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Bones: The Maggots in the Meathead (6×03)

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Wenn man zu viel Party macht, läuft man Gefahr, als undefinierbare Masse mit Maden darauf zu enden! Das ist die Lektion dieser Episode, in der Bones (Emily Deschanel) und Booth (David Boreanaz) den Mord an Richie the V. aufklären müssen. Aber bis auf Bones’ amüsanten (yo!) anthropologischen Ausflug in die Subkultur New Jerseys (The Guido Tribe), beschäftigt sich The Maggots in the Meathead mehr mit den romantischen Verwicklungen zwischen den Figuren.

Nicht nur haben mittlerweile fast alle (Booth, Cam, Hanna) erfahren, dass Angela schwanger ist, sondern Hanna zieht zu Booth – auf sein Angebot hin! Bones nimmt es augenscheinlich gelassen, aber unter der Oberfläche brodelt es. Sie bittet Hanna zwar darum, Booths Herz nicht zu brechen, aber man entnimmt ihren Worten und ihrer Ausstrahlung, wie verletzt sie ist… und dass sie ihre Entscheidung gegen eine Beziehung mit Booth vielleicht doch bereut?

Auch Sweets (John Francis Delay) hegt Bedenken, was Hannas Einzug bei Booth betrifft. Aber wir hören, dass Hanna definitiv beabsichtigt, bei Booth zu bleiben. Anscheinend befindet sich ihre Karriere im Aufwind, wenn sie zum Frühstück ins Weiße Haus eingeladen wird. Trotzdem bezeichnet sie sich selbst als Nomadin, und man sieht am Ende der Episode, wie wenig sie besitzt – ein paar Taschen nur. Kann sich eine Nomadin niederlassen?

Auf diese Frage werden wir bestimmt demnächst eine Antwort bekommen. Bis dahin können wir uns mit einem weiteren Ereignis beschäftigen, das viel Screentime beansprucht: Fisher is back! Der neurotische Laborant ist wieder zurück, nachdem er in psychiatrischer Behandlung war. Aber es scheint, dass die Therapie, die auf Selbstsicherheit und Selbstbestätigung abzielte, nicht wirklich Früchte getragen hat. Wir erfahren, dass Fisher zwanzig Tage lang jeweils zwanzig Stunden pro Tag geschlafen hat und deswegen in die Therapie ging – nicht etwa, weil er Selbstmord begehen wollte. Nach wie vor jedoch hat er ein obsessives Verhältnis zum Tod. Wer hätte das nicht, der tagtäglich mit Maden und Skeletten umgeht? Es ist amüsant zuzuschauen, wie Hodgins (TJ Thyne) jedes Mal aufschreckt, wenn Fisher während der Arbeit anfängt zu gähnen…

The Maggots in the Meathead kommt als solide Bones-Episode daher, die sehr gut zwischen Slapstick und emotionalen Momenten balanciert und mit einer schönen Szene endet, die sich zweifellos für die Bones-Booth-Augenblicke-Reihe qualifiziert. Yo!

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Bones: The Mastodon in the Room (6×01)

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Im Finale der fünften Staffel gingen alle auseinander, aber Bones (Emily Deschanel) und Booth (David Boreanaz) haben sich für ein Treffen ein Jahr später verabredet. Nun, wie wir in den ersten Minuten erfahren, sind gerade sieben Monate vergangen und beide müssen schon zurück. Warum müssen? Weil Cam (Tamara Taylor) in Schwierigkeiten steckt. Als einzige allein gelassen zwischen Wissenschaft und Verbrechensbekämpfung droht sie unter dem Druck von mehreren Seiten zusammenzubrechen und ihren Job zu verlieren. Ich finde es sehr gute Idee der Autoren ausgerechnet Caroline Julian (Patricia Belcher) als diejenige zu wählen, die keine Halb-Wahrheiten scheut, um alle zusammen zu trommeln.

So sehen wir Bones und Booth an dem verabredeten Treffpunkt, dem Reflecting Pool. Reflecting? Pool? Reflexionen, Wasser (Tränen)? Wenn man beide Wörter nimmt, kann nicht besser die emotionale Beschaffenheit der Staffelpremiere beschreiben werden. Es handelt sich um eine Reflexion über die vergangenen sieben Monate, darüber was die Figuren gemacht haben und wie sie eigentlich einander und das Team als Ganzes vermissen. Die Reflexion und das Zusammenfinden aller Teammitglieder sorgen für mehrere „den Tränen nah“-Momente, die im Grunde die Fälle der Woche um das tote und das vermisste Kind komplett in den Hintergrund verdrängen.

