Bones: The Gamer in the Grease (5×09)

Standard

Die Bones-Produzenten bekamen die Idee für den Avatar-Plot vom Avatar-Produzenten Jon Landau, der Bones als die ideale Serie für so ein zweifelhaftes Marketing-Projekt sah, da Bones sich selbst nicht so ernst nehmen würde. Außerdem bot sich diese faszinierende Crossover-Episode im Grunde von selbst an: Joel David Moore, den wir bei Bones als einen der rotierenden Assistenten namens Fisher kennen, spielt auch im neuen Cameron-Film.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich habe nichts gegen product placement in TV-Serien, wenn es relativ unauffällig abläuft. Sogar in V gibt es für das aufmerksame Auge Apple-Werbung zu entdecken. Am Raumschiff-Empfang, in der letzten Episode, arbeitet die V-Angestellte mit einem iMac – statt des Apfels ist ein Apfel-ähnliches V-Symbol zu sehen. Aber eine komplette Episode in den Dienst der Filmwerbung zu stellen, kann zu viel des Guten sein. In der Episode war nicht nur alles voll von Avatar-Bildern, sondern auch die Figuren mussten sich Sätze über die Lippen kommen lassen wie: This is so much more than a movie. O.k.: man kann das von der komischen Seite betrachten.

Dadurch wirken solche Aussagen und die ganze Konstruktion als Ironisierung des künstlich von FOX kreierten Avatar-Hype: Unter anderem erschien diese Woche, wenn auch im Hintergrund, auch bei Lie to Me ein Avatar-Hinweis. Das Problem ist, dass die ganze Sache eben nicht als Slapstick gemeint war. Und damit der Verschnitte nicht genug: Der Fall der Woche, der Mord an einem Gamer, basiert auf dem Dokumentarfilm The King of Kong: A Fistful of Quarters.

Auch hier handelt es sich um einen ermordeten Gamer, der außerdem Betrüger war. Crossover, Hommage etc. beiseite: viel wirkungsvoller als Avatar war der Fund am Anfang, mit dem Bones sein hohes Niveau an Ekel erregenden Bildern wieder einmal unter Beweis stellte. “Punky Pong” heißt das Spiel, um das sich die Untersuchungen drehen und welches von einem autistischen Kind perfekt gespielt wurde – den Weltmeister-Titel aber bekam jemand anders, der das Kind beim Spielen abfilmte.

Während Bones und Booth sich darum streiten, welcher Wettbewerb als Sport bezeichnet und anerkannt werden darf und welcher nicht, lädt Fisher Sweets und Hodgins zur Erstaufführung von Avatar ein, da er drei Tickets bei Ebay ersteigern konnte. Oh, fast vergessen: In der Bones-Werbepause findet man einen Avatar-Werbespot.  Nur so zu Information. Oh, und Sweets schafft es fast, “to pitch a tent” (wie Hodgins ES nennt) – mit einem unbekannten tätowierten Mädchen, das er an der Schlange vor dem Kino kenn lernt. Oh, und Hodgins hat ein großes Angela-Tatoo an seinem Arm, dessen Entstehen ihrem Vater zu verdanken ist. Angela will, dass er es entfernt, vor allem damit er nicht über ihr Gesicht schwitzt. Oh, und vielleicht das lustigste (abgesehen von Avatar): Booths “Bow chika wow wow” als Bezeichnung von „ to pitch a tent“.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s