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Sanctuary: Review der zweiten Staffel

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Ohne lange zu zögern, kann ich mit der Feststellung eröffnen, dass für mich die zweite Staffel besser war als die erste. Sie hat zwar auch ihre Schwachstellen, aber allgemein kann man deutlich eine Entwicklung sehen, die den Fans Freude bereitet haben dürfte. Während die erste Staffel sehr und unausweichlich damit beschäftigt war die Sanctuary-Welt mit all seinen Abnormalitäten zu beschäftigen, Figuren einzuführen, einen handlungsübergreifenden Erzählstrang (gegen Ende der Staffel), entschied man sich in der zweiten Staffel ganz den Figuren und ihren Beziehungen zu widmen. Nein, Sanctuary wurde nicht zu einer Si-Fi-Soap, sondern zu einem Si-Fi-Drama.

Gegen Ende der ersten Staffel war The Cabal der Feind, mit dem man sich auseinandersetzen sollte und ausgehend von den ersten zwei Episoden der neuen Staffel dachte ich, dass es auch so bleiben wird, was mich wahrscheinlich zum Abschalten bewegt hätte. Aber falsch gedacht: Die ersten zwei Episoden sollten mehr oder weniger als eine selbstständige Einheit funktioniert um den Abschied von Emilie Ullerup (Ashley Magnus) in Szene zu setzen. Angeblich entschied sich SyFy Ashley herausschreiben zu wollen, denn nach den damaligen Umfragen des Senders, erwies sich, dass die Zuschauer ihren Charakter nicht mochten.

So lautete immerhin die offizielle Abschiedsrede seitens der Produzenten gegenüber Emilie Ullerup. Was der Grund auch immer gewesen ist, wir bekamen zwei Action geladene Episoden zu sehen. Magnus und ihr Team kämpften nicht nur gegen The Cabal, sondern auch gegen eine genetisch veränderte Ashley, was letztendlich mit Ashleys Tod endete, obwohl ihr Tod natürlich nicht eindeutig war. Zu dem Zeitpunkt fragte ich mich was für Gegenspieler jetzt wohl kommen mag oder was für ausgeklügelte Fälle der Woche Sanctuarys Autoren bereithalten. Ich war positiv überrascht: Die Serie schlug keinen von beiden Wegen ein.

Nachdem in der ersten Staffel die Figuren etabliert und ihre Schwächen und Stärken anhand der Fall der Woche-Erzählungen präsentiert wurden, wurde jetzt alles Episode für Episode vertieft. Diesbezüglich fand ich Ashleys Abschied eine gelungene, wenn auch für Fans (sie haben sie wohl doch nicht gehasst) und Darstellerin, schmerzvolle Entscheidung. So bekam man Gelegenheit tief in die Seele von Helen Magnus zu schauen und den Bund zwischen ihr und Will zu stärken.

Besonders die drei Episoden nach Ashleys Tod waren ausschließlich mit der Inszenierung der Trauerverarbeitung seitens Helen. Und ja, sie ist kein gefühlsloser Roboter. Aber ein anderer machte in meinen Augen den großen Sprung in dieser Staffel, nämlich Henry. In der ersten war er für mich nur ein nerviges Anhängsel und Mitarbeiter, auf den man auch verzichten könnte. Nun, leisteten die Autoren mit Episoden wie Fragments großartige Arbeit seine Figur hervorzuheben, ihr, Bedeutung zu verleihen, so zu sagen unverzichtbar für die anderen Figuren und für den Zuschauer selbst zu machen. Andere gute Entscheidung war John Druitt (Christopher Heyerdahl) und Nicola Tesla nicht die ganze Zeit bei dem Sanctuary-Team verweilen zu lassen, sondern ihre Funktion als „Sonderereignisse“ zu behalten und somit kraftvolle Auftritte zu verschaffen, wie Teslas, wo er am Ende seine Vampirkräfte verliert, oder wie Druitts Gut-Böse-Transformationen, die von Heyerdahl eindrucksvoll umgesetzt wurden.

Der Neuzugang Kate Freelander (Agam Darshi) war auch ein Treffer, aber zu ihr kommen wir gleich. Will blieb für mich bis auf das Finale, die einzige Figur, mit der ich nicht viel anfangen konnte. Die Erzählstränge um ihn herum taten aber das Nötige dafür. Seine zusammen geklatschte Romanze mit Clara am Ende der ersten und am Anfang der zweiten Staffel wurde genauso abrupt beendet, so dass der eigentlich sehr geschickt eingefädelte Plan mit Helen und Will als Trauernden nicht so ganz funktionierte.

Misslungen fand ich auch das erzwungene Erzählen von Kates Vorgeschichte in “Penance”, einer Episode, die eigentlich nur mit dem Gastauftritt von Michael Shanks als Jimmy glänzte. Umso verschwenderisch ging man mit ihm um, um bloß Kates Vergangenheit auf die Schnelle zu präsentieren. Abgesehen davon aber, und diese Tatsache macht Penance noch unerklärlicher, fügte sich Kate in Sanctuarys Team sehr schnell ein.

