Category Archives: Hawaii Five-0

Hawaii Five-0: Kalele (2×19)

Standard

Hawaii Five-0 kehrt zurück mit einer Episode voller Überraschungen. Damit sind nicht unbedingt die Wendungen innerhalb der Handlung gemeint, sondern eher diejenigen im Bild selbst. Wir blicken plötzlich zurück auf das Jahr 1975 und auf… Hawaii Five-0. Diese Zeitreise zurück zum Original geschieht dank dem Auftritt Ed Asners, der in der Gegenwart dieselbe Figur spielt wie damals: den Gangster August March. Der einstmalige “Geschäftsmann der tödlichen Sorte”, nach längerem Gefängnisaufenthalt nun entlassen, gerät Five-O ins Visier, als jemand so genannte Blutdiamanten zu schmuggeln versucht.

Zu seinen besten Zeiten war Asner in viele Diamanten-Deals involviert. Kalele (Faith) präsentiert uns sogar Flashbacks, sprich: Originalaufnahmen aus den 70ern, auf denen Asner zu sehen ist. Außerdem erfahren wir, dass Steves Kollegen etwas im Schilde führen, ohne ihn eingeweiht zu haben. Könnte es mit seinem baldigen Geburtstag zusammenhängen? Eine Überraschung?

Die serviert ihm jedoch zunächst seine Schwester Mary, indem sie plötzlich an Hawaiis Strand auftaucht, wo Steve und Danno gerade eine Diskussion über Vorfahrt auf den Wellen führen. Marys Auftauchen, wie überraschend auch immer, geht mit einer weiteren Überraschung einher: Steves Schwester kommt nicht etwa deswegen, weil Steve sie aus einem Schlamassel herausholen müsste, sondern weil sie einen Job als Flugbegleiterin (nicht Stewardess!)  angenommen hat und einen richtigen Neuanfang genießt.

Das erwischt Steve (Alex O’Loughlin) definitiv unvorbereitet. Als er sich gerade an den Gedanken gewöhnt hat, dass mit Mary alles in Ordnung ist, kommt… die nächste Überraschung aus dem Hinterhalt. Mary steckt plötzlich doch in Schwierigkeiten! Man erwischt sie am Flughafen – beim Schmuggeln von Diamanten im Wert von Millionenhöhe. Dieses Mal aber trifft sie keine Schuld. Höchstens ihre Gutherzigkeit könnte man für die Ereignisse verantwortlich machen. Steve vertraut seiner Schwester und vermutet eine Verschwörung, was zu einer von mehreren amüsanten Konversationen der beiden frisch gebackenen “surf buddies” Danno und Steve führt:

Danno: Next thing you know, you’re going to be wearing a tin foil hat babbling about black helicopters.
Steve: Black helicopters are real.
Danno: What do you mean they’re real?

Aber nicht nur Danno (Scott Caan) bleibt mit einem Fragezeichen im Gesicht stehen, sondern auch Steve, als er seine Kollegen etwas besprechen und bei seinem Auftauchen wieder auseinandergehen sieht. Steves “Daniel” Richtung Danno hilft da nicht weiter…
Wie sich erweist, versuchte Mary eine Kollegin zu retten, die angeblich entführt wurde. Chief Fryer muss erneut mit Five-0 zusammenarbeiten, als zwei Polizisten ermordet und die Diamanten entwendet werden. Sein Verdächtiger: August March. Aber March lernt man als einen letztendlich hilfsbereiten alten Mann kennen.

Nun, wie diese Episode uns lehrt, steckt jede Überraschung innerhalb der Überraschung. Die Torte für Steves Geburtstag bleibt nicht in Revolverform, sondern er bekommt eine Granaten-Torte… mit einer Prise Salz dazu. Mit einer solchen sind auch die letzten Minuten der Episode “bestreut”, in denen sich der alte Mann doch als derjenige entpuppt, der er immer war… Überrascht?

Advertisements

Hawaii Five-0: Lekio (2×18)

Standard

In der neuen Hawaii Five-0-Episode sehen wir ein exzellentes Beispiel dafür, wie ein Gastdarsteller aus einer durschnittlichen Episode eine sehr gute machen kann. Wenn die Chemie stimmt! Pardon: die Biologie. Nein, es ist nicht plötzlich Steves (Alex O’Loughlin) Mutter aufgetaucht, sondern Dannys Vater. Damit meine ich James Caan, Scott Caans leiblichen Vater, in der Rolle des Tony Archer: seines Zeichens Ex-Cop und gegenwärtig Privatdetektiv in Oaho.

