True Blood: And When I Die (4×12)

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Wie schon der Titel verspricht, bekommen wir wieder einmal ein blutiges Finale aufgetischt, das viele Fragen… nicht beantwortet, sondern aufwirft. Darunter auch diejenige, wer wirklich dran glauben musste und wer auf die eine oder andere Weise zurückkehren könnte.

And When I Die ist definitiv ein versöhnliches Finale nach dem großen Hin und Her dieser Staffel. Gut, meistens mehr „Hin“ – mehr schlecht als recht. Aber das Finale legt einen recht soliden Grundstein für die nächste Staffel und räumt zugleich gewisser Maßen auf. Auf King Russels Rückkehr darf man sich schon freuen, und viele True Blood-Zuschauer würden sich mit Sicherheit wünschen, dass Sookies Hilfeschreie am Ende – wegen Tara – unbeantwortet blieben… Könnten die Autoren tatsächlich den Zuschauerwunsch erfüllt und Tara für immer aus dem Weg geräumt haben?

Der Weg, dem die Serie folgt, war jedenfalls nicht frei von Hindernissen – und auch das Finale hat keine Bestnote verdient. Vor allem das Dreieck Bill-Sookie-Eric betreffend weiß man nicht, was man denken soll. Vielleicht bin ich mittlerweile einfach zu alt dafür, aber diese Hundeblicke und romantische Händchenhalterei zwischen den dreien werden mir langsam zu viel, und die Beziehungen drohen jeden Charme und Witz zu verlieren. Auch der „komplette / ganze“ Eric, hineingeworfen in die Dreiecksbeziehung, scheint verloren. Pam bringt es in ihrer Verzweiflung, von Eric weggestoßen worden zu sein, auf den Punkt: Fuck Sookie!

Fuck Jason: das wäre nun wiederum ein passender Ausruf zu dieser Episode. Denn zuerst gesteht Jason Hoyt die Sache mit Jessica und bekommt eine Tracht Prügel, um dann von Jessica als Rotkäppchen für Erwachsene (Little Red Riding Jessica) überrascht zu werden. Genauso überrascht ist Jesus, als sein Geliebter Lafayette ihm plötzlich die Gabel in die Hand rammt. Zu spät erkennt Jesus Marnie in ihm: Sie will seine Magie, sie will im metaphorischen Sinne die teuflische Brujo-Maske aufsetzen. Was ihr auch gelingt – aber auf Kosten von Jesus’ Leben. Danach befördert Marnie Bill und Eric auf einen Scheiterhaufen, um im letzten Moment von Sookie, Tara und Holly aufgehalten zu werden – mehr allerdings noch von Antonia selbst und von… Sookies Oma.

Nach dieser Walking-Dead-Veranstaltung, die mit Marnies Abschied endet, ist die Zeit der Entscheidungen gekommen. Sookie wünscht in Zukunft weder mit Bill noch mit Eric zusammen zu sein. Nan wiederum möchte mit den beiden gemeinsame Sache gegen die Vampirautoritäten machen, aber Bill und Eric schicken sie in die Ewigen Vampir-Jagdgründe.  Ab diesem Zeitpunkt – und weil in Bon Temps ja Helloween ist – häufen sich nicht nur die Leichen, sondern manche kommen wieder zurück. Jesus besucht Lafayette und verspricht: “Everything’s temporary”; Rene (Michael Raymond-James) warnt Arlene vor Terry, dessen Kriegsfreund gerade zu Besuch gekommen ist; Sam bekommt Werwolfbesuch; Russel ist wieder frei; Debbie sucht Sookie heim. Aber es ist Tara, die sich eine Kugel einfängt, um Sookie zu retten. Die nächste Kugel geht dann durch Debbies Kopf.

Die Staffel endet mit Sookies besagtem Schrei nach Hilfe, wobei sie Taras unbeweglichen Körper in den Armen hält. Nach dieser vierten Staffel aber braucht wohl auch die HBO-Serie selbst Hilfe – von Autorenseite, um das Zuschauerinteresse am Leben zu erhalten.

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