Terminator: The Sarah Connor Chronicles: To the Lighthouse (2×20)

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Die Connors sind wieder unterwegs in einer actionreichen und gleichzeitig tragischen Episode von letzter Woche, die den Namen von Virginia Woolf’s Roman (ob es Absicht war, wissen nur die Autoren) trägt. Heavy Stuff. Die narrativen Verwicklungen in dieser Episode machen auf jeden Fall dem Namensgeber eine Ehre. Der Anfang ist etwas langsam und vermischt mit Flashbacks von Sarah, wie sie sich mit dem kleinen John den Weg durch den Dschungel bahnte.

Danach wird die Sache immer explosiver. Jeder war diesmal involviert – Sarah, Derek, Cameron, Jon, Ellison, Weaver, John Henry und sogar … jemand, den wir schon vergessen hatten, Charlie. Es war ein komisches Gefühl, ihn wieder zu sehen. Aber keiner bleibt in der Welt von Terminator: The Sarah Connor Chronicles einfach irgendwo und lebt unbeteiligt weiter. Entweder man macht mit oder man stirbt – an dem Punkt sind die Autoren konsequent. Und Charlie war ein Opfer (in jedem Sinne) schon seit der ersten Minute seiner Screentime.

Deswegen kam die letzte Szene dieser Episode nicht überraschend. Aber springen wir wieder zum Anfang und zu einer misstrauischen Sarah, die zu John sagt, sie würde Cameron und Derek nicht mehr vertrauen, deswegen die beiden gar nicht von dem Umweg wussten, den Sarah mit John macht – zu dem Leuchtturm. In der Zwischenzeit wird Derek im Gespräch mit Cameron mit der Tatsache konfrontiert, dass Jesse (die allem Anschein nach er doch erschossen hat) in der Zukunft schwanger war. Während zwischen Cameron und Derek die Sache zu eskalieren droht (sich aber dann wieder beruhigt), gönnen uns die Autoren einen Einblick in Charlies Post-Frauen-Welt, die wiederum von Sarah, wie wir erfahren, so eingerichtet wurde – die Wege mit Explosiven abgesichert, Alarmanlagen, Fluchtboot etc., Sarah-Style halt.

Es waren traurige und schöne Szenen, vor allem zwischen Charlie und John, die sich über Trauer um die verstorbenen Frauen austauschten. John Henry und Savannah tauschen sich aus über die Möglichkeit, dass ihre drei Gummienten an seinem Ritterspiel teilnehmen. Damit die Enten nicht traurig sind, beschließt John Henry die Regeln des Spiels zu ändern. Gleichzeitig ändert aber jemand anders die Regeln, nämlich die von John Henrys Hardware selbst – John Henry hängt sich auf. Im IT-Sinne des Wortes und muss ausgeschaltet werden.

Nachdem die Fehlfunktion analysiert ist und John Henry wieder hochgefahren wird, erweist sich dass es ein ähnliches System existiert, genauso wie dieses von John Henry, einen Bruder, wie er das ausdruckt. Dieser „Bruder“ hat einen Wurm in John Henrys System platziert und nicht nur dort, sondern in alle wichtige Systeme weltweit und versucht alles unter seine Kontrolle zu bringen. Terminatrix Weaver ist überhaupt nicht erfreut – man kann es buchstäblich aus ihren Augen lesen: Ich bring euch alle um! An dieser Stelle wird es kompliziert, denn der Verantwortliche für den Bau der anderen künstlichen Intelligenz ist ein Mann (Miles Dyson von Cyberdyne Systems), den Sarah Connor vor Jahren tötete und wessen Fall Ellison untersuchte. Auf die Frage von Weaver, ob er denn Sarah gefunden hätte, antwortet Ellison mit Nein.

Also, lasst mich zusammenfassen – wir haben mehrere Parteien, die ihr Spielchen treiben: Skynet aus der Zukunft, John Connor aus der Zukunft, Sarah & Co., Weaver und die unbekannten Auftraggeber von Ed, der Sarah entführte sind vermutlich die Verantwortlichen für den anderen Supercomputer. Ist das dann Skynet aus der Gegenwart? Und was ist mit Zoes Vater, der den Air Drone in seinen Besitz nahm? Arbeitete Ed dann undercover, wenn Weaver vom Ganzen nichts zu wissen scheint? Ist sie die Anführerin der rebellischen Maschinen? Also um diese Fragen zu beantworten, braucht man definitiv eine dritte Staffel. Wie komme ich auf Ed’s Hintermänner?

Der Knoten, den Sarah im Brustbereich findet und als Brustkrebs deutet (deswegen der Besuch bei Charlie, um ihn las zukünftigen Aufpasser zu engagieren), erweist sich als ein Sender, den ihr Ed implantiert hat. Nach dieser Entdeckung im Krankenhaus bekamen wir in Parallelerzählungen zu sehen, wie unbekannte Männer zu jedem aus Sarahs Gang auf dem Weg sind, um sie vermutlich zu töten. Aber Frauen unterschätzt man für gewöhnlich. Sarah und Cameron kommen hier voll auf ihre Kosten und wir als Zuschauer auch. Zuerst verpasst sich Sarah selbst einen Stromschlag mit den … (den Dingern zum Wiederbeleben???) und unterbricht so den Signal.

Der Mann, der im Krankenhaus nach ihr sucht, erwischt es wirklich schlimm, als sie ihn die … an den beiden Ihren drückt und ihn dauerhaft ‘runterfährt. In der Zwischenzeit werden Cameron und Derek angegriffen und er wird gekidnappt. Armer Derek, in den letzten Folgen schubst man ihn psychisch und physisch nur hin und her. Dann hat Terminatrix Cameron endlich mal wieder einen Action-Auftritt und befreit ihn: You are welcome, sagt sie zu ihm, bevor er überhaupt was gesagt hatte – wir leiben Terminator-Humor. Das Ende der Episode ist fast nur Slow Motion – das Markenzeichen der Serie, wenn was episch-tragisches geschieht.

Sarah rennt zu dem Leuchtturm, um dort nach diversen Explosionen und einem Feuergefecht nur Leichen unbekannter Männer zu finden. Als sie erleichtert festestellt, dass das Fluchtboot weg ist, kommt der Blick zur Seite, direkt auf Charlies mit Kugeln durchsiebten Körper, der an der Wasseroberfläche treibt. Ironie des Schicksals, Sarah – kein Krebs und ein toter Charlie – so leicht wird man die Aufgabe John Connor nicht los. Kein Licht am Ende des Tunnels.

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