Ich muss gestehen: Die Konversationen zwischen Steve, Danny und Tony haben mich – im positiven Sinne – derartig vom Fall der Woche abgelenkt, dass ich ihn so gegen Mitte der Episode fast vergessen hatte. Der Fall war eigentlich gar nicht schlecht, mit ein paar Haken und Wendungen – aber vor allem gefiel der Bezug zu Dannys Vaterproblemen. Nun, als Vater zweier Töchter kann ich Danny komplett verstehen, wenn er sich extreme Sorgen macht, weil ein zehnjähriger Junge seine Grace nett findet… und sie in seiner Anwesenheit jedes Mal strahlt.

Ted Bundy was also ten once, erklärt er Steve im Auto-Gespräch seinen Standpunkt, um Grace dann regelrecht zu “stalken”. Die Unterhaltung zwischen den beiden gerät wie immer amüsant, aber als Caan Senior auftaucht, wird der Mix unwiderstehlich! Tony Archer ist ein ehemaliger Cop, dessen bester Freund, ein berühmter Radiomoderator, mit Hilfe einer Bombe getötet wird. Da der Bombenexperte Tony als Verdächtiger in Frage kommt, tauchen Steve und Danny bei ihm auf: auf seinem Boot.

Nach einem Stand-Off der besonderen Art und weiteren Entwicklungen sehen sich die beiden allmählich gezwungen, Tony mit an Bord der Ermittlungen zu nehmen. Als der Mord zu guter Letzt aufgeklärt ist, bedankt sich Archer bei den beiden mit einem Stück Pizza – und dem Versprechen, ihres ständigen Gezankes Herr, mit anderen Worten: ihr Eheberater zu werden. Es wäre gut, Caan Senior bei Hawaii Five-0 wiederzusehen: als wiederkehrenden Berater des Teams, egal in welcher Hinsicht! Lekio (Radio) ist eine durchaus gelungene Episode, die die handlungsübergreifenden Stories beinahe vergessen macht.

Hawaii Five-0: I Helu Pu (2×16)

Standard

Lori Weston (Lauren German) mit schockiertem Gesicht und Blut an den Händen in einem Krankenhaus: Rasant fängt Hawaii Five-0s neue Episode an und erweist sich als – in meinen Augen – gelungenes Täuschungsmanöver. Als einer der wenigen Menschen, die nie Spoiler und Ankündigungen über kommende Episoden lesen, hatte ich vermutet, dass die Autoren zum Valentinstag doch noch versuchen würden, aus Steve und Lori mehr als nur Kollegen zu machen. Die Tatsache, dass sie es nicht taten und man mit dieser Episode im Grunde Loris Abschied feiert, hat eine gute und eine schlechte Seite.

Die gute: das Vermeiden soapiger Liebe-am-Arbeitsplatz-Storys, wie eigentlich alle sie erwarteten, als Lori eintraf. Die schlechte: eine Frage. Warum war Lori überhaupt da? Was bewirkte oder veränderte ihre Figur? Und warum hat Lori Blut an den Händen? Nach ein paar Sekunden wird klar, dass es sich um Steves Blut handelt. Nein, das ist keine metaphorische Aussage und auch kein makabrer Valentinsscherz der Autoren: Steve ist tatsächlich verletzt – und die Uhr springt zurück, um uns zu erzählen, wie es dazu kam. Zwar ist es beileibe kein neuer dramaturgischer Eingriff,  aber das Hin- und Herspringen der Handlung zwischen Vergangenheit und Gegenwart an den wichtigsten Punkten wird sinnvoll eingesetzt: So entsteht der Eindruck, als zöge sich ein Knoten zusammen, bis man letztendlich zum Kern der Geschichte gelangt.

Das Auslassen gewisser Informationen sorgt definitiv für Spannungssteigerung, ungeachtet dessen, dass man vom guten Ende überzeugt ist. Apropos Auslassen von Informationen: Plötzlich erblicken wir Steve und Catherine Rollins auf Gouverneur Dennings Wohltätigkeitsparty, und sie sind wieder ein Paar! Danny wiederum redet über Gabby, womit er nur Dr. Gabrielle Asano meinen kann, die wir seit Ka Iwi Kapu nicht mehr gesehen haben. Und auch Max hat eine Freundin, die wir noch nicht kennen. Also doch einiges los an der Beziehungsfront, abgesehen von der schönen Bekleidung der Damen auf der Party.

