Category Archives: Lie to Me

Lie to Me: Killer App (3×13)

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Kann Cal Lightmans Team Gillians alter Freundin helfen, bevor es zu spät ist? Emily schafft es, aus ihrem Vater ein Bekenntnis herauszuholen.

Im Finale der dritten Staffel überschlagen sich die Ereignisse. Vor allem Cal Lightman (Tim Roth) und Gillian Foster (Kelli Williams) sorgen für eine regelrechte Achterbahnfahrt der Gefühle. Gut:das ist an sich nichts Neues – aber Killer App bietet besondere Intensität.

Die komplette dritte Staffel kommt sehr persönlich daher, wobei bislang zumeist Tim Roth im Rampenlicht stand. Diesmal ist es Kelli Williams, die ihre Figur Gillian Foster sehr überzeugend das graue Cal-Lightman-Territorium betreten lässt. Ria und Eli sagen Gillian, sie mache genau das, wovon sie Cal sonst immer abzuhalten versuche: „doing that thing Lightman does.“

Warum ist Gillian so betroffen? In ihren Armen stirbt eine sehr gute Freundin: Claire (Alexandra Lydon), Mitinhaberin eines Unternehmens, das ein erfolgreiches Social-Networking-Programm (SeekOut) entwickelt hat. Sie war früher bei Gillian in Therapie – und so wurden sie Freundinnen. Nun bittet Claire ihre damalige Therapeutin um Hilfe – beruflich: Sie denkt, dass Zach (Ashton Holmes), einer der Firmengründer, das Unternehmen ganz an sich zu reißen versuche.

Cal ist in der Zwischenzeit damit beschäftigt, sich ein Bild von einem potentiellen neuen Mitarbeiter zu machen: von Key (Michael B. Jordan), dem jungen Mann, den Ria ein paar Episoden zuvor gleichsam auf der Straße rekrutiert hatte. Cal erteilt ihm einen Probeauftrag, der sich später natürlich als persönlicher Gefallen entpuppt: Key soll Emilys Freund Liam stalken und Details über seine Lebensweise erfahren.

Bevor Cal sich Claires Fall widmen kann, findet Gillian sie sterbend in ihrer Wohnung vor. Cal trifft auf eine Gillian, die mit blutverschmierten Händen entsetzt und hilflos im Korridor steht. Ab diesem Zeitpunkt wird Lie to Me definitiv seiner eigenen Prämisse gerecht: Wir Zuschauer genießen an Killer App nicht so sehr die Enthüllung, wer den Mord beging und wie, sondern das Schauspiel aller Beteiligten, ihre Aktionen und Reaktionen.

Seinen krönenden Abschluss findet Killer App in einem der bisher besten Monologe Cal Lightmans in der gesamten Serie: Am Ende der Episode besucht er Zach im Gefängnis. An diesem Punkt wird Cals enge Verbindung zu Gillian nur zu deutlich. Cal verspricht Zach, sich darum zu kümmern, dass er in der Psychiatrie landet: denn das Gefängnis würde ihm nur die Freiheit nehmen, während die Pillen ihm auch den Verstand rauben würden.

Man kann nur hoffen, dass die FOX-Verantwortlichen ihren Verstand dieses Mal nicht verlieren und Lie to Me eine vierte Staffel geben: denn mit den letzten Szenen der Episode hat die US-Serie die Tür zu interessanten weiteren Ent- und Verwicklungen weit aufgestoßen. Key findet heraus, dass Liam ein sehr geregeltes Leben führt – ein regelrechter Heiliger. Ist das nicht genau das, was Cal für seine Tochter wollte? Nun: es ist definitiv nicht das, was Emily will – und sie macht Schluss mit Liam. Der Grund? Er will keinen Sex vor der Ehe! Cal Lightman kann sein Schmunzeln bei dieser Erklärung kaum verbergen.

Im nächsten Augenblick aber wird es in Sachen Liebe ziemlich ernst für ihn selbst: Emily erzwingt von Cal die Antwort auf die Frage, ob er Gillian liebe. Und die lautet: Ja! „What are you waitig for?“ fragt sie. Diese Frage nun können wir Zuschauer beantworten – mit Nachdruck: Auf eine vierte Staffel!

Auch wenn Lie to Me sie nicht kriegen würde, wäre Killer App ein würdiger und gelungener Abschluß der Serie.

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Lie to Me: Saved (3×11)

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Was, wenn die Helden unseres Alltags nicht genau das sind, was sie zu sein scheinen? Cal Lightman kommt der Antwort gefährlich nah.

