Supernatural: Two Minutes To Midnight (5×21)

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Two Minutes To Midnight hält genau das, was sie verspricht: Sie unternimmt die letzten Schritte, um den finalen Kampf vorzubereiten. Und sie tut noch mehr! Anhand von zwei starken Szenen, die die beiden apokalyptischen Reiter involvieren, kommt ein Kern-Thema der Serie wieder zum Vorschein: Schicksal oder Freier Wille? Matt Fewer als Pestilence hat einen zwar kurzen, aber um so wichtigeren Auftritt, denn er klärt uns über das reine Wesen des Bösen auf: Das Böse sei genau so „rein“, wie wir das Gute denken. Ganz im Geiste Schellings bezeichnet Pestilence den bösen Willen als einen nicht weniger reinen als den guten, der sich für moralisch hält. Er erklärt das anhand einer Krankheits-Metapher – und diese Szene, bevor Sam und Dean ihm den Ring abnehmen, ist der Vorbote für die nächste zwischen Dean und Death.

Bevor es jedoch dazu kommt, erfahren wir, dass Cas zwar noch lebt, aber seine letzten Engelskräfte verloren hat: Er ist zum Menschen geworden. Dafür gewinnt Bobby neue Kräfte, die aus einem … Kuss resultieren. Letzte Woche wurde uns nicht gezeigt, wie Bobby auf Crowleys Vorschlag reagiert hat, seine Seele für Deaths Lokalisierung einzutauschen. Jetzt erfahren wir es – anhand eines Fotos. Sam: Did you kiss him? Just wondering. Bobby verneint – aber Crowley zeigt das Beweisfoto von dem Kuss, das er mit seinem iPhone aufgenommen hat. Eine lustige Szene in einer durchaus ernsten Episode.

Crowley erzählt Sam, Bobby und Dean, dass sich Death in Chicago aufhalte und demnächst einen Jahrhundertsturm verursachen werde, bei dem 3 Millionen Menschen sterben würden. Obwohl Pestilence in diesem Sinne aus dem Spiel ist, rollt die Lawine weiter, die er ausgelöst hat: Bald soll der Impfstoff gegen das Croaton-Virus ausgeliefert werden. Team 1 (Cas, Sam und Bobby) soll das verhindern, während Team 2 (Crowley, Dean) sich auf den Weg nach Chicago macht. Die größte Überraschung dabei: Bobby kann wieder laufen – Nebenwirkungen des Kusses, erklärt Crowley. Warum der Dämon das wirklich getan hat? Da können wir bis auf Weiteres nur raten.

Und so kommen wir endlich zum vierten apokalyptischen Reiter, Death. Nach einer grandisosen Slow Motion-Einführung der Figur kommt es zum Treffen zwischen ihm und Dean. Dabei stellt sich heraus, dass in Death mehr steckt als nur ein apokalyptischer Reiter: Er ist mindestens genauso alt ist wie Gott selbst – und auch das einzige Wesen, das Gott in die ewigen Jagdgründe schicken kann. Stoff für Diskussionen, liebe Leser! Was Death will? Lucifer wieder zurück in seinen Käfig schicken. Um jeden Preis! Denn durch einen Zauber hat Lucifer Kontrolle über Death erlangt – und das gefällt dem Grim Reaper überhaupt nicht.

Er strebt nach seinem freien Willen; gleichzeitig fordert er Dean im Tausch gegen seinen Ring ein Versprechen ab, das uns Folgendes vor Augen führt: Man hat immer eine Wahl und darf sich entscheiden – aber man wählt unter Zwang. Wie hier Dean: Er erklärt sich damit einverstanden, nötigenfalls auch Sam zu opfern, um Lucifer zu besiegen. Eine interessante Aussage über das Thema der Wahl-Freiheit – nämlich: Was ist, wenn das, was das Subjekt ausmacht, genau die Geste ist, mit der es frei wählt – und zwar das, was ihm sowieso schon gegeben ist?

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