Jetzt geht es zu … Big Bertha: Das Finale, die Doppelfolge “Kali” stellte den Höhepunkt von Sanctuary dar, bis jetzt. Nicht nur visuell (wunderschöne Mumbai und Tokyo-Aufnahmen), aber auch vom mythisch-mystischen Gefühl, das sie kreierte. Man fühlte sich doch ein bisschen an Indiana Jones erinnert. Die Elemente von Fantasy und Romanze, die das Finale hervorhob, anhand der Inszenierung und den hypnotischen Treffen zwischen Kali (aka Big Bertha, gespielt von Sahar Biniaz) und Will führten uns ins Märchenland des Bollywood-Geschichtenerzählens. Und das Finale nahm zwei Erzählstränge wieder auf: Helen Magnus verliert das Vertrauen der anderen Köpfe des Sanctuary-Networks und Big Bertha als das mächtigste Wesen auf Erden.

Minuspunkt war Callum Blue als der Bösewicht Edward Forsythe, der aus dem … Nichts kam. Sein Auftritt war eher komisch als bedrohlich. Im Gegensatz dazu kann ich endlich sagen: Toll gemacht, Robin Dunne (Will) buw. Toll getanzt. Wills Versuch Kali mit Hilfe einer Tanzchoreographie zu erreichen und sie zu besänftigen, war eine ganz große Bollywood-Nummer. Nur es hieß letztendlich: “YOU BETRAYED ME!!!” Aber glücklicherweise tat Sanctuary das nicht seinen Zuschauern und man kann sich trotz Unzulänglichkeiten auf die nächste Staffel freuen.

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Sanctuarys erste Staffel: Bruchstücke fremder Geschichten

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Im Grunde genommen ergaben sich auf den ersten Blick (link) zu viele Probleme, die Sanctuary bekämpfen musste, um sich zu einer soliden Erzählung und vor allem zu einer soliden Unterhaltung zu entwickeln. Es fehlte an Hintergrund bei der Sanctuary-Mythologie. Sanctuary sah Mitte der Staffel immer noch wie ein zusammengewürfeltes Puzzle aus, das keine konkrete Form annehmen konnte und wollte. Man fand keine Balance zwischen dem coolen Videogame-Look, der Definition eines Endziels seiner Figuren und den intelektuell-philosophischen Fragestellungen, was Humanität wirklich ausmacht.

Sanctuary warf Episode um Episode mit Ideen um sich, bis man sich entschied in welche Richtung man gehen wollte. Letztendlich wurde (vermutlich) die richtige Entscheidung getroffen und die Narration bewegte sich (wie mittlerweile dramaturgisch üblich) von dem Monster der Woche zu einer mythologischen Auseinandersetzung. Zuerst gab man aber den Hauptfiguren etwas mehr an Hintergrund, um ihre Motivation für den Kampf gegen „das Böse“ zu untermauern. Die mysteriöse Helen mit ihrem Mona Lisa-Lächeln gewann mehr und mehr an Form und wir erfuhren, dass ihr langes Leben das Ergebnis eines Experiments zur viktorianischen Zeit war und sie zu einer Gruppe von brillanten Wissenschaftlern gehörte, die sich „The Five“ nannten und die Welt verändern wollten.

Das Ergebnis ihres Experiments mit einem Extrakt an sehr altem Vampirblut war, dass sie sich selbst veränderten. Zu dieser Gruppe gehörte Ashleys Vater und Helens Ex (Christopher Heyerdahl als John Druitt), den wir als Bösewicht und Jack the Ripper kennenlernten. Einer dieser Fünf ist auch Nicola Tesla, der als mächtiger Vampir das Ziel verfolgt eine Armee von Gleichgesinnten zu gründen. Angesichts der Tatsache aber, dass die Sanctuary und die ganze Welt von der Geheimorganisation namens Cabal bedroht werden, über die wir herzlich wenig Informationen bekommen, müssen alle ihre Spielchen vergessen und sich zusammen tun, um aus einer ehemaligen Geiheimstadt der Vampire ein Fläschchen mit dem uralten Vampirblut zu holen.

Dieses Blut soll (auf welche Art und Weise auch immer – habe ich nicht ganz verstanden) das von The Cabal geplanten Genozig an Menschen und „Abnormals“ (mit anderen Worten – Mutanten, die andere Bezeichnung dient hier dem Zweck Sanctuary von Dark Angel unterscheiden zu können) stoppen.

Man könnte sagen, dass diese erste Staffel hauptsächlich Helens Figur gehörte und dem Etablieren einer Grundlage für den Konflikt diente, der in der zweiten Staffel ausgetragen werden wird. Dann wird sich, meiner Meinung nach, der Blickwinkel von Helen auf Ashley und Will verschieben, da Ashley im Bann des Bösen gefangen ist und Will, Watsons Worten zufolge, derjenige ist, der sich um das Zusammenpuzzeln des Endspiels kümmern muss.

Übrigens das wird auch Zeit, denn den beiden Figuren konnte man in der ersten Staffel nicht wirklich was abgewinnen. Mindestens ich nicht. Obwohl ich den Dreieck Mutter-Tocher-Möglicher Liebhaber ziemlich gelungen fand. Dieser Dreieck wurde im Finale zu einem Viereck, denn Will kam dem neuen Mitglied (Rolle: smokin’ hot babe) des Teams Clara sehr nah. Endlich mal ein Kuss in der Sanctuary. Ob es dabei bleibt, wird die zweite Staffel zeigen, die nicht nur was romantische Beziehungen betrifft eine Menge Arbeit vor sich hat, um aus Sanctuary eine „gute“ Serie zu machen.
To Be Continued.

