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Eureka: Reprise (4×12)

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Ok. Get This Party Started! Eurekas neue Episode Reprise dürfte Musik in den Ohren (und Augen) der Fans gewesen sein. Denn sie bietet die Kombination, die in der SyFy-Serie am besten funktioniert: einen spannenden Fall, Situationskomik, kleine und feine Reflektionen über die Zeit, in der wir leben… und einen passenden Gaststar. Felicia Day spielt Dr. Holly Marten, eine Analystin des Department of Defense, die die FTL-Vorfälle untersuchen soll.

Eureka hat eigentlich nie mit Musik gegeizt, aber am Anfang der Episode dreht man die Regler ordentlich auf, und der Zuschauer bekommt von Szene zu Szene fast eine kleine Musikreise geboten: Angefangen mit Pinks Get This Party Started über Survivors Eye of the Tiger bis zu I Melt with You von Modern English. Diese kleine Reise spiegelt eine Art Eskalation des Plots wider, Zwischenstops inklusive. Wie diese Stückchen nach und nach zum Einklang gebracht werden, damit am Ende die Auflösung ertönen kann, macht diese Episode so gut.

Sheriff Carter hat einen Tag frei genommen, weil Allison zu einer Konferenz muss. Das bedeutet: Er muss auf die Kinder aufpassen. Währenddessen muss man in Eureka gut aufpassen, welche Musik man hört. Musik kann einen in den Wahnsinn treiben! Geschickt wird auf Beziehungs- und Charakterebene das musikalische Chaos eingesetzt, um die chaotischen Zustände in manchen Gemütern in Einklang zu bringen – zumindest versuchsweise. Damit ist vorwiegend die Beziehung zwischen Jo (Erica Cerra) und Zane gemeint.

Zane lässt nicht locker: Lupo muss ihm Rede und Antwort stehen, als er sie bei seiner morgendlichen Joggingrunde vor ihrem neu gekauften Haus antrifft. “Didn’t know you were building a TARDIS house.” Nette Dr.-Who-Referenz, Zane! Die allerdings entgeht Jo – und zum Diskutieren ist sie nach wie vor nicht bereit. Das bringt Zane dazu, ihr neues Haus mit einem Flammenwerfer niederzubrennen. Nun, eigentlich ist die Musik schuld: Er hörte beim Laufen „Burning Down the House“ von The Talking Heads…

Mit Kevins (Trevor Jackson) Hilfe findet Jack schließlich heraus, dass „Musik hören“ von den Bewohnern derzeit als „wörtlich AUF die Musik hören“ interpretiert wird. So stimmt sich Fargo auf Hollys Besuch mit Eye of the Tiger ein, nachdem er sie als Cylon-Spy bezeichnet hat – vielleicht sollte Neil Grayston ein Duett mit Jensen Ackles (Supernatural) versuchen… ? Henry und seine Frau hören beim Frühstück (I’ll Stop The World and) Melt with You von Modern English. Das führt dazu, dass sie in einer Art Zeitballon gefangen bleiben, einander auf dem Sofa umarmend. Aber dieser Zeitballon expandiert in gefährlichem Maße, und einfach alles bleibt darin hängen!

Cafe Diem ist mittlerweile zur Disko geworden; es wurden dort 99 Luftballons von Nena bestellt. Carters Geduldsfaden ist kurz vorm Reißen, als Kevin zwei Mal sein Auto klaut, um der Sache im Alleingang nachzugehen. Besungen wird diese Tat auch – Bad Boys, Bad Boys, what you gonna do… Für Jack ist Bob Marley tatsächlich der Feind der Woche (obwohl ich glaube, dass Bad Boys hier in der Version von Trevor Jackson gemeint ist), denn als er zu Henry fährt, folgt ihm Jo und hört im Auto “I Shot the Sheriff”. Nur Jacks Sprung in das statische Feld rettet ihn vor der Kugel, die kurz vor seinem Rücken im Feld stecken bleibt.

Nachdem Kevin dem Ganzen ein Ende gesetzt hat, fängt Jo die Kugel für Carter ein – mit dem eigenen Körper. Zum Glück bleibt sie in der Kevlarweste stecken. Danach kehrt alles in Eureka zur Normalität zurück. Obwohl: wirklich alles? Dr. Martin war eigentlich zu Fargos Überraschung nach Eureka entsandt worden, um für GD einem 20-Milliarden-Projekt grünes Licht zu geben. Bekommen Zane und Jo das auch? Zane findet Jo in den Ruinen ihres Hauses vor und küsst ihn, nur um zu beweisen, dass kein Funken überspringen kann, aber… plötzlich brennt es.

Geschickt präsentiert Eureka den Zuschauern mit dieser Episode die Gefühlsregungen der Anwohner in extremer Form. Im Grunde spielen zwar alle verrückt, aber bei manchen ist es so, als würde man die Musik in ihren Gemütern plötzlich bis zum Anschlag aufdrehen. Und Allison? Über den gesamten Verlauf der Episode denkt man darüber nach, warum sie aus dem Zentrum der Ereignisse entfernt wurde und wir sie statt dessen bei der belanglosen Rettung eines verunglückten Autofahrers beobachteten.

