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Chuck: Chuck vs. The Subway und Chuck vs. The Ring, Part II (3×18, 3×19)

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In heutigen Lost-Zeiten scheint es kaum möglich, ein Staffelfinale als wunderschön zu bezeichnen, ohne sich Sprüche wie „Im Vergleich zu…“ einzuhandeln. Chuck ist nicht Lost, aber das Finale von Season 3.1. war sehr zufrieden stellend. Wie gewohnt werde ich hier keine Nacherzählung des Inhalts liefern, denn ihr habt die Episoden ja selbst gesehen! Lasst uns daher ein paar schöne Momente herauspicken und zusammen genießen: denn Chuck ist eine Serie, die man gemeinsam gucken sollte.

Wenn auch berühmt für Plotlöcher und Logikfehler: immer wieder schafft es Chuck, zielsicher die Emotionsbuttons der Zuschauer zu drücken und eine irgendwie familiäre Atmosphäre entstehen zu lassen. Gleichzeitig bedient man sich, vor allem im ersten Teil des Finales, klassischer Star Wars-Erzählschemata. Ich weiß, ich wiederhole mich: aber tatsächlich ist heutzutage ein Star Wars-Zitierhype in der TV-Landschaft zu beobachten. Durch Shaws Masterplan, CIA, NSI und Team Bartowski zu erledigen, scheinen unsere Helden chancenlos. Hinzu kommen die immer heftiger werdenden Wirkungen des Intersects auf Chucks Gehirn. Aber man hat Team B, das dem großen Sith Lord, als der Shaw hier – muss ich zugeben – sehr gut inszeniert wird, in Gestalt von R2-D2 und C-3PO (sprich: Morgan und Devon) die Stirn bietet. General Beckman gibt den nötigen Antrieb im Prinzessin-Leia-Style: Morgan, you’re our only hope.

Shaw hat das B-Team nicht auf der Rechnung, und sein Plan, Sarah, Chuck und Casey zu erledigen und dann die amerikanische Spy-Welt im Auftrag von The Ring zu zerstören, geht den Bach runter. Aber es sieht lange Zeit nicht so aus – und obwohl der geübte Serienzuschauer weiß, was Chuck für eine Art Serie ist und dass man nicht um die Hauptfiguren fürchten muss, bringt einen die erste Hälfte des Finales ganz schön ins Schwitzen. Oder aber zum Lachen! Dafür sorgt die grandiose Comedy von Devon und Morgan: zum Beispiel in der Szene in Caseys Auto, als sie sich streiten, wer die Waffen nehmen soll, und Devon Morgan nach dem Plan fragt – „There’s no plan. That’s never stopped me before.”

In den Reviews zur zweiten Staffel hatte ich immer als Nachteil hervorgehoben, dass man Joshua Gomez zu sehr im Hintergrund ließ –  in dieser dritten Staffel sehen wir, was er für die Serie wert ist. In Chuck vs. The Ring, Part II wechselt Morgans Partner für die Comedy-Paarung: nun erleben wir Casey und Morgan in Höchstform! Morgan zu Justin und den Ring-Agenten: Reach for the sky, dirtbags! You people are the disease, and I am the cure. Casey: Back off there, Cobra, I didn’t give you any bullets. Sorry, aber das ist awesome!

Nun aber treten wir ein Stück zurück vom Lustigen und widmen uns dem Emotionalen: der Familie Bartowski. Nachdem sich herausgestellt hat, dass sich Shaw einen Doppelagentenstatus bei der CIA erschlichen hat und vor einer Komission nachweisen kann, dass Projekt Bartowski wegen Chucks Intersect-Störungen nicht mehr tragbar ist, realisiert Chuck während der Verhandlung, dass Shaw… selbst Intersect ist. Nun, der „Trick: Throw a sharp object at an Intersect if you want to out them“ zieht bei Shaw leider nicht: Chuck wird verhaftet. Dank Papa Stephen bzw. Orion kann er zwar fliehen.

Aber: Flucht ist kein Ausweg – man lässt doch die Menschen, die man liebt, nicht im Stich! Also lassen sich beide auf die Konfrontation mit Shaw ein, und der erschießt Papa Bartowski, da Chucks Intersect wieder versagt. Es ist schwer, sich von Scott Bacula zu verabschieden, da eine tolle Chemie zwischen ihm und Zachary Levi herrschte – er war definitiv eine Bereicherung für die Serie! Mit diesem Abgang haben die Autoren mich endgültig dazu gebracht, Shaw wirklich zu hassen und bis zum Ende des Finales zu grunzen: Kill, Cobra, kill!

Die Armbanduhr, die Stephen gerade für Chucks Intersect fertig gestellt hat, befindet sich nun in Shaws Besitz. Währenddessen erleben wir, wie sich auch Casey um seine Familie kümmert. Rührend, wie er Tag für Tag im Diner sitzt, wo seine Tocher Alex arbeitet, und immer dasselbe bestellt, ohne ihr je etwas zu sagen. Aber es ist an der Zeit: Als Justin Alex bedroht, kennt Casey keinen Halt mehr, und Justin lernt den Serviettenhalter aus der Nähe kennen. Was Casey freilich nicht verhindern kann: dass Alex… Morgan kennen lernt! Später, während der Mission gegen Shaw, realisiert Casey, dass Morgan die Telefonnummer seiner Tochter hat…

Rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr! Als Vater zweier Töchter ist auch mir bei Zuschauen ein Knurren entwichen… Soll man nun Caseys späteren Rat an Morgan, als Shaw ihn im Buy More fesselt und einsperrt, um das Ganze in die Luft zu jagen, als Rat eines Kollegen oder eines Vaters verstehen? „Du sollst deinen Daumen brechen, um dich zu befreien!“ Und Morgan tut es! Es war zwar umsonst, aber er kann seinen Kollegen (und Vater von Alex) beeindrucken.

Noch beeindruckender ist natürlich Jeffsters Musikvideo: Blaze of Glory (Soundtrack „Young Guns II“) auf allen Buy More-Bildschirmen, während Chuck gegen Shaw kämpft. Der Kampf selbst hat mich zwar etwas enttäuscht, aber Chucks The Matrix-Spruch rettet am Ende das Ganze: Sorry, just had to reboot. Diesen Reboot bekommen wir in ausgeblichenen Flashbacks zu sehen: Im Kampf gegen Shaw schöpft Chuck seine Kraft aus dem Ur-Intersect, den Stephen damals baute, als Chuck noch ein Kind war und den Klein-Chuck versehentlich herunter lud.

