Hawaii Five-O: Ha’i’ole (2×01)

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Nach dem Cliffhanger mit Steves Verhaftung im Finale der ersten Staffel erwartet man zum Auftakt von Hawaii Five-Os zweiter Staffel nichts Anderes als… Action! Und die bekommt man in den ersten fünf Minuten, eine große Dosis sogar. Die Kamera zeigt uns im Push-Up-Tempo, wer womit beschäftigt ist, bevor sie Richtung Gefängnis wandert. Während Kono surft und Danny am Flughafen einen Unbekannten in Militäruniform willkommen heißt, befindet sich Chin, der bei der HPD befördert wurde, bei Gouverneurin Jamesons Begräbnis und trifft dort auf keinen Geringeren als Wo Fat (Mark Dacascos), mit dem er kurz Höflichkeiten austauscht, nur um während des kurzen Schlagabtausches mit Fats Wachleuten eine Brieftasche zu stehlen…

Zurück zu den Push-Ups. So nämlich kehrt ein Steve McGarett (von mir stets liebevoll Super-Steve genannt) auf den TV-Bildschirm zurück! Aber die Freude aller Fan-Girls wird schnell unterbunden, denn er hat einen Besucher: Danny (Scott Caan). Es braucht nur zwei Sätze, um sich wieder daran zu erinnern, was Hawaii Five-O so unterhaltend macht, nämlich die Chemie zwischen den beiden. Danny ist allerdings nicht gekommen, um Scherze über seine nicht vorhandene Krawatte zu ertragen; vielmehr will er Steves ehemaligen Ausbilder Commander Joe White (Terry O’Quinn, Lost) zu ihm führen. Danny zu Chin: He trained Steve. Chin: Oh, so it’s his fault. Joe hat es sich zur Aufgabe gemacht, Steve auf jede erdenkliche Weise zu helfen.

In den folgenden Minuten aber liefert die CBS-Serie ihre erste Überraschung der Episode: Steve wird von Victor Hesse (James Marsters) auf dem Gefängnishof angegriffen; dieser verpasst ihm eine Stichwunde, nur um ihm nachher etwas ins Ohr zu flüstern. Hesse wollte, wie er Danny und Chin später gesteht, Steve eine Fluchtmöglichkeit verschaffen, damit er Wo Fat erledigt, bevor dieser Victor erledigt. Angeblich will Wo Fat einen letzten großen Deal über die Bühne bringen und dann für immer verschwinden. Victor – und ebenso wir Zuschauer – kennt Super-Steve gut genug, um zu wissen, dass eine Stichwunde ihn daran nicht hindern wird, zwei Sanitäter ohnmächtig zu schlagen, aus dem rasenden Krankenwagen zu springen und dann durch die Gegend zu rennen.

Ich betone noch einmal: In Hawaii Five-O ist es vollkommen egal, ob das Geschehene in der Realität möglich wäre oder nicht. Wichtig sind Spaßfaktor und Action. Meine kleine Kritik an der Episode betrifft dementsprechend weniger Super-Steves Aktionen als vielmehr die größte Überraschung am Ende. Folgen wir aber zunächst den Ereignissen: Steves (Alex O’Loughlin) Flucht endet in der Wohnung von Dr. Max Bergman (Masi Oka, Heroes), der in den nächsten Szenen für nerdiges Amüsement sorgt (war das ein Star Trek-Schlüsselanhänger?) und Steves Wunde pflegt.  Nicht so gepflegt geht der gerade eingetroffene Danny mit Steve um, aber es bleibt kaum Zeit für längeres Einander-Anschreien. (Außerdem nennt Danny Max “Kermit“.)

Es ist ein Auto-Tausch angesagt, um die Polizei von Danny abzubringen, damit der Steve zu Joe fahren kann. (Max’ Auto übrigens entzieht sich jeder Beschreibung.)
An Jennas (Larisa Oleynik) Pinnwand findet Joe einen Hinweis, ein Foto einer Medaille, das ihn wiederum zu einem alten Japaner führt. Ja, Jenna ist immer noch da und versucht zu helfen, ebenso wie Kono.  Letztere macht nicht nur Wo Fat ausfindig, sondern auch einen gewissen Kurt, mit dem er den Deal abschließen will. Während der Fahrt zu Joe findet Steve heraus, dass auch Dannys Privatleben in letzter Zeit unter keinem guten Stern steht, denn das Baby ist nicht seins, sondern Stans  – und Rachel kommt zurück nach Hawaii, um wegen der Kinder einen frischen Start mit Stan zu versuchen.

Einen solchen Neustart unternimmt auch Sam Dennings (Richard T. Jones, Terminator: The Sarah Connor Chronicles), der neue Gouverneur, und zwar mit Five-O. Die Beweise, die John McGarrett (William Sadler) hinterließ, zeigen, dass er eine versteckte Kamera in Jamesons Büro installiert hatte. Da die immer noch da ist, kann Steves Unschuld bewiesen werden. Jetzt heißt es nur noch Wo Fat erwischen, bevor er abhaut! Während Kono und Joe Kurt unschädlich machen, rasen Steve, Danny und Chin hinter Fats Yacht her, finden aber nicht Wo Fat, sondern nur das Geld von dem Deal vor. Auch Victor Hesse ist nicht mehr da: Wo Fat sorgt persönlich dafür.

Vorher erzählte Kamekona spaßeshalber Jenna, wie sie ihre Undercover-Arbeit meistern solle. Allerdings scheint sie keine Ratschläge zu brauchen, denn am Ende der Episode sitzt sie hinterm Steuer von Wo Fats Auto. Nun sind wir bei meinem Kritikpunkt: Diese Wendung ist zwar durchaus überraschend, tut aber vielleicht der Überraschung zu viel – wenn man bedenkt, was wir über Jenna wussten und wie sie sich gab… ? Aber vielleicht sollten wir vor dem Urteilen abwarten, welche Erklärung die Autoren liefern werden. Außerdem bleibt die Frage offen, ob Steves Vater auch korrupt war oder nicht.
Zwischen Schein und Sein liefert Hawaii Five-O einen guten Einstieg in die neue Staffel.

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