Nicht alles in Eureka ist so, wie es zu sein scheint. Während Eurekas Anwohner auditiv in die Irre geführt wurden, wurden sowohl Allisons als auch unsere Augen getäuscht. Hinter dem Gesicht der unbekannten, hilfsbedürftigen Frau am Straßenrand verbirgt sich Beverly Barlowe. Wie wir in der diesmal echten Szene rückblickend sehen können, haben Beverly und ihr Komplize etwas in Allisons Gehirn platziert. Was für Wirkungen das haben wird und was Beverly vorhat, bleibt noch ein Geheimnis.
Alles in Allem gefällt mir die Melodie, die Eureka in der zweiten Staffelhälfte anstimmt.

Eureka: Liftoff (4×11)

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Liftoff ist ein guter Start in die zweite Hälfte der vierten Eureka-Staffel. „Start“ sowohl im buchstäblichen als auch im übertragenen Sinne. Denn Liftoff bietet nicht nur die von den Fans sehnsüchtig erwartete Wiederaufnahme der phantastisch-romantischen Ereignisse in Eureka, sondern der Fall der Woche wartet selbst mit einem halsbrecherischen Start auf. Einem Raketenstart, der von den Beteiligten vielleicht nicht so sehnsüchtig erwartet wurde…

Nachdem am Ende der ersten Staffelhälfte die Beziehung zwischen Carter (Colin Ferguson) und Allison (Salli Richardson-Whitfield) endlich mal abhob, leisten sich die Autoren im Liftoff-Teaser ein kleines Späßchen mit den Zuschauern. Man könnte denken, dass der Congratulations-Luftballon im Eureka-Baum noch dem vorübergehenden Sieg von Carter & Co. über Beverly Barlowe gewidmet wäre: aber weit gefehlt. Es handelt sich um eine Hochzeit, die in Jacks Haus stattzufinden scheint. Wir sehen Sheriff Jack Carter im Smoking mit seiner Fliege kämpfen, während Henry (Joe Morton) ihm besorgt mitteilt, die Braut habe kalte Füße bekommen.

Wirklich? Jack und Allison!? An dem Punkt dachte ich, es handele sich entweder um eine weitere alternative Eureka-Welt oder aber um einen Traum. Aber es ist die Realität: zumindest die vorübergehende, in der Eureka gerade erzählt. Jack redet mit Allison, und das Täuschungsmanöver wird klar: Sarah und Andy sollen heiraten, aber Jacks Haus hat einen kalten Fußboden bzw. kalte Füße bekommen… Auch programmierte Liebe läuft nicht nach Programm!

Ohnehin zeichnet sich Eureka durch die Tatsache aus, dass die wenigsten Dinge oder Gegenstände nach Bestimmung und Programm laufen wollen. Am Ende der ersten Staffelhälfte beschlossen die Zeitreisenden, noch vorsichtiger mit ihrem Geheimnis umzugehen, aber das bedeutet, mehr oder weniger eine Art geschlossene Gruppe zu bleiben. Was ist, wenn jemand hinein will? Zum Beispiel Zane (Niall Matter)? Zane versucht Fargo (Neil Grayston) zu erpressen, um mehr über Jo (Erica Cerra) herauszufinden – bzw. über die mysteriöse gemeinsame Vergangenheit, über die er nichts weiß, von der er aber mittlerweile etwas zu spüren beginnt.

Wie der Zufall, eine Kombination aus Zanes Überstürztheit und Fargos Verspieltheit, es so will, bekommen die beiden genug Zeit, um in Ruhe zu reden. Genau sechs Stunden. So lange nämlich reicht der Sauerstoff in der Raumkapsel, die beide aus Versehen in den Orbit befördern – und sich selbst damit in die umgekehrten Rollen. Man könnte sogar sagen, dass das Kammerspiel zwischen Zane und Fargo eine von Eurekas liebevoll inszenierten kleinen Figurenreisen innerhalb der großen Zeitreise auf Staffelebene darstellt: eine Reise, die ihnen erlaubt, mehr über sich und andere herauszufinden und letztendlich den Veränderungen in ihrem Leben ins Auge zu sehen.

Fargo ist derjenige, der Ruhe bewahrt und mit kompetenten Einfällen aus schwierigen Situationen herauszukommen weiß, während Zane dem Ganzen mit Pessimismus und Angst begegnet. Fargo, der als GDs Chef eine Rolle spielen musste, scheint ihr langsam auch gewachsen zu sein. Zane wiederum wächst aus seiner Rolle des Rebellen heraus und versucht – auch über die Sache mit Jo – wirklichen Anschluss zu finden.

