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Eureka: Up in the Air (4×14)

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Up in the Air ist eine ganz besondere Eureka-Episode. Nein, nicht wegen irgendwelcher Referenzen auf den gleichnamigen Film oder weil George Clooney einen Gastauftritt hat. Es geht mehr um ein Versprechen, das mit Eurekas Vorspann seit Jahren in der Luft schwebt. Und endlich kann man sagen: In the air tonight! Ja, das Vorspann-Bild mit Sheriff Carter (Colin Ferguson) und einer Menge Objekte, die in der Luft schweben, scheint wie aus dieser vierzehnten Episode der vierten Staffel herausgeschnitten. Und wie wir nach der Wiederaufnahme der Eureka-Erzählung in diesem Sommer sehen können, schwebt die SyFy-Serie nicht in Gefahr, ihren Witz und Charme zu verlieren.

Dafür befindet sich die Eureka-Bevölkerung in einer unsichtbaren Gefahr, die in Gestalt eines vertrauten und netten Menschen tagtäglich begegnet: eines Menschen, in dessen Händen man seine Gesundheit und Wohlbefinden zu legen gewohnt ist. Die Rede ist natürlich von Allison, die immer deutlicher unter den Konsequenzen des Beverly-Treffens leidet. Obwohl: Ist es wirklich Allison, die mit den Menschen in Eureka interagiert? Plötzlich fehlen Allison ganze Zeitabschnitte. Sie scheint in Situationen und an Orten aufzuwachen ohne jegliche Erinnerung daran, wie sie dorthin geriet und was sie in diesen Zeitlücken getan hat. Denn wie wir am Ende der Episode erfahren, war sie in diesen Abschnitten gar nicht sie selbst, sondern Beverly, die über die Neuroimplantate – welche Allison zwar entdeckt, aber dann vergisst – an ihre Stelle tritt. Allison ist Beverly!

Jack hat nicht viel Zeit, über Allisons Zustand nachzudenken, denn ihm schweben die Fälle davon. Eigentlich beginnt der Tag traumhaft für den Eureka-Sheriff. Erst hat Henry seinen Jeep bzw. seine Metallteile in eine Art Panzer verwandelt, und dann meldet sich auch noch Andy mit einem Banküberfall, den es zu untersuchen gilt. Aber Carters Freude auf normale Polizeiarbeit währt nicht lange. Ein Banküberfall in Eureka bedeutet nämlich, dass die komplette Bank verschwunden ist. Anscheinend ist jemand hinter der Antimaterie her, die in einer Safebox deponiert wurde.

In seinem Jeep, den ihm von Henry überreichten Detektor im Gepäck, macht sich Carter auf, die Bank zu suchen. Er findet sie zwar, aber mehrere Meter über einem See schwebend! Wie dorthin gelangen? Nun ja, sein Jeep schwebt auch, so wie plötzlich alles Andere, was einen hohen Anteil an Schwermetallen enthält. Die Gravitationsprobleme werden offenbar durch die Antimaterie in der Bank und ein altes Gerät verursacht, das Dr. Parrish dort zur Aufbewahrung gab.

Was für eine Menge an Entertainment sorgt, sind nicht nur die wie immer guten Carter-One-Liner, sondern auch seine Interaktion mit Hilfssheriff Andy und der rein physische Situationshumor, den Colin Ferguson großartig meistert. Wie ein Trickfilmheld gerät er von einer prekären Situation in die nächste.

Der Fall der Woche korrespondiert indirekt mit der übergreifenden Handlung um die Titan-Mission. Wer in den Schwebezustand will, muss dafür physisch geeignet sein. Die Vorbereitungen befinden sich in der nächsten Phase: physisches Training! Lupo übernimmt hier die Regie, und es geht wie beim Militär zu. Obwohl Zane aus der Mission ausgeschlossen wurde, scheint er als Einziger fit genug zu sein. Seinerseits versucht er Jo (Erica Cerra) zu überreden, sich zu bewerben. Holly (Felicia Day) wird währenddessen sowohl von Fargo (Neil Gryaston) als auch von Parrish (Will Wheaton) heiß umworben, und dieses Beziehungsdreieck sorgt für eine Menge liebevolles Nerd-Drama…

Up in the Air ist als Ganzes gesehen eine weitere hervorragende Eureka-Episode, die Entertainment zum Dahinschweben bietet. Nur gut aufpassen, dass nicht auch wir das Schicksal von Carters Jeep erleiden, den wir am Ende neben der Internationalen Raumstation davon gleiten sehen… !

Eureka: Glimpse (4×13)

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Ein flüchtiger Blick: Nicht besser als mit Glimpse könnte man diese Episode beschreiben. Jeder bekommt hier Einblick in jeden – für einen flüchtigen Moment. Was aber sagt der Blick über den Blickenden selbst? Wenn zwei Figuren in einer Beziehung zueinander stehen oder eine solche anfangen wollen – wirkt der flüchtige Blick in die Innenwelt des Anderen dann hilfreich oder störend? Natürlich wandelt Eureka die kleine Portion Drama geschickt in humorvoll-romantische Verwicklungen um und vergisst darüber nicht, die drohende, noch unsichtbare Gefahr ins Spiel zu bringen.