Saved ist eine weitere Lie to Me-Episode, die von Cals Interaktion mit dem “Bösewicht” der Woche und mit seiner Tochter Emily (Hayley McFarland) lebt. Diese Woche muss sich Cal Lightman mit einem Verkehrsunfall auseinandersetzen – auf jeder erdenklichen Ebene:

Die Rettungssanitäterin Ilene Clarke (Annabeth Gish) schafft es am Anfang der Episode, ein weibliches Unfallopfer aus dem Auto herauszuholen, bevor es explodiert. Der Fahrer aber, ein berühmter Baseballspieler, stirbt. Es ist das erste Mal, dass jemand bei einem Einsatz von Ilene sein Leben verliert.

Das erstaunt Cal Lightman (Tim Roth) insofern, als Ilene als eine Art Heldin gilt. Sie scheint immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort (eines Unfalls) zu erscheinen, um die Beteiligten zu retten. Cals Untersuchungen – inklusive, wieder einmal, Sprechen mit vollem Mund – führen ihn zu der Schlussfolgerung, dass Ilene selbst die Unfälle verursacht, weil sie ein Adrenalinjunkie mit Helferkomplex ist.

Dieser “Normalablauf” der Handlung wird plötzlich von einem… Unfall unterbrochen: Cal selbst fährt bei Grün über die Kreuzung und wird von einem anderen Wagen gerammt. Er wird gerettet. Von keiner Anderen als Ilene, die als erste an der Unfallstelle auftaucht. Sehr geschickt kombiniert Lie to Me Witz mit Ernsthaftigkeit, als Cal, immer noch unter der Wirkung des Unfalls, nach Hause geht – und wieder einmal alle zu manipulieren versucht.

Emily: „Are you trying to be annoying or does it just come naturally?“

Cal: „It comes naturally.“

Was ist mit Cals Mitarbeitern? Die geraten wieder einmal in den Hintergrund, abgesehen von Eli (Brendan Hines). Obwohl: Elis Beteiligung am “Vordergrund” muss man wörtlich verstehen. Als Cal auf dem Sofa aufwacht, sieht er aus nächster Nähe Elis Gesicht. Er wertet es als Alptraum und macht die Augen wieder zu, um ihn so verschwinden zu lassen: Change the channel! Genauso amüsant: Emily testet Cals Erinnerungsvermögen nach dem Unfall mit Hilfe von alten Fotos – und Cal leugnet die Tatsache, dass der Mann in der weißen Jeans auf einem Foto… er selbst ist.

Was Cal stutzig macht, ist die Vorgeschichte Ilenes und ihres Bruders: Als Kinder überlebten die beiden einen Autounfall, bei dem ihre Mutter starb. Der Bruder trug neurologische Schäden davon. Seitdem wirft er Ilene vor, sie habe damals die Mutter nicht gerettet, ja ihr Ungehorsam habe den Unfall verursacht. Die Beziehung zwischen Bruder und Schwester hat sich über die Jahre zu einem vom Bruder erzwungenen Hass-Liebe-Duell entwickelt: Er verursacht Unfälle – und Ilene versucht, alles wieder gut zu machen. Ohne Cals Hilfe wäre sie nie aus dem Teufelskreis herausgekommen.

Hoffentlich kommt Lie to Me aus dem Teufelskreis der FOX-Programmentscheidungen mit einer vierten Staffel heraus.

Lie to Me: Smoked (3×08)

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Detective Wallowski taucht wieder auf und bringt eine tragische Familiengeschichte zu Cal, aus der er Opfer und Täter herauslesen muss. 

Hat jemand Detective Wallowski vermisst? Wir haben sie eine Weile nicht mehr gesehen – und das war gut so. Jetzt kommt die überraschende Wendung: Es war nicht deswegen gut, weil ich ihre Präsenz nicht schätze, sondern weil sich meine Befürchtungen glücklicherweise nicht bewahrheitet haben. Ich dachte, dass Lie to Me durch Wallowski (Monique Gabriela Curnen) wieder in eine Art Erzählung hinein rutschen würde, die die Serie mit der Trennung vom FBI eigentlich hinter sich gelassen hatte.

Aber die Fälle, die sie an Cal (Tim Roth) heranträgt, haben immer etwas Persönliches. In diesem Sinne verläuft diese ganze dritte Staffel bisher: sehr persönlich. Zudem gerät Cal durch Wallowskis Präsenz und durch die in-offizielle Beziehung der beiden in eine Art Frauen-Dynamik, die ihn manchmal zum Verzweifeln bringt. Wenn man genau hinschaut, ist Cal von starken Frauen umgeben, die sich durchzusetzen wissen: Angefangen von seiner Ex-Frau über seine Kolleginnen und die neue Freundin bis hin zu seiner Tochter Emily, die ihm wegen des Buches die Hölle heiß macht. Oder den Laptop wegnimmt und ihn zwingt, eine alte Schreibmaschine zu benutzen! Denn anstatt zu schreiben, spielt Cal Online-Poker… und verliert noch dazu. Also bringt ihn Emily nicht nur zum Arbeiten, sondern benutzt während dessen seinen Poker-Account und gewinnt Geld. Tja: eine für mich persönlich sehr vertraute Situation.