Sanctuary: Virtueller Trip ohne echtes Gras

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Die Macher von “Stargate Atlantis” und “Stargate SG-1” haben mit “Sanctuary” die erste “green screen” TV-Serie entwickelt, nicht nur in ihrem Sci-Fi-Genre, sondern überhaupt. Aber bevor wir zu dieser stilistischen Besonderheit übergehen, ein bisschen Vorgeschichte: Die eigentliche Premiere von Sanctuary liegt schon ein Jahr zurück. Es debütierte nämlich als Web-Serie auf SciFi.com und umfasste acht Episoden. Die innovative (und auch verhältnismäßig billige, wie wir sehen werden) Machart und der Erfolg der Webisodes veranlassten den Sci-Fi Channel, eine TV-Variante mit 13 Episoden in Auftrag zu geben.

Seit dem 03.10.2008 ist die Serie sowohl auf dem SciFi Channel als auch auf den kanadischen The Movie Network und Movie Central zu sehen. Im Schnitt begeistert sie 1,5 Millionen Zuschauer und ist damit zwar nicht so erfolgreich wie „Eureka“, aber erfolgreich genug für eine Eigenproduktion.

Man könnte die Serie thematisch in der Nachfolge von „The X-Files,” “X-Men,” “Men in Black,”  oder auch „Dark Angel“ verorten. Amanda Tapping (ein bekannter Sci-Fi-Star aus „Stargate: SG-1“), spielt die 157-jährige Wissenschaftlerin Dr. Helen Magnus. Zusammen mit ihrer Tochter Ashley (Emilie Ullerup) und dem Psychologen Will Zimmermann (Robin Dunne) macht sie Mutanten und andere Kreaturen ausfindig, rettet sie bzw. rettet die Welt vor ihnen und „studiert“ sie in ihrer Hochburg, genannt The Sanctuary. Und so kommen wir gleichzeitig zu den Vorteilen und Nachteilen der Produktion.

Ganz allgemein betrachtet, sieht Sanctuary als Serie gut aus. Als erste TV-Serie in Amerika wurde sie mit Hilfe der so genannten Red Camera aufgenommen. Bei diesem System wird direkt auf dem Harddisk aufgenommen und nicht mehr mit Film gearbeitet. Dadurch kann das Postproduction-Team sofort mit dem Material, das während des Drehtages geschossen wurde, arbeiten.  Dieses Vorgehen spart nicht nur Zeit, sondern auch Kosten. Bilder aus Red-Camera-Aufnahmen besitzen überdies eine mehr als doppelt so hohe Auflösung wie die einer High-Definition-Camera. Es wurden bei Sanctuary zwischen 300 und 400 Special Effects Shots pro Episode gemacht.

90 % der Sets sind vor einem Green Screen entstanden, d.h sie sind virtuell, was für eine TV-Serie absolut ungewöhnlich ist. Die Sanctuary-Räume haben teilweise einen dunklen Wide Angle Look wie in Computerspielumgebungen bzw. -räumen, aber die Schauspieler passen sich ihrer virtuellen Umgebung erstaunlich gut an – der anders lautenden Meinung mancher Kritiker zum Trotz. Damit keine Missverständnisse aufkommen, sei an dieser Stelle angemerkt, dass diese virtuelle Umgebung bei der Sichtung der Serie nicht anders funktioniert als ein normaler Filmset – mit dem Unterschied, dass es für die Schauspieler erheblich schwerer ist, während der Produktion mitten in einem grünen Nichts so zu agieren, als befänden sie sich zum Beispiel in den Katakomben einer mittelalterlichen Burg.

Das virtuelle Bild ist schon beeindruckend, keine Frage, aber das Problem der Serie ist, dass auch die Plots zu einer gewissen Virtualität neigen, zu einer gewissen Nicht-Existenz. Ja, es gibt gute erzählerische Momente, Momente, in welchen auch Spannung aufgebaut wird, aber die meiste Zeit besteht die Sanctuary-Welt aus Bruchstücken „fremder“ Geschichten, die wir schon besser erzählt gesehen haben. Patchwork ist ja nicht schlecht – das betreiben nicht wenige Serien; aber das Element des Eigenen lässt hier auf sich warten. Es fehlt an Hintergrund bei der Sanctuary-Mythologie: Woher kommen (die sonst super cool gemachten) Monster, welche gesellschaftliche Zustände herrschen, warum sehen bei „Außenaufnahmen“ die Sets so apokalyptisch aus, wer ist der wirkliche Gegenspieler von Dr.Magnus & Co etc.?

