Dexter: Dirty Harry (4×05)

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“If anyone has ever deserved to be on your table, it’s this son of a bitch.” sagt Harry to Dexter. Ja, es kam, wie wir es erwartet haben. Trotzdem wartete diese Episode mit einer doppelten Überraschung auf.

Durch Debras Verletzung und Lundys Tod zieht Trinity Dexters volle Aufmerksamkeit auf sich. Vorausgesetzt natürlich, er ist der Schütze. Das nimmt man bei Miami Metro nicht an und konzentriert sich auf die so genannten Vacation Murderer, was wiederum Dexter freie Bahn gibt. In den allerersten Sekunden der Episode befindet sich Dexter erst einmal im freien Fall, als er um das Leben seiner Schwester fürchtet: If Deb dies, I will be lost. Sein emotionaler Zustand (ja, soweit sind wir gekommen, so etwas über Dexter sagen zu können) wird mit Hilfe der Handkameraaufnahmen aus seiner Perspektive unterstrichen – er ist komplett durcheinander, desorientiert und … besorgt, was fast zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit einem Polizisten führt.

Dexter muss innerhalb kürzester Zeit mit einem monströsen Komplex an Emotionen fertig werden und Michael C. Halls Darstellung trifft es genau: Von dem Zeitpunkt, an dem er seine Schwester zu verlieren droht bis zu dem, wo Rita ihn mit seinen Lügen über die alte Wohnung konfrontiert, scheint Dexter innerhalb des eigenen Körpers und der eigenen Gedanken sich selbst zu verlieren. Sein Voice Over ist sparsam.

Diese Episode gehörte sowieso der Familie Morgan (und dadurch der Familie Hall) und vor allem Jennifer Carpenter. Ihre Darstellung einer völlig aus dem Bann geratenen Frau, die sich für den Leid aller um sie herum verantwortlich fühlt, war absolut rührend und einfach nur tolle Schauspielleistung. Jennifer Carpenter brachte einen den Atem stockenden Rhythmus darin: Es schien so, als würde sie am Anfang ihre Emotionen einsammeln, Stück für Stück, bis das Fass überlief und sich alles am Tatort (wo auf sie und Lundy geschossen wurde) vor den Augen und in den Armen ihres Bruders entlädt.

Eine sehr strake Episode, deren einzige Schwäche die Nebenplots um Maria und Angel, und Quinn und seine Reporterin waren. Es war unnötig sie mittendrin in dem Broadway-Kunststück der Familie Morgan zu bringen. Ich hofffe, die Autoren haben etwas mit diesen Figuren vor, ansonsten sind sie kaum zu gerechtfertigen (ganz egal wie süß Angel und Maria zusammen sind).

Und das Ende? The Dark Passenger auf der Jagd nach einem anderen Serienmörder!  Oder soll man lieber sagen, nach einem gleichen bzw. ähnlichen Serienmörder? Denn Trinity erweist sich als leibender Vater und Ehemann:
“Lundy was wrong, I was wrong,” sagt Dexters Voice Over. “None of us knew pieces of the puzzle were missing. Trinity’s a husband, a father. He’s like me.”
Ich fand es auf jeden Fall erstaunlich, dass Dexter so schnell Trinitys Gesicht zu sehen bekam, das heißt aber lange nicht, dass es eine kurze Auseinandersetzung sein wird.

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