Genauso versehentlich lässt Morgan (mit gebrochenem Daumen) am Ende Shaws Detonator fallen – und das Buy More wird in die Luft gejagt! Pressemeldung: Verantwortlich für die Explosion seien Jeff und Lester, die sich auf der Flucht befinden! Das kann interessante B-Storylines in Staffel vier geben: mit den beiden als Flüchtlingen… Die Chuck-Autoren lassen uns nicht nur mit einer schönen Familienfeier in der Casa Bartowski und diesem Cliffhanger zurück, sondern der verstorbene Orion zaubert einen weiteren aus seinem Nachlass. Nämlich eine Nachricht an Chuck, die ihn in Orions Geheimarchiv führt und die Bitte enthält, die Arbeit fortzusetzen – die Orion nur für einen einzigen Menschen auf der Welt tat: für Mama Bartowski!

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Chuck: Chuck vs. the Living Dead (3×17)

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Es ist ein unbekanntes Gefühl, sich kurz vor dem Finale Chucks Episoden entspannt anzusehen. NBC hat Chuck verlängert! Also zurücklehnen nach dem Lavendelbad und das Wort „awesome“ in den Mund nehmen. Nach der Verlängerung der Serie kann man den Episodentitel sogar ironisch auffassen, denn die Serie, ein paar Mal so kurz vor dem Aus, kommt immer wieder. Sie ist wie John Carpenters lebenden Toten, die sich nicht verabschieden wollen: Haven’t you ever seen a John Carpenter movie? Richtig, Morgan. Nicht nur Chuck ist als Serie am Leben, sondern auch der mittlerweile zum Bösewicht avancierten Shaw! Oder nicht? Chuck vs. the Living Dead spielt zwar ein bisschen mit uns, aber letztendlich wissen wir, dass Chucks (Zachary Levi) Träume Intersect-sicher sind.

Bevor wir zum Cliffhanger kommen eine kurze Beschreibung der Ereignisse: Love Hurts! Reicht das? Denn es mag sein, dass sich die Serie in dieser Staffel von Komödie mit Spy-Elementen in eine Agentenserie mit Komödieneinlagen verwandelt hat, aber das Romantisch-Dramatisch-Slapstickartige ist immer noch das Herzstück von Chuck und nicht so sehr die Missionen und die Action, oder sogar die moralischen Fragen. Dadurch dass Awesome und Morgan mit an Bord sind, was Spy-Arbeit betrifft, haben sich die Chuck-Autoren mehrere Türen geöffnet, um das Lügen-Vetrauen-Spielchen zwischen den Figuren auf mehreren Ebenen zu spielen und nicht nur einseitig zu handhaben.

Und in Chuck Staffel 3.1. wird auch Ellie in die Geschehnisse involviert. Justin, der Ring-Agent wickelt sie so um den Finger, dass Casey und Morgan (Joshua Gomez) den Verdacht schöpfen, sie würde Awesome (Ryan McPartlin) mit einem anderen betrügen. Absolut unvorstellbar! Morgan über Caseys Annahme: If I had the height or the willpower, I would slap you across the face right now. Aber Ellies komisches Benehmen zwingt Morgan dazu mit Devon zu sprechen. Morgan will wissen, wie ein Tag Awesome-Ehe aussieht. Antwort: Awesome, awesome, awesome … and … Once we’re in bed, post-lavender bath, I spend 20 minutes just watching her sleep… Also: Awesome.

Nicht so schön geht es in Buy More her. Jeffster erlebt ein großes Drama. Nachdem Jeffster vor den Türen von Buy More Nazareths Version von „Love Hurts“ performt, macht ihnen Big Mike ein Angebot: Er will Manager der Band werden. Lester und Jeff können sich aber nicht einig werden und es passiert etwas Schreckliches. Lester nimmt das „ster“ aus Jeffster und geht. Also Jeff singt solo unter einem Banner mit “Jeff ?” Aber seine Songs scheinen der Buy More-Kundschaft nicht zu gefallen. Kein Wunder bei den Lyrics: Oh, I see how it is. Well I don’t need ya. Your uterus won’t fit my baby in it anyway. Also Big Mike sieht sich gezwungen eine große Enthüllung zu machen, um Lester wieder an Bord zu bekommen.

Er gibt zu, dass er damals Teil von Earth, Wind, & Fire war, nämlich als „Rain“. Wir sehen diese rührende Szene unter den Klängen von Earth, Wind and Fires “September“. Big Mike schenkt sein altes Kostüm Lester, weil er „the hips of a six year old girl“ hat und es ihm passen wird. Also Jeffster mit einem Manager – man kann sich für die nächste Staffel auf etwas gefasst machen. Zurück zu der Spy-Front, wo Ellie unter Justins Einfluss Stephen Bartowski (Scott Bakula) kontaktiert, was ihn dazu bringt zu seinen Kindern zurück zu kommen, nur um festzustellen, dass Chuck noch tiefer im Spy-Geschäft steckt. Aber es ist wenig Zeit für Familienzerwürfnisse, denn The Ring ist hinter Stephens neuester Erfindung her, die das Intersect unter Kontrolle bringen kann, eine Art Abkühlung darstellt und somit Gehirnschäden verhindern soll.

Chuck und Sarah meistern die Action-Szenen und können Papa Bartowski befreien. Dabei kann ich nicht anders, als Sarahs Axt-Wurf bewundern! Genauso wie Caseys Anmerkung Richtung Chuck, als er ihn dabei beobachtet, Shaws File zu durchsuchen: Reviewing pictures of people you’ve killed? I do that myself from time to time.
Das Problem ist, dass Tote nicht tot bleiben wollen. Manchmal. Am Ende sehen wir Shaw zu (er steht aber mit dem Rücken zur Kamera), wie er ein Itercet in den eigenen Kopf lädt. Das Finale lässt Schlimmes ahnen…

Chuck: Chuck vs. The Tooth (3×16)

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Chuck (Zachari Levi) und Sarah (Yvonne Strahovski) an einem langweiligen Abend vor dem Fernseher – und Sarahs Baumwollsocken im Close-Up: So schön kann das Leben sein. Sarah: “It’s official: There is absolutely nothing on TV.” Chuck: “Yeah, Monday nights can be a bit of a wasteland.” CSI: Miami ist wohl nichts für die beiden – schon eher Spies Like Us: den Film nämlich schauen die beiden, als Chuck in Schlaf fällt. Nun kann die surreale Reise beginnen.

