True Blood: Beautifully Broken (3×02)

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Die TV- und Filmerfahrung hat uns gelehrt: Wo Vampire sind, sind auch Werwölfe. Und ihre Zusammenarbeit verläuft nicht unbedingt glatt. So erfahren wir in der ersten Szene von Beautifully Broken, dass Werwölfe auch in True Blood für Vampire zu arbeiten pflegen. Wir sehen Bill, der drei von seinen Angreifern ausgeschaltet hat und gerade dem vierten das Ohr abbeißt. Es ist unglaublich, seitdem Mike Tyson seine Beißattacke im Ring vollzog, scheint die TV-und Filmwelt bissiger geworden zu sein. Es tauchen nicht nur mehr Produktionen mit bissigen und beißenden Figuren darin, sondern die Szene ist immer wieder zu sehen: Im Zweikampf wird das Ohr des einen Beteiligten abgebissen. Interessanterweise ist es oft der Held, der die Beißattacke durchführt! Stoff für einen Extra-Artikel?

Da die Welt in WM-Fieber steckt, erlaube ich mir einen kleinen Übersteiger, bevor wir mit True Bloods Blutgrätschen weiter machen. Ich bin mir nicht sicher, aber der Vorfall hat sich in den Achtzigern ereignet, als bei einem Spiel der englischen Mannschaft Fanunruhen gab und die Polizei Hunde einsetzen musste. Das Ergebnis: Ein Schäferhund kam aus der Schlacht ohne ein Ohr zurück, das dann die Polizei in dem Mund eines Hooligans sicherstellte. Ich gebe Eric recht, Operation Werwolf, ist mehr als es auf den ersten Blick scheint. Eric und Sookie (Anna Paquin) gehören auch in dieser Episode die besten Szenen, obwohl sie von relativ kurzer Dauer sind. Und wie sollte es auch anders inmitten von all den Subplots, die uns mehrere neue Figuren präsentieren.

Fangen wir mit dem Vampir-König an, der Bills Entführung befohlen hatte, aber nicht damit gerechnet hat, dass die Werwolf-Diener es übertreiben werden. Oder doch? Ich finde Denis O’Hares Präsentation vom Vampire King of Mississippi (Russell) sehr eindrucksvoll und sein Flechten von Intrigen interessant für den Hauptplot. Vielleicht ist es das Reiten auf dem weißen Pferd, aber seine Präsenz erscheint bedeutender, als die von der Vampir-Queen. Und er will sie heiraten! Dafür braucht er angeblich Bills Hilfe, um an ihre Geheimnisse zu kommen. Als Gegenleistung wird Bill (Stephen Moyer) Sheriff von Mississippi Area II. Aber wir wissen, wie Bills Antwort lautet.

Das Einzige, was mich ein wenig an der Erzählung stört, ist das plötzliche Auftauchen von Lorena (zugegeben, ich hab die Figur immer für überflüssig gehalten) und Bill springt auf und setzt sie in Flammen. Ist sie tot? Es wirkt, wie ein überhasteter Versuch der Autoren sie los zu werden. Aber mit True Blood bin ich vorsichtig, denn getäuscht habe ich mich schon einmal. Getäuscht wird Sookie nicht, als sie vermutet, dass eric mehr über Operation Werwolf weiß, als er zugibt. In Flashbacks sehen wir … Godric. Ich trauere immer noch dem Abschied dieser Figur nach. Ganz gute Figur machen Godrik und Eric als SS-Offiziere, die eine Werwölfin (hat dasselbe Tatoo) stellen und versuchen herauszufinden, unter wessen Kommando sie ist. Letztendlich im zweiten Flashback von Eric in der Episode teilt sie den beiden mit, dass ein Vampir The Master von all diesen Werwölfen ist, die mächtiger sind als die herkömmlichen.

Sehr interessant finde ich, True Bloods Versuch eine Hierarchie unter all den wesen aufzustellen, aber gleichzeitig durch die Einführung von immer neuen Figuren und Storyelementen sie fließend zu machen. Während Pam (ganz in Pink – Kristin Bauer van Straten) – Let’s go to the ladies room and stare at ourselves in the mirror! – Jessica (Deborah Ann Woll) belehrt, wie sie bei ihren Opfern aufhören kann zu saugen, damit sie nicht sterben, versucht Sookie Eric gefügig zu machen ihr zu helfen. Wenn auch mit Hilfe von Tränen: Please don’t do that. It makes me feel disturbingly… human. Schön gespielt, Mr. Skarsgard. Woran Eric sich erinnert, sind auch Godrics Worte: A vampire is never at the mercy of his emotions.

Am Ende sieht sich Sookie ihn herein zu bitten, damit er sie vor einem Werwolf verteidigt. Obwohl sie selbst auch bewaffnet ist! Schuss und Schluss! Man kann sagen, was man will, aber True Blood schafft es innerhalb einer Stunde in unglaublich viele Richtungen zu schießen. Naben Sams Familienszenen haben wir noch Tara, die nachdem sie Lafayettes Mutter kennen lernen muss, noch eine unerwartete Bekanntschaft macht, mit dem Vampir Franklin (James Frain), der mehr ist, als ihr Retter in der Auseinandersetzung vor der Kneipe. Die Kamera und seine Stiefel flüstern es! Seine Anwesenheit verrät uns vielleicht noch mehr. Es scheint als hätte jemand (Bill?) eine gründliche Recherche der Stackhouse-Familie durchgeführt. Vielleicht ist Bills Auftauchen in der ersten Staffel doch kein Zufall? Arbeitete er für Sophie Anne? Ich sag nur: Sooookie!

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