Aber trotz Valentinstag bleibt keine Zeit für romantische Ablenkungen, denn eine Frau namens Victoria Chase wird tot aufgefunden. Der Gouverneur höchstpersönlich bittet Steve um Diskretion, die Steve ihm auch verspricht. Resultat: ein internationaler Vorfall mit der russischen Botschaft. Im Zentrum des Konflikts nämlich steht ein russischer Geschäftsmann, der die Schwester der Toten vor einiger Zeit vergewaltigt hatte. Der Herr versteckt sich in der Botschaft, die Steve & Co. folglich auf spezielle Art und Weise stürmen müssen.

Damit nicht genug: Um die gewünschte DNA-Probe zu nehmen, folgt Steve dem Verdächtigen, … bis sich die beiden im Krankenhaus wiederfinden. Und wir uns in der Eröffnungsszene. Natürlich ist Super-Steve bis auf ein paar Kratzer fit genug, um eine kleine Reise mit Catherine zu unternehmen – immer gut, etwas Besseres als Pralinen auf Lager zu haben. Da der Gouverneur mit Loris Leistung als sein verlängerter Arm im Team nicht zufrieden ist, entscheidet sie sich für die Kündigung: Wie sie Steve gegenüber in einer unwichtig wirkenden Abschiedsszene zugibt, gerieten ihr ihre Gefühle bei der Arbeit in den Weg… Damit wäre Hawaii Five-0 zu seinen Team-Wurzeln zurückgekehrt. Oder gibt es noch mehr Überraschungen?

Hawaii Five-0: Mai Ka Wa Kahiko (2×15)

Standard

Zum Besten an dieser Episode gehört, dass sie in keinerlei Verbindung zu Danny (Scott Caan) beginnt und nicht zu lange, aber lange genug den Zuschauer an der Nase herumführt, bevor zum perfekten Zeitpunkt die Bombe platzt: Dannos Ex-Kollege Rick Peterson aus New Jersey ist in Hawaii aufgetaucht – mit nur einem Gedanken im Kopf: Rache. Hawaii Five-0 nimmt mindestens für diese Episode Urlaub von der Wo-Fat-Geschichte, und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Es ist zwar ein Fall der Woche, aber die direkte Verbindung zum Team lässt uns nicht nur Details aus Dannos Vergangenheit erfahren, sondern kurbelt damit die Emotionen hoch und bietet Scott Caan die Möglichkeit, sich auf der Bühne auszutoben, was ihm auch gelingt. An diesem Perspektivwechsel von Steve auf Danno haben die Autoren gut getan, vor allem nach der letzten Episode, in der wir sahen, wie Rachel ihr zweites Kind bekam und Danno an ihrer Seite stand. Da passt es dramaturgisch nur zu gut, die Emotionen mitzunehmen und Danno in das für einen Vater grausamste aller Szenarien zu manövrieren – und somit zum Äußersten zu treiben.

Denn Peterson (Peter Greene in einer weiteren Bad-Guy-Rolle) hat Dannos Freund aus dem Marshal-Service an Bord des Flugzeugs getötet, bevor dieser Danny anrufen konnte. Dabei vollzog Peterson ein geschicktes Manöver und befreite einen Gefangenen (Theo Rossi), als er vom Bord floh, so dass Five-0 zunächst einer falschen Spur folgt. Übrigens greift wieder einmal Danny hart durch und darf sogar den Super-Steve-Stunt ausführen. Die emotionale Spannung, unter der er wegen der Geschichte mit Rachel steht, färbt langsam auf seine Handlungen ab und erregt sogar bei Steve eine gewisse Besorgnis.

In der Zwischenzeit schafft es Dannys alter Kollege, seine Tochter Grace zu entführen. Vor zehn Jahren wurde Peterson von Danny, seinem Partner bei der New-Jersey-Polizei, verpfiffen, weil er Geld und Drogen entwendete, so dass Peterson zu einer zehnjährigen Gefängnisstrafe verurteilt und während dieser von Frau und Kindern verlassen wurde. Er will nun Dannys Leben zerstören, und sein Plan ist perfider, als es auf den ersten Blick scheint. Er zwingt Danny dazu, Stan zu erschießen, um eine emotionale Kluft zwischen ihm und Rachel zu schaffen, so dass Danny das verliert, was ihm am wichtigsten ist: die Familie.

Natürlich endet alles gut – mit einem völlig aufgelösten Danny, der Grace unversehrt auf den Arm trägt. Und damit schließt sich ein Kreis in dieser Episode, denn sie begann mit einer ähnlichen Szene, in der Steve (Alex O’Loughlin) Lori (Lauren German) auf den Arm trug, die sich bei ihrem Treppensteigen-Wettbewerb verletzt hatte… Ist diese Szene die Vorbereitung für die Valentins-Episode, die bald kommt?

