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Chuck: Chuch Versus the Bo (5×10)

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Chuck vs. the Bo beginnt ziemlich ruhig und wiegt den Zuschauer auf diese Art und Weise in der trügerischen Sicherheit, dass nach den turbulenten letzten Episoden ein glücklicher Ausklang der Geschichte bevorsteht. An einem bestimmten Punkt der Episode sah ich mich schon schreiben, dass Chuck seinen Lauf mit einer der letzten drei Episoden hätte beenden sollen… Doch dann kam Bo Derek! Spaß beiseite: Alle drei Ereignisse der Episode funktionieren in meinen Augen.

Chuck gehört zwar nicht zu den Serien, die mit Stringenz oder konsequenter Aufnahme vergangener Handlungsstränge glänzen, aber nachdem man am Anfang der fünften Staffel der Geschichte mit dem Morgan-Intersect so viel Platz eingeräumt hatte, ist es durchaus sinnvoll, zu den Effekten dieses Ereignisses zurückzukehren. Im Grunde sucht der Intersect-Morgan den Buy-More-Morgan heim – mit Hilfe eines Ed-Hardy-iPhones, mit dem eine Videobotschaft aufgenommen wurde. Die erreicht Chuck (Zachary Levi) und Sarah (Yvonne Strahovski) just dann, als sie Carmichael Industries in eine kugelfreie Firma verwandeln wollen, die sich mit Anti-Cyber-Terrorismus beschäftigt.

Nun müssen sie erfahren, dass es da draußen noch eine Intersect-Brille gibt. Also „last mission“… Sorry, das darf man eigentlich nicht sagen! Alle nehmen die Fährte des alternativen Morgan auf und versuchen die Ereignisse zu rekonstruieren, die sich für Morgan (und Chuck) als Erfüllung eines Jugendtraums erweisen. Sie involvieren nämlich… Bo Derek, die anscheinend damals eine wilde Nacht mit Morgan verbracht hat! Sehr amüsant ist Chucks Reaktion auf das Ganze – und noch amüsanter Sarahs, die sich wiederholt über Chucks Jugendschwärmerei lustig macht.

Aber: In Bo Derek steckt mehr, als man gedacht hätte. Sie war schon immer ein Spy! Nun, das erklärt vermutlich die Goldene-Himbeere-Nominierungen. Auch Jeffrey und Lester halten hartnäckig an der Aussage fest, dass nicht alles so ist, wie es zu sein scheint. Mir gefiel der Und-täglich-grüßt-das-Murmeltier-(bzw. Geier)-Plot, als Casey (Adam Baldwin) mehrmals die Erinnerungen der beiden an die letzten 24 Stunden auslöscht und sie in einem verunglückten Auto am Straßenrand platziert. Im Memento-Style schafft es Jeffrey, bei der Geschichte zu bleiben und die fehlenden Erinnerungen zu rekonstruieren. Eigentlich ist der Höhepunkt der Episode auch eine Art Und-täglich-grüßt-Story hinsichtlich des Intersects. Wir erfahren, dass Ex-CIA-Agent Nicholas Quinn, für den die Brille ursprünglich gedacht war, die ganze Zeit über auf der Suche danach war und sie jetzt unbedingt haben will.

Da Intersect-Morgan die Brille damals im Vail Buy More versteckte, kann das Team sie sichern, aber als alles vorbei zu sein scheint, wird Chuck von Quinn entführt – und anschließend werden Casey und Sarah in eine tödliche Falle gelockt. So sieht sich Sarah gezwungen, die Brille aufzusetzen und… An die möglichen Auswirkungen mag ich im Moment gar nicht denken. Eins kann ich mit Sicherheit sagen: Als Kampfmaschine war Sarah immer schon awesome, und mit Intersect bewegt sie sich im Bereich Double Rainbow! Ich hoffe, die Autoren haben eine gute Lösung für das Ende parat und verstricken sich nicht wieder kurz vor dem Schluss in unnötiges Drama.

Chuck: Chuck Versus the Kept Man (5×09)

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Chuck Versus the Kept Man kehrt zwar zum „business as usual“ zurück, aber nach dieser Episode wird nichts mehr so sein wie vorher. Zumindest nicht im Buy More – und vor allem nicht für Jeff und Lester… Aber dazu kommen wir gleich. Während die letzten zwei Episoden Chuck und Sarah mit der Vergangenheit abrechnen ließen und einen Ausblick in eine mögliche Zukunft boten – gesetzt den Fall, dass die Figuren nach Beenden der Serie in den Köpfen der Chuck-Fans weiterleben -, befasst sich die vorliegende Episode vorwiegend mit einer möglichen Zukunft für John Casey. Natürlich wird er in Alex‘ Nähe bleiben, aber vielleicht nicht allein?

Denn Gertrude Verbanski (Carrie-Anne Moss) betritt erneut die Bühne und hat sogar einen Auftrag für das Team, für das Chuck in harter Arbeit ein eigenes Manifest verfasst. Carmichael Industries soll den Kunden nicht nur Spionagedienste, sondern auch emotionale Unterstützung anbieten: Mitgefühl, Empathie. Nun, letztendlich sind Chucks Gedanken eine längst fällige Beschreibung dessen, was das Team tut. Doch während Chuck (Zachary Levi) Andere über Mitgefühl und Emotion belehrt, übersieht er, was vor seiner eigenen Nase passiert. Denn Sarah (Yvonne Strahovski) leidet anscheinend unter morgendlicher Übelkeit – und auch ‚emotionale Signale‘ (wie Casey später Chuck gegenüber betont) lassen auf eine Schwangerschaft schließen.

