Dexter: If I had a Hammer (4×06)

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In dieser Episode, komplett getragen von John Lithgow und Michael C. Hall, muss Dexter erkennen, dass Trinity eine Art Serienmörder-Vaterfigur für ihn wird.

Sehr interessant ist diese Tatsache hinsichtlich der Erzählung aus der dritten Staffel, in der Dexter Prado als Schüler/Kumpel hatte: nun ist Dexter selbst fleißiger Schüler des Top-Serienmörders Trinity, der ihn darin unterweist, The Dark Passenger unter der blendenden Sonne seelenruhig auf Miamis Promenaden spazieren zu lassen. Da wir gerade über Vaterfiguren sprechen: If I Had a Hammer ist die erste Episode der vierten Staffel, in der wir Harry nicht zu sehen bekommen. Lebensberatung erhält Dexter von Trinity selbst – oder sollen wir lieber sagen: Arthur Mitchell? Denn dies ist der Name des Serienmörders, der vor Jahren seine Schwester und seine Eltern auf grausame Art und Weise verloren hat und den Tod der Familienmitglieder anhand seines Todeszyklus’ inszeniert. Dexter ist fasziniert:
Camouflage is nature’s craftiest trick!

Ich fand es sehr schön dargestellt, wie diese Faszination Dexters eigene Camouflage-Aktionen schwer irritiert – was wiederum Rita auf den Plan ruft, die ihren Ehemann zur Eheberatung schleift. Die tatsächliche Beratung bekommt Dexter, wie gesagt, von Trinity in einer Episode, in der es um Ehrlichkeit geht. Ist die Ehrlichkeit der beste Weg, wenn man Blutstropfen seiner Opfer in der Lüftung aufbewahrt? Familie, Kirche und Arbeit – bei Trinity funktioniert das seit Jahrzehnten, weil er ehrlich und vom Herzen all das liebt!

Es ist für die Zuschauer faszinierend (mindestens für mich), wie die Serie das absolut Monströse, die komplett abwesende Menschlichkeit mit einer Lektion über Nächstenliebe und Familienwerte verbindet. Erschreckende Vorstellung! Dexter findet in dieser Episode genau das, was er nicht erwartet hat: Trinity spielt nichts vor, nicht einmal sein Todeswerkzeug versteckt er, sondern benutzt es in aller Öffentlichkeit; an den Wänden in seinem Haus hängen die „Spuren“ seiner Todesreisen. Am Ende realisiert Dexter, dass die Lektion, die er von Trinity zu lernen hat, darin besteht, sich selbst zu akzeptieren.

Das Gelernte weiß Dexter in alter Manier anzuwenden- während der Eheberatungssitzung wiederholt er die Worte, die vorher Trinity zu ihm sagte (nach der erschreckenden Szene mit der Urne seiner Schwester – die muss man aber selbst sehen!). Auch Rita lernt ihre Lektion – und lässt Dexter im Gartenhäuschen seine Todesutensilien und das ganze Zeug aus seiner alten Wohnung aufbewahren. „I’ll give you space!“

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