Hawaii Five-0: Pu’olo (2×14)

Standard

Nach Sichtung dieser Episode bin ich nicht sicher, ob ich nicht lieber einen oder zwei Super-Steve-Stunts gesehen hätte als die Enthüllung über Shelbourne. An sich kann man sie als plausibel bezeichnen, aber als Höhepunkt eines langen Spannungsaufbaus wirkten Jos Erklärungen über Shelbourne irgendwie enttäuschend. Shelbourne war der Codename der Operation, die Jo und Steves Vater damals durchführten, um die Yakuza von Steves Familie fern zu halten. Auch die Tatsache, dass Jo Wo Fats Vater tötete und sich Wo Fat die ganze Zeit über auf Rachefeldzug befand, hatte für mich nicht den erwünschten Effekt.

Rache liefert immer gute Motivation und Gründe für dramatische Entwicklungen, aber nach dem langen Hin und Her mit Shelbourne haben sich wohl alle Zuschauer mehr versprochen. Wobei ich ziemlich fest daran glaube, dass noch lange nicht alles vorbei ist… und dass Jo Steve (Alex O’Loughlin) lange nicht die ganze Wahrheit erzählt hat! Immerhin können sie Adam Noshimuri stoppen und ihm beweisen, dass sein Vater Jo nicht auch noch auf dem Gewissen liegt. Jo und Steve können, wie es aussieht, sogar Adam auf ihre Seite ziehen.

Es klingt alles ein bisschen danach, als würden die Autoren mit Wo Fats Story Zeit schinden und uns und Steve mit einer vorübergehenden Erklärung abspeisen wollen, bevor das Ende der Staffel kommt und damit der Showdown. Natürlich muss am Ende ein Showdown stattfinden, aber vom Spannungsaufbau her kann man nicht wirklich von gutem Timing sprechen. So geht Jo für eine ganze Weile underground, und wir können uns auf die Fälle der Woche konzentrieren. Dort geht es drunter und drüber, und alte Bekannte betreten die Bühne.

Mit Sang Mins Hilfe schafft es das Team, einem gefährlichen Handel in die Quere zu kommen. Nicht nur wegen seiner Größe übernimmt Kamekona eine tragende Rolle, indem er als Sings Bodyguard undercover geht und für ein paar Lacher sorgt. Feinde des Product Placements dürften allerdings wenig amüsiert über den langen Subway-Werbespot gewesen sein, den Kamekona darbietet! Eine weitere Rückkehr gibt es für die Fans und für Danny (Scott Caan) zu feiern, denn die hochschwangere Rachel und Grace sind wieder da.

Das heißt für Danny: Einsatz als Geburtshelfer über die Länge der ganzen Episode – und für Grace heißt es, einen kleinen Bruder zu bekommen. Wie es mit Rachel und Danny weiter geht, werden wir sehen, aber im Großen und Ganzen hoffe man auf weitere spannende Fälle, die den momentan bitteren Beigeschmack wegspülen: Five-O, Five-O, what you gonna do, what you gonna do when they come for you?

Hawaii Five-0: Ka Ho’oponopono (2×13)

Standard

Hawaii Five-0 setzt seinen Lauf fort, genau an der Stelle, wo die CBS-Serie im letzten Jahr aufhörte: bei der sich zuspitzenden Konfrontation zwischen Joe und Steve (Alex O’Loughlin). Viele von uns haben sich gefragt, wohin das Ganze führen soll und warum Joe plötzlich versucht, Steve von den Ereignissen um Wo Fat fern zu halten. Nun, diese Fragen werden nicht wirklich beantwortet. Aber nach dieser Episode stellt sich das Gefühl ein, dass sich der Himmel über den Köpfen der Beteiligten zuzieht und es nur eine Frage der Zeit ist, bevor es richtig kracht. Was den Fall der Woche betrifft, kann man hingegen kaum von einem „Kracher“ reden.

Das Team untersucht den Mord an einem siebzehnjährigen Mädchen, aber irgendwie wirkt die ganze Untersuchung wie ein lustloses Springen von einem Verdächtigen zum nächsten, ohne dass man sich die Zeit nähme, etwas Spannung aufzubauen. Mir gefiel aber die „girl power“-Szene mit Lori und Kono in der Schule – und vor allem Loris Reaktion auf den Fluchtversuch des Verdächtigen. Eigentlich wieder sehr Super-Steve-Style!