An dieser Stelle wird es, wie ich finde, ein bisschen heikel; man spürt, wie die Autoren mit dem Gedanken spielen, von Sarah und Chuck als werdende Eltern Abschied zu nehmen. Aber ich denke, man sollte diese Sache der Imagination der Fans überlassen, anstatt das Ende der letzten Staffel mit Ereignissen zu überladen! Trotzdem ist Yvonne Strahovskis bravouröse Situationskomik angesichts dieser Möglichkeit durchaus amüsant. Hervorheben kann man ihre Reaktion auf Chucks Aufzählung, was sie zum Abendessen im Restaurant bestellen will, und die Beschreibung von Verbanskis und Caseys „kleinem“ Intermezzo, dessen Zeugin Sarah kurz wird: „Everything. It’s all wrong.“

Ja, es läuft Einiges falsch in dieser Episode. Im Grunde ist jeder auf der richtigen und doch falschen Spur – und umgekehrt, sowohl die Schwangerschaft betreffend als auch die Beziehung zwischen Casey und Gertrude und den damit verbundenen Auftrag… und Jeffsters Versuch, die Wahrheit hinter Chuck & Co. herauszufinden. Morgan (Joshua Gomez) sieht sich gezwungen, das Duo auf die falsche Spur zu schicken: nämlich hinter  Captain Awesome her, der für ein paar Szenen den (Awesome)-Spion spielen darf. Aber auch Lesters Undercover-Verkleidung kann man nur als awesome bezeichnen, genauso wie Caseys neuen blauen Cashmere-Pullover, den ihm Gertrude schenkt. Casey scheint zu etlichen Kompromissen bereit zu sein, wenn es um Gertrude geht…

Während der Deal mit Verbanski das Team von einer Falle in die nächste laufen lässt, lässt Gertrude bei jeder Gelegenheit die Hüllen fallen. Aber John Casey in einem roten Badeslip? In dieser Episode präsentiert man Casey definitiv nicht nur in ungewöhnlicher Bekleidung, sondern konfrontiert ihn auch mit ungewöhnlichen Sätzen – zum Beispiel mit dem neuen Motto von Carmichael Industries:  „I care“. „If you use the word ‘care’, I’m going to take this glass, shove it down your throat, and punch you in the stomach so it shatters.” Ob es nicht nur ein Kind für Chuck und Sarah, sondern auch eine Zukunft für Casey und Gertrude gibt? Übrigens: Unter den möglichen Vornamen, die Sarah ausgewählt hat, ist auch Levi zu sehen.

Netter Seitenhieb auf ihren Schauspielkollegen. Bei so vielen Emotionen und falschen Spuren schafft es die Serie am Ende sogar noch, aus dem B-Plot der Woche einen möglichen A-Plot zu machen: Jeff und Lester finden tatsächlich die Wahrheit über das Castle und ihre Freunde heraus, so dass Morgan beide betäuben muss. Was nach dem Aufwachen passieren wird, kann man nur ahnen… und sich auf nächste Woche freuen, denn die NBC-Serie hat scheinbar den Dreh gefunden, ihren Fans mit den letzten Episoden einen wirklich netten Abschied zu bereiten.

Chuck: Chuck Versus the Baby (5×08)

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Es sieht bei der NBC-Serie wirklich danach aus, als versuchten die Autoren lose Enden zusammenzuführen – und vor allem Licht auf die letzten Schattenseiten der Vergangenheit unserer Protagonisten zu werfen. Wer eignet sich besser für eine wilde Fahrt in die Vergangenheit als Sarah Walker ([actor=Yvonne Strahovski]), für die es seit Beginn der fünften und letzten Staffel nicht wirklich viel zu tun gab, so dass die Fans immer wieder forderten, sie ins Zentrum eines Handlungsstrangs zu stellen?

Um die Weihnachtszeit herum werden bekanntlich Wünsche erfüllt; und so lieferten die Chuck-Autoren eine wirkliche spannende und emotionale Episode, die nicht nur den Vorhang vor Sarahs Leben zur Seite schiebt, sondern sie den letzten Schritt ihrer persönlichen Reise machen lässt. Mit Hilfe von Rückblenden begleiten wir Sarah zu einem vergangenen Zeitpunkt: zu einer Mission in Ungarn, die sie als junge Agentin unter der Aufsicht eines gewissen Agent Ryker ausführen musste. Lustigerweise wird Ryker von White Collars Tim DeKay gespielt.

Diese Tatsache schafft eine meta-serielle Verbindung, da Tim DeKays Partner in White Collar von Matthew Bomer verkörpert wird, der wiederum in Chuck Sarahs Partner und Liebhaber Bruce Larkin spielte! Jedenfalls liefern sich Ryker und Sarah in dieser Episode einen gnadenlosen Kampf – der damals in Ungarn anfing, als Sarah im “Shoot ‘Em Up”-Style ein „package“ sichern musste. Es handelte sich um ein Baby, ein kleines Mädchen, das laut Ryker als Alleinerbin der Schlüssel zum Reichtum ihrer Familie war. Den wollte Ryker für sich, aber Sarah versteckte das Kind vor ihm – bei ihrer Mutter. Dafür bezahlte sie einen hohen Preis: Sie nahm Abschied von ihrer Mutter – für immer, um sie und das Baby in Sicherheit zu wissen. Sarah blieb allein auf der Welt, und so lernten wir sie damals kennen.