Ich bin sicher, dass viele Fans diese Traum-Episode nicht mögen werden – aber sie gefällt mir. Aus mehreren Gründen: Erstens würde ich zu jedem gut gemachten audiovisuellen Spielchen mit dem Unbewussten sofort „Ja“ sagen. Zweitens wird in Chuck vs. The Tooth auch noch mehr gemacht: es wird nämlich in dieser von Popkultur-Referenzen nur so wimmelnden Episode ein neuer, übergreifender Handlungsstrang aufgebaut. Na gut, „neu“ — bei The Ring, Shaw und Stephen Bartowski (Scott Bakula) handelt es sich um alte Bekannte. Ob es sich auszahlen wird, sie alle neu wieder aufzunehmen, kann man natürlich noch nicht sagen, aber eins wird klar: Die Flitterwochen sind vorbei.

Stattdessen hört man ein lautes Flattern. Einer flog über das Kuckucksnest! Das ist die Hauptreferenz dieser Episode, die der Handlung zugrunde liegt. Weil Chuck seinen bizarren Träumen – der Interaktion des Intersect mit seinem Unbewussten, in welchen Agent Shaw (Brandon Routh) ihm Intel zu The Ring gibt – Glauben schenkt, wird er von einer verschlafenen General Beckman (tolle Schlaffrisur – und ein schlafwandelnder Ehemann im Hintergrund…) zum CIA-Psychiater geschickt. Den verkörpert Christopher Lloyd (Einer flog übers Kuckucksnest), der sich nach einem kurzen Gespräch gezwungen sieht, Chuck mitsamt seinen Träumen zu beurlauben.

Hier nun betreten wir den Bereich des Spielchens „was ist wahr und was nicht“. Obwohl alle Chuck-Fans natürlich wissen, dass Chuck letztendlich Recht behalten wird, sollte man das Potential für zukünftige „dunkle“ Episoden bedenken, welches diese Episode anlegt: schließlich könnte das Intersect Einiges in Chucks Kopf anrichten oder hat es schon. Damit ist Chuck nicht allein: die Psychiatrie ist eine CIA-Psychiatrie – und alle Insassen somit ehemalige Agenten.

Moment: Warum landet Chuck in der Psychiatrie? Weil er seinen Träumen nachgeht – will sagen: in die Oper, zusammen mit seinem Partner Cobra (Morgan Grimes). Übrigens: Morgans Codename spielt entweder auf ‘G.I. Joe’ oder den Film aus den Achtzigern mit Sylvester Stallone an. Der Besuch der Oper, wenn auch langweilig, ist an sich nicht strafbar; wohl aber die Tatsache, dass Chuck in der Anwesenheit des … Präsidenten dem berühmtesten Wissenschaftler aus … einen Zahn ausschlägt und damit einen Skandal verursacht. Im Zahn vermutet er Ring-Intel. Im nächsten Moment sitzt er im Bademantel da, mit einen Ex-Spy namens Merlin vor sich. Willkommen im Kuckucksnest!

Dasselbe gilt für Ellie, die auf Justin trifft, während sie für den sich erholenden Devin alle ER-Staffeln besorgt. Er stellt sich als CIA-Agent vor und beschuldigt Casey (Adam Baldwin), ein Doppelagent zu sein, der an ihren Vater herankommen will. Justin bezweckt hiermit, über die panische Ellie an Stephen heranzukommen… Es sieht so aus, als sollte auch Ellie – als letztes Hauptcast-Mitglied – in dieser Season die Wahrheit über ihre Verwandten erfahren.

Anna (Julia Ling) taucht in dieser Episode wieder auf und will wieder zurück zu Morgan, der aber letztendlich standhaft bleibt: Cobra halt. Aber was soll das mit Anna? So recht funktionieren will ihr Auftritt nicht. Abgesehen vom Gebrauch der Buy More- Windmaschine (Musik: Right Round von Flo Rida & Keisha)! Die Windmaschine auch für Morgan einzusetzen: Awesome!

Und was soll das mit Shaw? In den letzten Sekunden erscheint er in Chucks Traum, um ihm mitzuteilen, dass er noch lebt. Bevor ich euch das Feld überlasse, muss ich noch auf die Drunken Master-Szenen von Chuck hinweisen – Jackie Chan wäre stolz auf ihn!
Um angemessen zuzuschauen, kann man nur Caseys Rat an Ellie befolgen und folgendes tun: Make sure he takes them with some nice, warm goat milk. Und: Zahnseide nicht vergessen!

Chuck: Chuck vs. The Role Models (3×15)

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Bei Chuck läuft alles pärchenweise ab. Wir haben eine neue Staffel innerhalb der Staffel und mit Chuck vs. The Role Models eine neue Episode, welche die Geschichte von… ganzen vier Pärchen erzählt. Den einzigen Allein-Auftritt hat der Tiger. Vermutlich reagiert er deswegen so gereizt. Genauso gereizt wie Sarah, als Chuck ihr anbietet, bei ihm (und Morgan) einzuziehen und auch noch keine Waffen im Haushalt zu behalten. Könnte so eine Art WG funktionieren?

Morgan hätte so jedenfalls die Möglichkeit, auf Sarah und Chuck aufzupassen, genauso wie er es in der Eröffnungssequenz im Traum imaginiert. Aber damit er seinen Spy-Job ausführen kann – und damit sich General Beckmann an Casey für Morgans Rekrutierung rächen kann – muss er das CIA-Trainingsprogramm absolvieren. Unter Caseys Leitung! Was zu den lustigsten Szenen in dieser Episode führt: Als erste Aufgabe muss Morgan die Telefonnummer einer zufällig gewählten Buy More-Kundin in Erfahrung bringen. Wie er darauf beharrt, die ältere Dame anstatt die heiße Brünette als Ziel zu wählen: awesome! Weniger awesome: der Fall der Woche mit dem CIA-Pärchen (Gaststars Fred Willard und Swoosie Kurtz), das Chuck und Sarah als Beispiel dienen soll, wie man Job und Beziehung managen kann. Das geht fast nach hinten los.