Eigentlich wird die Gefahr am Ende der Episode ziemlich sichtbar, aber bevor wir dort anlangen, müssen wir uns anderen sichtbar gewordenen Sachverhalten widmen. Zum Beispiel der Tatsache, dass Zane und Jo (Erica Cerra) Nacht für Nacht miteinander verbracht haben, während die Woche zwischen zwei Eureka-Episoden verging. Und dass Fargo (Neil Grayston) und Holly (Felicia Day) nach dem schwierigen Start sehr gut miteinander auskommen. Die beiden stehen allerdings vor einer komplizierten Aufgabe: Sie bilden eine Art Jury, die aus einer Unmenge an Kandidaten und Bewerbern die zwanzig Besten auswählen muss, die dann an der Astraeus-Mission teilnehmen werden.

Wer nach Titan fliegen will: bitte bewerben! Zu Fargos Verdruss gehört ein gewisser Dr. Parrish (Will Wheaton) zu den hartnäckigsten Bewerbern. (Perrish zu Carter: First Fargo humiliates me, and now you won’t even let me masticate in peace!?)
Während der Bewerbungsgespräche bleiben Drohungen nicht aus, wie die des Experten in Gammastrahlung: Don’t make me angry, you wouldn’t like me when I’m angry! Marvels Stan Lee in der Gastrolle bringt diesen Satz aus The Incredible Hulk sehr überzeugend. Als Einziger hat sich aber vorerst Henry einen festen Platz auf der Titan-Liste gesichert. Und was ist mit Grace? Carter (Colin Fergusson): How is Grace? Henry: She is being amazing!

Abgesehen von dem hübschen Wortspiel bezieht sich dieses Gespräch indirekt auf ein Problem, vor dem Carter und Allison (Salli Richardson-Whitfield) stehen.  Wie sich herausstellt, hat Allison in dieser alternativen Eureka-Zeit ihr Buch über Weltraum-Medizin herausgebracht, und es wird als Bahn brechendes Werk gefeiert. Daher erwarten alle ihre Teilnahme am Flug nach Titan. Sie verzichtet aber auf die Bewerbung und die Mission. Carter wiederum kann nicht an dem „glimpse“ in ihre Träume vorbei! Diesen bekommt er bestätigt durch eine neue Technologie, die dank Zane die Sicherheitsmaßnahmen während des Titan-Projekts verschärfen soll. Es handelt sich um die Vorhersage zukünftiger Ereignisse, indem die Disposition von Personen zu gefährlichen, gar bösartigen Handlungen ermittelt werden kann; eine Art Verbrechensvorbeugung also.

Nun: Nicht nur Carter und Jo machen von der Technologie Gebrauch, sondern auch Fargo selbst. Um Holly während der Interviews mit seiner Kompetenz und Menschenkenntnis zu beeindrucken, greift er zu dem neuen Hilfsmittel. Das bringt ihm erst einmal einen Nackenklaps im NCIS-Gibbs-Style von Jo ein, denn das System scheint sich durch den intensiven Gebrauch zu überhitzen, und eine nukleare Katastrophe steht bevor. Wie kann man Hitze entgegen wirken? Mit Abkühlung. Eureka greift an diesem Punkt zu dem für die SyFy-Serie typischen dramaturgischen Trick: Eine belanglos scheinende, humorvolle Situation vom Anfang der Episode, in die Carter involviert war, erweist sich nachher dank Carter als Rettung im Fall der Woche. Also: Man denke an die kalte Dusche, die Carter abbekam… ! Gleichzeitig spiegelt die Erzählung um den schmelzenden Reaktor Jos Versuche, die Hitze zwischen ihr und Zane abzukühlen, aber in dem Fall scheint es nicht zu funktionieren.

Am Ende rettet Lupo Eureka, indem sie eine Kletteraktion in High Heels durchführt, und wird ihrerseits von Zane gerettet. Ende gut, alles gut? Nicht einmal annähernd. Während eines romantischen Augenblicks zwischen Allison und Carter, in dem sie sich definitiv gegen die Titan-Mission entscheidet und Carter ihre Gründe nennt, bekommt er einen dringenden Anruf von Henry.

Die Rekonstruktion des Harddrives von Zanes Erfindung ergibt ein flüchtiges, aber doch gespeichertes Bild, das Einblick in Allison bietet: mit der Einstufung als 99-prozentige Gefahr für Eureka. Zu hundert Prozent liegt das an dem Implantat von Beverly, aber was ist hier das Endspiel, und mit welchen Konsequenzen?

Eureka: O’ Little Town (4×10)

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In diesem Jahr macht SyFy den Zuschauern ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk und strahlt Weihnachtsepisoden sowohl von Eureka als auch von Warehouse 13 aus (das Review kommt heute Nachmittag). Viele Zuschauer haben sich gefragt, wie sich solche Episoden einfügen lassen in das Gesamtbild einer Sommerserie, die sich schon seit einiger Zeit in der Pause befindet? Nun: es handelt sich mehr oder weniger um Stand-Alone-Episoden, wobei Eurekas O’ Little Town durchaus in das Schema der vierten Staffel der US-Serie passt. Natürlich können die Fans keine großen Enthüllungen oder Bewegungen innerhalb des handlungsübergreifenden Erzählstrangs erwarten – und die bietet O’ Little Town auch nicht. Dafür aber gestaltet die Eureka-Episode einen liebevollen Ausklang des Jahres mit Carter & Co.