Die Serie demonstriert mit dieser Episode die Entwicklung, die Sarah durchgemacht hat, seit sie durch die Tür des Buy More kam. Auch am Anfang dieser Episode handelt sie wie die alte Sarah, die ihre Geheimnisse niemandem anvertrauen will… um dieses Mal eines Besseren belehrt zu werden. Denn sie ist nicht mehr allein. Sie hat Chuck und ihre Freunde. Diese Tatsache wird auch Ryker zum Verhängnis: Nach einem brutalen Zweikampf rammt ihm Sarah das Küchenmesser in die Brust. Zwar ist die Szene für Chucks Verhältnisse heftig, aber sie gleicht einem Befreiungsschlag, einer emotionalen Entladung für Sarah: Sie darf ihre Mutter wiedersehen (gespielt von Cheryl Lads aus dem Original- Charlie’s Angels) – und auch ihre Adoptivschwester Molly. Dank Ellies und Awesomes Einsatz finden auch Alex und Morgan zueinander, und bei den Bartowskis sieht alles nach einem Happy-End aus. Eigentlich könnte diese Episode als Serienfinale dienen… Ich frage mich also, was vor dem Ende noch auf Chuck & Co. zukommen mag! Was denkt ihr?

Chuck: Chuck Versus the Santa Suit (5×07)

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Wir dürfen getrost behaupten, dass die NBC-Serie ihren Fans ein wirklich schönes Weihnachtsfest beschert hat mit den zwei bisher besten Episoden dieser allerletzten Staffel. Damit meine ich Chuck Versus the Santa Suit und Chuck Versus the Baby. (Review kommt morgen gegen Mittag!) Wenn man von der Forderung nach objektiver Kritik absieht, die meiner Meinung nach nicht existieren kann, dann gibt es für alle Serien einen bestimmten Blickwinkel, von dem aus man die Serie rezipiert und sich für begeistert.

Bei Chuck hat dieser Blickwinkel nicht so sehr mit der Logik der Story und den Wendungen zu tun, die sie nimmt, sondern mit der Situationskomik und damit, wie die emotionalen Beziehungen zwischen den Figuren auf uns wirken.  Aus diesem Grund bleiben die Erinnerungen an die dritte Staffel frisch, in der sich die Chuck-Fans mit einem gewissen Daniel Shaw (Brandon Routh) herumzuquälen hatten, der der Beziehung zwischen Sarah (Yvonne Strahovski) und Chuck (Zachary Levi) im Weg stand. Nicht nur Rouths etwas steife Darstellung Shaws sorgte damals für Ärger, sondern die Entscheidung der Autoren, den glücklichen Ausgang der Chuck-Sarah-Story noch einmal zu verzögern.

Denn im Grunde geht es uns in einer Serie wie Chuck ja darum, die geliebten Figuren glücklich in den Sonnenuntergang ziehen zu sehen! Eigentlich jedoch war die Geschichte mit Shaw damals – ausgehend von den Ereignissen dieser und der achten Episode – der entscheidende Schritt, vor allem, was Sarahs persönliche Geschichte betrifft. Aus diesem Grund schließt sich jetzt der Kreis, der mehr auf Gefühlen basiert als auf dem verwickelten Aufbau mehrerer Handlungsstränge. Obwohl die Chuck-Autoren Shaws Rückkehr geschickt einsetzen, um uns einen Gesamtplan zu präsentieren: in meinen Augen mit Erfolg! Denn Shaws Rachefeldzug macht Chuck zum Zentrum der Ereignisse: Es geht um Gefühle und Emotionen, anstatt dass Verschwörungshintergründe wie Weltherrschaft, geheime Organisationen etc. entlarvt würden.

Hinter Decker, dem Omen und der gesamten Verschwörung nämlich steckt Daniel Shaw, der Mann, dem Sarah nach seinem Empfinden zweimal das Herz brach. Nach Shaws Flucht aus dem Hochsicherheitsgefängnis – dank dem Omen-Virus – taucht er im Castle auf und nimmt Sarah gefangen. Aber nicht, bevor sich die  beiden einen erbitterten Kampf geliefert haben. In dieser Episode verpasst Shaw Sarah mehrmals eine Tracht Prügel – er ist immerhin Intersect 2.0! – und will sie mit langsamem Einfrieren zu Tode foltern. Eigentlich ungewöhnlich für die Serie, sich auf so „dunkle“ Pfade zu begeben; aber wenn wir bedenken, was Sarah Shaw seines Erachtens angetan hat, und das Ganze außerdem aus einem metaphorischen Blickwinkel betrachten, können wir uns die „eisige“ Vorgehensweise erklären.