Während Team Bartowski an sich arbeitet, arbeiten Ellie und Awesome unter widrigen Umständen im Kongo. Zum Glück haben sie einen Kollegen vor Ort, der nicht nur Ellie vor einer Giftschlange rettet, sondern den beiden auch als moralische Unterstützung zur Seite steht – und … Awesome vergiftet! Ja, er führt etwas im Schilde. Ob The Ring dahinter steckt und die Awesomes zurück in Burbank wissen möchte, werden wir bald erfahren. Ellie und Awesome müssen schnell zurück nach Hause.

Zum Glück nicht schnell genug: andernfalls nämlich hätten sie mitbekommen, was ein zorniger Tiger in einer Wohnung anrichten kann, wo ihn ein Helden namens Morgan eingesperrt hat. Caseys Kommentar: You’ ve got balls! Damit ist Morgans Test bestanden, obwohl er bei allen Aufgaben durchfällt. Aber wenn Casey so etwas sagt, gibt es keine Widerrede. Ich wünschte, Adam Baldwin würde ein ebenso ernstes Wort mit den NBC-Verantwortlchen reden. So etwas wie: Guys, please get balls!

Chuck: Chuck vs. the Honeymooners (3×14)

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Die zweiwöchige Pause ließ viel zu viel Raum für Fragen wie: Wird sich jetzt alles ändern? Kann die Serie mit den beiden als Pärchen funktionieren? Werden sie ein Pärchen bleiben? Auf all diese Fragen kam mit Chuck vs. The Honeymooners mit einem Schlag die Antwort: Ja! Einfach so. Ein Zug ohne Zimmerservice – das geht gar nicht! Einen solchen aber nutzen Chuck und Sarah ausgiebig auf ihrer (gefühlt) sehr langen Reise von Paris nach Zürich.

Um es mit Hitchcock zu sagen, auf dessen Filme in dieser Episode vielfach referiert wurde: Sie sind nicht mehr “Strangers on a Train”, sondern Lovers on a Train. Wie zufrieden stellend die Situation für die beiden ist, bekommt wir Zuschauer mit: nicht nur durch etliche Aufnahmen von Sarah in Unterwäsche, die, wie ein US-Kollege meinte, einen eigenen Artikel wert wären, sondern an der Art, wie Strahovski lächelt. Es ist ein Lächeln, das wir seit der ersten Staffel, als sie sich in Chuck verliebte, nicht mehr oder kaum gesehen haben. Yvonne Strahovski wird in den Berichten über Chuck oft übergangen, aber das liegt auch daran, dass die Autoren ihr nicht allzu häufig Gelegenheit geben (nur eine Mini-Kritik!), ihr komödiantisches Talent zu zeigen.

Hier in Chuck vs. The Honeymooners darf sie mit ihrer Darbietung der etwas hohlen, betrunkenen Texanerin glänzen! In einem Interview mit Craig Fergusson ließ Strahovski uns wissen, dass sie darin geübt ist, mehrere Akzente zu sprechen. Das Ergebnis lässt sich hören – und sehen! Ich weiß nicht, wie es mit euch ist, aber ich fühle mich irgendwie entspannt beim Zuschauen, denn es gibt keine Hindernisse, die man den beiden ständig in den Weg stellt, man lässt sie (letztendlich) ausprechen, was ihnen auf dem Herzen liegt und somit kann sich das Produktionsteam auf die Choreographie der Szenen konzentrieren, die in dieser Episode großartig funktioniert.

Beginnend (und endend) mit Chuck und Sarah, aneinander gekettet mit Handschellen – Hitchocks 39 Steps lässt grüssen! Nein, es ist kein Sex-Spielchen der beiden, sondern ihr Job, vor dem sie eigentlich beschlossen haben wegzulaufen. Aber beide erkennen auf dem Zug einen baskischen Separatisten und können es nicht lassen, sich einzumischen. Nun, der Fall ist komplizierter als gedacht – und die beiden bekommen Hilfe. Ja, wer sich gefragt hat, wie es mit Morgan und Casey funktionieren soll, bekommt hier die Antwort: Casey and Morgan on a train! Awesome. General Beckman sendet die beiden Chuck und Sarah nach, denn Morgan ist der einzige, der Chucks persönliche Vorlieben kennt und ihn daher auch in Europa ausfindig machen kann. Zuerst muss Morgan natürlich erklärt werden, was die beiden in Europa suchen: Chuck’s off-grid with Walker. Do the math… He’s going to need a walker when Walker’s through with him? They’re having intercourse, idiot.

Während Team Bartowski Europa aufmischt, sind Jeffster dabei, Ellies und Awesomes Abschiedsparty aufzumischen. Und das… unplugged! Ich muss sagen: ihre Interpretation von Leaving on a Jet Plane ist fast romantisch-nostalgisch.  Oder werde ich alt? Jeff: auch ich vermisse die alten Tage.

Und ich hoffe, dass die Awesomes nur für kurze Zeit wegbleiben oder das Team Bartowski sogar einen Einsatz „Without Borders“ fahren muss! Sonst wäre es zu schade – und die letzte, sehr gelungene Szene der Episode, in der sich Ellie (Sarah Lancaster) schuldig fühlt, ihren kleinen Bruder allein zu lassen, müsste wirklich als Abschiedsszene gesehen werden.
Aber Chuck ist nicht allein: nicht mehr!