Währenddessen muss Allison in Eureka die Führung und die Verantwortung übernehmen. Ihr geliebter Jack Carter hilft ihr mit Last-Minute-Entscheidungen, die sich zwar als richtig erweisen, sie aber trotzdem ständig in Zwickmühlen manövrieren. Dank Kommunikation mit Hilfe eines alten Telefons und dem Transportmittel namens Pferd bringt man die Situation unter Kontrolle; Fargo und Zane können unversehrt den Boden berühren. Nichtsdestotrotz scheint das Ganze Konsequenzen zu haben: Fargo wird nach Washington bestellt und Allison und Jack müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass Beziehung und Job manchmal zu komplizierten Situationen führen. Genauso wie Andy und Sarah, so werden auch Jack und Allison etwas warten müssen, bis sie in Hochzeitskleidung auftreten dürfen. Aber die Tür bleibt offen, um nach den Sternen zu greifen – und die zweite Staffelhälfte von Eureka feiert einen liebevollen und amüsanten Wiedereinstieg.

Eureka: I’ll Be Seeing You (4×09)

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Nate Fisher, Jr: Tell me, am I dead?
Nate Fisher, Sr: Yes. And no. In some places you’re dead, in some you’re alive, in some places you never even existed, possibly, theoretically. Diese Unterhaltung aus der Episode Perfect Circles von Six Feet Under führt uns direkt zu dem Problem, mit dem Dr. Grant (James Callis) und Carter (Colin Ferguson) in I’ll Be Seeing You zu tun bekommen.

Ich muss gestehen: als Beverly Barlow wieder die Bühne betrat, hatte ich schon Bedenken, ob nicht einer der Figuren eine tödliche Wendung bevorstünde. Leider bewahrheitet sich das in dieser Episode. Grant willigt ein, von Beverly zurück in seine Zeit geschickt zu werden, wo er als eine Art „Gott“ die Welt zu einem besseren Ort machen soll. Das Problem sind die Kollateralschäden, die sein Transfer verursachen könnte.

Die Kollateralschäden der vorherigen Episode bekommen wir bereits in den ersten, für die Fans sehr zufrieden stellenden Minuten zu sehen: Carter und Allison wachen auf – zusammen, im selben Bett. Es hat lange gedauert, aber sie haben sich gekriegt. Oder ist das Glück von kurzer Dauer? Auf Fargos Befehl machen sich erst einmal alle auf die Suche nach dem von Beverly entwendeten Gerät. Habe ich „Befehl“ gesagt? Fargo scheint – und das wird von den anderen auch registriert –in seine Rolle hineinzuwachsen. Die Ereignisse nehmen ihren Lauf: Beverly aktiviert die Zeitmaschine; dies verursacht eine Druckwelle, die dazu führt, dass Henry und Allison, die nahebei im Auto sitzen, einen heftigen Unfall erleiden. Carter schafft es nicht, die beiden rechtzeitig von der gefährlichen Gegend fernzuhalten – und muss dann mit Entsetzen Allisons leblosen Körper neben dem Auto sehen. Allison ist tot!

Zugegeben: dieser Vorfall war ein Schock! Aber: damit gelingt den Eureka-Autoren eine turbulente zweite Hälfte des Sommerfinales. Wir haben es mit einer klassischen Situation zu tun: Zwei Männer versuchen im buchstäblichen Kampf gegen die Zeit, dieselbe Frau zu retten, die sich schon für einen der beiden entschieden hat. James Callis und Colin Ferguson liefern eine ausgezeichnete Leistung und überzeugen mit den emotionalen Höhen und Tiefen der von ihnen verkörperten Figuren. Carter und Grant reisen zurück in die Zeit zu dem Abend, an dem alle fünf sich in der Vergangenheit befinden. Wir haben also je zwei Carters und Grants… und dazu einen nackten Fargo. Durch einen der berühmten Carter-Einfälle gelingt es letztendlich, Allison aus der Zukunft zu retten, aber Beverly kann entwischen und scheint bezüglich des neuen Paars Carter / Allison Rachegelüste zu hegen.

Apropos Paar: Zwischen Zane und Jo kommt es zu einem Kuss, als er aus der Haft entlassen wird. Nur – im nächsten Moment taucht Zoe freudestrahlend auf und wirft sich an Zanes Hals. Dieser Liebesnebenplot dürfte ein Nachspiel haben: entweder in der Special-Weihnachtsepisode von Eureka oder erst im Januar.

Eureka: The Ex-Files (4×08)

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Am Ende der letzten Episode schien die Welt in Ordnung und Fargo (Nail Crayston) durfte den DJ spielen. Nur für Dr. Grant wurde die Welt noch komplizierter. Allerdings für uns Zuschauer auch, denn ich hab mich die ganze Woche lang gefragt, was das plötzliche Auftauchen von Beverly Barlowe wohl bedeuten mag. Beverly. Das sie ein Ziel verfolgt und Grant (James Callis) dafür braucht, ist klar, nur welches? Am Ende von The Ex-Files haben wir die Antwort. Aber bevor es soweit ist, können Fargos DJ- und Tanzkünste genossen werden.