Diese Fragen werden in der Serie weder gestellt noch beantwortet (auch nicht virtuell). Nun, man weiß ja nie – vielleicht werden sich die Macher der Serie in einer zweiten Season auch ein bisschen mehr auf die Drehbücher konzentrieren und nicht nur auf die technische Seite der Produktion. Man könnte sagen, dass Sanctuary zwar „Stargate“-Niveau hat, aber noch nicht die narrative Wucht von „Battlestar Galactica“. Ob diese Serie überhaupt dahin kommen kann, ist für mich sehr fraglich (ich werde das Ganze natürlich trotzdem weiter verfolgen). Sie ist kein rechter Zugewinn für den Sci-Fi Channel, fällt aber auch keinesfalls negativ ins Gewicht. Wie man beim Pokern sagt: Nice move, but it doesn’t raise the stakes either.

Eureka: Do You See What I See (4×21)

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Eureka bringt wie auch im letzten Jahr eine Abschluss-Episode zu Weihnachten, die mit der fortlaufenden Erzählung wenig zu tun hat – aber dafür mit Weihnachtsmärchen. Gibt es eigentlich einen besseren Ort als Eureka, wo während der Weihnachtstage alles möglich wäre? Eigentlich kaum. Auch wenn man getrost konstatieren darf, dass die Weihnachtsepisoden immer wieder mit einer extra Portion Weihnachtsglocken auf den Gefühlsknopf drücken (Knöpfe drücken ist in dieser Episode – und in Eureka generell – eine häufig ausgeübte Tätigkeit!), ist es trotzdem amüsant, die Figuren vor Jahresende noch einmal zu sehen.

Obwohl: welche Figuren? Eine sehr gute Frage, die in dieser Episode extrem schwer zu beantworten ist. Während Carter (Colin Ferguson) und seine Co-Konspiratoren versuchen, Eureka als Weihnachtsüberraschung mit Schnee zu bedecken, bemüht sich Allison (Salli Richardson-Whitfield), das perfekte Fest für alle zu organisieren. Auch die perfekten Geschenke sollen es sein, aber wie man es von Kindern kennt, sind sie nur zu ungeduldig, unter den Tannenbaum zu schnuppern.

Da Kevin und Jacks Tochter Jenna ins Bett bringen müssen, erlauben sie ihr, ein Geschenk zu öffnen. Ausgerechnet ein Hologramm-Buch kommt zum Vorschein, das Kevin dann mit der falschen Stromquelle speist und das in Verbindung mit einem Protonen-Beschleuniger die ganze Stadt und die Menschen außerhalb Sarahs in Cartoons verwandelt. Übrigens: Dieses Mal wird die Geschichte am Anfang und zum Ende von Sarahs Voice Over erzählt. Als die Kinder mit dem Buch spielen, ändern sich die Bilder und springen von Scooby Doo, South Park, Simpsons und Charlie Brown zu japanischer Anime!

Henry verwandelt sich in eine Aufziehpuppe (Woody aus Toy Story), Jo Lupo wird zu Disneys “Jo White”, Taggart zum Eisbären – und Carter ähnelt Dudley Do-Right. Dr. Drummond ist natürlich auch mit von der Partie in einem von Hunden gezogenen Schlitten. Der Hundeanführer heißt Rudy (kurz für Rudolph?) und überbringt eine Nachricht für Deputy Andy (Kavan Smith), während Sninjas (Schnee-Ninjas) Eureka angreifen. Eureka schafft es inmitten dieses amüsanten, leicht melancholischen Animationsfestes beinahe unbemerkt, persönliche Nachrichten für die Figuren einzubauen… und eine ganz einfache für uns Zuschauer.

Nicht nur verkörpern die animierten Figuren, die wir sehen, Eigenschaften oder Gemütszustände der Betroffenen – Jo (Erica Cerra) als sich für die Feiertage isolierende/s Eisprinzessin / Schneewittchen, Taggart (Matt Frewer) als Eisbär, Fargo (Neil Grayston) als Bobble-Head oder Henry als Aufziehpuppe -, sondern sie können auch einander Weihnachtswünsche erfüllen. Wenn auch nicht so, wie sie es sich ursprünglich gedacht hatten. Und Eurekas Nachricht an uns: Vielleicht den Laptop, das Blackberry und andere Geräte wenigstens für einen Tag ausgeschaltet lassen und trotzdem Verbindung zueinander halten – und zwar von Angesicht zu Angesicht, wie es die Alltagshektik oft nicht mehr erlaubt.

Eureka: One Giant Leap (4×20)

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Willkommen zu Eurekas Finale! Nach einer sehr guten vierten Staffel lässt uns Eureka mit einem monströsen Cliffhanger… hängen. Die Staffel begann mit einer Reise in die Vergangenheit: ins Jahr 1947, bevor Carter & Co. zurückkamen. Nun, nicht wirklich „zurück“, denn sie fanden sich in einer alternativen Zeit wieder, die ihrem Leben einige Veränderungen einbrachte. Während die erste Staffelhälfte sich mit den Versuchen der Zeitreisenden befasste, einen Weg zu finden, um alles wieder in Ordnung zu bringen bzw. mit den Veränderungen umzugehen, machte die zweite Staffelhälfte einen großen Sprung, vor allem, was die Entwicklung von Figurenbeziehungen betrifft.