Zum Abschluss habe ich eine Bitte an Chucks Autorenteam: Bitte – mindestens bis Ende dieser neuen-alten Staffel – keine neuen Agenten, die mit den beiden flirten, keine „Chuck goes dark“-Aktionen oder Ähnliches!
Denn: It’s a new dawn / It’s a new day / It’s a new life / For me / And I’m feeling good…

Chuck: Chuck Vs. The Other Guy (3×13)

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Finally! Ich verspüre irgendwie eine Erleichterung mit schwerem Touch von Awesomness nach diesem Semi-Finale! Jetzt wissen wir, wie der Plan der Chuck-Autoren aussah. Sie wollten Chuck und Sarah von Anfang an zum offiziellen Pärchen machen, aber zuerst musste Arbeit getan werden. Die beiden Figuren mussten, nach Chucks Phantasie-Logik, den ultimativen, richtigen Zeitpunkt erreicht haben, um zueinander zu finden. Für Chuck hieß es zwar erwachsen werden, eine Entwicklung durchmachen und dabei Chuck bleiben. Obwohl er um Sarah zu retten Shaw erschießt, bleibt er Chuck.

Dieser Schuss, anstatt ihn in die ultimativen dunklen Abgründe des emotionslosen Spy-Lebens zu bringen, bringt ihn direkt in Sarahs Arme. Er rettet sie vor dem aus der Bahn geratenen Shaw, der Chuck keine Wahl lässt. Somit ist er zwar ein Held, aber mit Herz und Gutmütigkeit: You’re still Chuck. You’re still my Chuck. Das sind Sarahs Worte im Zuge ihres Geständnises, dass sie Chuck liebt. Und ich muss sagen, auch diesmal finden die Chuck-Autoren die Balance zwischen dem Banalen und dem Herzfüllenden. Denn sie inszenieren Sarahs Liebeserklärung vor der entscheidenden Mission in Paris und nicht nachdem Chuck ihr das Leben rettet.

Damit wirkt diese Szene auf dem Fußboden in Chucks Wohnung irgendwie ehrlich und perfekt – nach Chucks Logik und wenn man verständlicherweise ein Chuck-Fan ist. Perfekt läuft die Geschichte auch für Morgan und Casey ab, denn Morgan anhand seiner Expertenkenntnis von Kung Fu-Filmen schafft es Shaws Doppelspiel aufzudecken und Casey (nachdem er Morgan seinen Anzug holen lässt: The Black One!) schafft es den Ring-Anführer gefangen zu nehmen. Chuck Vs. The Other Guy wird hiermit zur Geburtsstätte des neuen Teams Bartowski erklärt: Casey, Chuck & Sarah und … Morgan. Ja, zu seiner eigenen Überraschung muss Casey feststellen, dass er nicht nur Chuck mag, sondern auch Morgan. Zum Entsetzen von General Beckmann! Und zur Freude der Fans!

Ich schätze, die Operationen werden sehr „nerd“-isch und Buy Mor-isch ablaufen und wir noch sechs Episoden Chuck 3.1.- Light bekommen werden, um uns von der emotionalen Achterbahnfahrt der dunklen Chuck 3.0 zu erholen.

Chuck: Chuck vs. the American Hero (3×12)

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Wir alle dachten, dass Shaw (Brandon Routh) sich zu einem bestimmten Zeitpunkt als ‚mehr’ als nur ein Hindernis für die wahre Liebe zwischen Chuck (Zachary Levi) und Sarah (Yvonne Strahovski) entpuppen würde. Trotzdem haben die Chuck-Autoren uns alle überrascht. Chuck vs. the American Hero ist vermutlich die beste Chuck-Episode, in der Shaw eine Rolle spielt. Nicht wegen der Wendung am Ende, sondern weil sie es schafft, lose Enden zu einem Knoten zu binden und so der Chuck-Sarah-Story mehr Gewicht zu verleihen – so dass sie nicht ins lächerliche „Warum-kommt-ihr-denn-nicht-zusammen-of-the-week“ abdriftet.

Diesmal beschließen alle Beteiligten, nicht mehr tatenlos zuzuschauen, sondern sich zusammenzutun und Chuck beim Zurückerobern von Sarah zu helfen. So wird das Team Bartowski 2.0 geboren, selbstverständlich schon wieder ohne Chucks Wunsch. Ich darf vorstellen: Casey (Adam Baldwin), Morgan (Joshua Gomez) und Awesome (Ryan McPatlin) – das Team Bartowski 2.0! Sie wollen stalken, Rückendeckung geben, verkuppeln – selbst der zunächst zögernde Casey lässt sich von Morgan überzeugen:
Morgan: Really? Is that what they teach you in the Marine Corps? Roll over and die? Casey: This isn’t exactly combat, Morgan.
Morgan: That’s where you’re wrong, Casey. ‘Cause love… love is a battlefield.

Chuck bekommt nur eine Woche Zeit, um seinem alten Leben Adieu zu sagen, bevor er nach Rom und Sarah nach Washington fliegen. Er darf ein eigenes (echtes) Spy-Team für Rom bilden, aber Sarah lehnt die Teilnahme ab. Sie scheint sich für Shaw entschieden zu haben, obwohl Chuck andeutet, den Maulwurf in der letzten Mission nicht getötet zu haben. Team Bartowski 2.0 hindert Chuck am Aufgeben und tritt seine Mission an. Trotz der unbestrittenen awesomeness des Teams (ganz ehrlich: Morgan, Awesome und Casey – besser geht’s doch nicht…) geht die leider in die Hose, so dass die drei eine Nacht im Gefängnis verbringen müssen. Zeit für Team Bartowski 2.1: Jeffster (Vic Sahay und Scott Krinsky) muss seine epischen Stalkerqualitäten unter Beweis stellen!

Lester: You’re the Picasso of creepiness.
Jeff: It’s true. And this is my blue period.

Währenddessen macht sich Shaw auf True American Hero-Mission: Er beabsichtigt, sich The Ring und seinem Chef zu stellen, um so General Beckmanns Bomber ein Ziel zu schaffen und The Ring auf einen Schlag zu vernichten. Chuck wiederum macht sich auf, als zweiter Hero den ersten zu retten, während er Sarah in Castle einsperrt. Epische Momente – die wir nur zu gut aus der Filmgeschichte kennen, welche uns gelehrt hat, dass der zweite Held immer den Kürzeren zieht. Viel epischer noch und einmalig in der Geschichte ist aber Team Bartowski 2.1, dank welchem Chuck Shaw lokalisieren kann.