Die Episode nimmt mehr oder weniger die Stimmung an dem Punkt auf, an dem sie angelangt war. Es findet eine Gartenparty statt, auf der die „neue“ glücklichen Pärchen anzutreffen sind: Carter/Allison und Henry/Grace. Nur Jo (Erica Cerra) sitzt traurig alleine und Fargo … nun, er denkt gar nicht darüber nach, dass er alleine ist. Fargo hat aber andere Ängste. In The Ex-Files begegnen alle Zeitreisenden ihren Ängsten. Buchstäblich. Nachdem die Meldung kam, dass Ed Quinn als Stark zurückkehren wird, habe ich mich gewundert, ob das mit dem alternativen Universum zu tun hat und damit mit Stark 2.

Aber die Autoren haben sich für eine Variante entschieden, die nicht nur überraschend-amüsant ist, sondern das Ganze nicht weiter verkompliziert. Carter (Colin Ferguson) begegnet Stark als Halluzination, die nur von ihm wahrgenommen wird, weil es mit der Überwindung seiner Unsicherheit und seiner Angst zu tun hat. Ich muss gestehen, bei den Szenen zwischen Stark und Carter hat man sich mit gewisser Melancholie daran erinnert, wie herausragend das Zusammenspiel zwischen den beiden funktionierte. Zane erscheint auch als romantische Halluzination von Jo, die mit dem tatsächlichen Zane gleichzeitig umgehen muss und vor allem mit der Tatsache, dass er weiterhin Zoe (Jordan Hinson) datet.

Während Allison mit Tess (Jaime Ray Newman) als der Angst um Verlust- und Bindungsängste zu tun hat, ist Fargos „Nemesis“ eine andere und ist in der sechsten Klasse. Das kleine Mädchen macht ihm klar, wie sehr er darunter leidet, herumkommandiert zu werden und nie den Rücken grade zu stellen und seine Meinung durchzusetzen. Am Ende können alle mehr oder weniger zufrieden stellend ihre Halluzinationen wieder in die ewigen Jagdgründe des Unbewussten befördern.

Dabei ist Carter der große Gewinner, den wir am Ende mit der Aussicht verlassen, die Nacht mit Allison im Bett zu verbringen. Andererseits bereitet diese Entwicklung ein bisschen Sorgen. Wenn alles gut läuft, kann es nicht gut enden oder? Beverly Barlowes Plan ist Grant zurück in das Jahr 1947 zu schicken. Mit allem, was er weiß, wird diese Reise nicht katastrophale Folgen für Eureka haben?  Werden tatsächlich die Eureka-Autoren den Zeiger noch einmal auf Null stellen?

Eureka: Stoned (4×07)

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Auch Stoned ist zwar eine amüsante Episode, aber diesmal steht irgendwie der Fall der Woche den wichtigen Beziehungsmomenten im Weg. Das Ganze kommt streckenweise langatmig rüber – wodurch die schon erwähnten Beziehungsmomente übertrieben wirken.
Fargo (Neil Grayston) macht eine Entdeckung: Jemand untersucht Dr. Grants (James Callis) Files, die Fargo gefälscht hatte; das Ganze droht aufzufliegen. „Violation of time travel protocol“ könnte unangenehme Konsequenzen haben. Also benötigt man Zanes Hilfe, um herauszufinden, wer nach Grant sucht – und warum. Jos (Erica Cerra) Problem besteht darin, Zane alles verschweigen zu müssen: sie ist zur Stummheit verurteilt – wie eine Statue, könnte man sagen.

Wie in Eureka so üblich, beginnen sich die Menschen tatsächlich in Statuen zu verwandeln. Fachlich korrekter ausgedrückt: Sie bekommen eine Ummantelung und leben darunter weiter. Aber für wie lange, ist die Frage… Denn ausgerechnet Zoe, die in Eureka zu Besuch ist, wird von der Steinepidemie betroffen.

Je mehr andere versteinern, desto redseliger wird Sheriff Carter (Colin Ferguson): tatsächlich versucht er, Allison (Salli Richardson-Whitefield) zu daten. Nun, im ersten Moment fasst sie das Ganze nicht als Date auf. Henry (Joe Morton) versucht seinerseits, Graces Herz zu gewinnen, und inszeniert ein Date in der Garage: mit Ozean und Strand. Das bleibt nicht seine letzte Bemühung in dieser Episode: Am Ende, wie aus dem Nichts, verwandelt sich die GD-Halle – mit Hilfe von DJ Fargo – in eine Diskothek, und Henry singt für Grace Thomas Dolbys “She Blinded Me with Science”. Angesichts der Tatsache, dass in dieser Episode so viel geschieht, wirkt jedoch die Henry-Grace-Story irgendwie fehl am Platz und hätte vielleicht eine eigene Episode verdient.

In der Zwischenzeit ist auch Jo Lupo versteinert. Nein, sie verwandelt sich nicht in eine Statue – aber  ihr Herz bleibt definitiv stehen, als sie erfährt, dass Zoe eine Romanze mit Zane anstrebt und der nicht abgeneigt ist. Was Allison und Carter betrifft, hatte ich die Befürchtung, dass die Autoren uns erneut mit einer „Wir sind nur beste Freunde“-Ansprache abspeisen würden, aber Fan-Wünsche können auch wahr werden: Das Küssen, mit dem die beiden rein technisch vor 60 Jahren anfingen, wird hier leidenschaftlich fortgesetzt.