Dazu kommen noch die Nachrichten, dass Angela (Michaela Conlin) schwanger ist, was nur wir, Bones und Hodgins (TJ Thyne) wissen, und Booth in eine blonde Journalistin verliebt ist. Move on – das ist Booths Satz der Episode, den er auch Sweets (mit Hut, so etwas wie Bart, Klavier spielend) bezüglich Daisy (Carla Gallo) gibt. Daisy kommt mit Bones zurück aus Indonesien und will die Bezeihung mit Sweets wieder aufnehmen. Ob er bereit dafür ist? Die Szene vor dem Fahrstuhl bietet eine tiefe Einsicht. Bones scheint am Anfang nicht bereit zu sein, das Team neu zu gründen, aber Caroline sagt zu ihr:  We had a good thing going, bevor Bones aus Egoismus das Tuch warf.

Aus Egoismus, aus emotionalen Gründen, mit welchen sie nicht umgehen konnte? Vielleicht ein bisschen von allem. Aber Szene für Szene, sieht sie welche emotionalen, aber auch finanziellen Schläge mit der Teamauflösung anderen verpasst wurden. Wendell (Michael Grant Terry), der als Mechaniker sein Geld verdienen muss, ist das beste Beispiel dafür. Durch Booths Versprechen gegenüber Parker nicht mehr wegzugehen und die Neuigkeit über Angela und Hodgins verstärken die Autoren auch die Bedürfnis nach Zusammenhalt, nach Familie für alle Beteiligten.

Diese Episode ist eine Art Liebeserklärung der Bones-Autoren an die Gruppen- und Familiendynamiken, die über mehrere Staffeln entstanden sind. Dafür ist das Ende, als sie das Jeffersonian wieder betreten, und in der Halle ein Riesenmammut finden, eine metaphorische Frage danach wie es weiter geht. Wird Bones’ und Booths romantische Zuneigung der berüchtigte „Elephant in the Room“ bleiben?

Bones: The Beginning in the End (5×22)

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Everything is changing. Ist das gut oder schlecht? Leider werden wir das erst in vier Monaten erfahren. The Beginning in the End könnte locker als Serienfinale durchgehen:  zum Glück wissen wir, dass es nur ein Staffelfinale ist und im Herbst alle wieder zurückkommen. Auf Produzentenseite wurde auch schon bestätigt, dass die Serie einen Zeitsprung machen wird: Ein Jahr später …  Es wird einen Neuanfang für alle Figuren geben – aber werden sie ihn zusammen machen?

Wir zweifeln, nachdem wir sie nach den vierzig Minuten in alle Himmelsrichtungen haben auseinander gehen sehen: Booth geht nach Afghanistan, um Soldaten zu trainieren, Bones und Daisy gehen nach Indonesien (Maluku Islands), um einen Jahrhundertfund zu „bearbeiten“, Hodgins und Angela machen sich auf den Weg nach Paris, da sie keine Lust haben, mit einem neuen FBI-Agenten und einer neuen Anthropologin zusammen zu arbeiten. Zurück bleiben Cam und Sweets.

Sweets und Daisy machen Schluss, denn er ist nicht bereit, seine Karriere und sein Leben aufzugeben, um dem Traum seiner geliebten Frau zu folgen. Wie hat es Caroline so schön gesagt: Werde erwachsen! – Für Bones und Booth hat sie auch einen Rat: Trust me. The way you two are running from each other, you’d better be damn sure of these little trips you’re taking. Sind sich die beiden sicher? Nicht im Geringsten! Aber dies scheint der einzige Ausweg aus der Sackgasse der Gefühle.

Einiges wird sich in zwölf Monaten ändern, das ist sicher. Lassen wir uns überraschen: Auch wenn man die Serie so mag, wie sie ist – und Bones hat eine erhebliche Entwicklung durchgemacht –, können die Trennung des Teams und die Erfahrungen, die die Figuren in der Zwischenzeit (leider) offscreen machen, für eine Menge neuer Stories sorgen.

Die Story dieser Woche dreht sich um einen wertvollen alten Gartenzwerg, der Uranium enthält. Ja, ihr habt richtig gelesen. Der Zwerg aus dem Jahre 1941 ist eine absolute Seltenheit und liefert gute Gründe, einen Mord zu begehen. Bones erfüllt wieder einmal den eigenen Ekel-Standard und findet trotzdem einen Weg, uns in regelmäßigen Abständen zum Lachen zu bringen. So etwa in der Verhörraum-Szene zwischen Booth, dem Gartenzwerg und dem Verdächtigen.

Suspect: “Would you mind turning him around?”
Booth: “Why? Because the gnome knows what you did, and you don’t like him staring at you with his soulful little eyes?”

Der Nebenplot um Angelas Vater wird bestimmt manchen Fans als unnötige Ablenkung vom Anfang im Ende erscheinen; er zeigt aber noch einmal auf, wie gut Bones gebrochene Herzen mit Humor mischen kann: Als Beweis für Hodgins’ Zugehörigkeit zur Familie bittet ihn Angelas Vater um Mithilfe, sein Auto zurückzubekommen, das er beim Pokern an eine Bikergang verloren hat. Mit Sweets’ Unterstützung, der erstaunliche Qualitäten als miauende Katze besitzt, kommt Hodgins an den bösen Wachhunden vorbei – nur um zu erfahren, dass es sich bei dem Ganzen mehr oder weniger um einen Test handelt… und sein „Dad“ ihm auch unter die Arme greift, damit die beiden im schicken Sportwagen wegdüsen können. Und die Biker? Angela’s dad: “It’s been my experience that if you drive at ’em, people get out of the way.”

