True Blood: Soul of Fire (4×11)

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Es ist das Licht, worum es hier geht. Sei es das einer unüberwindbaren Barriere, einer Erleuchtung oder aber einer Explosion. Die nämlich erwarten wir als Zuschauer eigentlich, nachdem wir letzte Episode das Vampir-Einsatzkommando vor Marnies Shop verließen. Aber, wie schon erwähnt: Die von Marnie aufgebaute Barriere ist unüberwindbar. Außerdem erinnert Jason Bill & Co. daran, dass sich Sookie drinnen befindet. Also wird das Bombardement verschoben.

Auch Marnies Barriere um Antonia herum scheint unüberwindbar: Antonia versucht, Marnie zu verlassen, nachdem Marnie Casey mit einer Handbewegung ein Messer in den Oberkörper gerammt hat. Marnie aber lässt nicht los – und dieses Mal zwingt sie Antonia wieder „hinein“, direkt vor Lafayettes Augen, der die Konfrontation als Einziger sehen kann. Währenddessen spitzt sich die Werwolf-Formwandler-Konfrontation zu, als Luna zu Sam gerannt kommt, weil Marcus Emma entführt hat. Marcus hadert mit Debbie, die festgestellt hat, Alcide noch zu lieben, und daher nicht mit Marcus weglaufen will.

Dem allerdings werden sowieso bald die Beine gebrochen – oder besser gesagt, das Genick. Zuerst verpasst ihm Sam eine Tracht Prügel, und dann platziert Alcide den entscheidenden Schlag – um danach Debbie mitzuteilen, dass sie ihm für immer aus den Augen gehen solle. Ich vermute aber, dass man Debbie nicht so leicht verabschieden kann… Nichtsdestotrotz: Schnell und schmerzlos wäre damit ein belangloser und langweiliger Handlungsstrang einigermaßen beendet.

Viele Zuschauer haben sich wie ich letzte Woche gefragt, woher Marnies plötzlicher Wandel zum Bösewicht kam. Hier nun die Antwort: Sie wolle nicht ihr Leben lang unterdrückt und herumgeschubst werden, erklärt sie Holly und Sookie. Alles klar. (Danke, Autoren!) Sookies Versuch, Marnie zur Vernunft zu bringen, gehört definitiv zu den schlechtesten Szenen dieser Staffel. Um so bizarrer – bevor wir mehr wissen, nennen wir es so – erscheint Andys Schicksal: Während er mit sich selbst redend durch die Wälder nach Hause läuft – Don’t go all ‘lost in nature’ retarded -, widerfährt ihm eine Begegnung der dritten Art. Gut, bei so vielen Arten in True Blood ist es nicht wirklich die dritte, aber was die „Hauptarten“ dieser Staffel betrifft, vielleicht doch: Eine Fee wirft ihn mittels Licht bewusstlos zu Boden, nur um ihn dann zu besteigen. Ihr Name ist Mirella, und sie bindet ihn mit einem Schwur, sie für immer zu beschützen, bevor sie weiter macht…

An der Vampirfront sind Eric und Bill bereit für das größte Opfer aller Zeiten, denn Antonia fordert ihr Leben für Sookies. Der Rest ist eine Explosion aus Close-Ups mit weinenden Augen, bevor eine echte Explosion diese pathetisch-unspannende Szene beendet. (Danke, Pam!) Pam versucht es mit dem Raketenwerfer, aber Antonias Sperre hält – stattdessen erledigt sie beinah Jason. Jessica ist jedoch zur Stelle und rettet ihn. So haben die beiden einen Grund, wieder zueinander zu finden. Ebenso Bill und Eric: Eigentlich finden in dieser Episode alle zueinander als Resultat einer Cliffhanger-Kette, wo jede/r für ein paar Minuten in Gefahr schwebt und jede/r jede/n rettet.

Als Sookie Marnie bei der nächsten Magie-Übung unterbricht, die die Vampire draußen in Richtung Feuerschranke zieht – dabei bewegen sich alle wie in einer schlechten Variante von Michael Jacksons Thriller -, versucht Marnie, Sookie zu verbrennen. Aber Jesus kann Sookie retten und Antonia dabei unterstützen, Marnie für immer zu verlassen. Die Szenen mit Jesus fand ich dieses Mal durchaus gelungen. Ob der Cliffhanger als gelungen bezeichnet werden kann, ist fraglich – aber das erfahren wir nächste Woche im Finale, das hoffentlich eine Steigerung bringt…

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