Zurück zum Dreieck Wallowski-Cal-Gillian. Cal versucht auf Biegen und Brechen, die beiden Frauen voneinander fern zu halten, denn während Wallowskis Fall musste er Foster (Kelli Williams) seinerzeit belügen. Doch er schafft es nicht: letztendlich treffen die beiden Frauen aufeinander. Sie wechseln zwar nur Blicke, aber die zerschneiden die Luft! Was Eli (Brendan Hines) zuvor über die zwei Schlangen und den Skorpion sagte, als Cal den Raum mit den beiden verfeindeten Brüdern betrat, gilt mit derselben Kraft für die Frauen-Situation: Cal muss aufpassen, dass die beiden “Schlangen” nicht auf ihn losgehen.

Der Fall der Woche um die Familie und das Erbe des Restaurantbesitzers Jim Weaver (verkörpert von John Amos, The West Wing) gehört eher zu den unspektakulären dieser Staffel. Außerdem ist der Nebenplot um Ria und den Strassendieb, den sie zur Lightman Group bringt, noch nicht wirklich einzuschätzen. Hat sie ihn rekrutiert? Will sie ihm nur helfen? Oder war das Ganze nur Mittel zum Zweck, um Ria (Monica Raymund) von ihrer verletzlichen Seite zu zeigen? Wird Cal das Buch tatsächlich schreiben? Was haltet ihr von der Wallowski-Cal-Beziehung?

Lie to Me: Veronica (3×07)

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In dieser Episode trifft Cal Lightman auf eine ungewöhnliche Frau, die ihn zu einem grausamen Geheimnis führt… und selbst eines birgt. 

Veronica ist in meinen Augen eine der besten Lie to Me-Episoden. Annette O’Toole in der Rolle von Veronica gehört zu den wenigen Gaststars, die Tim Roth (als Cal Lightman) eine ebenbürtige Leistung entgegen setzen. Double Blind ist eine Episode über Familie und darüber, wie weit Menschen gehen können und dürfen, wenn sie versuchen, Gott zu spielen. Eigentlich hätte man die Episode genau so gut “Cal” nennen können.

Wir erinnern uns an die dritte Episode und den – ironisch gemeinten – ersten Satz in Cals neuem Buch „Let there be Light(man)“. In dieser dritten Staffel bekommt Cal Lightman von seinen Nächsten des Öfteren vorgehalten, dass er im Begriff sei, die dünne Linie zwischen Genie und anmaßendem, Gott-ähnlichem Verhalten zu übertreten. Man könnte sagen, dass erst Veronica ihn dazu bringt, dies zu akzeptieren.

Veronica erzählt die Geschichte einer alten Frau, die aus dem Altenheim geflohen ist und beinahe von Emily (Hayley McFarland) überfahren wird. Veronica leidet an Alzheimer, muss aber zugleich ihre inneren Dämonen bekämpfen. Dafür braucht sie Hilfe. Und die bekommt sie auch: von Cal Lightman. Foster (Kelli Williams) und Ria (Monica Raymund) bleiben in dieser Episode eher Randfiguren, während die Autoren Emily den Zuschauern nahezu aufdrängen. Vielleicht liegt es daran, dass sie in etlichen Episoden dieser Staffel abwesend war und man dies wieder wettmachen will? Vielleicht versucht man aber auch, die Interaktion zwischen Cal und Veronica auszubalancieren, die alles Andere überschattet und unglaublich intensiv ist.

Allein Eli (Brendan Hines) gerät in den Vordergrund, da er die Spuren seiner Arbeit außerhalb des Büros im Gesicht trägt – Schnittwunden, Abschürfungen, eben alles, was man sich durch eine heftige Dosis Prügel so einfängt. Wir sehen und hören, dass die Schwierigkeiten zwischen ihm und Cal ausgeräumt sind und Elis Jobsuche ein Ende gefunden hat. Er bedankt sich sogar bei Cal für seinen “push”. Für mein Empfinden kommt dieser Frieden ein bisschen zu plötzlich, nachdem die Autoren Eli für mehrere Episoden in der Schwebe hielten – aber eine Lösung der Situation musste gefunden werden. Es geschieht zwar irgendwie still und plötzlich, aber letztendlich mit zufrieden stellendem Ausgang.

Zurück zu Cal – und Veronica. Aufgrund ihrer Krankheit sieht sie Cal mit immer anderen Augen: einmal als Cal selbst, im nächsten Moment als Bert, ihren verstorbenen Ehemann. Lightman folgt ihr den ganzen, langen Weg in ihre innere Welt hinein, bis zu ihrem grausamen Geheimnis – und bis zu dem Geheimnis des Altenheims, dessen Psychologe die Patienten als Todesengel von ihren Schmerzen befreit. Er spielt Gott: genau wie es Cal gern tut. Diese Geschichte dient als Spiegel für Cals innere Dämonen und zeigt zugleich, dass man nicht immer Entscheidungen für Andere treffen darf – und dass der Grat zwischen “Helfen” und “Anderen den eigenen Willen aufzwingen” sehr, sehr schmal ist.