Es schien, als hätten Eurekas Autoren die Pause gut genutzt, denn jede Episode präsentierte sich als sorgsam um eine bestimmte Thematik orchestriert, ohne den Humor aus den Augen zu verlieren.
Der erste große Sprung bestand im Grunde darin, dass sich alle damit abfinden mussten, in dieser anderen Zeit zu bleiben. Die letzten Episoden forderten zudem viele „kleine“ große Sprünge von den Beteiligten, eng gekoppelt an den handlungsübergreifenden Erzählstrang, die Astreus-Mission Richtung Titan. Diese Mission nun kann man in jedem Sinne als „One Giant Leap“ bezeichnen.

Natürlich schwingen bei jeder großen Entscheidung Zweifel mit, ob sie sich als richtig erweist und was passiert, wenn der Sprung schief geht. Und was, wenn man gar nicht weiß, welchen großen Sprung man machen will? Ein sehr gelungener Aspekt dieses Finales liegt in seinem Umgang mit Jo Lupos (Erica Cerra) Figur, die am Ende Abschied von Eureka nimmt, um genau das herauszufinden: Welches ist der große Schritt, den sie wirklich machen will – und den nicht andere von ihr erwarten?

Während Allison sich entscheidet, mit ihren Kindern zu Carter (Colin Ferguson) zu ziehen, ziehen es Holly (Felicia Day) und Fargo (Neil Grayston) vor, nicht bis Titan zu warten, um unter eine gemeinsame Decke zu kriechen. Als Fargo die drei wichtigsten Worte zu Holly sagt, wird die Nerd-Liebe auch konsumiert. Graces Abschied von Henry verläuft zwar platonisch, aber nicht weniger romantisch.
Das Problem liegt nun darin, dass sich nicht nur Figuren voneinander verabschieden, sondern dass auch Gegenstände anfangen zu verschwinden. Und wo könnte man besser verschwinden als in einem Schwarzen Loch?

Ja, schwarze Löcher suchen Eureka heim – und es bedarf der Hilfe eines gewissen Dr. Plotkin (Dave Foley), um sie in den Griff zu bekommen. Übrigens: Sogar der Präsident, der für den Titan-Start eintrifft, bekommt zu spüren, wie die alltäglichen Geschäfte in Eureka so ablaufen. Nicht nur wird sein Auto „gelasert“, sondern etwas später verschwindet das komplette Café Carpe Diem. Und natürlich wird Carters Jeep eingesogen, bevor er das Ganze mit Hilfe einer Plotkin-Rakete beenden kann. Ein netter Zug seitens der Eureka-Crew übrigens, am See eine Gedenktafel zu platzieren: mit dem Namen des kürzlich verstorbenen Eureka-Produzenten R. Petrovicz (“Founders Day”).

Am Ende begleitet die akustische Version von “Rocket Man” die Abschiede und die letzten Vorbereitungen vor dem Astreus-Start. Dann verlieren Henry & Co. die Kontrolle über das System. Das Schiff startet zu früh, mit Allison noch an Bord! Wohin es verschwunden ist, kann niemand sagen, denn die Koordinaten wurden geändert. So lässt man die Zurückgebliebenen und uns Zuschauer stehen, die Augen himmelwärts gerichtet… Ist es Beverly Barlowe, die hinter dem Ganzen steckt? Obwohl: Senatorin Wen benahm sich die ganze Zeit über ziemlich merkwürdig… Die Spekulationen überlasse ich euch – und verabschiede mich bis zur Weihnachtsepisode dieser sehr guten Staffel der SyFy-Serie mit einem „Carpe Diem“!

Eureka: One Small Step (4×19)

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Do androids dream of electric love? Yes, they actually do. Es fällt einem kaum eine bessere Beschreibung ein für Eurekas One Small Step. Wie die letzten Episoden der SyFy-Serie immer tiefer und ausführlicher in die Beziehungen zwischen den Protagonisten und ihre Beziehungskonflikte eintauchten, so widmet sich One Small Step dem romantischen Drama zwischen Andy und S.A.R.A.H. Dass die Hochzeit vor ein paar Episoden platzte, bedeutet nämlich nicht, dass die beiden miteinander Schluss gemacht hätten! Das bekommen Carter und Jo ausführlich zu hören, nachdem Andy anscheinend wieder einmal in Carters Haus übernachtet hat – in jedem Sinne. Übrigens: Andy im Bademantel mit Androiden- Muster – awesome!

Ein Schrittchen nach dem anderen: So baut man Beziehungen wieder auf. Die Story um Andy und Sarah verläuft spiegelverkehrt zu der von Jo und Zane – Wärme gegen Kälte. Denn Zane zeigt Jo die kalte Schulter, seit sie sich aus der Titan-Mission zurückgezogen hat. Nun: Es ist nicht die Liebe zwischen den AI-Intelligenzen, die etliche Gegenstände und Geschöpfe in Eureka schmelzen lässt, sondern wieder einmal zeitigt die Vorbereitung auf die Mission katastrophale Nebeneffekte, die Fledermäuse und Guano involvieren.

Grace wird zum Kapitän der Astraeus-Crew gewählt. Aber sie hat keine Zeit, sich in Diskussionen zu verwickeln wie etwa Fragos und Hollys, wer als erster den Titan-Boden betreten darf. Denn: das ist schon passiert! Durch eine Fehlfunktion landet ausgerechnet Andy in der kalten Titan-Welt. Während er dort am Einfrieren ist, sind weiterhin Gegenstände in Eureka am Schmelzen – inklusive Andys Geliebte Sarah. Wie soll Jack beide gleichzeitig retten?

