Bones: The Plain in the Prodigy (5×03)

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Man kann die Serie so oder so sehen: Für manche Procedural-Puristen mag sie zu viel Gefühlskram und zu wenig harte Krimifälle enthalten. Aber wenn Bones auch manchmal mit der Verniedlichung der Figuren und mit Cartoonhaftem zu übertreiben scheint, sind die Gefühls- und Moralausbrüche amüsant und sogar rührend anzusehen, abgesehen von dem herausragenden Sinn für Humor, der in den Details steckt.

Booth und Brennan untersuchen den Mord an einem hochtalentierten amischen Jungen, der seine Familie, seine Liebe und seine Religion verließ, um Klavier zu spielen. Musik ist – wie auch andere technologische und kulturelle Erzeugnisse: Telefon, Fernsehen, Autos – in der amischen Kultur verboten. Die Aussagen über Gott und die Welt, die die Positionierung dieses Falls letztendlich macht, überlasse ich euren Kommentaren.

Ich glaube, die Bones-Autoren waren sich selbst nicht sicher, wie sie das Ganze handhaben sollten: Der Junge rebelliert, folgt seiner Leidenschaft, dann will er aber wieder zur Familie nach Hause und wird durch einen Zufall mit dem Tod bestraft. Was wollte ihm Gott sagen? Versuchen wir’s mit einem Donnerstags-Crossover – mit Cas: “HE is really on a piece of piano!” – Übrigens hatte ich wirklich gehofft, sie würden Sweets das Titanic-Thema spielen lassen – obwohl der Song mir, wie Hodgins und viele andere Menschen, den letzten Nerv raubt.

Gehen wir zum zweiten Teil über, der auch für Gott spannend sein sollte: Teenager-Sex. Ich muss immer an den Spruch denken, den mir ein Bekannter (Vater zweier Mädchen) sagte, als ich ihn fragte wie er mit den männlichen Freunden seiner Töchter umginge: Wenn du mit meiner Tochter ausgehst, dann gehst du nur mit ihr aus, bis sie mit dir fertig ist. Wenn du sie zum Weinen bringst, bringe ich dich zum Weinen!

Das dürfte auch Cam gefallen, die in dieser Episode mit diesem Thema konfrontiert wird: Ihre Ziehtochter Michelle möchte die Nacht mit ihrem Freund Perry verbringen – die ganze Nacht, wohlgemerkt. Cam macht sich solche Sorgen, dass sie zu Hilfsmaterialien greift, etwa dem Buch “Talking to Your Teen about Sex”. Cam ist absolut amüsant und großartig in der Mutterrolle. Und immer wieder besticht die Dialog- und Situationskomik zwischen Cam und Bones. Hier ein Stückchen davon:
Is that a cartoon rendering of a penis in your book? (Brennan)
Uh, why I guess it is, look at that. (Cam)
Why is it talking? …It’s cute. (Brennan)

Für den Fall, dass Cams Ratschläge nicht helfen, hat auch Booth ein paar in petto – für Perry, und zwar ganz im Sinne des oben zitierten Spruchs. Beide treffen aufeinander, als Perry Michelle im Labor abholen will. Booth erklärt, dass Michelle wie Familie für ihn und er selbst übrigens ausgebildeter Scharfschütze sei; Michelle verdiene Perrys Gentleman-Respekt usw. – währenddessen zerquetscht er ihm fast die Hand…

Die Konversation zwischen Booth und Bones über den Verlust der Jungfräulichkeit gab dieser gelungenen Episode den restlichen Senf: Booth verlor sie mit 16, mit einem Mädchen „that parts of him loved“. Brennan wartete, bis sie 22 war und “found a man who could provide a skilful introduction”.
Booth und Bones eben.

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