Vielleicht versteckt sich in dieser auf den ersten Blick belanglosen Aussage eine zweite – über die Entwicklung der Beziehungen in dieser Staffel? Sich aus dem Weg gehen, um zu einander zu finden… so etwas? Ob das klappt?
Was ist nun die Quintessenz dieser fünften Bones-Staffel? Die Serie hat den vorhin erwähnten Ratschlag von Caroline befolgt und ist erwachsen geworden.

Trauriger Abschied auf dem Flughafen und ein Versprechen: Wir sehen uns im Herbst an einem Ort, der nur treuen Bones-Fans vertraut ist.

Bones: The Boy with the Answer (5×21)

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Die Gravedigger-Geschichte ist durch die ganzen Laborliebschaften irgendwie in Vergessenheit geraten. Dabei handelt es sich um einen Bösewicht, der das Leben fast der kompletten Crew in Gefahr gebracht hat. Und wie wir erfuhren, steckt hinter dem ganzen eine Frau, die auch noch für die US-Staatsanwaltschaft arbeitet. Obwohl man als Zuschauer gespoilert an die Sache herangeht und weiß, dass es sich um den Gravedigger-Fall handeln wird, erwischt The Boy with the Answer einen kalt.

Es ist nichts von der fröhlichen Stimmung aus der letzten Woche geblieben und entgegen den Erwartungen wird erstmals kein Wort über Hodgins (TJ Thyne) und Angelas (Michaela Conlin) Bündnis fürs Leben erwähnt. Diese Episode fängt mit einem Alptraum von Bones an, in dem sie um ihr Leben rennt und zusehen muss, wie Bones und Hodgins dabei sind zu sterben.

Sie wacht auf und es ist der Tag, an dem der Gravedigger-Prozess beginnt. Und er verläuft überhaupt nicht gut, denn Heather Taffet aka The Gravedigger (Deirdre Lovejoy, The Wire), die sich selbst vor Gericht verteidigt, schafft es die wichtigsten Beweise zu entkräften. So dass sie innerhalb des Teams Verzweiflung aufkeimen lässt. Die Verzweiflung nimmt so heftige Züge an, dass Max (Ryan O’Neal) sogar Taffet zu erschießen versucht, aber Booth kann ihn im letzten Moment stoppen.

Aber die Angeklagte selbst gibt Bones eine neue Spur, die in Verbindung mit dem Junge steht, der damals entführt und nie gefunden wurde. Der Hinweis ist gleichzeitig eine Herausforderung, ein Kräftemessen mit Bones, aber auch eine Mitteilung – wie Bones es deutet – dass Brennan über die Jahre ihren objektiven Abstand zur Arbeit verloren hat, dass sie zu sehr mit ihrer Arbeit und ihren Kollegen emotional involviert ist und nicht die richtige Entscheidung treffen kann.

Nachdem Hodgins mit Hilfe von einem Käfer Heather überführen kann und sie für schuldig erklärt, kann sich das Team endlich über die frisch vermählten Hodgins und Angela freuen. Aber wir Zuschauer können uns in dieser von der Stimmung durchaus dunklen Episode nicht freuen, denn wir sehen gegen Ende eine müde und traurige Brennan, die Booth klar macht, wenn auch nicht direkt, aber durchaus deutlich, dass sie daran denkt, zu ihrer von Tod und Trauer befreitem Teil ihres Berufs zurückzukehren gedenkt.

Am Ende fährt sie mit dem Taxi weg und lässt einen besorgten und ratlosen Booth zurück. Kann er The Boy with the Answer für sie sein bzw. werden? Was denkt ihr, wird sie – wenn aus dramaturgischen Gründen – auch kurzzeitig die Partnerschaft mit Verbrechensbekämpfung aufgeben?

Bones: The Witch in the Wardrobe (5×20)

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Liebe ist Zauber, Magie. Dabei besteht auch eine unterschwellige Verbindung zwischen Liebe und bösem Zauber. Nein, die Bones-Autoren haben das bestimmt nicht im Sinn gehabt, als sie den Fall der Woche um die bösen und die guten Hexen aufbauten. Ich aber möchte ein paar Gedanken daran verschwenden, warum die Liebe böse ist, was sie mit bösem Zauber zu tun hat – und lasse mich dabei inspirieren durch den slowenischen Philosophen und Psychoanalytiker Slavoj Žižek:

Die Liebe wird als Ungleichgewicht par excellence beschrieben, als das Auftauchen von Etwas anstelle des Nichts. Wenn man wie die Quantenphysik das Universum als Leerstelle mit positiver Ladung betrachtet, stellt man fest, dass innerhalb dieser Leerstelle Dinge genau dann plötzlich auftauchen, wenn die Balance der Leerstelle gestört wurde. Dass Dinge dort auftauchen, wo eigentlich Nichts ist, bedeutet  -mit Zizek zu Ende gedacht -, dass die Schöpfung durch einen Verlust des Gleichgewichts zustande kam. Könnte man dann die Schöpfung als einen Akt der Liebe beschreiben? Um im Kreise des Donnerstag-TV-Programms zu bleiben: Supernatural würde diese Frage mit „Ja“ beantworten.