Jeff: Stalker’s log. Stalkee is behind a gray van with another male, possibly for a sexual encounter. Both men are physically fit, should be lively.
Lester: Jeffrey, don’t make me afraid to be alone with you.
In der Zwischenzeit hat sich Sarah mit Caseys Hilfe befreit und verfolgt Chuck, der Jeffster verfolgt, die Shaw verfolgen, der … vom The Ring-Director (Mark Sheppard) die Wahrheit über den Tod seiner Frau erfährt. Hier nun kommen die losen Enden zusammen, von denen ich eingangs gesprochen habe: Die Aufnahmen, die Shaw gezeigt werden, kennen wir bereits – es sind genau die gleichen, die wir als Sarahs Flashback aus ihrem „Red Test“ sahen. Ja: ihr erstes Opfer war Shaws Frau.

Nun – ich bin überzeugt: wenn man schon alle Subplots zusammenführt, dann ist Sarahs Test ähnlich wie Chucks verlaufen – und dann war sie nicht diejenige, die abgedrückt hat. Wird aber Chuck letztendlich tatsächlich abdrücken müssen, um Sarah vor Shaw zu retten, der sie am Ende entführt, bevor sie zur Union Station gehen kann, um mit Chuck nach Mexico zu fliehen? Denn: Dank Caseys Geständnis im Zuge der Operation Team Bartowski 2.0 weiß Sarah inzwischen, dass Chuck keim Mörder ist. Bringen ihn aber die Autoren doch noch dazu, einer zu werden? Für Sarah? Love is a battlefield…

Chuck: Chuck vs. the Final Exam (3×11)

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Chuck vs. the Final Exam stellt eine klassische Lose-Lose-Situation dar. Man könnte diese Episode sogar als eine dunkle Seite in der Chuck-Geschichte sehen. Aber: keine Sorge, solange Casey On-Screen ist! Der Zivilist John Casey spielt hier eine wesentliche Rolle, und Adam Baldwin bekommt glücklicherweise den von mir und vielen anderen Fans gewünschten Raum, um uns in Casey Facts-Stimmung zu bringen (bitte dazu dem Link ganz unten folgen). Wir wissen alle, dass Chuck kein ernsthaftes Drama ist und dass wir als Zuschauer von der Serie erwarten, unterhalten zu werden ohne über ernsthafte Sachen nachdenken zu müssen.

Trotzdem thematisiert Chuck immer wieder das Suchen und Finden der eigenen Identität. Kann Chuck seine Identität finden? Oder hat er sie schon gefunden? Definiert man die eigene Identität, oder wird sie von anderen definiert? Was macht uns aus: das, was wir tun, oder das, was wir nicht tun? Diese Episode scheint den letzten Schritt für Chuck Bartowski zu bedeuten, um diese Fragen zu beantworten. Denn um ein echter Agent zu werden, muss er eine letzte Mission zu Ende bringen. Und ‚zu Ende bringen’ bedeutet: ein Leben zu Ende bringen. Chuck muss töten, um die ultimative Agenten-Lizenz zu erwerben. Und Sarah ist diejenige, die seine Handlungen observiert und ihn lenken muss. Beide stecken also in einer unmöglichen Situation: Sarah muss mit dem Gedanken leben, dass sie die Verantwortung dafür trägt, was aus Chuck geworden ist.

Chuck wiederum, ganz egal, ob er die Mission erfüllt oder nicht, hätte alles falsch gemacht: Er wollte Spy werden, um auf Sarahs Ebene zu gelangen, mit ihr zusammen zu sein. Sie aber liebt den alten, unschuldigen Chuck. Ganz fein ist diesbezüglich die Szene, in der Chuck und Sarah Anatoli observieren müssen und Chuck Champagner mitbringt, während er auf dem iPod Hall & Oates’ “Private Eyes” laufen lässt. Brillant gespielt von Zachary Levi und Yvonne Strahovski, hinterlässt diese Szene einen faden Beigeschmack des Abschieds. Generell – und das ist Chuck hoch anzurechnen – beschäftigt sich die Serie in ihren letzten Episoden damit, wie sich unsere drei Hauptfiguren selbst sehen – bezüglich der sie umgebenden Welt und bezogen auf einander.

Ist es überhaupt möglich zu gewinnen, wenn man ständig in Situationen gedrängt wird, in denen man nicht weiß, welchem Herzenswunsch man folgen soll? Wird alles zwangsläufig bei Lose-Lose-Situationen bleiben? Strahovskis Leistung diese Woche muss honoriert werden, da sie die Stimmung der Episode mit wenigen Gesten wiederzugeben, tiefe Emotionen mit nur einer Kopfbewegung in Gang zu setzen weiß. Spielt es überhaupt eine Rolle, ob Chuck Zivilist oder Spy ist oder nur Spy-Helfer? Wird dadurch seine Identität definiert? Ist Casey noch Casey, wenn er jetzt Zivilist ist?

Nun: mit dieser Frage kommen wir zum lustigen Teil. Ja, Casey ist Casey! Schmerzlich erfahren dies Jeff und Lester, deren Köpfe plötzlich durch Caseys Hand den Weg zueinander finden. O.k., aber nach Lesters Sprüchen wie “You know, John, I know you like to play make-believe like you’re some kind of military tough guy, but the truth is you’re just a schmock that works in an electronics store” kann man Casey auch verstehen. Der Buy More-Plot diese Woche bildet im Grunde eine lange Subway-Werbung, in der Big Mike als Prediger mit einem Subway-Sandwich in der Hand und der Formel „Gesunder Geist im mächtigen Körper“ Casey dazu zwingt, aus dem John-Crazy-Modus herauszukommen und mit Jeff und Lester zu verhandeln. Und zwar im Anzug – und in einem… Subway-Restaurant.