O’ Little Town ist im Grunde Carters Liebeserklärung an Eureka. Denn die Episode ist als Märchen inszeniert, das Carter selbst erzählt. Als er an dem verschneiten Weihnachtstag im Cafe Diem eintrifft, beschließt er, den gelangweilten Kinder darin ihren Aufenthalt mit einer Geschichte zu versüßen. Lustigerweise orientiert sich Carters Geschichte strikt an Eurekas Dramaturgie: Ein Experiment geht schief, was zu Anomalien führt und sich für die Bewohner zur Bedrohung auswächst.

Carters Erzählung mischt Weihnachtsmärchen und Alice im Wunderland und handelt von dem Glauben an alle guten Weihnachtsgeister. Außerdem enthält sie zwei Weihnachtsmänner: einen möglichen und einen tatsächlichen. Hinter Letzerem steckt in Wirklichkeit Taggert (Matt Frewer), der eine regelrechte Weihnachts-Obsession entwickelt hat. Und wenn Liebe zu Weihnachten und Glaube an den Weihnachtsmann auf wissenschaftliche Art und Weise zum Ausdruck kommen, dann ergibt sich daraus eben ein fliegender Schlitten namens Rudolph 2.1, der von Rentier-Hologrammen gezogen wird und für Chaos sorgt.

Taggerts Experiment mit der Verkleinerung von Weihnachtsgeschenken und die Arbeit eines mysteriösen Dr. Drummer aka Der mögliche echte Santa (Chris Parnell) führen in einer typischen Eureka-Wissenschaftskombination dazu, dass plötzlich alle Bewohner mitsamt der ganzen Stadt schrumpfen. So erscheinen Geschenkschleifen plötzlich überdimensional und gefährlich! Niemand kann die Stadt verlassen.

Zu Beginn der Carter-Story können Sheriff Carter und Zoe nicht zur alljährlichen Familienversammlung fahren, weil das elektromagnetische Feld um Eureka regelrecht zu spinnen anfängt. Also muss man eine Lösung finden. Die Situation spitzt sich ausgerechnet während der von Fargo organisierten Global Dynamic’s Holiday Party zu…

Außerdem bekommen im Laufe der Episode alle das perfekte Geschenk und versuchen festzustellen, wer der heimliche Weihnachtsmann ist, der ihre Wünsche so gut kennt. Nun: ohne zu viel zu verraten, sage ich nur, dass Weihnachtsmänner, die uns so gut kennen, immer in unserer Nähe zu finden sind!
Natürlich ist diese Eureka-Episode vorhersehbar und hat ein Happy-End – aber wer noch nicht in Weihnachtsstimmung ist, für den gibt Eureka wirklich sein Bestes, um das zu ändern. Und es gelingt.

Eureka: Reprise (4×12)

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Ok. Get This Party Started! Eurekas neue Episode Reprise dürfte Musik in den Ohren (und Augen) der Fans gewesen sein. Denn sie bietet die Kombination, die in der SyFy-Serie am besten funktioniert: einen spannenden Fall, Situationskomik, kleine und feine Reflektionen über die Zeit, in der wir leben… und einen passenden Gaststar. Felicia Day spielt Dr. Holly Marten, eine Analystin des Department of Defense, die die FTL-Vorfälle untersuchen soll.

Eureka hat eigentlich nie mit Musik gegeizt, aber am Anfang der Episode dreht man die Regler ordentlich auf, und der Zuschauer bekommt von Szene zu Szene fast eine kleine Musikreise geboten: Angefangen mit Pinks Get This Party Started über Survivors Eye of the Tiger bis zu I Melt with You von Modern English. Diese kleine Reise spiegelt eine Art Eskalation des Plots wider, Zwischenstops inklusive. Wie diese Stückchen nach und nach zum Einklang gebracht werden, damit am Ende die Auflösung ertönen kann, macht diese Episode so gut.

Sheriff Carter hat einen Tag frei genommen, weil Allison zu einer Konferenz muss. Das bedeutet: Er muss auf die Kinder aufpassen. Währenddessen muss man in Eureka gut aufpassen, welche Musik man hört. Musik kann einen in den Wahnsinn treiben! Geschickt wird auf Beziehungs- und Charakterebene das musikalische Chaos eingesetzt, um die chaotischen Zustände in manchen Gemütern in Einklang zu bringen – zumindest versuchsweise. Damit ist vorwiegend die Beziehung zwischen Jo (Erica Cerra) und Zane gemeint.

