Bones: The Predator in the Pool (5×18)

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Blau, blau, blau sind alle meine Kleider. Blau, blau, blau ist alles, was ich will. Dieses Lied könnte zu Booths Lieblingsstück avancieren. Ich setze diese Referenz hier nicht nur wegen des humorigen Effekts ein, sondern um Booths (David Boreanaz) Dilemma in The Predator in the Pool zu illustrieren: Die aquarium-blauen Augen von Dr. Catherine Bryar (Rena Sofer) verleiten ihn zum Träumen. Aber vielleicht erinnert ihn dieses Blau nur schmerzhaft an das Originalversion des Liedes: Blau, blau, blau sind alle meine… Kleider.

Denn die Eine, die er wirklich will, trägt diesen blauen Kittel! Lassen nun die Bones-Autoren Brennan (Emily Deschanel) fast die ganze Episode lang Giftgrün tragen, um einen farblichen Gegensatz darzustellen und so Booths „move on“ auch farblich zu motivieren? Wie dem auch sei: für mich ist es ein schöner sprachlicher Aufhänger, um die Spekulationen im Fall der Woche in blauen Dunst aufgehen zu lassen und zu verraten: Gift ist es gewesen!

Wie die Geschichte uns immer gelehrt hat, sind Menschen die schlimmsten Raubtiere, denn sie handeln emotionsbedingt. So auch im Falle von Jazz Gunn (Adam Paul): seine Überreste werden im überdimensionalen Aquarium gefunden Abgesehen von den wunderschönen Unterwasseraufnahmen, die sich für Hodgins’ (TJ Thyne) und Angelas (Gefühlsleben sogar als eine Art Treffer ins Blaue erweisen könnten, besticht die Folge mit einer sehr schönen Szene: als der Fisch (erwartet bitte nicht seinen richtigen Namen von mir) den Menschenschädel ausspuckt. Großartig – gleichzeitig beängstigend und belustigend! Clark, der Assistent der Woche, spuckt hingegen die Wahrheit über Hodgins’ Benehmen aus, wofür er sogar seinen Kodex „Kein Labortratsch“ brechen muss.

„Brechen“ ist hier ebenfalls ein sehr bedeutungsgeladenes Wort, denn es bricht den Zuschauern tatsächlich das Herz, wie Bones und Booth versuchen, von einander weg zu kommen – natürlich in romantischer Hinsicht. Bones geht zu einem Date mit Booths Chef Hacker (Diedrich Bader), und Booth versucht sich zaghaft an Catherine.  Geschickt nutzen die Autoren die Doppeldates, um den Herzen der B&B-Fans anhand einer kleinen Szene  einen Stich zu versetzen (damit ist übrigens die Mordwaffe verraten). Ich zitiere für euch das Gespräch der beiden am Fahrstuhl:

Bones: She’s easily as pretty as I am. I mean, using me as a standard.
Booth: Bones, you are the standard.
Brennan: Andrew is not as handsome as you. Using you as a standard.

Und zum Abschluss der Beweis, warum Bones es schafft, nie zur langweiligen Liebschaften-Standarderzählung zu werden: es sind diese kleinen humorvollen Seitenhiebe, die jede Episode aufheitern. Diese Woche: Bones’ Auffassung von The Rat Pack (aufgrund Hackers Referenz). They must be extraordinary rodents! Welch ein (blaues) Wunder!

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