Lie to Me: The Canary’s Song (3×05)

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Wer Anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Früher oder später. Unter dieses Motto kann man die neue Lie to Me-Episode stellen. 

Nach der einwöchigen Pause kehrt Lie to Me mit einer weiteren starken Episode zurück. Außerdem wagt sich die Serie erneut erfolgreich auf das für sie bislang unwegsame Territorium der zwei Plots. Episoden mit zwei Fällen gehörten in den vorherigen Staffeln nicht unbedingt zu den stärksten der FOX-Serie. Kein Wunder eigentlich: Natürlich wird der Hauptplot der Woche immer von Cal Lightman (Tim Roth) bearbeitet und konzentriert dadurch den Zuschauerblick auf sich. Für den zweiten Fall der Woche bleibt wenig Luft zum Atmen.

Aufgrund der veränderten Situation – keine Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden mehr – und der fortgeschrittenen Verflechtung persönlicher Beziehungen innerhalb des Teams funktioniert The Canary’s Song mitsamt seinen zwei Fällen. Natürlich muss man zugeben, dass Cal die Verbindung zwischen beiden darstellt: In den ersten ist er persönlich involviert, und in den zweiten … auch. Rein körperlich ist er nicht dabei, aber seine Seele, auf einem Foto festgehalten, schon. Seine Gambler-Seele.

Lie to Me hat des Öfteren Einblicke in Cals Pokerleidenschaft geboten – Gesichter lesen, den Gegner lesen, Emotionen erfassen. Es scheint so, als würde Cal trotz Versprechen und Verboten weiterhin diesem Hobby nachgehen. Sein alter Nicht-Freund aus dem FBI bringt Gillian (Kelli Williams) Fotos von Cal bei einem illegalen Pokerspiel mit Mitgliedern des organisierten Verbrechens. Er droht Cal anzuzeigen, wenn er ihm nicht verrät, wo und wann das nächste Spiel stattfinden wird:

Das FBI ist an einem der Teilnehmer interessiert! Wieder einmal tut Gillian das, was sie in fast allen Episoden der neuen Staffel getan hat – sie nimmt Cal in Schutz und setzt sich für ihn ein.

Das ist auch nötig, denn die dritte Staffel gräbt immer tiefer hinein in die problematische Natur des Vertrauens und die noch problematischeren Folgen von Vertrauensbrüchen. Im Fall der sechs toten Bergarbeiter muss Cal immer tiefer unter die Erdoberfläche gehen – und unter die Oberfläche menschlicher Gefühle. Dort braucht sogar ein Lightman zusätzliches Licht!

Tim Roth mit einem Bergarbeiterhelm und eingeschaltetem Licht sieht nicht nur amüsant aus, sondern ist eine wandelnde Metapher des eigenen Problems. Wer Menschen ständig durchleuchtet, vergisst manchmal, das Licht auf sich selbst zu richten. Ein Funken hin und wieder genügt, um zu wissen, wie und ob man das Vertrauen anderer missbraucht. In einer Mine aber kann ein Funken schon zu viel sein.

Es gelingt Cal und Loker (Brendan Hines), das Netz aus Hass, Lügen und Schuldgefühlen zu entflechten, aber im Zuge dessen fliegen die Funken mehrmals, so dass Cal eine zerbrochene Flasche als Waffe einsetzen will und Eli einen Baseballschläger. Am Ende von The Canary’s Song sehen wir eine betrunkene Gillian: Zusammen mit Torres (Monica Raymund) hat sie die Whiskey-Flasche aus Cals Büro geleert – sie wünscht sich doch nur eines vom immer noch behelmten Cal: ein “Dankeschön”!

Die Szene zwischen den beiden gelingt den Schauspielern wunderbar und schafft einen runden Abschluss dieser Episode.

Zwei Fragen bleiben: Wie weit ist Cal mit seinem Buch? Und wieso sehen wir in letzter Zeit keine Emily und keine Wallowski?

Lie to Me: Double Blind (3×04)

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In dieser Lie to Me-Episode trifft Cal Lightman auf eine schöne Unbekannte, die ihm den Kopf zu verdrehen droht. Ob sich Lightman auf eine gefährliche Beziehung einlässt? 

Diese TV-Woche scheint dem blinden Fleck gewidmet zu sein, der einen Menschen daran hindert, die Wahrheit zu sehen. Ganz allgemein können wir als blinden Fleck unsere persönliche Beteiligung an einem Sachverhalt bezeichnen, die uns daran hindert, etwas als das zu erkennen, was es wirklich ist. Aber ist es so einfach?

