Dexter: Road Kill (4×08)

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“Born in blood, both of us! So wurden die beiden Dark Passengers geboren und in dieser Episode hat Trinity seinen nicht wirklich unter Kontrolle! Als ich zurück an Road Kill denke, kann ich mich nur noch an eins erinnern: Die Gespräche zwischen Dexter und Trinity. Alles andere wird ausgeblendet oder soll man besser sagen, wir werden geblendet durch die strahlende Bildschirmpräsenz der beiden. Die Serie arbeitet in dieser Staffel sehr intensiv mit ihren Hell/Dunkel-, Licht/Schatten-, blenden/geblendet werden – Metaphern. Und nutzt jede Gelegenheit auch visuell dieses (Schau)spiel hervorzuheben. Man soll nur an die Szenen in Trinitys Garage oder an die Aufnahme in Trinitys Auto während der Fahrt nach Tampa und zurück denken: Trinity steht am Sarg vor dem Fenster durch welches das Licht buchstäblich strömt, er wird von dem Licht „umgarnt“, erscheint im (heiligen) Schein des Monströsen menschlicher Natur.

Und wir Zuschauer werden geblendet, genauso wie im Auto während Trinity redet und Dexters Voice Over zum Gesagten Stellung nimmt. Beide werden aus der Untersicht gefilmt, so dass Licht auf das Objektiv fällt und auch dadurch auf unsere Netzhaut: Blended by the Light! Ist Trinity von Dexters Schauspiel wirklich geblendet, um ihm zu vertrauen. Das hat mich wirklich überrascht, die Reise in Trinitys Vergangenheit, an der Dexter teilnehmen durfte und herausfinden, wie Trinity zum Monster wurde (worüber ihr richtig in euren Kommentaren von letzter Woche spekuliert habt).

Ich hab irgendwie erwartet, dass Trinity auch eine Falle für Dexter stellt, aber es wäre tatsächlich unlogisch Dexter zu misstrauen. Ist er dann der bessere Schauspieler? Das ist an diesem Punkt eine wirklich zweideutige Frage, weil die überwältigende Bildschirmpräsenz von Lithgow (und seine schauspielerische Erfahrung) den Eindruck entstehen lässt, alles wäre nicht nur eine Lektion für Dexter, sondern auch eine für Michael C. Hall. Nicht dass er eine bräuchte (wie oft will man ihn noch bei den Emmys übergehen?), aber so scheint es hier, wenn man den ganzen Allegorie-Metaphorik-Kramm zu Ende denen will. Zwei Serienmörder „on the road again“.

Und es endet nicht tödlich, wie Dexter es geplant hatte. Nachdem Arthur durch die Rückkehr in das alte Heim, komplett „abgleist“, ist ausgerechnet Dexter derjenige, der ihn rettet, als er an dem frühen Morgen vom Rand des Gebäudes „in die Sonne“ stürzen (und aufgehen?) will. Hier musste ich an Godriks Todesszene aus True Blood denken. Oder mit Rammstein gesprochen: Hier kommt die Sonne. Sie ist der hellste Stern von allen und sie wird vom Himmel fallen!
Dexter Gedanke: if this how I’ll eventually go, following years of pent up sorrow and regret?
Trinity: Confession is good for the soul.
Dexter: All the more proof I have no soul.

Und der Rest der Episode mit den Subplots, um Debs und Lundys tatsächichen Angreifer, die Angel-Maria-Lovestory und Ritas Nachbarschaftsflirt bleiben im Schatten der beiden Serienmörder.
Und nachdem jetzt der Bildschirm verdunkelt, kommen ein paar erhellende Gedanken/Fragen:
Ist es an der Zeit für Dexter einen eigenen Code zu entwickeln? Wie lange kann das Spielchen der beiden getrieben werden und welche Opfer wird es fordern?

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