Im Zuge dieser Gedanken müssen wir natürlich Steves Verhörmethoden am Felsenrand erwähnen. Ganz ohne uns zu fragen, ob sich solche Handlungen an den Rändern der Logik und/oder Moral abspielen, denn… es ist Super-Steve! Dannos Bemerkung „You are an animal“ scheint da völlig ausreichend. Hiro Noshimuris Sohn Adam (Ian Anthony) allerdings reicht Joes Beteuerung nicht aus, seinen Vater zuletzt lebendig gesehen zu haben. Laut Polizei nämlich ist Hiro tot – und sein Entführer Joe gilt plötzlich als Hauptverdächtiger.

Als Adam die Sache in die eigenen Hände nimmt und mit Hilfe von Folter herauszufinden versucht, was passiert ist, sieht sich Steve gezwungen, Joe mit einer Super-Steve-Aktion zu befreien. Warum gezwungen? Weil Steve nach und nach die Geduld verliert mit seinem Mentor und Ersatzvater. Er will wissen, was hinter Shelbourne steht und warum Joe – laut eigener Aussage –  Hiro geholfen hat, den eigenen Tod vorzutäuschen. Joes Antwort: Er steigt aus Steves Auto aus und – schreitet von dannen. Somit bleibt die Frage offen, warum er Steve aus der Sache heraushalten will… und ob das überhaupt möglich ist.

Hawaii Five-0: Alaheo Pau’ole (2×12)

Standard

Hawaii Five-0 beendet den holprigen Lauf dieses Jahres mit einem Happy-End, zumindest für Chin und Malia (Reiko Aylesworth). Man muss aber betonen, dass sich die Serie nach ein paar schwachen Episoden zu Staffelbeginn wieder gefangen hat und in den letzten Wochen die gewohnte Unterhaltung bot. Auch diesmal ist der Fall der Woche mit mehreren Wendungen verknüpft. Einige abenteuerlustige Jungen finden einen Toten in einem verlassenen Militärbunker. Nun, der Tote ist nicht wirklich tot, wie Steve und Max feststellen. Da aber Steve (Alex O’Loughlin) Einiges mit Jo zu klären hat, kümmert sich der Rest des Teams um den Fall.

Und Chin betont, dass Danny (Scott Caan) definitiv zu lange Steves Einfluss ausgesetzt gewesen sei. Die Sache mit der Granate war definitiv Super-Steve-Style! Fryer (Tom Sizemore) wieder ins Spiel zu bringen, scheint mir eine sehr gute Entscheidung der Autoren zu sein. Die gemeinsame Untersuchung der Betrugsfalle für die verzweifelte Familie, die ihren vermissten Sohn sucht, bringt noch mehr Action in die Handlung, da Fryer nicht wirklich zimperlich handelt, wenn es um Verdächtige geht.

Dieses Mal darf aber Kono (Grace Park) den Action-Stunt der Woche übernehmen – im Zuge der Verfolgungsjagd, wofür sie von McGarrett ein “Yeah, Kono” bekommt. Apropos Verdächtigungen: Am Anfang der Episode sehen wir eine sehr amüsante Szene, in der Steve und Jo Danno aus seiner nächsten vorübergehenden Wohnung abholen wollen. Die befindet sich im Hilton Hotel – und Danno ist nicht allein dort, denn die beiden finden ihn mit Handschellen an… Lori gekettet.

It’s not what it looks like! lautet die Erklärung. Steve sieht zwar die Komik der Situation, aber sehr schön spielt O’Loughlin den kleinen Hauch von Eifersucht, den Steve nicht ganz verstecken kann. Bevor wir aber zu den wirklich romantischen Tatsachen kommen, geht es noch einmal ernst zur Sache zwischen Steve und Jo. Denn es geht auch hier um einen Verdacht: Steve erfährt von Adam Noshimuri (Ian Anthony Dale), dass sein Vater aus Jos Gefangenschaft nicht wieder aufgetaucht ist.

Außerdem kann Steve in Jos Pass sehen, dass dieser sich zuletzt in Japan aufhielt. Aus Jo sind aber nur vage Bemerkungen herauszubekommen – und wir wissen ebenso wenig wie Steve, was sich hinter der Shelbourne-Story verbirgt. Nicht nur mit einem Cliffhanger verabschiedet sich Hawaii Five-0 in die Winterpause, sondern auch mit Chins und Malias Strandhochzeit, die so manchen Beteiligten Tränen in die Augen treibt… Ob es auch für die anderen Teammitglieder ein Happy-End geben wird, erfahren wir im nächsten Jahr. Was ich mir von der CBS-Serie auch im neuen Jahr wünsche, ist eindeutig: noch mehr Action!