Gibt es für die Beziehung jetzt ‚freie Bahn’? Nächste Woche werden wir, laut Ankündigung, Nathan Stark (Ed Quinn) sehen. Was bedeutet das für die „junge“ Beziehung? Und was bedeutet Beverly Barlowes Wiederkehr? Sie ist diejenige, die Dr. Grant am Ende der Episode trifft und ihm mitteilt, dass sie über alles Bescheid weiß. Aber: handelt es sich um die Beverly aus dem ersten oder aus dem zweiten Universum? Und welches Ziel verfolgt sie?

Eureka: Momstrosity (4×06)

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Do Androids Dream of Electric Sheep? Oder von Liebe, Geborgenheit, Familie? Auf seine verspielte Art und Weise widmet sich Eureka einer grundlegenden Frage aus der Sci-Fi-Tradition. Momstrosity ist eine weitere Eureka-Episode, die die Story der Woche mit der Beziehungswelt der Figuren und dem fortlaufenden Handlungsstrang – und mit einem Lächeln – geschickt zu verknoten weiß. Alles an AI (Artificial Intelligence) in Eureka scheint gewisse Störungen in der Programmierung zu erfahren, was zu gemischten Gefühlen unter den Bewohnern führt.

Gefühle, Emotionen – plötzlich sind sie nicht nur den Menschen in Eureka vorbehalten, sondern etliche künstliche Intelligenzen entwickeln welche. Ausgerechnet S.A.R.A.H., Sheriff Carters (Colin Ferguson) Haus, hat die Finger darin. Die neue Software, die GD mit dem kleinen Roboter namens EMO benutzen wollte, um Studenten das Elternsein nahe zu bringen, wurde von S.A.R.A.H. benutzt und umcodiert, so dass Deputy Andy Gefühle für sie entwickeln kann. Das Problem ist, dass der Liebesfunken auf alle künstliche Intelligenzen überspringt und das Metall zu glühen anfängt… Zusätzliches Gewicht verleiht den Ereignissen die visuelle Umsetzung: Carters Haus und GD glänzen in allen Regenbogenfarben, vor allem in Pink, Blau und Grün – etliche Glasoberflächen, vor allem die Wände, erstrahlen in Farbe. Hervorheben kann man die Szene mit Jo (Erica Cerra) unter der Dusche: nur ihre Silhouette auf der rosa Oberfläche ist zu sehen. Die Kamera befindet sich in der Frosch-Perspektive und simuliert horrorfilm-artiges Annähern – aber es kommt nur EMO, der Emotionsträger in Roboterform.

Das gesamte Bild wird in dieser Episode relativ dunkel gehalten. Licht von oben kommt kaum zum Einsatz, dafür werden die Gesichter der Figuren in warmes gelbes Licht getaucht. Und kein Wunder: Eurekas Luft flimmert vor Emotionen derartig, dass es kaum eine Software braucht, um alles zu „infizieren“. So kommen wir zum menschlichen Teil der Liebschaften:

Carter, Kevin, EMO, Dr. Grant (James Callis) und Fargo (Neil Grayston) machen einen Ausflug in die Wälder, der mehr als schief geht. Der Grund: Carters und Grants Gefühle für Allison. Zwischen den beiden kommt es fast zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung, als Kevin und EMO plötzlich verschwinden. Während die beiden sich auf die Suche machen, hat Fargo andere Probleme: Das AI-Zelt, das er mitgebracht hat, entwickelt Gefühle für ihn und umarmt ihn ganz fest – buchstäblich! In der Zwischenzeit findet man in Eureka die Lösung und versucht, alle AIs neu zu programmieren. Aber Tiny, der käfer-ähnliche Roboter, mit dem Carter keine gute Vergangenheit teilt, wird gerade Richtung NASA transportiert und kann nicht heruntergefahren werden. Tiny bricht aus und macht sich auf die Suche nach EMO, da sie (Tiny ist weiblich) mütterliche Gefühle zu entwickeln scheint.

Hier laufen beide Plots zusammen: Plötzlich werden Carter & Co. im T-Rex-Style à la Jurassic Park von Tiny verfolgt. Gut, dass man den Subaru dabei hat… und Fargo, der mit Terminator-One-Linern um sich wirft. Letzten Endes landet Kevin in Allisons Armen und EMO in Tinys.

Nun stellt sich die Frage: In wessen Armen wird Allison landen – in Grants oder in Carters? Immerhin wagt Carter einen großen Schritt, indem er Kevin erzählt, dass er seine Mutter liebt. Aber das ist noch immer nicht alles an emotionalen Erschütterungen in dieser Episode: Henry macht einen sehr gefährlichen Schritt und erzählt Grace alles über die Zeitreise. Obwohl er jedoch anfängt, Gefühle für sie zu entwickeln, ist Henry nicht „ihr Henry“, mit dem sie verheiratet ist. Bleibt abzuwarten, wie es zwischen den beiden weiter geht – und vor allem, welche Auswirkungen Henrys Geständnis auf die Schicksale aller Zeitreisenden haben wird.

