Spartacus: Blood and Sand, and Sex

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Eigentlich bin ich kein Fan solcher Produktionen, aber nach dem Sichten der Trailer und der Namen der Beteiligten war die Neugier groß genug: Das Produktionsteam besteht aus Sam Raimi und Rob Tapert, die auch Xena: Warrior Princess damals auf den Bildschirm brachten. Und was für (k)einen Zufall – eine der Hauptrollen gehört Xena selbst, Lucy Lawless als Lucretia. Also begab ich mich zurück, ungefähr in das Jahr 71 v. Chr., als alle … nackt waren. So viel „direkte“ Nacktheit sieht man sogar heutzutage im Fernsehen selten. Spartacus’ Bild ist voller männlicher und weiblicher intimer Körperteile, und voller Blut. Spartacus wurde in Neuseeland gedreht, aber die meisten Szenen entstanden am Computer.

Die Serie kann, wenn man so will, als eine CGI-Orgie von Sex und Gewalt beschrieben werden. Die Slow Motion-Kampfszenen und die comicartigen Blut-Splatter dominieren das Bild. In den Zeiten von 300 und Avatar war ja nur eine Frage der Zeit, bis wir auch in einer TV-Serie solche Bilder zu sehen bekommen. In diesem Sinne ist Spartacus: Blood and Sand keinesfalls eine Revolution im Fernsehen, wie Starz-Verantwortlichen ihre Serie preisen. Und wer Xena sich in bestimmten Szenen immer gewünscht hat, der wird hier glücklich. Aber meine Meinung über Spartacus ist durchaus nicht negativ. Klar, wen extreme Gewalt, Vulgarität, Sex auf dem Bildschirm schockiert, hat bei der Starz-Produktion nichts verloren. Die anderen sollen den Blick riskieren und für sich selbst entscheiden.

Ich persönlich kann mich überhaupt nicht entscheiden, mindestens nicht im Moment (nach zwei Episoden), ob ich die Serie mag oder nicht. Alle fünf Minuten wechselt meine Meinung, was natürlich bedeutet, dass ich noch mehr Episoden schauen muss. But for starters: Spartacus: Blood and Sand ist lose auf der Geschichte vom legendären Anführer der Rebellion gegen die Römer basiert. Das Gute an der Serie ist, dass Spartacus unmissverständlich die Positionen klar macht: Die Bösen (wenn man sie überhaupt so bezeichnen kann) wollen Macht, Geld und Sex und Liebe (und Sex) und Freiheit sind die Leitmotive der Guten bzw. der Besseren. Und das alles erreicht man mit Gewalt! Ich finde es auch nicht schlimm, dass Spartacus so ziemlich „pulp“ ist und wenn sie nicht mehr als das will, auch gut.

Die Souveränität, mit Starz-produktion ihre Sache macht, verdient Achtung. Vielleicht war das der Grund, dass der Sender schon zweite Staffel bestellt hat, bevor nur eine Episode ausgestrahlt wurde. Oder waren es Lucretias (Lucy Lawless) nackte Aufnahmen und dreckige Sprache? Apropos Sprache und Sound: Neben den beunruhigenden Geräuschen vom Abtrennen der Körperteile, von Blutspritzen und Heavy Metall-Gitarren sind erstaunliche poetische und rhetorische Sätze zu hören. Obwohl so kampf- und sexlastig, besteht Spartacus meistenteils aus Dialogen (auch während Sex). Und apropos Sex: Hier gibt es zu gleichen Teilen männliche und weibliche Nacktheit und nicht nur Mann gegen Mann-Kämpfe, sondern auch Mann mit Mann-Einlagen, sowohl auch Frau mit Frau.

Der australische Darsteller Andy Whitfield ist der Star dieser Serie, der Spartacus’ Stoizismus sehr glaubwürdig darstellt. Whitfield harmoniert auch sehr gut mit den beiden Gegenspielern, dem römischen Befehlshaber (gespielt von Craig Parker, Haldir in The Lord of the Rings und Darken Rahl in Legend of the Seeker) und dem “Champion”-Gladiator, Crixus (Manu Bennett, den wir von vorn komplett nackt zu sehen bekommen). Außerdem wären noch einige zu erwähnen: Varro (Jai Courtney), der gutherzige Gladiator, Viva Bianca, die die Senators Tochter spielt  und Lucretias Ehemann John Hannah (Four Weddings and a Funeral), der die Gladiator-Schule besitzt.

Erin Cummings spielt Spratacus Frau Sura, die ihm weggenommen wird. Diese Entführung seitens der Römer stellt die Weilchen für die Erzählung und auch das Endziel. Als Sura Spartacus bei einem schönen digitalen Sonnaufgang ihren Mann in die Schlacht gegen die Barbaren schickt, sagt sie liebevoll: “Kill them all. For you,” antwortet er. An dieser Stelle werde ich keine weiteren Einzelheiten über die Handlung spoilern, sondern euch die Arena überlassen. Übrigens, grade habe ich mich entschieden: Spartacus, Kill them all! For us!

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