Hawaii Five-0: Pahele (2×11)

Standard

Hawaii Five-0 lässt seine Zuschauer nach dieser Episode etwas verwirrt zurück, vermute ich. Die Verwirrung ergibt sich in meinen Augen nicht so sehr aus dem Fall der Woche, sondern aus den Neuigkeiten im handlungsübergreifenden Erzählstrang um Wo Fat. Wie für die meisten Hawaii-Episoden üblich, wartet die CBS-Serie auch hier mit einer Menge an Gastdarstellern auf, die mehr oder weniger die Hauptrollen im Fall spielen. Als ein Schulbus mit sämtlichen Kindern entführt wird, wird das Team mehrmals in die Irre geführt. Zunächst denken Steve & Co. an eine einfache Geiselnahme – bis sich herausstellt, dass dahinter das Drogenkartell steckt, das sein von Five-0 beschlagnahmtes Kokain zurück will. Aber ist das alles?

Die Frau hinter der Entführung droht, die Kinder zu erschießen. In ihrer Rolle sehen wir Aimee Garcia, die derzeit bei Dexter Jamie Batista spielt; auch der Mastermind hinter dem Plan hat ein bekanntes Gesicht, nämlich das von Rick Gomez, der zuletzt in Burn Notice selbst ein Entführungsopfer verkörperte. Nicht, dass Hawaii Five-0 etwas Neueres anböte als den üblichen Entführungsfall mit dem Haken dran – aber die CBS-Serie führt das Altbekannte solide aus, und Super-Steve sagt endlich wieder Book’em Danno! Zugleich viel interessanter und nach der letzten Szene störender ist die Sache mit Wo Fat.

An sich lobenswert, dass die Serie die Ereignisse von letzter Woche nicht einfach vergisst und zum Procedural-Alltag zurückkehrt. Steve trägt die Narbe von der Wunde und Jo wird nahe gelegt, sich aus dem Marinedienst zurückzuziehen. Es scheint ihm nicht viel auszumachen: Er erklärt sich bereit, eine Bar zu eröffnen. Aber er meint damit nicht, wie es Steve zunächst vorkommt, eine Bar im Stil von Cheers: Jos Bar ist der Kofferraum seines Autos, wo „alte Freunde“ Platz nehmen können.

Deren erster: Hiro (Cary Hiroyuki-Tagawa, Mortal Kombat), aus dem Jo herausbekommt, dass sich hinter Shelbourne die einzige Person verbirgt, die Wo Fat zu fürchten scheint. Nachdem er Steve das mitgeteilt hat, fährt er mit Hiro im Kofferraum davon und ruft jemanden an. Jos Nachricht: We have a problem. Steve’s getting too close. We have to move you. Ok: ist es nicht Jo, der Steve „close“ bringt?

Denn Steve macht eigentlich die ganze Zeit über nichts… Versucht die Serie, eine zweite Jenna-Nummer über die Bühne zu bringen? Zugegeben: Im Moment habe ich keine Ahnung, aber diese letzten Sekunden haben mich verblüfft, und nicht im positiven Sinne.

Hawaii Five-0: Ki’ilua (2×10)

Standard

Willkommen zur bisher besten Episode der zweiten Staffel. Eigentlich hat sie alles, was das Hawaii Five-0-Fanherz begehrt, und die Mischung stimmt – von Action bis zum Heiratsantrag. Die idyllische Szene am Anfang, als Chin seiner Ex-Verlobten erneut den Antrag macht und sie „ja“ sagt, täuscht allerdings bezüglich dessen, was noch kommt. Die Episode vergeudet keine Zeit und setzt mit hohem Tempo ein, das auch durchgehalten wird. Zunächst sieht alles danach aus, dass Steve (Alex O’Loughlin) separat vom Team einer alten Freundin helfen muss, während seine Kollegen den Mord an einer Journalistin untersuchen: Bethany Morris hat mit ihren Nachforschungen offenbar einen großen Konzern in Schwierigkeiten gebracht.

Alles klingt nach einem gewöhnlichen Episodenablauf… wenn Steves alte Freundin nicht eine gewisse Jenna (Larisa Oleynik) wäre und der Mord an Bethany Morris (Kaytlin Borgen) nicht weiter reichende Folgen hätte, als zunächst angenommen. Ich weiß nur nicht, ob sich die Autoren einen Gefallen taten, als sie uns damals sehen ließen, dass Jenna Wo Fat (Mark Dacascos) half. Denn dadurch erwartet man buchstäblich, dass ihre Falle für Steve zuschnappt, und das Element der Überraschung verpufft.

