Supernatural: Good God, Y’all (5×02)

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Zuallererst wäre aber in der zweiten Episode der neuen Staffel die Hunter-Reunion zu feiern – obwohl die nicht wirklich glatt lief und Dean und Jo definitiv zu wenig Screen-Time bekamen. Aber eins nach dem anderen. Am Anfang sehen wir Bobby im Rollstuhl. Während Sam und Dean nachdenklich am Türrahmen verweilen (sie gucken sich einen sehr spannenden ..Scan an), bekommt Sam einen Anruf von… Cas. Ja, seit seiner Verbannung aus den Kreisen der Engel muss er so kommunizieren. Himmel oder Handy? Das ist hier die Frage. Sehr gelungen fand ich die Ernsthaftigkeit, mit der Cas Deans ironische Bemerkungen logisch und wörtlich nimmt – und entsprechend pariert. Wieder einmal exzellente Supernatural-Dialoge:

Castiel: I’m going to find GOD. He isn’t in heaven. He has to be somewhere.
Dean: Try New Mexico. I hear he’s on a tortilla.
Castiel (denkt kurz nach):  He’s not on any flatbread.
Bobby: When you find god tell him to send legs.

Das Problem ist, dass Cas im Zuge seiner Verbannung aus dem Himmel den Großteil seiner Kräfte verloren hat – darunter auch die Fähigkeit zu heilen. So muss Bobby bis auf Weiteres im Rollstuhl bleiben. Ich bin sehr gespannt, wie sich sein Handlungsstrang entwickeln wird, denn Kripke versprach in einem Interview, dass man sich mit Bobbys Figur in den nächsten Episoden des Öfteren auseinandersetzen würde – vor allem in Episode 7.

Damit Cas Gottes Präsenz erfahren kann, braucht er ein besonderes Amulett, das in SEINER Anwesenheit anfängt zu leuchten. Dieses Amulett hängt an der Kette, die Dean ständig um seinen Hals trägt – wirklich sehr interessant, wenn man Deans Einstellung zum Thema aus den ersten Staffeln kennt! Unwillig händigt Dean das Amulett aus. Cas verschwindet. Ein kurzer Auftritt in dieser Episode – aber wie immer ist Misha Collins’ Bildschirmpräsenz eindrucksvoll. Mit großer und immer noch steigender Intensität verkörpert er den „gefallenen“ Engel, der seinen Platz im Himmel für zwei Brüder aufs Spiel setzte, die die Apokalypse doch nicht  verhindern konnten.

Denn die läuft auf Hochtouren. Der Alt-Hunter Rufus bittet die Brüder (bzw. Bobby) um Hilfe: Eine ganze Kleinstadt, darunter er selbst, Ellen und Jo, würde von einer großen Anzahl Dämonen in Schach gehalten. Dean und Sam treffen ein und werden von Ellen mit Salz und Weihwasser „begrüßt“. Die Dean-Ellen-Szenen waren intensiv und sehr gut gelungen (dafür nur ca. 10 Sekunden Dean und Jo…). Der Musikeinsatz in dieser Episode machte übrigens wieder einmal Spaß: Foreigner und Norman Greenbaums Spirit in the Sky, als Sam und Dean in die „Geisterstadt“ (bzw. Dämonenstadt) eintreffen.

Dafür hat man den Handkamera-Einsatz etwas übertrieben, aber es ging gerade noch. Kurz zusammengefasst: In der Stadt waren gar keine Dämonen, sondern War, ein Reiter der Apokalypse (Titus Welliver – perfekt in seiner Rolle). Sein roter Mustang, wird gebührend von Dean bewundert. Jedenfalls: War hat die Bürger dazu gebracht, sich gegenseitig als Dämonen zu sehen. Kein Problem für ihn – denn, wie er in seinen großartigen Erörterungen des Krieges sagt: “Have you seen the Irish? They’re all Irish!”

Nachdem die Brüder ihn vertrieben haben, erleben wir das überraschende Ende der Episode: Sam und Dean trennen sich. Sachte und ruhig – eine sehr traurige und gelungene Szene, denn solche sind mit Abstand die schlimmsten Abschiede: kein Streit, nur Trauer.

Man fühlt als Zuschauer die emotionale Last, die die beiden tragen, die vielen ungeklärten Fragen an sich selbst und an den anderen. Um eine Beziehung zu zerstören, braucht es immer zwei; niemals ist einer allein der Schuldige. Und beide Brüder trennt und verbindet die Tatsache, dass jeder auf seine Art denkt, er sei nicht gut genug und habe versagt – vor allem, was die eigene Familie betrifft. Zum Abschied bietet Dean Sam den Impala an (Sam lehnt natürlich ab) – wenn man so will, zeigt Dean damit seine Bereitschaft, alles, was ihm geblieben ist, für Sam zu opfern (nachdem er schon seine Seele für ihn verkaufte). Heavy Stuff!

Eric Kripke sagte, dass die ganze Season davon handeln wird, beide wieder zusammen zu bringen. Ich glaube, wir können uns auf ein ganzes Stück Arbeit freuen!

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