Ohne Hilfe geht es nicht. Die kommt ausgerechnet von jemandem, den man so gut wie vergessen hat: Willkommen zurück in Eureka, Taggart (Matt Frewer)! Man macht es Jo Lupo in dieser zweiten Staffelhälfte wirklich schwer, was Herzensangelegenheiten betrifft. Ihre Unsicherheit gegenüber Taggert – wegen der Beziehung der beiden in der alternativen Zeit – wächst umso mehr, als er sie über einen gewissen „Antrag“ in Kenntnis setzt, den er ihr in dieser Zeit gemacht habe. Obwohl man nicht weiter darauf eingeht, macht es Spaß, Taggart wieder in Interaktion mit Jo zu sehen!

Zane jedoch ist nach wie vor nicht gut auf Lupo zu sprechen. Vielleicht lauert in ihm die Befürchtung, dass die Mission ihre Beziehung abkühlen wird? Nun, die Sarah-Andy-Lovestory zeigt etwas Anderes. Beide erleben ein buchstäbliches Wechselbad der Gefühle: Er friert ein und sie schmilzt, aber die Liebe bleibt bestehen. Man kann sogar sagen, dass die extremen Umstände – seine Reise zu Titan – Andy Sarah näher gebracht haben.

Die romantische AI-Geschichte (und Fargos Beziehungsberatung) bringen Zane dann doch dazu, in Ruhe mit Jo zu reden, während Carter Allison das Angebot macht, samt Kindern bei ihm einzuziehen. Ob sie das tut und wie die Titan-Mission verlaufen wird, erfahren wir nächste Woche.

Eureka: This One Time at Space Camp… (4×18)

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Wie kann man am besten zusammenfassen, was zwischen Carter und Allison in dieser vierten Staffel passierte? Indem man Dr. Hughes zurückbringt und in Carters Kopf steckt. Die letzten Interviews wegen der Titan-Mission werden geführt, und Dr. Hughes taucht als sein eigener Supervisor auf. Da Allison und Carter mit der Entscheidung über ihre Beziehung nicht einverstanden sind, haben sie eine erneute Untersuchung ihres Falls gewünscht. Hughes wurde gerade befördert und steht zu Carters und Allisons Entsetzen wieder in GD.

Während des Interviews mit Hilfe eines Bio-Cortex-Recorders ereignet sich jedoch ein kleiner Zwischenfall, wodurch Carters Erinnerungen in Hughes Kopf hineinströmen: Er beginnt unterschiedliche Vorfälle auszuagieren, die für Henry und Carter zunächst wie Sabotageakte aussehen. Auch Carters Liebe zu Allison stellt Hughes unter Beweis, was fast zu seinem Tod führt… Nicht nur sind die Szenen mit Hughes amüsant und bieten eine gelungene Zusammenfassung vergangener Ereignisse, sondern sie liefern – von der romantischen Seite her betrachtet – den endgültigen Beweis (wenn auch nicht direkt von Jack) für das starke Band zwischen ihm und Allison.

Aber was Erinnerungen und Flashbacks betrifft, beschränkt sich diese Episode nicht auf Carter und Allison. Während der Interviews von Jo, Zane und Fargo werden sie in ihre Kindheit zurückversetzt, um die Wurzeln ihres Werdegangs offenzulegen – und um selbst zu entscheiden, ob sie wirklich Teil der Mission sein wollen oder nicht. In Jos Fall läuft das auf ein Nein hinaus. Sie entscheidet sich zu bleiben, während Zane, der sich als Fünfjähriger in die NASA-Datenbank hackte, mitgehen will.

Dasselbe gilt für Holly und Fargo, die an Bord Dungeons & Dragons spielen und sich auch anderweitig beschäftigen dürfen. Senator: …the most recent including Worm Holing Dr. Marten. Fargo: What? No, no, I swear we’ve only just kissed. Und Dr. Parrish? Nun, er wird nicht fliegen – und sich mit den Wissenschaftswettbewerb-Pokalen seiner Kindheit zufrieden geben müssen.

Mit This One Time at Space Camp… gebe ich mich durchaus zufrieden. Es scheint eine Lufthol-Episode zu sein, aber im positiven Sinne.

Eureka: Clash of the Titans (4×17)

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Dichter Nebel legt sich über Eureka und über die Beziehungen fast aller Beteiligten. Werden sie einander in diesem Nebel finden können? Im Vergleich zur Eröffnung dieser Episode bezieht sich diese Frage nicht auf Trainingseinheiten und Simulationen. Denn in Clash of the Titans stoßen junge und alte Beziehungen auf unterschiedliche Hürden. Henry wird mit Graces Wunsch konfrontiert, neue Eheringe zu wählen. Zane ist ein freier Mann und kündigt an, Eureka verlassen zu wollen. Carter und Allison wiederum bekommen Besuch von einem D.O.D.-Angestellten namens Warren Hughes (Wallace Shaw, Princess Bride), der überprüfen soll, inwieweit ihre Beziehung mit ihren Jobs kollidiert.