Eureka: Crossing Over (4×05)

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Crossing Over stellt den zweiten Teil des Austauschs zwischen den SyFy-Produktionen Eureka und Warehouse 13 dar. Claudia (Allison Scagliotti) und Fargo bietet sich somit die Möglichkeit, ihren Flirt aus Warehouse 13 in Eureka fortzuführen – vor allem, da Todd mit Claudia Schluss gemacht hat. Steht dem freudigen Wiedersehen also nichts im Wege? Claudia: What’s up bitches? Nun, Claudias erster Auftritt stößt nicht auf Begeisterungsstürme von Allison (Salli Richardson-Whitfield), Jo (Erica Cerra) und Carter, die gerade den von Fargo (Neil Grayston) ausgerollten roten Teppich für Claudia bewundern dürfen. Carter ist sowieso mit ganz anderen Gedanken beschäftigt, die sich vorwiegend um Allison drehen – und um seinen Unmut gegenüber Dr. Grant (James Callis), der jede Sekunde benutzt, mit Allison zu flirten.

Und er ist nicht der einzige Hartnäckige in Eureka. Grace, Henrys (Joe Morton) Ehefrau in dieser Realität, zu der er sich hingezogen fühlt, möchte natürlich wissen, was sein komisches Benehmen in letzter Zeit zu bedeuten hat – vor allem seine Scheu vor dem Ehebett. Eureka schafft es auch mit dieser Episode, die Beziehungsprobleme der Zeitreisenden geschickt weiter zu flechten und vor unseren Zuschaueraugen auszubreiten.

Aber bevor man das Beziehungs-Crossing fortführt, muss Claudia Donovan eine GD-Führung machen: mit Douglas Fargo, dem Chef, höchstpersönlich. Wie wir wissen – und Fargo selbst weiß -, wenn er sich etwas vornimmt, geht es schief: One day of getting to look like I know what I’m doing, is that too much to ask for?! Anscheinend ja! Denn plötzlich beginnen Riesenbäume durch das komplette GD-Gebäude hindurch zu wachsen, ein altes Flugzeug taucht im Cafe Diem auf, und eine unbenutzte Patrone landet in Jos Brust.

Wie sich erweist, stammen all diese Objekte aus den späten Vierzigern des 20. Jahrhunderts. Das führt die Gedanken der Beteiligten zurück zu ihrer Zeitreise – und Henrys vor allem zu dem erfolgreichen Experiment vom Anfang der Episode, als er und der „Car Wash“ singende Grant an einer Wurmloch-Technologie bastelten. Unabsichtlich scheinen sie es dadurch ermöglicht zu haben, dass so genannte „exotic particles“ durch das Wurmloch kommen und als Magnete funktionieren, das heißt: Objekte aus der Vergangenheit „anziehen“. Die Gefahr: Eureka aus 1947 wird versuchen, Eureka aus 2010 zu verdrängen, was zur kompletten Vernichtung des modernen Eureka führen würde. Überdies scheint Dr. Grant so etwas wie ein Konvergenzpunkt für diese Teilchen zu sein, was tödliche Folgen haben kann.

Claudia, die für ihren ersten Eureka-Besuch Einiges geboten bekommt, gerät zusammen mit Fargo in ein plötzlich aufgetauchtes Minenfeld und der GD-Chef muss sie retten. Sein Lohn dafür: ein Kuss! Dabei fallen die beiden nach hinten… und Fargos Kopf drückt während des Küssens auf eine weitere Mine. In dieser ziemlich prekären Lage werden die beiden von Sheriff Carter (Colin Ferguson) gefunden, während Henry und Allison Dr. Grant retten und das ganze Crossing Over unterbinden. Ende gut, alles gut?

Die letzten Minuten dieser Episode zeigen uns, dass die Zeitreisenden ihr neues Leben nach und nach zu akzeptieren beginnen: Allison lässt sich von Grant zu einem Date überreden, Henry tanzt mit Grace, Carter und Jo sitzen mit Liebeskummer bei ihm zu Hause – und Fargo verabschiedet Claudia mit einem Kuss und einem Korb voller… Fargo. Fargo-Puppen, Fargo-Plakate und noch mehr Fargo-dies-und-jenes.

Eureka: The Story of O2 (4×04)

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Nach all den Strapazen und Zeitreise-Nachwirkungen der letzten Wochen hat man eine wichtige Figur fast vergessen: Zoe Carter (Jordan Hinson). Wir durften miterleben, wie die fünf Reisenden mit ihren Nächsten und der Stadt Eureka wieder Kontakt aufnehmen; da Zoe Eureka, auch in dieser Gegenwart, verlassen hat, kommt das Wiedersehen mit ihr zuletzt.