In Double Blind bringt Cal Lightman das Spiel zwischen Täuschung und Wahrheit auf ein neues Level, aber nicht ohne fremde Hilfe. Diese bekommt er ausgerechnet von Tricia Helfer, die eine mysteriöse Unbekannte namens Naomi spielt.

Ich sage “ausgerechnet”, weil Tricia Helfer nach ihrer Battlestar Galactica-Rolle in verschiedenen Serien als Gaststar zu sehen war. Ob dies nun in der Absicht der Lie to Me-Autoren lag oder nicht: Tricia Helfers Präsenz in Double Blind funktioniert auf mehreren Ebenen. In Battlestar Galactica spielte sie verschiedene Persönlichkeiten, die eine komplexe Palette von Eigenschaften, Gefühlen und Emotionen mit sich ins Spiel brachten. Dieses Spiel warf Fragen nach Identitätskonzepten auf: danach, was wir als “echt” und “unecht” bezeichnen, was als Original und was als Kopie… Diese Rolle findet einen kleinen Widerhall in Double Blind.

Ein Museumsüberfall geht schief: die beiden Einbrecher werden angeschossen. Einer stirbt sofort. Rick, der andere, kämpft noch für eine Weile im Krankenhaus um sein Leben. Gespielt wird er von Seth Peterson – den TV-Zuschauern besser bekannt als Michael Westens kleiner Bruder Nate aus Burn Notice! Wir erinnern uns, dass Tricia Helfer in Burn Notice Clara darstellte, eine gnadenlose Gegnerin der beiden Brüder. Das intertextuelle Spiel geht weiter!

Im Krankenhaus trifft Cal Lightman (Tim Roth) auf die schöne Unbekannte (Tricia Helfer). Was hat die Lightman Group mit der Sache zu tun? Sie hatte vom Kurator des Museums den Auftrag erhalten, vor einer großen Ausstellung mit sehr teuren Exponaten das Personal zu überprüfen.

Der Kurator gibt nun Ria die Schuld an dem Vorfall, aber Cal nimmt sie vehement in Schutz und geht der Sache selbst nach. Eigentlich ist es ein heißes Spiel, das Naomi und Cal miteinander anfangen. Es kommt zu mehreren Lippen-an-Lippen-Begegnungen. Man hat den Eindruck, dass Cal den Kopf verliert, was er auch zugibt – aber im letzten Moment dreht er den Spieß um.

Naomis Ex-Freund wirft Cal vor: „You can’t see the world’s biggest liar.“ Nun, es ist schwer, die wahre Identität eines Menschen zu sehen, der Mimikry perfekt beherrscht. Etwa so, als wolle man die beiden Schmetterlingsarten Monarch Butterfly und Viceroy Butterfly auseinander halten, die Double Blind auch prompt erwähnt… Die eine Art ist giftig und die andere harmlos; letztere ahmt jedoch das Aussehen ihrer tödlichen Schwester nach, um sich die Feinde vom Leib zu halten.

Cal bewundert Naomis Inszenierung und auch ihr reizvolles “Gewand”. Es erweist sich, dass Naomi hinter dem Überfall steht – doch sie lässt den grünen Smaragd aus der Ausstellung im Dienste eines mehr oder weniger edlen Ziels entwenden.

Ist aber dieser Smaragd echt? Cal hindert Naomi nicht daran, zu fliehen – und teilt der empörten Gillian mit, dass er den Smaragd habe austauschen lassen. Also hat Naomi eine Kopie für das Original mitgenommen.

Cal hat die Mimikry-Meisterin mit ihren eigenen Waffen geschlagen. Warum bemerkt Naomi den Schwindel nicht sofort? Ist ihr eigener blinder Fleck dafür verantwortlich – Gefühle für Cal? Oder will sie gar dem Schwindel aufsitzen, um nach seiner Entdeckung zu Cal zurück kommen zu “müssen”?

Wird Naomi wieder auftauchen? Wo steckt Wallowski und was ist mit Cals Buch?

Lie to Me: Dirty Loyal (3×03)

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Lie to Me steckt Cal Lightman zwischen zwei Frauen und die Wahrheit. Zu wem wird er loyal sein?

Mit dieser Episode haben die Lie to Me-Autoren den absoluten Treffer gelandet. Nicht nur, weil sie die beste der bisherigen drei ist, sondern weil sie die Fragen der Fans beantwortet; darunter auch meine eigenen. In den ersten zwei Reviews zur neuen Season habe ich mich immer wieder gefragt, wieso Lightman (Tim Roth) plötzlich in so engem Kontakt zu Detective Wallowski steht und woher diese Nähe kommt?

Dirty Loyal besteht fast nur aus Szenen zwischen den beiden, die uns vermittelt, welch pure Leidenschaft und Chemie zwischen Lightman und Wallowski besteht. Foster hat Fotobeweise dafür, dass sie eine Menge Zeit miteinander verbringen, was Cal unter den Teppich der professionellen Zusammenarbeit kehrt. Warum aber hat Gillian (Kelli Williams) solche Fotos?