Was Holly und Fargo betrifft, so beeinflusst die romantische Spannung zwischen den beiden definitiv ihre Arbeit, wie wir bei einer Übung im Teaser der Episode sehen. Diese Übung nimmt die Ereignisse der Episode in gewissem Sinne vorweg. Sie stellt eine Simulation der Verhältnisse auf Titan dar, die zum Entsetzen der Beteiligten bald auch in Eureka herrschen. Der Wunsch des für die Simulation verantwortlichen Wissenschaftlers, alles noch realistischer zu gestalten, geht leider in Erfüllung. Dichter, orangefarbener Nebel sucht Eureka heim, als der Roboter Tiny von seiner Samples-Sammel-Mission auf Titan zurückkehrt und… explodiert. Wie das alles passieren konnte und was genau es mit dem Nebel auf sich hatte, müsst ihr Henry fragen und nicht mich!

Außerdem öffnen sich plötzlich abgrundtiefe Löcher in der Erde. Eins davon verschlingt fast Mr. Hughes. Es ist so, als hätte Sheriff Carters Unbewusstes ein Schwarzes Loch kreiert, um den unerwünschten und lästigen Besucher verschwinden zu lassen. Denn Carter ist ganz und gar nicht glücklich über den Beziehungscheck! Ebenso wenig glücklich ist natürlich Jo über Zanes Pläne… aber er geht ja noch nicht. Erst einmal nehmen die beiden ausgiebig und mehrmals Abschied voneinander.

In den Pausen zwischen diesen Abschieden steigert sich Jo (Erica Cerra) in die Rolle einer Hochzeitsplanerin für Henry und Grace hinein. Sehr prominent ist die Zeitschrift mit dem Namen „Destination Weddings“ im Vordergrund zu sehen. Ob Jo auch gern in Richtung Hochzeit gehen würde? Für Carter und Allison stellt sich eine ähnliche Frage – bzw. sie stellt die Frage ihm, aber die Antwort bleibt erst einmal aus. Die Funken zwischen Holly (Felicia Day) und Fargo (Neil Grayston) fliegen hingegen so heftig, dass Holly kurzerhand entscheidet, mit Sex die Spannung herauszunehmen. Aber Fargo geht alles zu schnell. Denn was gibt es Besseres als ein romantisch-nerdisches Vorspiel?

Grayson und Day bilden tatsächlich eine perfekte Kombination und sorgen wieder einmal für amüsante Szenen – neben ihrem der anfänglichen Übung ähnelnden Einsatz auf Eurekas Hauptstraße, um die Stadt zu retten. Auch die Henry-Grace-Problematik findet zu einer Lösung, und Jo macht ihre Sache als Planerin besser als gut. Nur für Allison und Carter sieht es nicht gut aus, denn Hughes’ Urteil lautet: Beziehung am Arbeitsplatz nicht möglich! Beide hängen zu sehr aneinander, um zusammen arbeiten zu können; also heißt es für sie: entweder – oder. Nur noch drei Episoden bleiben uns, um zu erfahren, ob es am Ende doch vier Hochzeiten und k/einen Todesfall in Eureka geben wird!

Eureka: Of Mites and Men (4×16)

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Eurekas Titel-Anspielungen auf diverse Kulturgüter dauern an. Diese Woche muss John Steinbeck für den Sci-Fi-Spaß herhalten: mit seinem Roman Of Mice And Men. Ursprünglich wollte Steinbeck das Buch Something that happened nennen, entschied sich aber schließlich, seinerseits den schottischen Dichter Robert Burns zu zitieren – genauer gesagt, dessen Gedicht Of Mice and Men, das die Beziehung eines Bauern zu den Mäusen auf seinem Acker beschreibt. Eurekas Of Mites and Men erzählt nun von etlichen Beziehungen, aber die Beziehung der Woche ist die zwischen Sheriff Carter und den Robotermilben, die fleißig GD bearbeiten. Dabei handelt sich um die Bauern des Titanmission-Schiffes, das laut Senatorin noch zügiger als geplant gebaut werden muss.

Was die Senatorin in GD sucht? Sie entscheidet sich, Allison noch mehr freie Tage zu geben, damit sie sich von dem Beverly-Angriff erholt. Carter vertritt dieselbe Meinung, aber Allison fühlt sich ausgeschlossen, und es kommt zu kleinen verbalen Auseinandersetzungen mit Carter. Ihm ergeht es unter der Senatorinnen-Führung auch nicht besonders – er muss sogar Anzug tragen… Die Senatorin nimmt keine großen Veränderungen vor, aber man kennt ja den Spruch: Kleinvieh macht auch Mist.
Eine bessere Beschreibung dieser Episode gibt es eigentlich nicht.

Die Baumilben fressen Wolfram, und für den schnellen Bau des Raumschiffsrumpfs fangen sie gar an, GD zu verspeisen und zu verbauen. An manchen Stellen also erscheinen buchstäblich Schiffswände, während andere Sachen verschwinden – zum Beispiel der Fahrstuhl. Während Carter mit seinem Anzug und den Milben hadert, müssen Jo, Parrish, Fargo und Holly sich einem psychologischen Test unterziehen und werden in einem kleinen Raum festgehalten, wo sie Larry (ihr Missionsverantwortlicher) mit Diskomusik, Hitze und Bastelaufgaben quält. Zane taucht auch auf, wobei sich später erweist, dass er als Teil vom Test eingeschleust wurde. Die Szenen mit den vieren stecken voller Situationskomik und gelungener Dialogfetzen. Parrish zeigt vor Holly seine wahre Natur und Fargo seinen Erfindungsgeist. Holly zeigt, wie… „schmal“ sie sein kann: mit Konsequenzen nicht nur für Fargos Vorstellungskraft.