Carter beschließt, ihr einen Besuch an der Uni abzustatten und sowohl er als auch wir Zuschauer dürfen staunen, wie erwachsen Zoe (und auch Darstellerin Jordan Hinson) wirkt. Es ist nicht nur die neue Frisur: Zoe hat sich definitiv verändert, und Carter benötigt fast die komplette Episode, um damit zu Rande zu kommen. Ob die Geschichte mit der unsichtbaren Katze das beste Mittel für den Vater-Tochter-Beziehungs-Wiederaufbau ist, sei dahingestellt: Es war einfach an der Zeit, Zoe wiederzusehen. Ich wage aber zu bezweifeln, dass die Autoren ihr diesmal einen etwas längeren Handlungsstrang schenken.

Dafür bekommen wir in dieser Episode eine Menge Zane & Jo, denen ein kleiner Fortschritt beim Beziehungswiederaufbau gelingt. Da in Eureka die so genannte Space Week gefeiert wird, findet ein Wettbewerb statt, bei dem Raketen in den Weltraum geschossen werden: bis zum Mond und zurück. Lustigerweise kann man im Cafe Diem auf den Sieger wetten. Einer der Teilnehmer ist Allisons Sohn Kevin, der zwar gewinnt, aber nicht aus eigener Kraft – und auch nicht ohne Konsequenzen: Plötzlich droht Eureka die Zerstörung. Eins steht fest: Allison hat das Problem verursacht, indem sie die Sache manipulierte, um Kevin den Sieg zu sichern. Ein ziemlich untypischer Schritt für Allison, wie wir sie kennen!

Wie auch immer: die dramatische Musik ertönt, bekannt aus so vielen Sci-Fi-Produktionen der 80er Jahre, und Jo muss in Carters Abwesenheit die Ärmel hochkrempeln und zusammen mit Zane den Tag retten. (Er nennt sie sogar einmal “Jojo”, wie in der alten Gegenwart!) Der Preis dafür: Eine der Raketen trifft ihr Haus! Immerhin gefällt ihr der neue Deputy Andy (jetzt gespielt von Kavan Smith), der aus der Reparatur zurück ist, fast genauso gut wie er sich selbst: I am really enjoying the higher cheekbones.
Man darf auf die Crossover-Episoden mit Warehouse 13 gespannt sein!

Eureka: All the Rage (4×03)

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In All the Rage kehren wir eigentlich zu der „Wissenschaftliches Problem der Woche“-Erzählung in Eureka zurück, aber Eureka ist nach wie vor nicht Eureka. Nachdem die Zeitreisenden beschlossen haben ihre neue Gegenwart zu akzeptieren und das Geheimnis unter sich zu bewahren, werden sie augenblicklich mit den Problemen dieser Gegenwart konfrontiert. In All th Rage verwandelt sich GD in 28 Days, als ein Experiment mit dem Gerät, das die Aggression in Menschen reduzieren soll, schief geht. Es setzt die umgekehrte Wirkung ein und alle GD-Mitarbeiter bis auf Allison, Carter (Colin Fergusson) und Tess verwandeln sich in mit Adrenalin und Hass voll gepumpten Bestien, die nur eins wollen: Ihren verhassten Chef und GD-Despot Fargo erledigen!

Fargo, den wir am Anfang der Episode mit Führungsproblemen zu kämpfen hat und alles nur dank Allison bewältigt, wird auch vom Wut-Problem betroffen und gerät in eine handgreifliche Auseinandersetzung mit dem Leiter des Projekts Dr. Isaac Parrish (Guest Star Wil Wheaton). Wie es sich herausstellt, ist der ursprüngliche Fargo in Eureka 2 ein ziemlicher Diktator seinen Mitarbeitern gegenüber gewesen. Übrigens wo sind die entsprechenden Figuren aus Eureka 2? Sind sie auch in eine andere Parallel–Eureka versetzt worden oder existieren sie nicht mehr? Wir werden definitiv in The Night of the Living Dead versetzt, wenn in GD die Beleuchtung ausfällt und alle Mitarbeiter sich zu einer wutentbrannten Menge zusammentun und nach Fargo suchen.

Carter ist gezwungen Fargo auch als Lockvogel zu benutzen, damit er Allison retten kann und für Tess Zeit gewinnen, um den Prozess rückgängig zu machen. Sie schafft das und alles in Eureka 2 kehrt zur Normalität. Na ja, nicht alles. Denn Carter macht am Ende Schluss mit Tess und schickt sie weg, nach Australien. Die Frage ist, verstößt er nicht damit gegen die Abmachung mit den anderen und gegen die Gesetze dieser Realität? Was ist wenn in Eureka 2 Carter mit Tess zusammen sein muss? Das werden wir noch erfahren! Insgesamt wirkt All the Rage als eine schön inszenierte Aussage über das Schicksal der fünf gestrandeten Figuren: Die ganze Wut-Story unterstreicht das unangenehme Gefühl, fremd zu sein, sich an in einer Welt befinden, in der man nicht hingehört.

