Supernatural: The Curious Case of Dean Winchester (5×07)

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Gefangen zwischen Apocalypse Now und Fast Food bleibt einem nicht mehr viel übrig, als alles auf eine Karte zu setzen… oder auf zwei: Classic Texas Hold’em, baby (um einen der berühmtesten Pokerspieler unserer Zeit zu zitieren)! Shuffle up and deal!

Das ist das Motto dieser Episode, die den Fokus voll und ganz auf das Familien-Dreieck Sam-Dean-Bobby richtet und auf etliche Neben- und Hauptplots verzichtet. Abgesehen von dem Seitenhieb in der allerersten Szene. Die „random woman“ in den ersten Minuten blättert in der Tageszeitung mit dem folgenden Slogan auf der Hauptseite: „Leading Psychics agree: The Apocalypse is here!“ Nice!

Zurück zum Spiel. Pokerspieler sind berühmt nicht nur für die immensen Summen, um die sie spielen, sondern auch für ihre Sidebets (Nebenwetten). Aber ich glaube, dass auch die größten Zocker unserer Zeit keine Partie um 25 Jahre ihres Lebens spielen würden: denn obwohl Poker ein Geschicklichkeitsspiel ist, darf man die Glückskomponente nicht vergessen. So kann auch der laut Bobby und Dean unerfahrene Pokerspieler Sam Winchester eine 900 Jahre alte Hexerei besiegen. Verlieren oder seine Hand über– oder unterschätzen kann jeder.

Die Winchester-Brüder geraten in eine Pokerhexerei, bei der die Spieler um 25 Jahre (oder mehr) ihres Lebens spielen – wer gewinnt, bleibt „forever young“ (und amüsiert sich mit leichten Mädchen), wer verliert, wird plötzlich alt und stirbt. Und da Bobby extrem unter seinem Schicksal leidet, riskiert er alles in einer Partie. Der Rest ist eine Kettenreaktion: Dean hilft Bobby, verliert aber dafür selbst 25 Jahre. Hier beginnen Komik und Tragik dieser Episode. Wir bekommen den „alten Sack“ Dean zu sehen, der seinen Cheeseburger (ist diese Episode ein leichter Seitenhieb, wenn nicht sogar Kritik an der Fast Food-Industrie?) nicht mehr verträgt und zusammen mit Bobby ein ziemlich (un)gleiches Paar abgibt.

Nun hat Sam also zwei alte Säcke an seiner Seite, die nicht nur durchgehend klugscheißern, sondern auch voller Selbstmitleid sind. Ich fand die Interaktion Dean-Bobby absolut gelungen: die beiden ziehen sich gegenseitig an den schütteren Haaren aus dem Selbstmitleid. Dabei platzt es endlich aus Bobby heraus: er fühle sich „useless“ und würde lieber sterben, als so weiter machen. Dean seinerseits bescheinigt ihm implizit am Ende die Vaterrolle für die beiden jungen Männer („jung“ gilt für Dean nur für die Hälfte der Zeit): Wir sind Familie!

Also im Pokerjargon: Family Pot! Alle hängen mittendrin. Und Sam Winchester hat die beste Hand: It’s about playing the other guy! Schön gesehen, Sammy!

Die entscheidende Hand des Abends: Full House vs. Vierling. Sam spielt den Gegner. Als Magier-Pokerspieler Patrick über Dean spricht und damit rechnet, dass Sam die Kontrolle verliert – was Sam mit Hilfe seiner Körpersprache auch bestätigt -, callt Patrick Sams plötzliches überhastetes All-In und rennt mitten in die Monsterhand. Also: Monster of the Week: Vierling Vierer!

Bobbys seelische (Monster-)Qualen werden aber nicht so leicht zu besiegen sein und ich glaube, dass sein Schicksal weiterhin für interessante emotionale und erzählerische Wendungen sorgen wird.
Alles in Allem sage ich zu dieser Episode: Call!

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