danno: Is this all? Es ist allerdings auch nicht wenig: schon die zweite Schwarzenegger-Referenz in nur zwei Episoden…

Man muss zugeben, dass Hawaii Five-Os dramaturgisches Schema funktioniert. Man genießt das verbale Vorspiel und wartet (ich zumindest!) darauf, dass Steve „durchdreht“ und mit „crazy eyes“ zur Attacke schreitet. Diesmal macht er sich die Sache leicht: Steve geht zum Auto und holt eine Granate (aus dem Handschuhfach?!), mit der er die Stahltür in die Luft jagt.

Aber nicht nur in den Action-Szenen zeigt Alex O’Loughlin Stärke, sondern auch in der relativ langen Sequenz, als Steve sich an die Eltern der Entführten wendet. Mit Hilfe dieser bewegenden Ansprache erinnert uns die US-Serie an ihren übergreifenden Handlungsstrang, in dem es um Steves Familie geht.
Ich finde, es wäre mal wieder an der Zeit, sich dieser Story zu widmen. Außerdem: ein Sumo-Match zwischen Kamekona und Danno wäre auch nicht verkehrt…

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