Liebe meint, streng genommen, das Bevorzugen von etwas, von einem Subjekt gegenüber allem Anderen. In dieser Hinsicht ist sie ein schöner, aber auch böser Zauber, zu dem man stehen muss – böse, weil als willkürliche Überordnung einer/s Einzelnen zutiefst ungerecht. In dieser Logik werden Aussagen wie „Ich liebe euch alle, die ganze Welt etc.“ zwangsläufig zur Lüge: es ist unmöglich, alle über alle zu erheben.

In der Liebe also wählt man sich ein Stückchen aus dem Ganzen aus und liebt es mehr als den Rest, da man unter seinem zauberhaften Einfluss steht. In The Witch in the Wardrobe stehen Angela und Hodgins unter einem solchen: zuerst ist es der Einfluss des neuen Toyota Prius (wieder einmal Hardcore-Product Placement von FOX) und dann der eines übermotivierten Sheriffs. So führt eins zum anderen: Unmissverständlich wird den beiden vom Schicksal klar gemacht, dass sie für einander geschaffen sind! Magie! – ? Nein: reine Wissenschaft. Was Hodgins und Angela über mehrere Episode taten, war, zu überprüfen, ob man sich dem Zauber des Ungleichgewichts widersetzen und ihn auf andere „Stückchen“ übertragen kann, obwohl man dieses bestimmte eine bevorzugt … liebt!

Nachdem uns die Bones-Autoren in dem Glauben ließen, dass Sweets und Daisy die Hochzeit dieser Staffel feiern würden, kommt das Bündnis zwischen Angela und Hodgins wie aus heiterem Himmel. Für mich jedenfalls: ich hatte nicht erwartet, dass die beiden heiraten würden. Umso gelungener das Ganze!

Als Hodgins den Prius ausprobiert und den nicht vorhandenen Verkehr gefährdet, werden er und Angela von dem übermotivierten Sheriff angehalten und eingebuchtet. So verbringen sie die komplette Episode in der Zelle und bekommen die nötige Zeit, um sich das Füreinander-Geschaffen-Sein zu gestehen – und schließlich von dem endlich erscheinenden Richter (Hauptberuf: Friseur), der ihre Freilassung genehmigen soll, vermählt zu werden. Damit werden die beiden auch im übertragenen Sinne frei gelassen…

Währenddessen erfahren wir, dass Hexerei definitiv nicht den alten Zeiten angehört, sondern in gewissen Kreisen fleißig praktiziert wird. Sonst hätte man am Tatort nicht die Leichen zweier… Hexen gefunden. Während die Überreste der einen den berühmten Salem Witch Trials zugeordnet werden können, dieses Opfer also schon lange tot ist, handelt es sich bei der „frischen“ Leiche – mit roten Schuhen, deren Spitzen sich bewegen – um die Hexe Zephyra. Dank Sweets’ Kenntnis in Sachen Hexen – sein Screenname für die Hexen-Homepages lautet „Lilith82“ – stoßen Bones und Booth auf ganzen Orden guter Hexen, die in den Wäldern nackt ums Feuer tanzen. Im Laufe eines Rituals und unter dem Einfluss LSD-haltiger Pilze haben diese Hexen selbst Zephyra getötet. Warum? Um die Balance wiederherzustellen: Zephyra hatte sich zur bösen Hexerei verführen lassen.

Das Ungleichgewicht lässt
sich aber nicht übertölpeln. Das beweist schlussendlich Booth, dem die ‚guten’ Hexen ein Papierpüppchen geschenkt haben, das Bones repräsentiert. In Bones’ Präsenz soll er es anzünden und sich etwas für sie wünschen. Das tut er: er wünscht ihr Glück.

Brennan: “I don’t know what that means.” Booth: “Happiness. Love, laughter, friendship, purpose, and a dance.” Die Magie des Ungleichgewichts!

Bones: The Rocker in the Rinse Cycle (5×19)

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Bones rockt! Egal ob im tatsächlichen oder übertragenem Sinne! Wie viel an popkulturellen und intratextuellen Referenzen kann man in einer Episode verpacken? Bones Antwort: Viel. The Rocker in the Rinse Cycle nimmt einfach den Bones-Gibson und lässt die Serie ihre beste Melodie von sich geben. Das Thema: It’s been a long time since I rock and rolled!  (Led Zeppelin)
Wenn man nicht weiß, wo man bei so einer Episode anfangen soll, dann fängt man mit den kleinen Details an.