Zane lässt nicht locker: Lupo muss ihm Rede und Antwort stehen, als er sie bei seiner morgendlichen Joggingrunde vor ihrem neu gekauften Haus antrifft. “Didn’t know you were building a TARDIS house.” Nette Dr.-Who-Referenz, Zane! Die allerdings entgeht Jo – und zum Diskutieren ist sie nach wie vor nicht bereit. Das bringt Zane dazu, ihr neues Haus mit einem Flammenwerfer niederzubrennen. Nun, eigentlich ist die Musik schuld: Er hörte beim Laufen „Burning Down the House“ von The Talking Heads…

Mit Kevins (Trevor Jackson) Hilfe findet Jack schließlich heraus, dass „Musik hören“ von den Bewohnern derzeit als „wörtlich AUF die Musik hören“ interpretiert wird. So stimmt sich Fargo auf Hollys Besuch mit Eye of the Tiger ein, nachdem er sie als Cylon-Spy bezeichnet hat – vielleicht sollte Neil Grayston ein Duett mit Jensen Ackles (Supernatural) versuchen… ? Henry und seine Frau hören beim Frühstück (I’ll Stop The World and) Melt with You von Modern English. Das führt dazu, dass sie in einer Art Zeitballon gefangen bleiben, einander auf dem Sofa umarmend. Aber dieser Zeitballon expandiert in gefährlichem Maße, und einfach alles bleibt darin hängen!

Cafe Diem ist mittlerweile zur Disko geworden; es wurden dort 99 Luftballons von Nena bestellt. Carters Geduldsfaden ist kurz vorm Reißen, als Kevin zwei Mal sein Auto klaut, um der Sache im Alleingang nachzugehen. Besungen wird diese Tat auch – Bad Boys, Bad Boys, what you gonna do… Für Jack ist Bob Marley tatsächlich der Feind der Woche (obwohl ich glaube, dass Bad Boys hier in der Version von Trevor Jackson gemeint ist), denn als er zu Henry fährt, folgt ihm Jo und hört im Auto “I Shot the Sheriff”. Nur Jacks Sprung in das statische Feld rettet ihn vor der Kugel, die kurz vor seinem Rücken im Feld stecken bleibt.

Nachdem Kevin dem Ganzen ein Ende gesetzt hat, fängt Jo die Kugel für Carter ein – mit dem eigenen Körper. Zum Glück bleibt sie in der Kevlarweste stecken. Danach kehrt alles in Eureka zur Normalität zurück. Obwohl: wirklich alles? Dr. Martin war eigentlich zu Fargos Überraschung nach Eureka entsandt worden, um für GD einem 20-Milliarden-Projekt grünes Licht zu geben. Bekommen Zane und Jo das auch? Zane findet Jo in den Ruinen ihres Hauses vor und küsst ihn, nur um zu beweisen, dass kein Funken überspringen kann, aber… plötzlich brennt es.

Geschickt präsentiert Eureka den Zuschauern mit dieser Episode die Gefühlsregungen der Anwohner in extremer Form. Im Grunde spielen zwar alle verrückt, aber bei manchen ist es so, als würde man die Musik in ihren Gemütern plötzlich bis zum Anschlag aufdrehen. Und Allison? Über den gesamten Verlauf der Episode denkt man darüber nach, warum sie aus dem Zentrum der Ereignisse entfernt wurde und wir sie statt dessen bei der belanglosen Rettung eines verunglückten Autofahrers beobachteten.

Nicht alles in Eureka ist so, wie es zu sein scheint. Während Eurekas Anwohner auditiv in die Irre geführt wurden, wurden sowohl Allisons als auch unsere Augen getäuscht. Hinter dem Gesicht der unbekannten, hilfsbedürftigen Frau am Straßenrand verbirgt sich Beverly Barlowe. Wie wir in der diesmal echten Szene rückblickend sehen können, haben Beverly und ihr Komplize etwas in Allisons Gehirn platziert. Was für Wirkungen das haben wird und was Beverly vorhat, bleibt noch ein Geheimnis.
Alles in Allem gefällt mir die Melodie, die Eureka in der zweiten Staffelhälfte anstimmt.

Eureka: I’ll Be Seeing You (4×09)

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Nate Fisher, Jr: Tell me, am I dead?
Nate Fisher, Sr: Yes. And no. In some places you’re dead, in some you’re alive, in some places you never even existed, possibly, theoretically. Diese Unterhaltung aus der Episode Perfect Circles von Six Feet Under führt uns direkt zu dem Problem, mit dem Dr. Grant (James Callis) und Carter (Colin Ferguson) in I’ll Be Seeing You zu tun bekommen.

Ich muss gestehen: als Beverly Barlow wieder die Bühne betrat, hatte ich schon Bedenken, ob nicht einer der Figuren eine tödliche Wendung bevorstünde. Leider bewahrheitet sich das in dieser Episode. Grant willigt ein, von Beverly zurück in seine Zeit geschickt zu werden, wo er als eine Art „Gott“ die Welt zu einem besseren Ort machen soll. Das Problem sind die Kollateralschäden, die sein Transfer verursachen könnte.