Sarah tötete Shaws Frau, entschied sich dann für Chuck – und Shaw blieb nichts anderes als Kälte. Mit der also operiert er jetzt, und Casey, Chuck und Morgan versuchen ihn zunächst vergeblich zu stoppen. Chuck jedoch hat einen Plan, wie Sarah insgeheim hofft. Er basiert auf dem Verständnis dessen, was Shaw wirklich vorhat, nämlich sich zum Intersect 3.0 zu „upgraden“. Um Sarah zu retten, muss Chuck nicht nur Santas Kostüm anziehen, sondern auch General Beckman leidenschaftlich küssen: „Pucker up, Bartowski. You’re about to become a man.“ Sarahs Reaktion auf diese „News“ am Ende der Episode: einmalig – so wie die Szene mit Chuck und Beckman selbst!

Und wie die Enthüllung, dass Marvel-Comics-Autor Stan “The Man” Lee eigentlich für die CIA arbeitet. Außerdem gefiel es mir, dass die Autoren Ellie den letzten Schlag ausführen lassen, der Shaw wieder hinter Gitter schickt: denn letztendlich tötete er ja ihren Vater. Chuck Versus the Santa Suit gleicht einer emotionalen Entladung, die die Serie nötig hatte. Am Ende genießt man ein dank Beckman von der CIA gesponsortes, perfektes Weihnachtsfest und damit einen Happy-End-Höhepunkt, an dem Casey Alex explizit (!) seine väterliche Liebe beteuert und ihr sogar nahe legt, Morgan eine zweite Chance zu geben. Nicht alle freilich haben ihre Vergangenheit ins Reine gebracht, denn Sarah hütet noch immer ein großes Geheimnis, das keiner der ihr nahe Stehenden kennt. Dafür kennt es Shaw…

Chuck: Chuck Versus the Curse (5×06)

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Wenn ich ganz ehrlich sein muss, hätte ich mir gewünscht, dass die Flucht vor dem Gesetz für Chuck & Co. etwas länger dauern möge als nur eine Episode. Wie man in Chuck vs. the Curse gut beobachten kann, liefert eine solche Konstellation eine Menge Beziehungsdramatik und hat amüsante Nebenwirkungen. Wer wollte nicht General Beckmann und Casey (Adam Baldwin) zusammen aus der Flasche trinken und im Untergrund Pläne schmieden sehen? General Beckmanns Anmerkung über die alten Zeiten am Ende passt ziemlich gut zur Episode.

Obwohl ich gestehen muss, dass Chucks Rückfall in alte Familienparanoia und das so genannte Bartowski-Curse-Gefühl auf mich nicht annähernd so interessant wirkten wie das Awesome-Ellie-Date… Als Problem kann man die Tatsache sehen, dass die NBC-Serie sehr schnell alles wieder zur Normalität zurückdreht – praktisch ohne nennenswerte Auswirkungen für die Protagonisten. Andererseits ist dies eben die letzte Staffel, und man hat nicht mehr viel Zeit, um große Storys zu flechten und den Kontext, in dem sich die Figuren befinden, dauerhaft zu verändern. Obwohl: das Internet auszuradieren, wäre doch nicht nichts, oder?

Zu diesem Zustand kommt es, nachdem Rebecca Romijn, Gastdarstellerin der Woche, ihren Job als CIA-Agentin Robin Cunnings und Deckers Ersatz ziemlich gut gemacht und Chuck (Zachary Levi) dazu bewegt hat, ihr das als The Omen bekannte Virus auszuhändigen. In der Mitte der Ereignisse stecken die unfreiwilligen Spione Awesome (Ryan McPartlin) und Ellie (Sarah Lancaster) in einem Remake des Films Date Night. Zum ersten Mal nach der Geburt ihrer Tochter gehen die beiden aus und versuchen daraus ein unvergessliches Ereignis zu machen. Das gelingt auch – nur nicht nach dem Plan, den beide geschmiedet hatten. Da wir in dieser Staffel von Ellie und Awesome – vor allem von Ellie – relativ wenig zu sehen bekamen, finde ich die Idee sehr gut, ausgerechnet diese beiden in Chucks und Sarahs Rollen schlüpfen zu lassen.

Warum aber wollen sie das eigentlich? Weil Ellie und Devon den besonderen Kick in ihrer Beziehung spüren wollen, Spannung und Erregung. Mindestens stellen sich die beiden das so vor… Als guten Kontrast dazu sehen wir Chucks Zweifel und das Zerwürfnis mit Sarah, während das Team versucht… nun: Awesome und Ellie zu befreien. Ja, im Laufe ihres heißen Spy-Dates geraten die beiden mitten hinein in General Beckmanns Operation Eagle Eye – und als Familie Bartowski, als welche sie sich ausgeben, auf Agent Robins Radar. Flucht und Freiheit wechseln ab diesem Zeitpunkt in Sekundenschnelle. Robin schafft es, Ellie und Awesome gefangen zu nehmen und Chuck damit zu einer problematischen Entscheidung zu zwingen.