Also fangen wir mit einer meeresblauen Krawatte und einem Hoden an. Ja, es klingt verstörend, ist aber wichtig! Booths (David Boreanaz) Meeresbiologin hat ihm die Krawatte geschenkt. Und das nicht im Tausch für einen Hoden, sondern wie Bones (Emily Deschanel) schnell anmerkt, als Zeichen ihrer Bindungswünsche. Die Krawatte ist dieses kleine Detail, dieses McGuffin, das aber für die Handlung so wichtig ist wie es die Saiten für eine Gitarre sind. Oder das „Led“ für das „Zeppelin“!

Oder ein Frauenarzt für Cam (Tamara Taylor). Letzteres ist kein Spaß, sondern tatsächlich die Wahrheit. Cam ist in dieser Episode auf der Suche nach einem Frauenarzt für ihre Adoptivtochter Michelle (Tiffany Hines), einen Arzt, der vielleicht der Mutter bescheid gibt, wenn Michelle es getan hat… Sie findet zwar einen passenden Frauenarzt, aber für sich … Ende vom Lied ist, dass Cam den guten Doktor Lidner (Elon Gold) anfängt zu daten und hiermit plötzlich die Positionen von Mutter und Tochter verdreht sind, so dass letztendlich Michelle Cam geradezu ermutigt nach so langer Zeit dem Ruf des Herzens zu folgen. Schön das Cam hier wieder mehr Screentime bekommt und damit Tamara Taylor mehr Raum ihre Komödienqualitäten zu zeigen.
It’s been a long time since the book of love.

Das gilt auch für Hodgins (TJ Thyne) und Angela (Michaela Conlin), die sich in den letzten Episoden wie zwei Haie umkreisen, die Blut gerochen haben. Aber kehren wir zurück zu unserem anderen kleinen Detail, dem Hoden, der aus einer Waschmaschine „heraushüpft“, in der das Team ein Mordopfer rauszuholen versucht. Die Untersuchungen führen Bones und Booth zu einem so genannten Fantasy Camp, in dem reiche Menschen ihren Phantasien nachgehen können, nämlich Rock `n`Roll Stars zu sein. Das Opfer ist eins von den Möchtegernrockern. Aber der Fall ist nicht nur deswegen interessant, weil eine sündhaft teure Gibson-Gitarre die Mordwaffe ist, sondern weil er in Booth sündhafte Rock N Roll-Gefühle weckt.

Seine Liebe für die Musik und nicht nur für die Musik lässt ihn die schöne meeresblaue Krawatte um seinen Kopf binden und auf die Bühne gehen. Und wenn schon Booth nach dem Mikrophon greift, greift Bones nach einer Gitarre und wir Zuschauer können ein herrliches Duett genießen. Übrigens sehr gelungen finde ich, dass während der kompletten Episode der Soundtrack von Gitarrensolos zerfetzt wird. Schafft definitiv mehr Atmosphäre. Smells Like Teen Spirit! Nein, es gibt kein Nirvana-Uplugged, sondern eine Bones die ihrer Funktion als Popkulturreferenzen-Nicht-Kenner allen Ehren macht.

Als Booth im Gespräch das berühmte Nirvana-Lied erwähnt, schwenkt die Kamera (Close-Up) kurz zu Bones, die tatsächlich nach dem „Teen Spirit“ schnüffelt: Awesome. Aber es kommt am Ende noch besser (oder schlimmer), als die beiden bei einem Bier die Episode ausklingen lassen und Booth seine Liebe für Led Zeppelin beteuert. Bones erklärt ihm trocken, dass ihr Verleger ihr Tickets für Zeppelin angeboten hat, aber sie dachte damals, das wäre eine Airshow und war nicht interessiert. Für die Tickets würde Booth sogar töten! Und für seine Partnerin! Im Duett stellen beide fest, dass sie „Partner to die for“ sind. Wäre lustig, wenn wir den TV-Frühling der Sich-Krigenden-Pärchen bekommen! Chuck hat ja schon gezeigt, dass es geht.
Das Ende vom Lied (wäre): Open your arms, baby, let my love come running in.

Bones: The Predator in the Pool (5×18)

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Blau, blau, blau sind alle meine Kleider. Blau, blau, blau ist alles, was ich will. Dieses Lied könnte zu Booths Lieblingsstück avancieren. Ich setze diese Referenz hier nicht nur wegen des humorigen Effekts ein, sondern um Booths (David Boreanaz) Dilemma in The Predator in the Pool zu illustrieren: Die aquarium-blauen Augen von Dr. Catherine Bryar (Rena Sofer) verleiten ihn zum Träumen. Aber vielleicht erinnert ihn dieses Blau nur schmerzhaft an das Originalversion des Liedes: Blau, blau, blau sind alle meine… Kleider.

Denn die Eine, die er wirklich will, trägt diesen blauen Kittel! Lassen nun die Bones-Autoren Brennan (Emily Deschanel) fast die ganze Episode lang Giftgrün tragen, um einen farblichen Gegensatz darzustellen und so Booths „move on“ auch farblich zu motivieren? Wie dem auch sei: für mich ist es ein schöner sprachlicher Aufhänger, um die Spekulationen im Fall der Woche in blauen Dunst aufgehen zu lassen und zu verraten: Gift ist es gewesen!

