Bones: The Mastodon in the Room (6×01)

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Im Finale der fünften Staffel gingen alle auseinander, aber Bones (Emily Deschanel) und Booth (David Boreanaz) haben sich für ein Treffen ein Jahr später verabredet. Nun, wie wir in den ersten Minuten erfahren, sind gerade sieben Monate vergangen und beide müssen schon zurück. Warum müssen? Weil Cam (Tamara Taylor) in Schwierigkeiten steckt. Als einzige allein gelassen zwischen Wissenschaft und Verbrechensbekämpfung droht sie unter dem Druck von mehreren Seiten zusammenzubrechen und ihren Job zu verlieren. Ich finde es sehr gute Idee der Autoren ausgerechnet Caroline Julian (Patricia Belcher) als diejenige zu wählen, die keine Halb-Wahrheiten scheut, um alle zusammen zu trommeln.

So sehen wir Bones und Booth an dem verabredeten Treffpunkt, dem Reflecting Pool. Reflecting? Pool? Reflexionen, Wasser (Tränen)? Wenn man beide Wörter nimmt, kann nicht besser die emotionale Beschaffenheit der Staffelpremiere beschreiben werden. Es handelt sich um eine Reflexion über die vergangenen sieben Monate, darüber was die Figuren gemacht haben und wie sie eigentlich einander und das Team als Ganzes vermissen. Die Reflexion und das Zusammenfinden aller Teammitglieder sorgen für mehrere „den Tränen nah“-Momente, die im Grunde die Fälle der Woche um das tote und das vermisste Kind komplett in den Hintergrund verdrängen.

Dazu kommen noch die Nachrichten, dass Angela (Michaela Conlin) schwanger ist, was nur wir, Bones und Hodgins (TJ Thyne) wissen, und Booth in eine blonde Journalistin verliebt ist. Move on – das ist Booths Satz der Episode, den er auch Sweets (mit Hut, so etwas wie Bart, Klavier spielend) bezüglich Daisy (Carla Gallo) gibt. Daisy kommt mit Bones zurück aus Indonesien und will die Bezeihung mit Sweets wieder aufnehmen. Ob er bereit dafür ist? Die Szene vor dem Fahrstuhl bietet eine tiefe Einsicht. Bones scheint am Anfang nicht bereit zu sein, das Team neu zu gründen, aber Caroline sagt zu ihr:  We had a good thing going, bevor Bones aus Egoismus das Tuch warf.

Aus Egoismus, aus emotionalen Gründen, mit welchen sie nicht umgehen konnte? Vielleicht ein bisschen von allem. Aber Szene für Szene, sieht sie welche emotionalen, aber auch finanziellen Schläge mit der Teamauflösung anderen verpasst wurden. Wendell (Michael Grant Terry), der als Mechaniker sein Geld verdienen muss, ist das beste Beispiel dafür. Durch Booths Versprechen gegenüber Parker nicht mehr wegzugehen und die Neuigkeit über Angela und Hodgins verstärken die Autoren auch die Bedürfnis nach Zusammenhalt, nach Familie für alle Beteiligten.

Diese Episode ist eine Art Liebeserklärung der Bones-Autoren an die Gruppen- und Familiendynamiken, die über mehrere Staffeln entstanden sind. Dafür ist das Ende, als sie das Jeffersonian wieder betreten, und in der Halle ein Riesenmammut finden, eine metaphorische Frage danach wie es weiter geht. Wird Bones’ und Booths romantische Zuneigung der berüchtigte „Elephant in the Room“ bleiben?

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