Hinter dem Rücken von seiner Ehefrau und Casey begibt er sich in die Falle und händigt Robin The Omen aus. Also heißt es für Awesome Hemd runter und für Ellie Haare auf, so dass die beiden zum wiederholten Mal in Robins Händen landen. Dank Sarah und Casey gilt schließlich: Ende gut, alles gut – aber das Virus scheint sich blitzschnell auszubreiten, und Unheil zieht auf. Dabei weiß Chuck immer noch nicht, wer nun eigentlich hinter der ganzen Geschichte steckt…

Chuck: Chuck Versus the Hack Off (5×05)

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Nach einem durchwachsenen Staffelstart nimmt die NBC-Serie Fahrt auf und liefert eine sehr amüsante Episode ab, die sich um… Casey (Adam Baldwin) dreht. Eigentlich kann es ja gar nicht anders sein, wenn er im Mittelpunkt steht. Aber dieses Mal geschieht es indirekt. Alles dreht sich zwar um ihn, aber als Objekt der… Begierde! Ja, Gertrude Verbanski darf wieder die Bühne betreten und sogar über Gefühle reden. Bevor wir aber zu dem Teil mit dem „Entblößen“ kommen, müssen wir über die Buy-More-Situation sprechen.

Da Lester im Gefängnis sitzt, können Morgan und Jeff den faden Beigeschmack loswerden und versuchen ihn zu bekehren. Das heißt: Lester soll versprechen, nie wieder einen Anschlag auf Jeffs Leben zu verüben. Aber Lester bleibt standhaft – und dadurch in Caseys Gesellschaft. Richtig gehört: Die beiden sitzen im selben Gefängnis, aber wie sich herausstellt, sind ihre Rollen spiegelverkehrt. Während Casey große Probleme mit den arischen Brüdern hat und in Lebensgefahr schwebt, ist Lester unantastbar und kann ihn unter seiner Fittiche nehmen. Denn schließlich will keiner im Gefängnis auf Internetzugang und Kabelfernsehen verzichten! In einer Sache sind sich aber Casey und Lester einig, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen: Sie wollen nicht fliehen bzw. befreit werden.

Casey zu Chuck (Zachary Levi) und Sarah (Yvonne Strahovski): I don’t run from the law. I AM the law. Damit die beiden also in ihr „normales“ Leben zurückgeholt werden können, müssen ein Better-Casey und ein Better-Lester her. Morgan: Imagine David Beckham. Lester is a shorter, more feminine version of his wife. Morgan und Jeff bezahlen (mit dem neuen iPad) ein indisches Model namens Abed (gespielt von Communitys Danny Pudi), um Lester eifersüchtig zu machen und weich zu klopfen, was letztendlich funktioniert. Genauso gut funktioniert der kurze Auftritt von Communitys Yvette Nicole Brown, die eine auf Abed scharfe Buy-More-Mitarbeiterin spielt. Caseys Befreiung läuft nicht so einfach, und für Chuck und Sarah ist sie mit einem kleinen existenziellen Fragezeichen verbunden: To be (Spy) or not to be?

Nachdem Decker gegen einen Gefallen Caseys Freiheit anbietet, sehen sie sich gezwungen, den Auftrag anzunehmen. Sie müssen ein Computervirus sicherstellen und Decker übergeben. Schwer, wenn ein Teammitglied fehlt. Obwohl: Casey erlebt im Gefängnis einen Besuch der angenehmen Art. Nach einem kleinen Intermezzo mit Gertrud in der Abstellkammer kann er sie überzeugen, seinen Freunden zu helfen, sozusagen seinen Platz einzunehmen. Sarah und Gertrude (Carrie-Anne Moss) zusammen im Kick-Ass-Einsatz, dabei über Gefühle sprechend – awesome! Das „neue“ Team begibt sich jedoch auf gefährliches Territorium. Eigentlich gefährlicher für NBC als für die Chuck-Protagonisten. Denn der Hacker, der das Virus besitzt, versteckt sich in einem streng bewachten FKK-Camp. Also runter mit den Klamotten – und eine Menge Arbeit für die Bildbearbeiter.

Damit sie überhaupt an Colin Davis (Eric Lange), den Virusbesitzer, herankommen, muss Chuck zu Hacker-Chuck aus College-Zeiten zurückkehren, was ihm eine Menge Spaß bereitet. Angeblich – laut Morgan – basiert die Geschichte der Hauptfigur aus Swordfish auf Chucks Leben. Diese kleine Odyssee in die Vergangenheit wirft die Frage auf, ob Chuck und Sarah vielleicht doch nicht aus dem Spionagegeschäft aussteigen – was bei Sarah definitiv nicht auf fruchtbaren Boden fällt! Aber für solche Abweichungen ist keine Zeit, denn Decker lässt die beiden in die nächste Falle laufen. Nicht gerechnet hat er allerdings mit Gertrudes Gefühlen für Casey. Sie jagt einfach Decker in die Luft und befreit Casey mit Morgans Hilfe aus dem Gefängnis. Das bedeutet für alle, dass sie nun auf der Flucht vor der Regierung sind… und vor allem vor Deckers Boss, wer auch immer das sein sollte. Ob wir die- oder denjenige/n kennen? Denn es klingt nach einer persönlichen Geschichte…

Chuck: Chuck Versus The Hack Off (5×04)

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Haben wir wirklich lange Zeit keine solche Chuck-Episode mehr gesehen, wo so viel passiert und so gut wie alle Figuren am Geschehen teilnehmen – oder bilde ich mir das nur ein? Gut, Verbanski bekommen wir nicht zu sehen, aber dafür darf eine andere Gastdarstellerin die Bühne betreten: Catherine Dent, die man aus The Shield kennt. Bevor ich euch spoilere, in welcher Rolle sie auftritt, wollen wir uns damit auseinandersetzen, welcher Star-Wars-Film der beste war.