Sie sind ihr anscheinend von Internal Affairs ausgehändigt worden, denn Wallowski und ihr Partner werden unter die Lupe genommen. Das heißt: alle, mit denen sie in Verbindung stehen, werden unter die Lupe genommen. Es handelt sich um Beziehungen zu Straßengangs. Cal nimmt Wallowski in Schutz – und das auf so vehemente und manche Grenzen überschreitende Art und Weise, dass es zu einer genauso vehementen Auseinandersetzung mit Gillian führt.

Beide zeigen in dieser Episode, dass Loyalität unterschiedlich aussehen kann: Cal demonstriert, dass man zu jemandem auch dann stehen und ihr helfen kann, wenn die Person Fehler gemacht hat. Fosters Interpretation lautet etwas anders: Sie zeigt uns, dass es manchmal für die entsprechende Person eine leid-, gar schmerzvolle Erfahrung sein kann, wenn das Beste für sie getan wird…

Zwei Szenen zwischen Cal und Wallowski beschreiben am besten die Beziehung zwischen ihnen. Die erste: auf dem Schießstand, als man sieht, welche Anziehung zwischen den beiden herrscht. Die Szene besteht größtenteils aus extremen Close-Ups von den Gesichtern der beiden, die Millimeter von einander entfernt sind, aber es kommt zu keinem Kuss. Im Laufe der ganzen Episode nicht! Dafür zeigt man uns ihr blindes gegenseitiges Verständnis, als sie in Wallowskis Wohnung Wein trinken und plötzlich von Gangmitgliedern überfallen werden.

Der Ausdruck “blindes Verständnis” steht in engem Verhältnis zur metaphorischen Beschreibung, die diese Episode von sich selbst leistet. „Change Blindness“ – so wird der Zustand genannt, unter dem die Zeugin leidet, die gesehen haben will, wie Wallowski ein Gangmitglied erschoss. Man wird “blind” für Veränderungen im beobachteten Bild bzw. in der beobachteten Situation, wenn die Aufmerksamkeit kurz vom Beobachteten abgelenkt wird. Man sieht dann das, was man sehen will. Eli und Ria demonstrieren das sehr geschickt – ich habe mich tatsächlich gefragt, woher plötzlich der andere Mitarbeiter im Bild auftaucht!

Macht aber Cals Beziehung zu Wallowski ihn blind für ihre Fehler? Als Wallowski mit der Wahrheit herausrückt – dass nämlich ihr Partner der Vater eines Gangmitglieds ist und ihn die ganze Zeit aus Familienloyalität gedeckt hat -, trainiert er sie sogar, damit sie vor Internal Affairs (Anna Gunn in einer Gastrolle als Detectiv Jenkins!) und Cals Kollegen erfolgreich lügen kann. Sie wusste nämlich von der Verwandtschaft und ist ihrerseits loyal zu ihrem Partner gewesen…

Als Wallowskis Partner ebenfalls zu seiner Partnerin steht und leugnet, dass Wallowski von der Sache wusste, fragt man sich, was Foster tun wird. Denn sie weiß, dass alles gelogen ist. Mit dem Lügen-Training für Wallowski bringt Cal sie in eine unmögliche Situation: Wem soll Foster nun Loyalität zeigen – ihrem Partner oder der Wahrheit? Sie entscheidet sich für Cal. Aber ob sie es ihm verzeihen kann?

Lie to Me: The Royal We (3×02)

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Cal Lightman wird in dieser Lie to Me-Episode von zwei Teenagern in Bedrängnis gebracht. Der nächste Schritt ist kein leichter. 

„Let there be Lightman!“ Es scheint, als würden die Lie to Me-Autoren an dieser Prämisse festhalten. Daran ist auch nichts Schlimmes, denn wieder einmal spielt Tim Roth grandios. Ich frage mich trotzdem, was es mit Detective Wallowski und ihrer Nähe zu Cal auf sich hat… und auch, wie lange sich die Sache mit Eli (Brendan Hines) hinziehen soll?

Außerdem würde man sich natürlich wünschen, dass Gillian Foster (Kelli Williams) und Torres stärker in die Fälle eingebunden würden, als nur für ein paar Sekunden im Bild aufzutauchen, um von Cal überrumpelt zu werden. Vielleicht bin aber auch zu ungeduldig, und die Autoren werden mich demnächst eines Besseren belehren!

Zurück zu “Let there be Lightman!” und… Bohnen mit Toastbrot mitten in der Nacht. Am Anfang der Episode sehen wir Cal sich mit seinem neuen Buch herumplagen, bis er sogar nachts kocht und fast die Küche in Brand setzt. Obwohl Foster darauf besteht, dass Cal seine Tage dem Buch widmet, kann Cal es nicht lassen und zwingt eine Angestellte, sich in Fosters Computer zu hacken – damit er anhand der Einträge im Kalender herausfindet, welchen Job die Lightman Group angenommen hat!