Die Kollateralschäden der vorherigen Episode bekommen wir bereits in den ersten, für die Fans sehr zufrieden stellenden Minuten zu sehen: Carter und Allison wachen auf – zusammen, im selben Bett. Es hat lange gedauert, aber sie haben sich gekriegt. Oder ist das Glück von kurzer Dauer? Auf Fargos Befehl machen sich erst einmal alle auf die Suche nach dem von Beverly entwendeten Gerät. Habe ich „Befehl“ gesagt? Fargo scheint – und das wird von den anderen auch registriert –in seine Rolle hineinzuwachsen. Die Ereignisse nehmen ihren Lauf: Beverly aktiviert die Zeitmaschine; dies verursacht eine Druckwelle, die dazu führt, dass Henry und Allison, die nahebei im Auto sitzen, einen heftigen Unfall erleiden. Carter schafft es nicht, die beiden rechtzeitig von der gefährlichen Gegend fernzuhalten – und muss dann mit Entsetzen Allisons leblosen Körper neben dem Auto sehen. Allison ist tot!

Zugegeben: dieser Vorfall war ein Schock! Aber: damit gelingt den Eureka-Autoren eine turbulente zweite Hälfte des Sommerfinales. Wir haben es mit einer klassischen Situation zu tun: Zwei Männer versuchen im buchstäblichen Kampf gegen die Zeit, dieselbe Frau zu retten, die sich schon für einen der beiden entschieden hat. James Callis und Colin Ferguson liefern eine ausgezeichnete Leistung und überzeugen mit den emotionalen Höhen und Tiefen der von ihnen verkörperten Figuren. Carter und Grant reisen zurück in die Zeit zu dem Abend, an dem alle fünf sich in der Vergangenheit befinden. Wir haben also je zwei Carters und Grants… und dazu einen nackten Fargo. Durch einen der berühmten Carter-Einfälle gelingt es letztendlich, Allison aus der Zukunft zu retten, aber Beverly kann entwischen und scheint bezüglich des neuen Paars Carter / Allison Rachegelüste zu hegen.

Apropos Paar: Zwischen Zane und Jo kommt es zu einem Kuss, als er aus der Haft entlassen wird. Nur – im nächsten Moment taucht Zoe freudestrahlend auf und wirft sich an Zanes Hals. Dieser Liebesnebenplot dürfte ein Nachspiel haben: entweder in der Special-Weihnachtsepisode von Eureka oder erst im Januar.

Eureka: The Ex-Files (4×08)

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Am Ende der letzten Episode schien die Welt in Ordnung und Fargo (Nail Crayston) durfte den DJ spielen. Nur für Dr. Grant wurde die Welt noch komplizierter. Allerdings für uns Zuschauer auch, denn ich hab mich die ganze Woche lang gefragt, was das plötzliche Auftauchen von Beverly Barlowe wohl bedeuten mag. Beverly. Das sie ein Ziel verfolgt und Grant (James Callis) dafür braucht, ist klar, nur welches? Am Ende von The Ex-Files haben wir die Antwort. Aber bevor es soweit ist, können Fargos DJ- und Tanzkünste genossen werden.

Die Episode nimmt mehr oder weniger die Stimmung an dem Punkt auf, an dem sie angelangt war. Es findet eine Gartenparty statt, auf der die „neue“ glücklichen Pärchen anzutreffen sind: Carter/Allison und Henry/Grace. Nur Jo (Erica Cerra) sitzt traurig alleine und Fargo … nun, er denkt gar nicht darüber nach, dass er alleine ist. Fargo hat aber andere Ängste. In The Ex-Files begegnen alle Zeitreisenden ihren Ängsten. Buchstäblich. Nachdem die Meldung kam, dass Ed Quinn als Stark zurückkehren wird, habe ich mich gewundert, ob das mit dem alternativen Universum zu tun hat und damit mit Stark 2.

Aber die Autoren haben sich für eine Variante entschieden, die nicht nur überraschend-amüsant ist, sondern das Ganze nicht weiter verkompliziert. Carter (Colin Ferguson) begegnet Stark als Halluzination, die nur von ihm wahrgenommen wird, weil es mit der Überwindung seiner Unsicherheit und seiner Angst zu tun hat. Ich muss gestehen, bei den Szenen zwischen Stark und Carter hat man sich mit gewisser Melancholie daran erinnert, wie herausragend das Zusammenspiel zwischen den beiden funktionierte. Zane erscheint auch als romantische Halluzination von Jo, die mit dem tatsächlichen Zane gleichzeitig umgehen muss und vor allem mit der Tatsache, dass er weiterhin Zoe (Jordan Hinson) datet.

Während Allison mit Tess (Jaime Ray Newman) als der Angst um Verlust- und Bindungsängste zu tun hat, ist Fargos „Nemesis“ eine andere und ist in der sechsten Klasse. Das kleine Mädchen macht ihm klar, wie sehr er darunter leidet, herumkommandiert zu werden und nie den Rücken grade zu stellen und seine Meinung durchzusetzen. Am Ende können alle mehr oder weniger zufrieden stellend ihre Halluzinationen wieder in die ewigen Jagdgründe des Unbewussten befördern.