Als Chuck (Zachari Levi) Morgan (Joshua Gomez) am Anfang der Episode vor einer Autobombe gerettet und General Beckman eine Anti-Intersect-Brille vorbeigebracht hat und Morgans Kopf wieder frei ist, scheint alles vorbei zu sein. Denkt man. Aber Decker hat mit dem Anschlag auf The Bearded Bandit einen Profi namens The Viper beauftragt, der vor allem durch seine Hartnäckigkeit beim Erfüllen von Aufträgen berüchtigt ist. Übrigens: Morgans kurze Sternefang-Einlagen, noch mit dem Intersect im Kopf, waren schön orchestrierte Sequenzen, die besonders mit Caseys und Beckmans Grimassen an der Seitenlinie glänzten.

Da Morgan sich im Castle-Lockdown befindet, muss Chuck undercover als Morgan auftreten. Begleitet von Sarah, geht er zum alljährlichen, landesweiten Treffen der Buy Morons. Nur die Crème de la crème der Buy-More-Läden ist eingeladen: die besten Verkäufer – das Ganze läuft ja unter dem Motto Buy More National Salesperson of the Year! Dieser „berufliche“ Ausflug gibt Sarah (Yvonne Strahovski) und Chuck die Möglichkeit – das glauben die beiden zumindest -, ihren eigenen Griff nach den Sternen zu üben, nach dem kleinen Haus mit dem weißen Zaun. So setzt die Serie ihre Beschäftigung mit dem „What if“-Thema um Chuck und Sarah fort: Wie wäre es, wenn die beiden ein normales Pärchen wären, das normale Freunde hat und ein normales Leben führt? Sarah lernt Jane (Catherine Dent) kennen, und alles deutet auf den Beginn einer Freundschaft hin, bis…

Das Spielchen mit der Suche nach The Viper funktioniert für mich dadurch, dass sich Sarah tatsächlich eine Freundin außerhalb ihres „Jobs“ wünscht. Nicht weil die wahre Identität des Auftragsmörders uns extrem überrascht, sondern weil Sarah die Möglichkeit bekommt, eine andere Seite ihrer Persönlichkeit auszuleben – wenn auch nur für kurze Zeit und im Rahmen eines Auftrags. Im Castle lebt Casey (Adam Baldwin) seine Wut auf Morgan aus, indem er ihn… spoilert. Da Chuck Morgan eine Star-Wars-Filmsession verordnet, um ihn wiederherzustellen nutzt Casey die Gelegenheit, um die ultimative Nerd-Rache auszuüben.

Währenddessen versetzt der „neue“ Jeff, der Tee trinkt und Bücher liest, alle Mitarbeiter in Erstaunen – und Lester in einen unzurechnungsfähigen Zustand. Lester versucht, den „alten“ Jeff mit Hilfe von Autoabgasen zurückzubringen, aber er endet in Handschellen und mit einer Anklage wegen versuchten Mordes am Hals. Damit ist Jeffs Veränderung ein „game changer“ fürs Buy More, oder? Er liest ja nicht nur Bücher, sondern auch andere Menschen und kann Awesome den Gefallen zurückzahlen, indem er ihn darauf aufmerksam macht, was mit Ellie nicht stimmt. Ich frage mich aber, was unser Darth Vader Decker im Schilde führt. Warum gab er The Viper den Befehl, alle bis auf Chuck und Sarah zu töten? Hat Casey jemals so viele Leute auf einen Schlag erschossen? Während Sarah vor versammelter Mannschaft einen Toast auf die Freundschaft ausbringt, taucht Decker höchstpersönlich mit seinen Leuten auf, um Casey wegen Mordes zu verhaften. Diese Episode steckt nicht nur voller amüsanter Momente, sondern sie hinterlässt uns mit mehreren Fragezeichen der positiven Art. Gut so!

Chuck: Chuck vs. the Frosted Tips (5×03)

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Chuck hat immer gute Episoden abgeliefert, wenn die Action und die Slapstick-Situationen ihre Kraft aus der Spannung zwischen den Missionen und dem Privatleben der Protagonisten schöpften: aus ihrem romantischen Leben oder aber einer Freundschaft. In Episoden wie Chuck vs. the Frosted Tips ist es eigentlich egal, welches handlungsübergreifende Schema die Autoren verfolgen, denn solche Episoden sind an sich unterhaltend genug. So sollte die NBC-Serie ihren Schwanengesang gestalten: indem sie sich auf ihre „alten“ Stärken besinnt, anstatt sich in allzu „ernsthafte“ Stories zu verstricken. Und wie wir schon in den Reviews zu den vorherigen zwei Episoden besprachen, gehört zu diesen Stärken Caseys „emotionale“ Verwicklung ins Geschehen!

Diese Episode lässt auf jeden Fall Kritiker der Morgan-Erzählung wie mich so richtig blöd dastehen, denn mit einem Schwung wird mit den Dark-Side-Spielereien aufgeräumt – und dafür eine für Chucks Verhältnisse durchaus nachvollziehbare Erklärung nachgereicht. Das Intersect wurde absichtlich mit einer Fehlfunktion „geliefert“, auf dass Chuck auf die dunkle Seite wechseln bzw. nach und nach seine Persönlichkeit zerstört würde. Es war Morgans Pech und Chucks Glück, dass Morgan die Brille aufsetzte. Das heißt aber nicht, dass sich die Probleme verringern, vor welchen das Team am Anfang der Episode steht.