Die drei schließen Frieden – den jedoch hat Casey im Zivilleben definitiv nicht gefunden, denn er ist es, der Chucks Mission mit einem Schuss vollendet und Chuck das Töten abnimmt. Allerdings: Sarah und Shaw sehen nur Chuck und denken, dass er es war. Somit ist er jetzt offiziell Spy, und Sarah denkt, er sei ein Killer. Chuck kann ihr nicht die Wahrheit sagen, da der Zivilist Casey sonst als Mörder verklagt würde. Kompliziert …

Chuck: Chuck vs. the Tic Tac (3×10)

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“Chuck vs. the Tic Tac” war meinem Counter nach die dritte Episode, in der Casey mitten im Rampenlicht steht – nach  “Chuck vs. the Undercover Lover” (Staffel 1) und “Chuck vs. the Sensei” (Staffel 2). Nur eine Casey-Episode pro Staffel? Really? This is not awesome, liebe Autoren! Ich hoffe vom ganzen Herzen, dass nach den Veränderungen, die in dieser Episode eingetreten sind, Casey etwas mehr zu tun bekommt, als nur tödliche One-Liner rauszuhauen.

Ich finde, seine neue Rolle als Zivilist bietet einiges an Potential für interessante Wendungen und Stories. Aber wie kam es dazu, dass Casey plötzlich Zivilist wird? Lange Rede, kurzer Sinn: Terminator. Dies betrifft weder nur Caseys Art, mit Menschen umzugehen, noch steht Summer Glau in Verhandlungen über eine Gastrolle (was schade ist). Letzte Woche habe ich in den Musik- und Metareferenzen vergessen zu erwähnen, dass, als Morgan und Chuck es im Buy More mit The Ring aufnehmen wollen, der Score von Terminator-Klängen duchsiebt wird. Oder hörte ich falsch? Wie auch immer – die Episode endet mit einem Anruf für John Casey.

Und gleich zum Anfang von Chuck vs. the Tic Tac bekommen wir den Anrufer zu sehen. Es ist T-1000 (John Doggett), der als Caseys dunkle Vergangenheit auftaucht und ihn auf eine neue Mission schickt. Während eines Tests (mit Chuck und Sarah) im CIA-Gebäude soll Casey eine Pille entwenden, die dafür kreiert worden ist, aus Soldaten Super-Soldaten ohne Gefühle zu schaffen, Soldaten, die keine Angst verspüren. Wie kommt es dazu, dass Keller (T-1000) Casey herumkommandiert? Er ist der Mann, der 1989 in Honduras aus dem jungen Soldaten Alex Coburn (der seine Verlobte zu Hause sitzen hatte) John Casey machte, Mitglied des NSA-Black-Ops-Team.

Ich glaube, dass kein Zuschauer auch nur für eine Minute gedacht hat, dass Casey mit Keller (der jetzt für The Ring tätig ist) zusammen gearbeitet und Freunde und Land verraten hätte. No way! Und wie es lustigerweise bei Casey immer der Fall ist, ist eine Frau und damit Gefühle involviert. Eine sehr gute Entscheidung der Autoren, ausgerechnet Casey in solche Lagen zu bringen! Also: Keller droht damit, Caseys Verlobte von vor 20 Jahren, Kathleen (mit Caseys Worten: The love of my life!), umzubringen, wenn er die Pille nicht ausliefert. Da Chuck tollpatschigerweise Casey an General Beckman verrät – er dachte, alles sei ein Test –, wird Casey wegen Hochverrats verhaftet.

Den Autoren sei Dank: Shaw ist diese Woche nicht anwesend, und endlich haben wir unser Trio in Action. Selbstverständlich beschließen Sarah und Chuck, Casey zu befreien. Sarah: “Is that what you want?” Chuck: “It’s Casey.” Sarah: “I was hoping you’d say that.”

Nach Sarahs Prügelei mit Nicole Richie unter den Duschen und Sarahs Auseinandersetzung mit der Triaden-Anführerin im Auto sehen wir nun endlich wieder Top-Action-Szenen. Nicht dass die bisherigen Intersect 2.0-Einlagen schlecht waren, aber sie wirkten irgendwie unpersönlich und können nicht einen durchgedrehten Casey ersetzen, der mit bloßen Händen … Entschuldigung: mit EINER bloßen Hand Robert Patricks Keller das Genick bricht. Das passiert, während Sarah fünf The Ring-Agenten ausschaltet und Chuck, um Kathleen zu retten, im Matrix-Style Kugeln ausweicht und auf ähnliche Art wie Casey einem Agenten (immerhin fast) das Genick bricht. Im letzten Moment kommt er zu sich, entsetzt über sich selbst.

Zachary Levi macht dasselbe Gesicht wie damals in der Santa Claus-Episode, als er sah, wie Sarah „in cold blood“ einen Menschen erschoss. Kathleen erkennt Casey nicht und ist froh, ihre Tochter… ALEX zu sehen! OMG! Casey ist Vater! Aber wie man John Casey so kennt, sagt er zu Chuck: “You know I made my decision between love and love of country a long time ago. And it was the right decision for me. Now you have to make a decision whether it’s the right one for you. Walker’s a good woman. It’s still not too late.”  Mittlerweile sagt jede Figur, die Chuck begegnet, etwas in der Richtung: “Chuck, you and Sarah belong together” – zuerst die Mafiosi, dann Morgan, Jeff und jetzt sogar Casey. Come on!

Apropos Morgan: Während Jeffster in dieser Episode nicht zu erleben ist, kann man Morgans Voice Over genießen, während er Casey ausspioniert: “There’s a chill in the air, and a hint of vanilla.” Awesome! Genauso wie die Szene, in der sich Morgan und Devin sowohl verbal als auch körperlich umkreisen, um gleichzeitig festzustellen, dass der eine weiß, was der andere weiß. Awesome! Und die Awesomes bleiben! Musik in den Ohren vieler Fans! Und welche Musik hören wir in dieser Episode? “You Know You Want It” by Green Go (als Chuck Casey beim Entwenden der Pille beobachtet), The Maids of Honors “Black and Blue” (Chuck soll die Supersoldaten-Pille nehmen) und “Swim Until You Can’t See Land” von Frightened Rabbit (die Finalsequenz).  Übrigens: Adam Baldwin spielte in seinen jungen Jahren in dem Film DC Cab. Am Ende der Episode sehen wir Sarah in einem DC Cab, da sie anscheinend General Beckmans Angebot angenommen hat, sich nach DC versetzen zu lassen – wo Shaw sich aufhält.
Bleibt Chuck dann im Castle allein?