Wie die Geschichte uns immer gelehrt hat, sind Menschen die schlimmsten Raubtiere, denn sie handeln emotionsbedingt. So auch im Falle von Jazz Gunn (Adam Paul): seine Überreste werden im überdimensionalen Aquarium gefunden Abgesehen von den wunderschönen Unterwasseraufnahmen, die sich für Hodgins’ (TJ Thyne) und Angelas (Gefühlsleben sogar als eine Art Treffer ins Blaue erweisen könnten, besticht die Folge mit einer sehr schönen Szene: als der Fisch (erwartet bitte nicht seinen richtigen Namen von mir) den Menschenschädel ausspuckt. Großartig – gleichzeitig beängstigend und belustigend! Clark, der Assistent der Woche, spuckt hingegen die Wahrheit über Hodgins’ Benehmen aus, wofür er sogar seinen Kodex „Kein Labortratsch“ brechen muss.

„Brechen“ ist hier ebenfalls ein sehr bedeutungsgeladenes Wort, denn es bricht den Zuschauern tatsächlich das Herz, wie Bones und Booth versuchen, von einander weg zu kommen – natürlich in romantischer Hinsicht. Bones geht zu einem Date mit Booths Chef Hacker (Diedrich Bader), und Booth versucht sich zaghaft an Catherine.  Geschickt nutzen die Autoren die Doppeldates, um den Herzen der B&B-Fans anhand einer kleinen Szene  einen Stich zu versetzen (damit ist übrigens die Mordwaffe verraten). Ich zitiere für euch das Gespräch der beiden am Fahrstuhl:

Bones: She’s easily as pretty as I am. I mean, using me as a standard.
Booth: Bones, you are the standard.
Brennan: Andrew is not as handsome as you. Using you as a standard.

Und zum Abschluss der Beweis, warum Bones es schafft, nie zur langweiligen Liebschaften-Standarderzählung zu werden: es sind diese kleinen humorvollen Seitenhiebe, die jede Episode aufheitern. Diese Woche: Bones’ Auffassung von The Rat Pack (aufgrund Hackers Referenz). They must be extraordinary rodents! Welch ein (blaues) Wunder!

Bones: The Death of the Queen Bee (5×17)

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Bei all den Liebschaften haben wir die gruselige Seite von Bones komplett aus den Augen verloren. Aber die Bones-Produzenten geben bekanntlich im Teaser ihr Bestes. So auch in The Death of the Queen Bee. Als zwei Mädchen in einer Scheune gerade dabei sind das Lied I Kissed a Girl nachzuspielen, fällt auf ihre Gesichter ein mit Maden bedeckten Schädel. Dieses unappetitliche Schauspiel ereignet sich in der Nachbarschaft von Burtonsville High School. Das Besondere: das ist Bones High School und dort gibt es gerade ein Klassentreffen, zu dem unsere von Gefühlen in letzter Zeit heimgesuchten Expertin natürlich nicht hinzugehen beabsichtigt.

Und es ist nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass  einen die ehemaligen Klassenkameraden immer noch Morticia nennen. Ich muss gestehen, dass als man im Laufe der Handlung Bones’ High School-Foto zu sehen bekommt, der Spitzname irgendwie, auf liebevolle Art und Weise, zu ihr passt. Übrigens Emily Deschanel hat dieses echte Foto von sich speziell für die Episode zur Verfügung gestellt. Zurück zum Fall der Woche: Dank Angela finden Bones und Booth (David Boreanaz) heraus, dass der massakrierte und dann in Einzelteile zersägte Körper einer damaligen Klassenkameradin von Bones gehört. Und sie ist nicht das einzige Opfer, das auf diese Art und Weise ums Leben kam. Noch zu Bones High School Zeiten wurde eine andere Mitschülerin so getötet.

Aus diesem Grund kursiert die Legende von dem Butcher of Burtonsville. Der einzige Verdächtige damals war der Hausmeister Ray Buxley. Kein Wunder, denn es ist Freddie Krueger (Robert Englund, Nightmare on Elm Street)!  Ich schätze, es ist nicht so sehr die Absicht der Autoren gewesen auch im neuen Fall den Verdacht auf Buxley zu lenken, sondern die Figur wurde so „creepy“ gestaltet um einfach die Zuschauer an Freddie Krueger zu erinnern. Was auch hier definitiv gelingt. Booth fühlt sich auf jeden Fall unwohl zwischen all den langen Messern und den seitlichen Blicken von Buxley.

Aber Buxley war Bones’ einziger Freund auf der High School und unterstützte ihr Interesse für den Tod, indem er ihr tote Tiere zur Verfügung stellte, damit sie üben und über den Tod lernen kann. Diese Tatsache machte Bones nicht unbedingt beliebter in den Kreisen ihrer Mitschüler und das lässt man sie immer wieder während der Untersuchung spüren. Die Frauen missachten sie, aber umkreisen Booth wie Bienen den Honig. So haben es beide in ihrer Undercover-Aktion nicht wirklich leicht.