Durch Morgans Einstellung bei Verbanski kreiert man amüsante Dynamik, da der „Kampf“ mit dem Gegner sowohl Casey (Adam Baldwin) als auch Chuck (Zachary Levi) nicht nur beruflich, sondern auch privat betrifft: Casey wegen der romantischen Spannung zwischen ihm und Gertrude, Chuck wegen der freundschaftlichen solchen zwischen ihm und Morgan (Joshua Gomez). Sarah (Yvonne Strahovski) gerät in die Rolle der Vermittlerin, die aufpasst, dass nicht alles komplett aus den Fugen gerät: Schließlich weiß sie am besten, was passieren kann, wenn man Privates und Arbeit durcheinander bringt.

Solche Vermischungen führen meistens zu einer Explosion. Und die erleben wir auch hier – buchstäblich, am Ende der Episode. Aber bevor wir dort anlangen, kommt das Vorspiel… das man, wie uns die Flirt-Kampf-Szene zwischen Gertrud (Carrie-Anne Moss) und John zeigt, durchaus genießen darf! Gut, man kann natürlich die ganze Dramatik um den Freundschaftsbruch zwischen Chuck und Morgan nicht wirklich ernst nehmen, aber sie ist auch nicht ernst gemeint; und Morgans „bad ass“-Witze mit passender Musikuntermalung – vor allem der Buy More-Auftritt – sind diese Woche durchaus amüsant.

Nicht nur Morgan erfährt ein Makeover: Die Buy More-Nebenerzählungen sind zwar nicht mehr das, was sie mal waren, aber die Serie schafft es nach wie vor, die nötigen kleinen Verbindungen zum Hauptplot aufzubauen. Ausgerechnet mit Jeff (Scott Krinsky) geschieht etwas Schicksalsträchtiges. Captain Awesome überzeugt ihn, sein Leben zu ändern – und damit auch seine Arbeitshaltung. Ganz egal, wie ihm dieses Kunststück gelungen sein mag – er ist eben Awesome -, wir sehen einen „neu geborenen“ Jeff. Morgans Wiedererlangung seines Selbst mit Hilfe einer alten Schulgeschichte, die Chuck erzählt, kann man hingegen nicht als Wiedergeburt bezeichnen.

Aber trotzdem war es am Ende schön, Morgan mit seinem Star-Wars-Kissen an Chucks und Sarahs Tür klopfen zu sehen, nachdem Casey ihn rausgeschmissen hatte. Denn Casey kann ja nicht so schnell verzeihen, was Morgan Alex antat, als er früher in der Episode mit ihr Schluss machte! Übrigens: Zusätzlich zur schon erwarteten Matrix-Referenz in der Szene, als Morgan den Betäubungspfeilen ausweicht, bekommen wir zu sehen, was Verbanski (The Matrix Lady Carrie-Anne Moss) und Casey gemeinsam haben: das eingerahmte Reagan-Bild. Unter Anderem. Bleibt abzuwarten, wie das erste Date verläuft… und welche Rolle Verbanski im Kampf gegen Decker oder weitere mysteriöse Drahtzieher spielen wird!

Chuck: Chuck vs. the Bearded Bandit (5×02)

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Willkommen beim Zerfall des Bartowski-Teams und bei reichlich emotionalem Hin und Her zwischen zwei Freunden, aber leider nicht im positiven Sinne. Die Ratings der NBC-Serie zeigen eindeutig, dass sogar die Chuck-Fans die Morgan-Intersect-Sache nicht wirklich sehen wollen. Ironischerweise ist es die letzte Staffel der Serie; ansonsten ließe sich hier eine gute Parallele ziehen zwischen der verzweifelten Suche der Serie nach Zuschauern und der verzweifelten Suche von Carmichael Industries nach Kunden.

Damit nämlich setzt die neue Episode ein – und mit der Vorstellung der Konkurrenz. Die teilt mit manchen Mitgliedern aus Chucks Team eine gewisse Vergangenheit. Ist es eigentlich noch Chucks Team? Diese Frage und Morgans Umgang mit dem Intersect stellt die Serie ins Zentrum der Episode. Doch wie es schon einmal in Chucks Geschichte geschah, bieten Caseys vergangene Liebesaffären guten Stoff. Diesmal sehen wir keine Geringere als Matrix’ Trinity, Carrie-Anne Moss, in der Rolle von Gertrude Verbinski: der Frau, mit der Casey im Jahre 1995 in Minsk eine handgreifliche Auseinandersetzung in jedem Sinne hatte, die – auch das in jedem Sinne – Spuren hinterlassen hat.

Es stellt sich heraus, dass Verbinski Carmichael Industries Konkurrenz macht und deutlich mehr vom Geschäft versteht als Chuck & Co. Das, was sie will, ist aber Casey (Adam Baldwin) – und wie wir sehen, ist er nicht abgeneigt. Eigentlich stellen die Anfänge eines Nebenplots um Casey und Verbinski das einzig Interessante der Episode dar. Den Rest bestreitet Morgans Unzufriedenheit, trotz Intersect nicht genug als Spy geschätzt zu werden: Nach wie vor schickt man ihn an die Seitenlinie, was ihn zu etlichen Hals-über-Kopf-Aktionen verleitet. Chuck versucht, sein Guide in schweren Intersect-Zeiten zu sein, aber was soll er tun mit einem Morgan, der nicht einmal Die-Hard-,Star-Wars- und Raiders-of-the-Lost-Ark-Referenzen erkennt?