Chuck: Chuck vs. The Beard (3×09)

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Ich hatte schon seit dem Anfang der neuen Staffel bemängelt, dass Morgan als „best friend“ nicht genug „best friend“-ische Screentime bekommt und viele Fans haben sich gewundert, warum die Autoren es bevorzugt haben, damals Devon als den ersten „Zivilisten“ herauszupicken, der Chucks Geheimnis kennt und nicht Morgan. Aber wie das so bei Chuck ist – alles zu seiner Zeit und das Timing ist nahezu perfekt! Denn Chuck vs. The Beard“ war einfach nur eine perfekte Chuck-Episode und nach den letzten etwas dunkleren Chuck-Episoden eine die die Bezeichnung „Comedy Gold“ absolut verdient hat. Wo soll man nun anfangen?

Alles war 99,9 % awesome! Ja, keine Hundert Prozent, denn Shaw ist ja noch dabei und wird irgendwie immer mehr zum Schwachpunkt der Serie. Man hat das Gefühl, dass während das Ganze Fahrt aufnimmt, er irgendwie stehen bleibt und traurig und ernst durch die Gegend schaut. Zurück zu Burbank, Buy More und „America’s last line of defense.” Es waren so viele Awesome-Momente, dass ihr mich entschuldigen müsst, wenn ich etwas vergesse und könnt mich gerne durch eure Kommentare ergänzen.

Morgan Guillermo Grimes wird in dieser Episode zu Unofficial Member of Operation Bartowski auf eine wie schon erwähnt nahezu perfekte Art und Weise. Und dafür kann man sich bei Scott Rosenbaum bedanken, der in seiner letzten Chuck-Episode das Drehbuchpapier selbst zum Lachen brachte. Er ist bekanntlich der neue Showrunner von V geworden und wird das Chuck-Autorenteam verlassen. Außerdem Gratulation an Zachary Levi, der in seiner allerersten Regiearbeit alles richtig machte und die Episode dadurch mit einigen Glanzpunkten an slapstickartigen Inszenierung zu punkten wusste: Angefangen mit Jeff, der während eines Kameraschwenks es schafft einen ganzen Apfel in seinen Mund unterzubringen und endend mit den Standbildern der Buy More-Revolution. Nicht zu vergessen die Rock-Konzert-Inszenierung des neuen Jeffster-Auftritts.
Awesome!

Da diesmal der Blickwinkel sich von der Sarah-Chuck-Story wegbewegt (natürlich nicht ganz) ist es umso logischer The Best Friend Morgan ins Rampenlicht zu rücken. Zachary Levi und Joshua Gomez sind in dieser Episode wie Feuer und Flamme. Na ja, am Anfang ist alles eher auf Sparflamme, denn Morgan beschließt seinem besten Freund als besten Freund zu kündigen, da er Chucks geheimnisvolles Leben nicht mehr ertragen kann ohne zu wissen worum es geht. Nun, Morgan erfährt es schneller als er denkt und gerät plötzlich inmitten von The Ring-Agenten (Diedrich Bauer und Cedric Yarbrough), die sich als potentielle Käufer von Buy More ausgeben und jedes Mitglied evaluieren wollen. Eigentlich wollen sie nur Castle ausfindig machen und Shaws Files vernichten bzw. entwenden.

Da Chucks seitdem Sarahs Leben in Gefahr war, nicht mehr flashen kann, wird er von Shaw beurlaubt und darf an der nächsten Mission nicht teilnehmen, sondern in Castle bleiben und mit Bösewichter-Kärtchen Flash-Flash üben (im Hintergrund: Billy Idol & Generation X Version von “Dancing with Myself”). Casey: “When we get back, I expect this place to be exactly as I left it.” Und die Mission betrifft Ellie und Awesome, die gerade im Urlaub sind. Awesome: “I just reclaimed my awesomeness!” Oder doch nicht? Eher ein Ablenkungsmanöver von The Ring, um Chuck und Castle alleine und unbeschützt für sich zu haben. Womit sie nicht rechnen ist The Resistance! Big Mike & Co. fürchten, dass ihnen gekündigt wird, sie fürchten um ihren Buy More! Pop-Kulturreferenzen Ahoi!

Big Mikes Paraphrase-Ansprache aus Braveheart: “They can take our dignity. They can take all the hot women. But they will not take our jobs and they will never take our store! They will never take… our FREEDOM!” Diese Ansprache wird gefolgt von den Buy More Mitgliedern (Chuck: Gentleman and sort of ladys!), die die Buy More-Flagge genauso erheben wie die Soldaten in Iwo Jima. Casey eilt zur Hilfe und schließt sich der Revolution an mit den Worten: “The only thing I hate more than hippy, neo-liberal fascist anarchists are the hypocrite fat cat suits they eventually grow up to become.” Awesome! On Top: Jeffsters Version von Fortunate Son (CSR – Credence Clearwater Revival)! Ring guy: “So that’s the sound of liberty?” Yes, it is.

Denn in dieser Episode fällt unserem Helden wirklich ein Stein vom Herzen, da er seinem besten Freund die volle Wahrheit erzählt, als die beiden von The Ring festgehalten werden und Morgan Folter droht. Und wisst ihr was? Chuck kann wieder flashen! Anstatt dass Morgan über dieses Vorenthalten der nicht wahren aber veränderten identität seines besten Freundes traurig ist, ist er begeistert: It makes perfect sense! Chuck: “I’m a spy again because I have my best friend back.” Casey: “God help us.”
Apropos Casey! Die letzten Minuten enthielten einen Cliffhanger 24-Dun dun duuuuunnnnn-Style, als Casey einen Anruf am Ring-Telefon entgegennahm, der auch … für ihn bestimmt war! “Hello, Colonel Casey. It’s been a while.”! Wow!

Währenddessen feiert man an der Buy More-Front den Sieg vs. Die Kündigung mit einer weiteren Referenz: Zwei Mitglieder des Buy More-Staffs inszenieren ein Standbild des ikonischen Times Square-Kusses vom Ende des zweiten Weltkriegs. Awesome!
Und für die, die sich nach der Subway-Werbung gesehnt haben, essen Morgan und Chuck am Ende während sie Duck Hunt spielen und Morgan Chuck beschuldigt das Spiel geflasht zu haben, Subways Meatball Marinara.
Lecker!