True Blood: Pack of Wolves (3×01)

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True Blood zeigte für mich erst in ihrer zweiten Hälfte, abgesehen von manchen zu viel des Guten an Mary-Ann-Orgien, ihr wahres Blut. Ich weiß noch wie ich damals die frisch gestartete Serie verrissen habe und wie ich dann aufhörte sie zu schauen. Aber der Blutdurst war stärker und ich kam zurück. Und wurde nicht enttäuscht, sondern eines Besseren belehrt. Ich glaube, die Veränderung in meinem Empfinden ergibt sich daraus, dass nachdem anfänglichem Bombardement seitens Alan Ball & Co. mit politischen und allen möglichen Gender-Statements sich die Lage beruhigte und man dazu überging die Figuren nicht nur als laufende Provokations-Metapher zu benutzen, sondern ihre Beziehungen zueinander immer interessanter und abwechslungsreicher zu gestalten.

Dazu kommt das ständige Hinzufügen an neuen Mythen und Figuren, die die anfängliche Hauptstory über Bill (Stephen Moyer) und Sookie (Anna Paquin) nicht nur bereichert, sondern teilweise übertrumpft hat. True Blood bewegte sich sehr schnell von der verbotenen Romanze zu der Brutalität und dem rohen Inhalt der Vampir- und Menschenseelen. True Blood bleibt zwar schwer politischen Aussagen verpflichtet, aber es ist Fun-TV.

Und ich bin mir sicher, ausgehend von Pack of Wolves, dass die dritte die bisher beste Staffel sein wird. Eigentlich haben wir in den letzten Wochen einiges an Spoiler-Material genossen, aber ich werde an dieser Stelle nicht erzählen, was demnächst kommt und was es heißen mag, sondern mich auf die Ereignisse der ersten Episode konzentrieren und sie sind voll von scharfen Gegenständen, Zähnen und … ihr wisst schon. Obwohl ist alles wirklich „schafr“, we es sein sollte. Keine neuen Zuschauer erwünscht, heißt das True Blood-Motto, denn die Serie fängt nahtlos ihre Geschichte weiter zu erzählen, genau an dem Punkt, an dem sie aufgehört hat.

Keine Zeit, um Sachen zu erklären oder nachzuerzählen. Ist auch gut so, denn es lohnt sich alle bisherigen Episoden mitzunehmen! Sookie findet keine Unterstützung vom Sheriff der Menschen auf der Suche nach Bill und deswegen geht sie zum Sheriff der Vampire, Eric Northman (Alexander Skarsgard). Man muss an diesem Punkt sagen, dass True Blood die Geschichte von Sookie und Bill ist, aber die Kamera von Anfang an Eric ins Herz geschlossen hat. Ich sage es nicht nur, weil er in der Szene, die jetzt kommt, komplett nackt zu sehen ist, sondern weil generell in Szenen, an welchen er beteiligt ist, die Kamera nicht aufhört zu arbeiten. Er wird aus unterschiedlichen Perspektiven gezeigt, die Kamera wechselt ständig ihre Lage, als wenn sie durch Erics Präsenz beunruhigt wird. Sookies ist es allemal.

Nachdem sie an Pams (Kristin Bauer) Begrüßung ”Now I don’t remember telling you that lavender was my favorite color,” mit der Antwort ”I’m in no mood for lesbian weirdness tonight, Pam. Where’s Bill?” vorbei geht, wird sie Zeugin, wie Eric Speed-Sex mit der neuen Tänzerin Yvetta (Natasha Alam, aus der True Blood-Minisode) betreibt – wie wir erfahren schon seit sechs Stunden. Die Szene zeigt uns nicht nur, wie sich Yvetta Eric hingibt, sondern, wie Sookies Resistenz Eric gegenüber gleichzeitig machtvoll und zerbrechlich ist. Den Rest der Diskussion überlasse ich lieber Team Eric und Team Bill. Kristin Bauer van Straten, Pam, bekommt in dieser Episode, wie so oft in True Blood, einige der besten Lines und kann glänzen (Team Pam, anybody?): I don’t know what it is about me that makes people think I want to hear their problems. Maybe I smile too much. Maybe I wear too much pink. But please remember I can rip your throat out if I need to. And also know that I am not a hooker. That was a long, long time ago.

Pam sagt das zu Lafayette (wie immer wunderbar gespielt von Nelsan Ellis), nachdem sie ihn zwingt das ganze Vampir-Blut möglichst schnell zu verkaufen, denn Eric und The Queen bekommen anscheinend demnächst interne Probleme. Apropos Queen (Evan Rachel Wood): Ihr Auftritt, als sie zusammen mit The Magister (Zeljko Ivanek) bei Eric auftauchen, ist relativ blass (in jedem Sinne) und ihre Zähne sind eindeutig zu lang. The Magister scheint Eric und The Queen kein einziges Wort abzukaufen.

Währenddessen kauft man Andy erstmals die Story ab, dass er derjenige ist, der Eggs erschoss. Jason (Ryan Kwanten) ist natürlich außer sich, aber Andy rät ihm weiter zu machen: Conscience off, dick on. Wie wir sehen, leichter gesagt als getan. Sam hat es auch nicht leicht, denn er hat nicht nur damit zu kämpfen, herauszufinden, wo seine Familie ist, sondern auch mit erotischen Träumen … von sich und Bill. Was soll man sagen: Shapeshifted. Bill ist gar nicht nach erotischen Phantasien, denn nachdem er von seinen Entführern flieht, sich mit dem Blut einer alten Frau stärkt, gerät er unter Wölfen, buchstäblich: I should warn you, sagt er als die Wölfe ihn umzingeln, I’ve fed.

Haben die Wölfe etwas mit den Tatoos von Bills Entführern zu tun, deren Symbol, wie Jessica (Deborah Ann Woll) und Sookie herausfinden, Operation Werwolf bedeuten?

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