Vor allem nachdem, was letzte Woche passierte, kann Booth schwer mit der Rolle von Bones Ehemann Bobb umgehen. Interessant, dass Bones einverstanden ist, als verheiratetes Pärchen auf dem Klassentreffen-Ball aufzutauchen. Wir erinnern uns, dass sie früher felsenfest gegen solche Aktionen war. Und Bones zwingt ihn auch noch zum Tanz unter den Klängen von Seals „Kiss from a Rose“. Also doch Liebesquälereien in dieser Episode. Aber nicht nur zwischen B&B, sondern auch im Labor, wo Angela (Michaela Conlin) nach mehreren Gesprächen und einem die ganze Episode füllenden Hin und Her mehr oder weniger eine Wahl trifft: Kein Wendell (Michael Grant Terry) mehr und freie Bahn für Hodgins (TJ Thyne).

Wie der Fall der Woche endet? Freddie Krueger dürfte überrascht und vielleicht ein bisschen enttäuscht sein!

Bones: The Parts in the Sum of the Whole (5×16)

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Man hat sich immer gewundert, ob die Liebe zu Bones (Emily Deschanel), die Booth (David Boreanaz) in seinem Komatraum imaginiert hat, tatsächlich eine imaginäre Idee ist, die sich in ihm festgebissen hat? Nachdem man aber The Parts in the Sum of the Whole, Bones’ Jubiläums-Episode Nummer 100, gesehen hat, macht die Traumepisode noch mehr Sinn. Booths Erkenntnis, dass er Bones liebt, ist nicht traumgesteuert, sondern bezeichnet die Wiederkehr des Verdrängten. Das traumatische Erlebnis seiner Operation bricht in diesem Sinn den Damm, den er vor sechs Jahren als eine Art Selbstschutzmechanismus eingebaut hat.

Wie wir in dieser wunderschönen Episode erfahren, hat die Liebe eine Vorgeschichte, die zwar nicht alles erklärt – zum Unmut von Bones muss man sagen, dass die Liebe zur Irrationalität neigt – aber einen faszinierenden Blick auf die Entwicklung der Figuren und das Zusammenkommen des Jeffersonian Teams, wie wir es kennen, liefert. Denn Bones und Booth erzählen uns in Flashbacks über ihr allererstes Treffen, die allererste Zusammenarbeit und eine Art Liebe auf den ersten Blick. Kann eine Liebe Gegenwart werden, die in der Vergangenheit liegt, aber nicht vergehen kann? Für Sweets (John Francis Daley) lautet die Antwort, Ja. Aber wie wir im Teaser erfahren, fehlen ihm Fakten und sein Buch, das Bones und Booth in Manuskriptform zu lesen bekommen haben, basiert auf einer falschen Schlussfolgerung. Na ja, sie ist nicht falsch, aber gezogen aus den falschen Daten.

Booth zu Brennan: What you call a mistake, Sweets calls an interpretation.

Das kleine Missverständnis in Sweets Buch ist so klein, dass es das ganze Buch kopfüber stellt und … unbrauchbar macht. Für Sweets, nachdem die beiden ihn auf den Fehler aufmerksam machen, ist es so, als würde er den kompletten Inhalt seines Buchs wegradieren müssen bis auf den allerersten Satz: When Booth met Bones! Denn die beiden haben das wirkliche erste Treffen verschwiegen. Und die Schlussfolgerungen von Sweets basieren nun mal darauf. So sitzen wir alle in Sweets Büro, denn wenn man so will, nehmen wir Zuschauer Sweets Position ein und lassen uns von B&B ihre (Liebes)Geschichte erzählen.

Übrigens Bones Frühlingskleid passt farblich perfekt zu Sweets Krawatte. Es ist ein kleines Detail, aber die Liebe liegt in den Details, die das Ganze ausmachen. The Parts in the Sum of the Whole ist eine Art Paraphrase nicht nur des Zustands der B&B-Beziehung, sondern der Serie selbst. Das Team und die Interaktionen zwischen den Figuren, die wir in der fünften Staffel so selbstverständlich zu genießen pflegen, kam ein teil nach dem anderen zusammen.

Der Auslöser dafür – die erste Zusammenarbeit von Bones und Booth. Sie kommt zustande, anhand Cams (Tamara Taylor) Empfehlung an Booth, das Jeffersonian bei einem FBI-Fall, an dem sich Booth die Zähne auszustoßen scheint, zur Hilfe zu holen. So sehen wir das allererste Experiment von Zack und Hodgins (der in Therapie zur Aggressionenbewältigung ist), die damals weit entfernt von besten Kumpels (TJ Thyne und Eric Millegan) waren und die Straßenkünstlerin Angela (Michaela Conlin), die Rekonstruktionen mit Stift und Papier liefert – wie die schon damals mürrische Caroline (Patricia Belcher) anmerkt: Well maybe if this little stick-figure thing was a big computer, lots of bells and whistles, but right now it just looks like a sadistic children’s book. Wenn hier nicht die Idee vom Angelator geboren wurde!