Trotzdem aber sind die Szenen sehr intensiv gestaltet, was man der Serie hoch anrechnen muss! Jenna kommt zu Steve und bittet ihn, mit ihr nach Nordkorea zu gehen, um das Lösegeld für ihren Verlobten Josh zu bezahlen. Steve ist natürlich sofort bereit zu helfen – und ab geht es in den Dschungel. Mir gefiel die grün-graue Tönung des Bildes, die ausgeblichenen Farben, die den Handlungsstrang dominieren. Damit stellt man nicht nur einen starken Kontrast zu den gewohnten bunten, „schönen“ Bildern der Serie her, sondern die kreierte Atmosphäre erinnert an die alten Vietnamkrieg-Action-Filme, wo alle drei Minuten Fäuste, Kugeln und andere schwere Geschütze flogen.

Damit die Action-Mischung vollkommen ist, braucht man noch einen Hubschrauber, Marine-Soldaten und Rock’n‘Roll. Die persönliche Note macht hier den Spaßfaktor aus – von political correctness wird dezidiert abgesehen: Es geht darum, Steve aus Wo Fats Gefangenschaft zu retten! Denn Chin und Kono finden sehr schnell heraus, dass sich die tote Journalistin mit einer Frau namens Jane Woodley getroffen hat, aber das Foto zeigt… Jenna. Um Steve zu warnen, ist es zu spät, denn er hängt schon angekettet von der Decke eines Bunkers in Nordkorea herab und dient Wo Fat im Grunde als Sandsack.

Aber wir reden hier schließlich von Super-Steve: Nach all den Schlägen schaut er Wo Fat direkt und herausfordernd in die Augen und bricht in hämisches Gelächter aus. Das Blut-zur-Seite-Spucken mit dem verrückten McGarrett-Augenglänzen darf auch nicht fehlen! Übrigens fand ich die Entscheidung der Autoren sehr gut, sich einen etwaigen Zweikampf der beiden noch aufzusparen. Die Tracht Prügel und die Folter, die Steve hier von Wo Fat bezieht, verdoppeln den Wunsch des Zuschauers nach Rache. Außerdem gab Wo Fat bisher bei sparsamem Einsatz einen großartigen Bösewicht und Gegner ab, und so einen hebt man sich als kluger Drehbuchschreiber doch für den Schluss auf…

Wir können natürlich darüber streiten, ob Jennas Naivität, für die sie letztendlich mit ihrem Leben bezahlt, glaubwürdig ist – aber als Mittel zum Zweck funktioniert sie, indem sie das Team unter extremen Umständen zum Verlassen seiner Komfortzone zwingt. Danno (Scott Caan) mit Kalaschnikow im Dschungel – dafür würde man wohl so ungefähr jede Erklärung hinnehmen! Außerdem eilt Commander Joe White (Terry O’Quinn) zusammen mit Commander Gutches (David Keith) und zwei weiteren Mitgliedern des Seal Teams 9 sofort zu Hilfe; dank Joes altem Freund Frank bekommen sie eine Mitfluggelegenheit nach Nordkorea, denn Frank besitzt einen Hubschrauber.

Frank wird von einer Kultfigur aus der US-Musikindustrie gespielt, nämlich Jimmy Buffett – und die Serie ergreift die Möglichkeit einer Referenz, indem Danno ihn als “a margarita guy” bezeichnet (ein berühmter Song Buffetts heißt „Margaritaville“). Da Lori seit ihrer Ankunft stets von den Fans unter die Lupe genommen wird: Sie nimmt an einer der coolsten Sequenzen in der Episode teil, indem sie mit einem RPG vom Hubschrauber aus die Brücke in die Luft jagt. Am Ende, nach der geglückten Rettungsaktion, umarmt Lori Steve spontan, so dass sein Blut an ihrer Wange klebt… Man kann die Lori-Steve-Zeichen deuten, wie man will: Ich nehme Loris blutverzierte Wange gern in Kauf als eine Metapher für die kommende Attacke auf Wo Fat. Schließlich erinnert der Anblick an einen Indianer auf dem Kriegspfad…

Hawaii Five-0: Ike Maka (2×09)

Standard

Hawaii Five-0-Episoden, die sich nur auf den Fall der Woche konzentrieren, sind eine Hit-or-Miss-Angelegenheit. In dieser zweiten Staffel waren bisher leider die Miss-Fälle in der Überzahl, doch Ike Maka (Identity) zählt in meinen Augen definitiv als Treffer. Der Fall der Woche bewegt sich vom Autohandel über einen Mafia-Auftragsmord bis hin zu einem… Unfall. So ist das Team gezwungen, die Ereignisse immer wieder aus einem anderen Blickwinkel und in einem anderen Kontext zu sehen, was die Spannung aufrechterhält.

