In Plain Sight: Let’s get it Ahn (2×13)

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Es ist nichts Neues, dass gemischte Serienformen (sowohl abgeschlossene Episodenhandlung als auch Fortsetzungshandlung enthaltend) ungefähr ab Staffel zwei oder drei sich leisten können, ihre langlaufenden Geschichten – meistens Beziehungen zwischen Hauptfiguren betreffend – zu vertiefen und zu verkomplizieren. Denn solche Serien sind dann nicht mehr auf der Jagd nach neuen Zuschauern, denen der Einstieg leicht gemacht werden muss, sondern sie müssen sich mit dem Publikum zufrieden geben, das sie bis jetzt bekommen haben und es stärker an sich binden.

In Plain Sight macht ihre Sache in dieser Hinsicht sehr gut. Nach manchen Schwankungen und blassen Episoden am Anfang der Staffel nehmen die Geschichten jetzt Fahrt auf. Raph zieht zu Mary ein, aber nach wie vor trägt sie ihren Verlobungsring nicht bei der Arbeit. Trotzdem fliegt die Verlobungsgeschichte auf, denn Marshalls Blick fällt auf den hellen Streifen an Marys Finger, als sie im Cafe sitzen. Es folgt eine rührende Szene zwischen den beiden, in welcher nicht viel geredet wird, aber die die Schuss-Gegenschuss-Aufnahmen von den Blicken der beiden bzw. von der Art und Weise wie jeder den Blick des Anderen meidet, erzählen alles.

Und die letzte Nahaufnahme von Marshalls Gesicht (als er Mary umarmt) zeigt, dass er nicht besonders glücklich über Marys Entscheidung ist. Ob Mary tatsächlich Raph heiratet, wird vermutlich bis zur nächsten Staffel unklar bleiben. Ich bezweifle das… Denn in dieser Episode bekommen wir auch spiegelverkehrt ein Szene zwischen Brandi und Raph zu sehen, die die kommenden Komplikationen innerhalb der „Beziehungsmehrecken“ von In Plain Sight so gut wie vorwegnimmt.

Zu gutem Letzt enthält der am Anfang etwas undurchsichtige Fall der Woche auch eine Liebesgeschichte zwischen Helen Trask, a.k.a. Helen Traylen (Sherilyn Fenn, die ich auf den ersten Blick kaum erkannt habe – aber dieser tränenvolle Blick vergisst man nach Twin Peaks nicht mehr), die im Zeugenschutz ist und ihrer Lebensgefährtin und Partnerin bei der Anfertigung von Falschgeld Ahn Li (Kelly Hu). Nun Ahn erweist sich zwar als Undercover CIA-Agent (Jane ist ihr echter Name), aber ihre Liebe zu Helen als echt. Mary, Marshall, Jane und Bobby D (der von Marys Verlobung genauso wenig begeistert ist) schaffen es die nordkoreanischen Gangster zu verhaften (die Ex-Partner von Helen und Jane).

Aber der geniale Streich war die Geschichte mit Marys Verlobungsring, der über den Verlauf der Episode an Marshalls Finger stecken blieb, als er ihn nur anprobieren wollte. Eleanor hilft ihm aus der Sache raus, aber nur was den Ring betrifft. Auf der kleinen Party im Büro, die Stan und Eleanor für Mary vorbereitet haben, stehen im Vordergrund die („gefühlten“ Hundert) Schuss-Gegenschuss-Aufnahmen von herzzerreißenden Blicken zwischen Mary und Marshall. Ich schätze, es steht uns die Zeit der großen Geständnisse bevor. Hier Nr.1 – Marshalls Tost: “Here’s to the best friend I’ve ever had or could ever hope to have — a girl for whom no man will ever be good enough. And I hope you know that I love you. And I wish for you nothing but a lifetime of happiness.”
Und zu gutem Letzt ein Mini-Spoiler über das Finale. In Plain Sight Producer David Maples verriet E! News Folgendes:
“The In Plain Sight finale is an event that unfolds over two episodes, and a lot of things transpire with our cast, work-wise and with personal relationships. Things are left up in the air with the show, but it’s not like the Moldovan army comes in and starts spraying bullets and we don’t know who’s alive and who’s dead. It’s not quite that kind of a cliffhanger.”

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