Dabei ist Carter der große Gewinner, den wir am Ende mit der Aussicht verlassen, die Nacht mit Allison im Bett zu verbringen. Andererseits bereitet diese Entwicklung ein bisschen Sorgen. Wenn alles gut läuft, kann es nicht gut enden oder? Beverly Barlowes Plan ist Grant zurück in das Jahr 1947 zu schicken. Mit allem, was er weiß, wird diese Reise nicht katastrophale Folgen für Eureka haben?  Werden tatsächlich die Eureka-Autoren den Zeiger noch einmal auf Null stellen?

Eureka: Stoned (4×07)

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Auch Stoned ist zwar eine amüsante Episode, aber diesmal steht irgendwie der Fall der Woche den wichtigen Beziehungsmomenten im Weg. Das Ganze kommt streckenweise langatmig rüber – wodurch die schon erwähnten Beziehungsmomente übertrieben wirken.
Fargo (Neil Grayston) macht eine Entdeckung: Jemand untersucht Dr. Grants (James Callis) Files, die Fargo gefälscht hatte; das Ganze droht aufzufliegen. „Violation of time travel protocol“ könnte unangenehme Konsequenzen haben. Also benötigt man Zanes Hilfe, um herauszufinden, wer nach Grant sucht – und warum. Jos (Erica Cerra) Problem besteht darin, Zane alles verschweigen zu müssen: sie ist zur Stummheit verurteilt – wie eine Statue, könnte man sagen.

Wie in Eureka so üblich, beginnen sich die Menschen tatsächlich in Statuen zu verwandeln. Fachlich korrekter ausgedrückt: Sie bekommen eine Ummantelung und leben darunter weiter. Aber für wie lange, ist die Frage… Denn ausgerechnet Zoe, die in Eureka zu Besuch ist, wird von der Steinepidemie betroffen.

Je mehr andere versteinern, desto redseliger wird Sheriff Carter (Colin Ferguson): tatsächlich versucht er, Allison (Salli Richardson-Whitefield) zu daten. Nun, im ersten Moment fasst sie das Ganze nicht als Date auf. Henry (Joe Morton) versucht seinerseits, Graces Herz zu gewinnen, und inszeniert ein Date in der Garage: mit Ozean und Strand. Das bleibt nicht seine letzte Bemühung in dieser Episode: Am Ende, wie aus dem Nichts, verwandelt sich die GD-Halle – mit Hilfe von DJ Fargo – in eine Diskothek, und Henry singt für Grace Thomas Dolbys “She Blinded Me with Science”. Angesichts der Tatsache, dass in dieser Episode so viel geschieht, wirkt jedoch die Henry-Grace-Story irgendwie fehl am Platz und hätte vielleicht eine eigene Episode verdient.

In der Zwischenzeit ist auch Jo Lupo versteinert. Nein, sie verwandelt sich nicht in eine Statue – aber  ihr Herz bleibt definitiv stehen, als sie erfährt, dass Zoe eine Romanze mit Zane anstrebt und der nicht abgeneigt ist. Was Allison und Carter betrifft, hatte ich die Befürchtung, dass die Autoren uns erneut mit einer „Wir sind nur beste Freunde“-Ansprache abspeisen würden, aber Fan-Wünsche können auch wahr werden: Das Küssen, mit dem die beiden rein technisch vor 60 Jahren anfingen, wird hier leidenschaftlich fortgesetzt.

Gibt es für die Beziehung jetzt ‚freie Bahn’? Nächste Woche werden wir, laut Ankündigung, Nathan Stark (Ed Quinn) sehen. Was bedeutet das für die „junge“ Beziehung? Und was bedeutet Beverly Barlowes Wiederkehr? Sie ist diejenige, die Dr. Grant am Ende der Episode trifft und ihm mitteilt, dass sie über alles Bescheid weiß. Aber: handelt es sich um die Beverly aus dem ersten oder aus dem zweiten Universum? Und welches Ziel verfolgt sie?

Eureka: Momstrosity (4×06)

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Do Androids Dream of Electric Sheep? Oder von Liebe, Geborgenheit, Familie? Auf seine verspielte Art und Weise widmet sich Eureka einer grundlegenden Frage aus der Sci-Fi-Tradition. Momstrosity ist eine weitere Eureka-Episode, die die Story der Woche mit der Beziehungswelt der Figuren und dem fortlaufenden Handlungsstrang – und mit einem Lächeln – geschickt zu verknoten weiß. Alles an AI (Artificial Intelligence) in Eureka scheint gewisse Störungen in der Programmierung zu erfahren, was zu gemischten Gefühlen unter den Bewohnern führt.