Es handelt sich um einen Teenager-Schönheitswettbewerb, bei dem Cals Firma die Abschlussinterviews durchführen soll. Nun: dazu kommt es nicht, denn Cal platzt während der Proben herein – und stellt fest, dass manche Teilnehmerinnen größere Probleme haben, als nur ihren Auftritt perfekt vorzubereiten! Megan Gross (Adelaide Clemens) will gar nicht, dass ihr Auftritt perfekt ist. Den perfekten Auftritt will ihre Mutter (Katherine La Nasa), die mit der Tochter zu verschmelzen scheint und nur in der “wir”-Form redet. Cal findet heraus, dass Megan ein perfektes Schauspiel inszeniert, nur um ihre Mutter zu quälen: Sie weiß die Erwachsenen in ein böses Spiel zu verstricken, indem sie einen der Väter, Mr. Fletcher (Brent Sexton), der Misshandlung beschuldigt.

Vor Cal liegt das harte Stück Arbeit, Megan von ihrem Pfad der Selbstzerstörung abzubringen. Tatsächlich kann er am Ende ihren Selbstmord verhindern und dafür sorgen, dass sie den entscheidenden Schritt in der Beziehung zu ihrer dominanten Mutter macht: hinaus aus der Umklammerung – und bereit zu einem Neuanfang.

Welchen Schritt aber wird Eli tun? Sein Verhältnis zu Cal ist mehr als gespannt. Für uns sieht es so aus, als wäre das ständige Nörgeln an Eli Cals Art, ihn aus seiner Komfortzone, aus dem Büro hinauszutreiben und als Partner bei Fällen einzusetzen. Eli missversteht das jedoch als Versuch, ihn zu vertreiben – und hat sich deswegen bei Cals altem Arbeitgeber, dem Pentagon, um einen Job beworben.

Am Ende der Episode sehen wir Cal Lightman nicht nur Fußball in den Officeräumen spielen, sondern doch noch die ersten Sätze für sein Buch schreiben. Das geschieht vor allem dank Emily, deren Intelligenz das Sprichwort über den Apfel, der nicht weit vom Stamm fällt, bestätigt: Sie schreibt einfach das Vorwort – was natürlich ein Buch nach sich ziehen muss. Also beginnt Cal zu schreiben:

„Let me be clear. I understand very little, least of all about the people closest to me.“

Ich würde gern weiter lesen! Und ihr?

Lie to Me: In the Red (3×01)

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The Lightman Group steckt in Schwierigkeiten, aus welchen sie nur ihr Chef herausholen kann.

Als Ergebnis der Programmänderung bei FOX kommen die Zuschauer in diesem Jahr früher in den Genuss von Lie to Me. Die dritte Staffel sollte so etwas wie Neuanfang werden – und das merkt man. In the Red knüpft nicht an den Cliffhanger vom Finale der zweiten Staffel an, sondern stellt den Zuschauer vor bereits vollendete Tatsachen.

The Lightman Group hat nichts mehr mit dem FBI zu tun und ist auf sich allein gestellt.

Viele Fans haben sich gefragt, welchen Einfluss dies auf die Fälle und ihre Erzählung ausüben würde. Mein Eindruck: In the Red fühlt sich wirklich anders an als die Episoden der zweiten Staffel. Natürlich bleibt der Fokus auf Cal Lightman: wenn ein Schauspieler wie Tim Roth die Hauptrolle spielt, geht das ohnehin nicht anders. Aber: die fehlende Bindung an eine Behörde öffnet Türen für alle möglichen Verwicklungen – und für alle möglichen Herangehensweisen an einen Fall.

Sagen wir: es gibt jetzt niemanden mehr, der Cal hinterfragen und ihn auf Gesetze oder Zuständigkeiten hinweisen würde. Das könnte die bessere Lösung sein angesichts der Arbeit, die Lightman & Co. machen: sie beruht ja auf dem direkten, zwischenmenschlichen Kontakt.

Ganz verschwunden sind die Bindungen zur Exekutive übrigens nicht. Für Agent Reynolds betritt die Bühne Detective Sharon Wallowski (Gabriela Curnen), die wir in der letzten Staffel kennen gelernt haben, als sie in Cals Haus eine Menge Spray in die Augen bekam. Ich muss gestehen, dass mich ihr Auftritt in der Episode etwas verwirrt hat: sie scheint gute Beziehungen zu Cal zu pflegen, als würden sie einander blind verstehen, als hätten sie schon häufig zusammen gearbeitet. Habe ich etwas verpasst?