Wie man jedoch Morgan den Intersect-Superman oder den Bearded Bandit nicht abnehmen kann, so funktioniert auch Morgan-on-the-dark-side nicht. Ebenso wenig übrigens wie Vivian Volkoffs Story in der letzten Staffel. Aber es scheint so, als würden den Autoren die Geschichten ausgehen: Die Serie ähnelt dem leeren Buy More, das man immerhin mit ein paar amüsanten Auszügen aus der Vergangenheit aufzufrischen  versucht – mit Big Mikes altem Werbevideo und mit Captain Awesome und der Windmaschine (Musik: Boogie Fever von The Sylvers).

Was aber bringt das? Ein kleines Lächeln und einen Seufzer, ein Sehnen nach guten alten Zeiten, die lange vorbei sind… Vielleicht gibt es ja noch eine Überraschung in dieser Staffel, die wir jetzt noch nicht kommen sehen, denn die Matrix ist nicht immer überschaubar. Go, go, Casey!

Chuck: Chuck Versus the Zoom (5×01)

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Eigentlich spiegelt die Geschichte der NBC-Serie den Verlauf einer jeden Chuck-Episode wider. Es geht um Rettung in letzter Sekunde, um Pläne, die nicht unbedingt ausgeklügelt sind, aber letztendlich doch funktionieren… und um viel Herz und Emotionen: auch seitens der Fans, die für Chucks Überleben sorgten. Das Herz und die Emotionen sind es auch, die uns bei Chuck so oft über Logik-Löcher und andere Ungereimtheiten hinwegsehen ließen. Auch in der fünften Staffel wird es nicht anders sein.

Manche haben sich gefragt, was sich in der Serie ändern würde, nachdem Decker Chuck mitteilte, dass alles Teil eines großen Plans sei; außerdem hat ja Chuck das Intersect verloren und Morgan unabsichtlich seine Position eingenommen. Morgan Grimes und Kung Fu? Das könnte funktionieren… obwohl ich mir auch nach dieser ersten Episode nicht so sicher bin, ob die Entscheidung, ausgerechnet Morgan zum Intersect zu machen, richtig war. Bislang sehe ich keinen Zugewinn dadurch! Obwohl: Manche seiner Szenen waren zweifellos amüsant.

Wichtiger ist aber, unabhängig von Morgans Auswahl, der neue Blickwinkel auf Chuck als Hauptfigur: und da ist es nun durchaus der richtige Schritt, Mr. Bartowski im finalen Chuck-Kapitel ohne Intersect-Hilfe agieren zu lassen. Das beantwortet auch die Frage danach, was sich nun verändert hat: Auf der einen Seite nichts, auf der anderen Vieles. Wie Ellie in einer kleinen, aber feinen Szene mit ihrem Bruder anmerkt, hat ihn das Intersect nicht wirklich grundlegend verändert, sondern ihm die Möglichkeit gegeben, eine Tür zu öffnen – zu sich selbst, um der Mann zu werden, der er (auch ohne das Intersect) sein kann.

Mit solchen kleinen Verschiebungen, in diesen kleinen Differenzen, die das Immergleiche ein bisschen anders erscheinen lassen, kann man die Gesamtentwicklung der Serie beschreiben. Chuck Versus the Zoom demonstriert nicht nur die neue Teamdynamik wegen Morgans Intersect-Fähigkeiten, unter der Chuck anfangs zu leiden hat. Sie zeigt auch eben jene Entwicklung auf, die Chuck zu dem gemacht hat, den sowohl Sarah (Yvonne Strahovski) als auch Casey (Adam Baldwin) als ihren Leader akzeptieren. Carmichael Industries tut sich schwer, mit seinen Aufträgen Geld zu verdienen.

Als Decker wie aus dem Nichts auftaucht und die vorhandenen Ressourcen einfriert, sieht die Zukunft gar nicht rosig aus. Chuck hat das Gefühl, das er aus dem Zentrum der Ereignisse an den Rand geschoben wird – Do you actually play any non-video game sports? -, da Morgan seine Rolle übernommen hat. Die gleichen Bedenken hörte man aus vielen Fan-Aussagen heraus. Aber keine Angst: Chuck Versus the Zoom schafft es, Chuck auch ohne Intersect zum Herzen des Teams zu machen. Es erfordert tatsächlich viel Herz, sich zunächst als Undercover-Masseur die Hände glitschig zu machen und dann durch ein ziemlich hoch gelegenes Gebäudefenster zu springen!

Ich bin gespannt, wie sich die angekündigten Gaststars in die Serie einfügen werden und was die Autoren für Casey und Sarah an Nebenhandlungen parat haben. Wird Morgan das Intersect bis zum bitteren Ende behalten? Welchen Plan verfolgt eigentlich Decker? Wie man sieht, gibt es der Fragen genug, um die letzten dreizehn Episoden der NBC-Serie interessant zu machen. Aber die vermutlich wichtigste rundet alle anderen ab: Werden Chuck und Sarah am Ende in das weiße Häuschen mit der roten Tür einziehen?