Mit Allisons Hilfe und Carters Geschick können die Milben außer Gefecht gesetzt und die vier aus dem Raum befreit werden. Aber die wichtigsten Aufgaben haben die Baumilben im metaphorischen Sinne schon erledigt, nämlich den Rumpf so mancher Beziehung in Eureka zu stabilisieren und / oder zu Ende zu bauen. Denn am Ende der Episode haben Fargo und Holly ihr Date, Grace gibt Henry den Ehering mitsamt Heiratsantrag wieder – und obwohl Zane mit Erlaubnis der Senatorin Teil der Mission sein darf, glaubt er, in Eureka bei Jo bleiben zu wollen.

Auf den ersten Blick ist Of Mites and Men keine besondere Episode, aber sie bietet eine Art Zwischenbilanz nach der Zeitreise und zeigt uns, welchen Weg die Figuren gegangen sind. Fargo entwickelt sich langsam zu einem echten Leader, Henry ist seit der Verbitterung nach Kims Tod nun wieder glücklich, Zane und Jo finden wieder zueinander, nachdem Lupo am Anfang so verloren schien – und Carter und Allison lernen, mit den kleinen Stolpersteinchen des Alltags zurechtzukommen.

Eureka: Omega Girls (4×15)

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Nachdem letzte Woche Sheriff Carter den Eureka-Helden spielte und für eine Menge Situationskomik und Action sorgte, wird die neue Episode absolut von Girl-Power dominiert. In jeder Hinsicht: Salli Richardson-Whitfield (Allison) hat mit Omega Girls ihr Regiedebüt abgeliefert! Ein Frauendreieck bildet das Zentrum der Ereignisse. Zoe (Jordan Hinson) kommt zu Besuch, und ausgerechnet Jo (Erica Cerra) holt sie vom Flughafen ab. Anscheinend hat Zane Zoe über seine romantischen Verwicklungen mit Jo informiert, denn sie zeigt Jo die kalte Schulter. Zeit kann Wunden heilen, doch in diesem Fall hat die Zeit bzw. die Zeitreise eher Wunden geschlagen!

Während Jo damit hadert, wie sie Zoe alles erklären soll, wird Allison offiziell zum neuen alten Chef von GD ernannt – wegen Fargos (Nail Grayston) Teilnahme an der Titan-Mission. Omega Girls spielt mit ihrem Titel auf Charlton Hestons The Omega Man an, aber auch vom Verlauf der Ereignisse her kann man Ähnlichkeiten entdecken. Im Grunde besteht Omega Girls aus der Interaktion zwischen Beverly/Allison, Zoe und Jo, während der Rest der Eureka-Bevölkerung in eine Art Komazustand versetzt wird. Dahinter steckt natürlich Beverly, die sich durch Carters (Colin Ferguson) Erkenntnis ihrer wahren Natur gezwungen sieht, Plan B zu aktivieren.

Ihr Endgame besteht darin, sämtliche Projekte und Geheimnisse Eurekas herunterzuladen. Als Zoe und Jo in Eureka eintreffen, finden sie die komplette Bevölkerung außer Gefecht gesetzt. Jetzt wissen wir, warum Allison keine Erinnerung daran hatte, was mit dem Impfstoff geschah! Nur: Beverly hat ihre Rechnung ohne zwei durchaus gefechtsbereite Wirtinnen gemacht.

Vor allem Zoe befindet sich wegen der Geschichte zwischen Jo und Zane bereits in einem vorgeglühten Zustand – eine Auseinandersetzung mit Beverly Barlow kommt ihr eigentlich gerade recht, um Dampf abzulassen! Zuerst nämlich muss Zoe alles à la John McClane (Bruce Willis in Die Hard) im Alleingang managen, weil Beverly es schafft, Lupo gefangen zu nehmen. Sowohl Vater als auch Tochter Carter erkennen, wer hinter Allisons Fassade steckt. Zoe kann sie sogar am Walkie-Talkie festnageln – durch Beverlys Sprechweise und Wortwahl. Das Katz-und-Maus-Spiel in GD ist zwar kein Action-Highlight, aber die Spannung bleibt trotzdem erhalten. Was konnte Beverly herunterladen, bevor Lupo sie unterbrach? Vielleicht etwas über die Titan-Mission oder über die Zeitreise?

Es bleiben noch genug Episoden, um das zu erfahren. Dennoch ist es eine traurige Nachricht, dass Eurekas Lauf nach der fünften Staffel ein Ende nehmen wird. Was wirklich hinter SyFys Entscheidung steckt, wird eine Zeitlang Thema vieler Diskussionen sein, genauso wie die Aufteilungen von Eureka-Staffeln und voreilige Meldungen aller Nachrichtendienste über eine sechste Staffel.