Gefühle, Emotionen – plötzlich sind sie nicht nur den Menschen in Eureka vorbehalten, sondern etliche künstliche Intelligenzen entwickeln welche. Ausgerechnet S.A.R.A.H., Sheriff Carters (Colin Ferguson) Haus, hat die Finger darin. Die neue Software, die GD mit dem kleinen Roboter namens EMO benutzen wollte, um Studenten das Elternsein nahe zu bringen, wurde von S.A.R.A.H. benutzt und umcodiert, so dass Deputy Andy Gefühle für sie entwickeln kann. Das Problem ist, dass der Liebesfunken auf alle künstliche Intelligenzen überspringt und das Metall zu glühen anfängt… Zusätzliches Gewicht verleiht den Ereignissen die visuelle Umsetzung: Carters Haus und GD glänzen in allen Regenbogenfarben, vor allem in Pink, Blau und Grün – etliche Glasoberflächen, vor allem die Wände, erstrahlen in Farbe. Hervorheben kann man die Szene mit Jo (Erica Cerra) unter der Dusche: nur ihre Silhouette auf der rosa Oberfläche ist zu sehen. Die Kamera befindet sich in der Frosch-Perspektive und simuliert horrorfilm-artiges Annähern – aber es kommt nur EMO, der Emotionsträger in Roboterform.

Das gesamte Bild wird in dieser Episode relativ dunkel gehalten. Licht von oben kommt kaum zum Einsatz, dafür werden die Gesichter der Figuren in warmes gelbes Licht getaucht. Und kein Wunder: Eurekas Luft flimmert vor Emotionen derartig, dass es kaum eine Software braucht, um alles zu „infizieren“. So kommen wir zum menschlichen Teil der Liebschaften:

Carter, Kevin, EMO, Dr. Grant (James Callis) und Fargo (Neil Grayston) machen einen Ausflug in die Wälder, der mehr als schief geht. Der Grund: Carters und Grants Gefühle für Allison. Zwischen den beiden kommt es fast zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung, als Kevin und EMO plötzlich verschwinden. Während die beiden sich auf die Suche machen, hat Fargo andere Probleme: Das AI-Zelt, das er mitgebracht hat, entwickelt Gefühle für ihn und umarmt ihn ganz fest – buchstäblich! In der Zwischenzeit findet man in Eureka die Lösung und versucht, alle AIs neu zu programmieren. Aber Tiny, der käfer-ähnliche Roboter, mit dem Carter keine gute Vergangenheit teilt, wird gerade Richtung NASA transportiert und kann nicht heruntergefahren werden. Tiny bricht aus und macht sich auf die Suche nach EMO, da sie (Tiny ist weiblich) mütterliche Gefühle zu entwickeln scheint.

Hier laufen beide Plots zusammen: Plötzlich werden Carter & Co. im T-Rex-Style à la Jurassic Park von Tiny verfolgt. Gut, dass man den Subaru dabei hat… und Fargo, der mit Terminator-One-Linern um sich wirft. Letzten Endes landet Kevin in Allisons Armen und EMO in Tinys.

Nun stellt sich die Frage: In wessen Armen wird Allison landen – in Grants oder in Carters? Immerhin wagt Carter einen großen Schritt, indem er Kevin erzählt, dass er seine Mutter liebt. Aber das ist noch immer nicht alles an emotionalen Erschütterungen in dieser Episode: Henry macht einen sehr gefährlichen Schritt und erzählt Grace alles über die Zeitreise. Obwohl er jedoch anfängt, Gefühle für sie zu entwickeln, ist Henry nicht „ihr Henry“, mit dem sie verheiratet ist. Bleibt abzuwarten, wie es zwischen den beiden weiter geht – und vor allem, welche Auswirkungen Henrys Geständnis auf die Schicksale aller Zeitreisenden haben wird.

Eureka: Crossing Over (4×05)

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Crossing Over stellt den zweiten Teil des Austauschs zwischen den SyFy-Produktionen Eureka und Warehouse 13 dar. Claudia (Allison Scagliotti) und Fargo bietet sich somit die Möglichkeit, ihren Flirt aus Warehouse 13 in Eureka fortzuführen – vor allem, da Todd mit Claudia Schluss gemacht hat. Steht dem freudigen Wiedersehen also nichts im Wege? Claudia: What’s up bitches? Nun, Claudias erster Auftritt stößt nicht auf Begeisterungsstürme von Allison (Salli Richardson-Whitfield), Jo (Erica Cerra) und Carter, die gerade den von Fargo (Neil Grayston) ausgerollten roten Teppich für Claudia bewundern dürfen. Carter ist sowieso mit ganz anderen Gedanken beschäftigt, die sich vorwiegend um Allison drehen – und um seinen Unmut gegenüber Dr. Grant (James Callis), der jede Sekunde benutzt, mit Allison zu flirten.

Und er ist nicht der einzige Hartnäckige in Eureka. Grace, Henrys (Joe Morton) Ehefrau in dieser Realität, zu der er sich hingezogen fühlt, möchte natürlich wissen, was sein komisches Benehmen in letzter Zeit zu bedeuten hat – vor allem seine Scheu vor dem Ehebett. Eureka schafft es auch mit dieser Episode, die Beziehungsprobleme der Zeitreisenden geschickt weiter zu flechten und vor unseren Zuschaueraugen auszubreiten.

Aber bevor man das Beziehungs-Crossing fortführt, muss Claudia Donovan eine GD-Führung machen: mit Douglas Fargo, dem Chef, höchstpersönlich. Wie wir wissen – und Fargo selbst weiß -, wenn er sich etwas vornimmt, geht es schief: One day of getting to look like I know what I’m doing, is that too much to ask for?! Anscheinend ja! Denn plötzlich beginnen Riesenbäume durch das komplette GD-Gebäude hindurch zu wachsen, ein altes Flugzeug taucht im Cafe Diem auf, und eine unbenutzte Patrone landet in Jos Brust.