Und während Carter und Jo sichtlich von diesem Gefühl überwältigt sind, scheinen Allison und Henry besser zu Recht zu kommen. Denn Henry hat in dieser Episode einen sehr gelungenen Nebenplot mit Dr. Grant, als die beiden in Henrys Garage an der Zeit-Wurmloch-Maschine basteln und plötzlich entdecken, dass Gegenstände, die sie anfassen einfach verschwinden. Grace kann die beiden aufklären und sichtlich beruhigt hören sie zu, dass es sich um einen Scherz zwischen Henry aus Eureka 2 (der nicht mehr da ist) und Grace handelt. Das Problem, das auch Dr. Grant feststellt: Eigentlich ist Grace die perfekte Ehefrau für Henry und anscheinend ist er dabei sich in sie zu verlieben. Gespannt, wie es weiter geht!

Eureka: A New World (4×02)

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Wie oft kann man Zeitreisen in beide Richtungen betreiben? Gibt es einen Punkt, an dem die Veränderungen, die durch die Reisen eintreten, Veränderungen von Veränderungen von Veränderungen und so weiter bis in die Unendlichkeit werden?  Sind die Möglichkeiten, hin und her zu springen, unendlich? Gibt es Beweise für die Existenz des Unendlichen? Vielleicht gibt es ein Ende. Aber was ist, wenn es nicht gedacht werden kann?

Man kann sich stundenlang Fragen dieser Art stellen. Aber was die Eureka-Fans nach der Premiere wissen wollten, waren zwei Sachen: Woher kommt plötzlich diese Hologramm-Szene zwischen Tess und Carter und welche weitere Auswirkungen könnte das Hin- und Herspringen durch Zeit und Raum unserer Helden haben?

Die erste Frage ist schnell beantwortet: Der Co-Creator und einer von Eurekas ausführenden Produzenten, Jaime Paglia, teilte den Fans per Twitter mit, dass die Schluss-Machen-Bilder Teil einer herausgeschnittenen Szene aus dem Finale der dritten Staffel seien und diese Szene auf der Eureka-DVD komplett enthalten sein werde. Warum man sich dazu entschloss, ist eigentlich unwichtig, denn es handelt sich ja nur um eine Parallelrealität. Durch den Zeitsprung aus der Premiere der vierten Staffel hat die dritte sowieso nicht so existiert, wie wir sie erinnern. Also Neuanfang?!

Die zweite, viel wichtigere Frage lautet: Werden sich die Beteiligten für einen weiteren Zeitsprung nach hinten und dann wieder nach vorne entscheiden oder werden sie sich mit ihrer „neuen“ Gegenwart zufrieden geben? Reicht es, wenn man Dr. Grant nur zurückschickt? Passierte alles, weil Dr. Grant die Zukunft sehen wollte oder passiert es, weil er irgendwann in nächster Zukunft zurückgeschickt wird? Okay, es sind mehrere zweite Fragen…

Die Zeitreise von Carter, Lupo, Allison, Henry und Fargo in der letzten Folge verlief zwar erfolgreich, aber sie verursachte Verschiebungen, die anscheinend zu einer Parallelrealität der Gegenwart geführt haben. Und in dieser ist Allison (Salli Richardson-Whitfield) über Kevins „Normalität“ glücklich und vielleicht auch darüber, dass sie nicht mehr Chefin von GD ist. Aber wie in A New World deutlich zu sehen ist, ist Allison über die Beziehung zwischen Carter (Colin Ferguson) und Tess (Jaime Ray Newman) nicht sonderlich froh. Carter wiederum ist mit der Situation und den eigenen Gefühlen komplett überfordert.

Wie sich im Laufe der Episode herausstellt, hat er Tess gefragt, ob sie zu ihm ziehen will – und ja, sie will. Außerdem wird seine Hilfe gebraucht, denn in Section 5 gibt es auch in dieser Realität Probleme. Henry (Joe Morton) arbeitet daran, eine erneute Reise zu ermöglichen, aber der Versuch scheitert. Während Fargo (Neil Grayston) über seine neue Existenz als Chef von GD begeistert ist, geht es Jo Lupo (Erica Cerra) nicht so gut, da nicht nur Zane (Niall Matter) von ihr nichts wissen will, sondern sie auch keinen Job hat. Denn Hilfssheriff in der Parallelrealität ist Andy (Ty Olsson), der Sheriff-Roboter, der in einer Vergangenheit, die nicht mehr dieselbe ist, von Fargo erschaffen wurde. Geschickt erschaffen die Eureka-Autoren so eine Situation, die voller emotionaler Anspannung ist. Sie positionieren durch diesen Re-Boot die Figuren im Verhältnis zu den Veränderungen auf einer Skala zwischen positiv und negativ, was für weitere dramatische Entwicklungen und Ereignisse sorgen wird.

Werden die Charaktere sich mit ihrem Schicksal abfinden? Gibt es überhaupt Schicksal? Am Ende der Episode beschließen sie, keinem die Wahrheit zu erzählen und erstmals die neue Realität zu leben.