True Blood: Hitting the Ground (3×07)

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Noch mehr Puzzelteile, mehr Action, eine Hochzeit und … mehr Blut, viel mehr! So kann man auf die Schnelle Hitting the Ground beschreiben. Die True Blood-Autoren haben anscheinend beschlossen, die Fans der Serie zu erfreuen und gleichzeitig dem Namen True Blood gerecht zu werden. Die Serie entledigt sich mehreren Figuren, die in vielen Zuschauer-Augen als Ballast für die Handlung und für andere Figuren erschienen. Angefangen bei Lorena (Mariana Klaveno), die schon in den ersten Minuten von Sookie getötet wird. Das blutüberströmte Bild zeigt uns Bill, der langsam aber sicher den Pfad der (Endgültig-)Toten zu betreten scheint. Eigentlich wäre es sogar eine passende Szene, wenn er Lorena in den endgültigen Tod gefolgt wäre!

Dann kann True Blood tatsächlich mit leichten Füßen voran schweben ohne ständig nach dem einen oder anderen dramaturgischen Dreh zu suchen, um Bill und Sookie am Beziehungsleben zu erhalten. Andererseits hat sich durch die Ereignisse der neuen Staffel die Situation so geändert, als würde jetzt Bill zu Sookie gehören. Wie ist das gemeint? Es sieht so aus, als würde Sookie durch die letzten Ereignisse, durch ihre Interaktion mit viel mächtigeren Wesen und durch ihr Geheimnis, einen anderen Status innerhalb der kompletten Geschichte einnehmen.

Bill ist im Grunde derjenige, der zu ihr aufsehen muss, denn wie es im Moment aussieht, gibt es auf seiner Seite nichts mehr, was ihn wichtig für die Handlung und mehr als nur eine aufhaltende wandelnde Liebeserklärung erscheinen lässt. Interessant, wie die Autoren die Beziehung der beiden nach all den Veränderungen handhaben wollen, vor allem weil Bill Sookies Leben fast auslöscht. Kurz davor wird aber Cooter von Alcide erledigt. Auf den Zeitpunkt habe ich lange gewartet. Schade, dass man sich auch nicht gleich Alcides Ex Debbie, die durch die Gegend stochernde Samantha Fox auf Meht, entledigt hat. Nachdem alle mit Alcides und Taras Hilfe fliehen können, gibt Sookie Bill ihr Blut, aber „vergewaltigt sie“ (in Blutsaugerliebesmetaphorik ausgedrückt) und trinkt sie fast leer.

Überraschenderweise, als Tara Bill aus dem Van schmeißt, verbrennt er nicht unter der strahlenden Sonne. Sookies Blut als Zaubertrank für Vampire, als die Lösung ihrer Probleme? Sookies Geheimnis scheint auch Eric zu erstaunen, denn er bekommt es von Sookies Cousine Hadley zugeflüstert erzählt, als er sie vor den Augen der im überdimensionalen Vogelkäfig eingesperrten Queen leer zu trinken droht. Sookie liegt in der Zwischenzeit im Krankenhaus im Koma.

Warum? Weil sie gar keine Bluttransfusion bekommen kann, denn wie die Ärztin Tara & Co. mitteilt, hat Sookie gar keine Blutgruppe. Jason erzählt, dass sie nie krank oder in einem Krankenhaus war. Sie wurde auch zu Hause geboren. Die viel wichtigere Frage hier lautet: Wo kommt sie her und wo gehört sie hin. In Sookies Komatraum können wir sie an einem Ort aufwachen sehen, das wie das Paradies aussieht, mit friedlich tanzenden hübschen Menschen (in Unterwäsche oder ohne) und einer dunkelhaarigen Frau, die Sookie willkommen heißt. Ihr Name ist Claudine und sie gibt Sookie pures Licht zum trinken. Außerdem warnt sie sie vor Bill, als sich Dunkelheit über den Ort legt. Sookie soll nach Hause ins Wasser kommen, dass tiefer sei, als sie vermuten würde.

Es wird an der Stelle geschickt auf das Krankenhauszimmer geschnitten, als Bill hereinkommt und Sookie von seinem Blut geben will. Sookie kehrt zurück, trotz Claudines Bitte es nicht zu tun und wacht mit einem Schrei bei Bills Anblick auf. Mit einem „Jaaa!“-Schrei kann man die letzten zehn Minuten der Episode begrüßen. Wir kehren zurück zu Fangtasia, wo The Magister (Zeljko Ivanek) weiterhin Pam (Kristin Bauer) foltert. Sein Instrument: Silberne Ohrringe von Tiffany! “How’d you know I was a Tiffany’s girl?” So viel fürs Amüsante und für Team-Pam! Denn heute ist Schluss mit Vergleichen im Sinne „out of the coffin – out of the closet“. Out of the coffin bedeutet Blutdurst, bedeutet Kampf ums Überleben, bei dem der Stärkere gewinnt.

Durch den Russell-Handlungsstrang verabschiedet sich True Blood von dem nervenaufreibenden politischen und Gender-relevanten Belehren der ersten Staffel und kehrt zu den Wurzeln blutiger Geschichten zurück. Eric, The Queen und Russell (zu Eric: Love your place, love the vibe. We must talk franchising later.) überraschen The Magister und Russell unterbindet seine Behördensprüche über “The Vampire Authority mit einem schnellen Tausch – Pam raus aus den Ketten und The Magister an ihrem Platz! The Magister wird dann gezwungen Russell und Sophie Ann für Mann und Frau zu erklären und zur Überraschung aller Anwesenden schneidet er Magisters Kopf ab! Wenn das keine Kampfansage an The True Vampire Autorithy, wer auch immer das ist, war! Der Rest sind die Abspanntiteln und PJ Harvey!

Ach so, die Sam-Tommy-Story? Sie hat erstmals ein Happy-End nach all den Hundekampfwetten und treuen Hundeblicken. Ich mache diesbezüglich Schluss für heute mit einem Zitat von Jason: “I never really thought I was smart enough to get depressed, but here I am.” Es ist euch überlassen, herauszufinden und darauf zu wetten, was für ein Wesen Sookie ist. Wenn man ein True Blood-Wettbüro eröffnen würde, wäre Pam meine unangefochtene Nr. 1 für die Verwaltung.

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