Und die Aufteilung des Teams in Pärchen funktioniert einwandfrei. Obwohl die Zahl Fünf sich eigentlich nicht dazu eignet – aber zur Erklärung kommen wir noch! Nach einer wilden Verfolgungsjagd stößt die Polizei am Hafen auf etliche Container voll gestohlener Oldtimer der amerikanischen Automobilindustrie, und in einem Kofferraum liegt eine Mumie. Erschossen. Nun ergibt es wenig Sinn, Mumien zu erschießen, aber wenn Super-Steve den toten, bandagierten Mann Mumie nennt, dann gehe ich damit konform. Die Spuren führen das Team… Welche Spuren eigentlich? Der Mann, den man schließlich findet, ist nicht der Mann, der er war! Also muss man den „neuen“ Mann identifizieren, um zu seiner Vergangenheit zurückzukommen.

Als Erstes nimmt sich das Team den illegalen Autohandel vor, und die Serie konfrontiert uns mit einer Neuerung: Es ist nicht mehr Konos Job, undercover auf High Heels aufzutreten, sondern Loris (Lauren German)! So bekommen wir eine aufgebrezelte Lori zwischen gepimpten Autos zu sehen. Wer Zickenkrieg zwischen Kono und Lori befürchtet hat, darf beruhigt sein: Es sieht nicht danach aus. Die Beziehung scheint durchaus entspannt, genauso wie die zwischen Kono und Chin. Der herzliche und gleichzeitig humorvolle Austausch zwischen Cousin und Cousine hat mir gefehlt, als Kono undercover war!

Kono und Chin bekommen ihren fairen Action-Anteil in dieser Episode, als sie zunächst die Autodiebe fangen (ich sage nur: License and registration, please!) und Kono später das Privileg erhält, als Scharfschützin einen tödlichen – für Suzie Greene (Courtney Ford, Dexter, True Blood) rettenden – Schuss abzugeben. Suzie ist – war – mit der „Mumie“ zusammen, die Max als Adam Raines identifiziert. In letzter Zeit bemühen sich die Autoren, Max dem Team näher zu bringen und ihn häufiger ins Rampenlicht zu stellen. Dieses Mal überrascht nicht nur sein Klavierspiel, sondern auch seine Art, Steve (Alex O’Loughlin) und Danno (Scott Caan) zu ignorieren. Er spricht nur und nur mit Lori.

Nun, Steve und Danno haben selbst Einiges zu besprechen, nachdem Danno die letzten zwei Wochen auf Steves Sofa verbracht hat. Es geht um McGarretts House Rule No. 32: No TV after midnight. Danno aber muss den Fernseher laufen lassen, um nicht vom Lärm der Ozeanwellen wach gehalten zu werden. Zeit für viele Diskussionen haben die beiden allerdings nicht, denn plötzlich verwandelt sich nicht nur Adam Raines in Jimmy Sheehan, sondern der Fall in einen Auftragsmord der irischen Mafia. Neben Courtney Ford treffen wir auf einen weiteren Schauspieler aus True Blood, nämlich Chris Bauer (Sheriff Andy). Zum Glück ist er nicht der Täter!

Offenbar haben sich die Hawaii Five-0-Autoren die schon mehrmals kritisierte Masche abgewöhnt, die Gastdarsteller zu Tätern zu machen. Auf der Suche nach dem vermeintlichen Auftragskiller müssen Steve und Danno an Bord des Schiffes gehen, wo Jimmy gearbeitet hat. Dort ergibt sich für Super-Steve endlich die Gelegenheit für einen Super-Stunt als Daniel Craig in Casino Royale. Aber nicht die irische Mafia hat Jimmy erwischt, sondern… die Angst davor. Mehr verrate ich nicht! Lori aber, die am Ende in einem engen Lederoutfit Steve und Danno dazu bringt, sich wie zwei Teenager an der Tür zu drängeln, verrät den beiden, warum Max sie ignoriert.

Weil nämlich Steve und Danno ihn zuerst ignorierten, indem sie seine Email-Einladung zum Filmabend (Privatadresse: spacetrakky – wenn ich mich nicht verhört habe) als Spam klassifizierten. Wie sagte es letzte Woche Danno so schön: Cultureless Animal(s)…
Auch ohne die handlungsübergreifende Erzählung kann Hawaii Five-O unterhaltsame Episoden anbieten, wenn die Balance stimmt!