Wie sich erweist, stammen all diese Objekte aus den späten Vierzigern des 20. Jahrhunderts. Das führt die Gedanken der Beteiligten zurück zu ihrer Zeitreise – und Henrys vor allem zu dem erfolgreichen Experiment vom Anfang der Episode, als er und der „Car Wash“ singende Grant an einer Wurmloch-Technologie bastelten. Unabsichtlich scheinen sie es dadurch ermöglicht zu haben, dass so genannte „exotic particles“ durch das Wurmloch kommen und als Magnete funktionieren, das heißt: Objekte aus der Vergangenheit „anziehen“. Die Gefahr: Eureka aus 1947 wird versuchen, Eureka aus 2010 zu verdrängen, was zur kompletten Vernichtung des modernen Eureka führen würde. Überdies scheint Dr. Grant so etwas wie ein Konvergenzpunkt für diese Teilchen zu sein, was tödliche Folgen haben kann.

Claudia, die für ihren ersten Eureka-Besuch Einiges geboten bekommt, gerät zusammen mit Fargo in ein plötzlich aufgetauchtes Minenfeld und der GD-Chef muss sie retten. Sein Lohn dafür: ein Kuss! Dabei fallen die beiden nach hinten… und Fargos Kopf drückt während des Küssens auf eine weitere Mine. In dieser ziemlich prekären Lage werden die beiden von Sheriff Carter (Colin Ferguson) gefunden, während Henry und Allison Dr. Grant retten und das ganze Crossing Over unterbinden. Ende gut, alles gut?

Die letzten Minuten dieser Episode zeigen uns, dass die Zeitreisenden ihr neues Leben nach und nach zu akzeptieren beginnen: Allison lässt sich von Grant zu einem Date überreden, Henry tanzt mit Grace, Carter und Jo sitzen mit Liebeskummer bei ihm zu Hause – und Fargo verabschiedet Claudia mit einem Kuss und einem Korb voller… Fargo. Fargo-Puppen, Fargo-Plakate und noch mehr Fargo-dies-und-jenes.

Eureka: The Story of O2 (4×04)

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Nach all den Strapazen und Zeitreise-Nachwirkungen der letzten Wochen hat man eine wichtige Figur fast vergessen: Zoe Carter (Jordan Hinson). Wir durften miterleben, wie die fünf Reisenden mit ihren Nächsten und der Stadt Eureka wieder Kontakt aufnehmen; da Zoe Eureka, auch in dieser Gegenwart, verlassen hat, kommt das Wiedersehen mit ihr zuletzt.

Carter beschließt, ihr einen Besuch an der Uni abzustatten und sowohl er als auch wir Zuschauer dürfen staunen, wie erwachsen Zoe (und auch Darstellerin Jordan Hinson) wirkt. Es ist nicht nur die neue Frisur: Zoe hat sich definitiv verändert, und Carter benötigt fast die komplette Episode, um damit zu Rande zu kommen. Ob die Geschichte mit der unsichtbaren Katze das beste Mittel für den Vater-Tochter-Beziehungs-Wiederaufbau ist, sei dahingestellt: Es war einfach an der Zeit, Zoe wiederzusehen. Ich wage aber zu bezweifeln, dass die Autoren ihr diesmal einen etwas längeren Handlungsstrang schenken.

Dafür bekommen wir in dieser Episode eine Menge Zane & Jo, denen ein kleiner Fortschritt beim Beziehungswiederaufbau gelingt. Da in Eureka die so genannte Space Week gefeiert wird, findet ein Wettbewerb statt, bei dem Raketen in den Weltraum geschossen werden: bis zum Mond und zurück. Lustigerweise kann man im Cafe Diem auf den Sieger wetten. Einer der Teilnehmer ist Allisons Sohn Kevin, der zwar gewinnt, aber nicht aus eigener Kraft – und auch nicht ohne Konsequenzen: Plötzlich droht Eureka die Zerstörung. Eins steht fest: Allison hat das Problem verursacht, indem sie die Sache manipulierte, um Kevin den Sieg zu sichern. Ein ziemlich untypischer Schritt für Allison, wie wir sie kennen!

Wie auch immer: die dramatische Musik ertönt, bekannt aus so vielen Sci-Fi-Produktionen der 80er Jahre, und Jo muss in Carters Abwesenheit die Ärmel hochkrempeln und zusammen mit Zane den Tag retten. (Er nennt sie sogar einmal “Jojo”, wie in der alten Gegenwart!) Der Preis dafür: Eine der Raketen trifft ihr Haus! Immerhin gefällt ihr der neue Deputy Andy (jetzt gespielt von Kavan Smith), der aus der Reparatur zurück ist, fast genauso gut wie er sich selbst: I am really enjoying the higher cheekbones.
Man darf auf die Crossover-Episoden mit Warehouse 13 gespannt sein!