Und Booth hat ein „gambling problem“, von dem ihn ein Kuss im strömenden Regen heilt. I knew, right from the beginning, sagt er in der Gegenwart. In der Vergangenheit sehen wir, wie die beiden den so genannten richtigen Moment vorbeiziehen lassen. War es Bones Schuld oder Booths? Oder das viele Tequilla? So, anstatt in mehrere Küsse, verwandelten sich die Funken einen Tag später in böse Worte und eine schallende Ohrfeige.

Daraus entstand dann allmählich die Arbeits- und Freundschaftsbeziehung, wie wir sie kennen. Aber kann die Liebe vergehen? Carl Sandberg sagt: Nothing happens unless first a dream. Diese Überschrift, als B&B Sweets Büro verlassen, ist im Vorder- und dann Hintergrund an der Mauer zu sehen und ist nicht nur eine Referenz auf Booths Koma-Traum, sondern auf seinen TRAUM, auf diesen Moment, den er zurück haben möchte und auf den wir sehnsüchtig warten: When you talk to older couples who have been in love for thirty or forty or fifty years, it’s always the guy who says ‘I knew. Er macht den Schritt.

Luft anhalten: Ein Kuss! Und dann Bones’: No!

In diesem Moment braucht man als Bones-Fan definitiv etwas Stärkeres als Hodgins Gummibänder! Wie Sweets die Zuschauergefühle zusammenfasst: It’s like you two missed your moment and then you punished each other for it. And you know who ends up paying the price? Me. I do.

Bones: The Bones on the Blue Line (5×15)

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The Bones on the Blue Line ist eine erschütternde Episode oder eine Episode der kleinen aber feinen Gefühlserschütterungen, wie ihr wollt. Das Erdbeben am Anfang der Episode ist die metaphorische Beschreibung dieser Erschütterungen bzw. es ist der Auslöser einer Kettenreaktion, die zu einem knienden Sweets (John Francis Daley) mit einem Verlobungsring in der Hand führt. Der Fall der Woche mit dem blinden Opfer Martin Aragon, der zu Lebenszeiten sein tägliches Brot damit verdiente, Briefe für andere zu verfassen, sei es Behördenbriefe, sei es aber Liebesbriefe, unterstreicht noch mehr die emotionalen Untertöne, die eigentlich in jeder Bones-Episode mitschwingen.

Martin hat an sich keinen gefährlichen Beruf, aber das Land der Liebesbriefe erweist sich als eine seismische Zone. Dem kann ich aus eigener Erfahrung nur zustimmen – das Verfassen Liebesschriftstücke im Auftrag anderer kann schnell aus einem Blue Line ein Thin Red Line machen. Aber genug Abschweifungen, zurück zur Episode und zur Problematik des zwischen den Zeilen Geschriebenen. Denn das ist, was zwischen all den interessanten wissenschaftlichen Fakten die japanische Reporterin Riku Iwanaga (Seiko Matsuda) in Bones’ (Emily Deschanel) neuem Buch liest und Bones danach befragt, da Riku ein ausführliches Review zum Bestseller verfassen möchte.

Und so erfahren wir, im Zuge von Rikus „Ermittlungen“, dass Angela (Michaela Conlin) Bones bei all den emotionalen und sexuellen Abschnitten große Hilfe leistet. Ich erwähne es nur einmal, obwohl es in der Episode öfters vorkommt: Page 187! Es geht um Hodgins (TJ Thyne) „thing“ oder mit seinen Worten „The thing, that I do!“ Scheint ein faszinierendes „thing“ zu sein, über das jetzt die ganze Welt erfährt und somit Angela Hodgins nie los wird, es sei denn, wie er selbst sagt, sie ist zusammen mit jemandem, der nicht lesen kann.

Irgendwie schaffen es die Autoren in dieser Autoren-Episode jedes Jeffersonian—Mitglied (abgesehen leider von Cam) in den Vordergrund zu heben. Sogar die Laboraushilfe Daisy Wick (Carla Gallo). Carla Gallo liefert eine großartige Performance und zusammen mit John Francis Daley bekommen sie definitiv einen Platz in der TV-Galerie der „besonderen“ Pärchen. Obwohl so pathetisch, erweicht der Moment, in dem Sweets auf den Knien Daisy einen Heiratsantrag macht, einem das Herz. Genauso das die Episode abschließende Gespräch zwischen Bones und Booth (David Boreanaz) über die Suche des Menschen nach seiner besseren Hälfte.

The Bones on the Blue Line ist der überführende Beweis, dass Bones sich von einer Serie über die toten Körper und ihre Geschichten zu einer über die Geschichten des noch schlagenden Herzens entwickelt hat.