Auf jeden Fall schafft es Cal dank seiner großartigen Undercover-Leistung, den Job zu erledigen, will sagen: einen Banküberfall zu verhindern. Wie ist er überhaupt an den Job gekommen? Durch Zufall. Da Cal seinem Verleger ein neues Buch versprochen hat und die Deadline nicht einhalten kann, drohen der Firma finanzielle Konsequenzen. Sogar Gillian (Kelli Williams) mischt sich deswegen ein, worauf Cal sehr empfindlich reagiert: „The Lightman Group was built on my sweat. I don’t see anyone’s name on the front door, nor on the book jacket for that matter. You mess with my finances again, you and I are through. Now you are the language expert, you tell me. Do I mean that?“

Zur Beruhigung der Fans kommt es jedoch nicht zu größeren Auseinandersetzungen. Cal bewegt sich auch diesmal auf Messers Schneide, als er die Bankräuber während eines ganz normalen Bankbesuchs ausmacht und sich mit ihnen zusammentut, um den Überfall zu verhindern. Währenddessen scheint Eli (Brendan Hines) sich immer noch nicht sicher zu sein, ob er bei Lightman bleiben soll oder nicht. Sucht er tatsächlich nach einem neuen Job – oder ist die Therapie, in der er sich zurzeit befindet, für sein Benehmen verantwortlich?

Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass innerhalb kürzester Zeit ein weiteres Teammitglied verabschiedet werden soll. Was denkt ihr? Und wie gefällt euch die etwas abgewandelte Robin-Hood-Prämisse?

Lie to Me: Black and White (2×22)

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Lie to Me verabschiedet sich mit Opfern und mit einer Enthüllung seitens Emily, die Cal Lightman nicht viel Spaß bereitet. 

Vermutlich wurde das Lie to Me-Finale gedreht, bevor man wusste, dass Mekhi Phifers (FBI-Agent Reynolds) Vertrag aufgelöst wird. Denn anders kann man sich die Tatsache nicht erklären, warum Cliffhanger und Spannung in Black & White ausbleiben. Ich meine, die Episode ist nicht schlecht, aber ein Seasonfinale? Die Serie kann es definitiv besser, wie im Verlauf der zweiten Staffel klar unter Beweis gestellt wurde. Vor allem die letzten Episoden ab Mitte der Staffel werden dem Zuschauer im Gedächtnis bleiben.

Aber nicht dieses Finale, in dem Cal (Tim Roth) persönliche Verluste erfahren und das Erwachsenwerden von Emily verdauen muss. Cal findet die Leiche einer guten Bekannten von ihm, nachdem sie ihm eine Nachricht hinterlässt, dass sie seine Hilfe braucht. Sie ist eine Journalistin, die einen korrupten Politiker zu überführen versucht hat. Dieser Politiker ist gleichzeitig das Ziel einer FBI-Untersuchung und an diesem Punkt kommen sich das FBI und Cal in die Quere.

Cals Freundin sollte einen Mann (gespielt von Breaking Bads Giancarlo Esposito) treffen, der Beweise für den versuchten Auftragsmord an dem größten Gegner des Stadtrates hat. Am Ende erweist es sich, dass ausgerechnet dieser Gegner hinter allem steckt. Es ist trotzdem zu spät, denn im Zuge der Untersuchung wird Reynolds niedergeschossen. Ob er es überleben wird, weiß keiner.

Ich schätze, dass dieses Ereignis der große Knall im Finale werden sollte, aber durch die Ankündigung, Phifer sei in der dritten Staffel nicht mehr dabei, verpufft der Effekt. Denn jetzt interessiert keinen Zuschauer mehr, was mit ihm geschieht. Obwohl die Figur gut ins Team passte, bekam Phifer von den Autoren viel zu selten die Möglichkeit, etwas mehr als nur Mittel zum Zweck zu sein.

Tim Roth liefert wieder eine ausgezeichnete Performance im Finale, vor allem in der Szene, als er im Stil eines Ringrichters die beiden Verdächtigen einander gegenüberstellt. Trotzdem ist seine persönliche Involvierung in den Fall etwas zu kurz geraten, denn sein Kummer über die Journalistin/Freundin setzt eine engere Bindung mit ihr voraus, die er auch Foster gegenüber bestätigt. Aber es kommt für meinen Geschmack zu plötzlich und ist deshalb schwer für den Zuschauer, seine Betroffenheit nachzuvollziehen.

Dasselbe gilt für den Schock mit Emily und ihrem Freund, die Cal zu Hause erwischt. Man versucht zwar ein emotional bewegendes Thema aus der Sache mit dem Verlust der Jungfräulichkeit (laut Emily: zwei Freunde davor!) und Cals Reaktion darauf zu machen, aber wie so Einiges in diesem Finale wirkt es halbherzig.

Letztendlich ist es Kritik auf sehr hohem Niveau und zum Glück dauert es nicht lange, bis wir wissen, wie es mit Lightman & Co. weitergeht.