Tag Archives: usa

In Plain Sight: Coma Chameleon (3×03)

Standard

Wo das Wort „Treue“ fällt, fällt in den meisten Fällen als nächstes das Wort „Liebe“ und wo die Liebe fällt, findet man keine Mary. US Marshall Mary Shannon ist die ungekrönte Königin darin, der Liebe aus dem Weg zu gehen. Obwohl, diese Episode beweist, dass das nicht unbedingt, wie es in der ersten Staffel war, der Fall ist. Mary und die Liebe suchen und finden sich nicht, laufen aneinander vorbei. Coma Chameleon ist eine Episode über die Liebe, denn im Witsec-Fall-der-Woche geht es auch um Gefühle, um Gefühle, die auch nach drei Jahren Koma wieder hochkommen und nicht weggehen wollen.

Im Gegensatz dazu sucht sie Mary, die den Fall von ATF Agent Wade Guthrie (Mike Doyle) betreut, und kann sie nicht finden. Somit sind der persönliche Plot von Mary und Guthries zwei Seiten derselben Münze, die miteinander nicht in Einklang kommen können. Egal wie die Münze fällt, ist es immer die falsche Seite. Denn Guthries Freundin, die er über alles liebte, heiratete seinen besten Freund und Kollegen, der bei einem Undercover-Fall Guthries damals vor drei Jahren im Stich ließ und dadurch wurde Guthrie ins Koma geschossen.

Seine Freundin dachte, er sei tot, da er in Witsec-Obhut war und seine Identität ausgelöscht. Sie liebt ihn immer noch und er sie auch, aber für die beiden gibt es kein Happy End. Genauso wie es auch für Raph und Mary kein Happy End und keine Hochzeit geben wird. Raphs Tante (Rita Moreno) kommt zu Besuch, um damit das bevorstehende Bündnis zu zelebrieren und Mary kennen zu lernen, aber ihre Anwesenheit und ihr Tost auf die Liebe lassen nicht unbedingt die Hochzeitsmusik in Marys Ohren klingen. Sie und Raph werden nicht, wie die Tante es nennt, das Lied der Liebe und des Zusammenlebens singen, weil Mary ihn nicht genug liebt. Raph ist derjenige, der es (endlich) erkennt: We need to talk.

Ich muss gestehen, dass der Ablauf und die Szenen etwas zu soapig sind, aber die Episode rettet alles mit der letzten Szene zwischen Mary und Jinx, die vor dem Hintergrund der tanzenden kleinen Ballerinas in Jinx Tanzkurs eine schöne, stille metaphorische Aussage über Familie und Liebe inszeniert.

In Plain Sight: When Mary Met Marshall (3×02)

Standard

Diese Woche feiert In Plain Sight nicht nur die Entstehungsgeschichte der Mary-Marshall-Beziehung, sondern auch eine The West Wing-Reunion. Als wiederkehrende Figur präsentieren uns die In Plain Sight-Autoren 
Allison Janney in der Rolle von Allison Pearson, die nicht nur zwei Köpfe größer als Stan (Paul Ben-Victor), sondern penibel das Witsec-Budget unter die Lupe nehmen will. Und, viel schlimmer für Mary, Allison will sogar bleiben und von Mary über die Feinheiten des tagtäglichen Marshall-Jobs lernen. Das könnte für etliche amüsante verbale Schlachten sorgen. Aber zurück zur entscheidenden Frage: Wie konnte Mary bei Witsec landen?

Es ist eigentlich gar nicht ihr Stil, eine Art Au-Pair-Mädchen zu spielen? Oder doch? Sie hat je genug Übung, wenn man ihre Familienverhältnisse näher betrachtet. Die Wege von Marshall und Mary kreuzten sich im Jahre 2003, als sie das Marshall Service noch WimpSec nannte, die Haare gebunden trug und ihre Zähne auf dem Parkplatz am Kofferraum ihre Autos putzte. So gesehen haben beide Partner zusammen eine Steigerung erlebt. Marshalls ist noch entspannter und toleranter geworden, während Mary… Na ja, immerhin putzt sie nicht mehr die Zähne im Freien und trägt ihre Haare offen.

Nicht so offen ihrer familie und ihrem Freund Peter gegenüber ist Brandi, die ihre Geheimnistuerei auf den Höhepunkt treibt, indem sie Peter um zwanzigtausend Dollar bittet, ohne ihm sagen zu können wofür. Alles, was wir wissen ist, dass sie einen Ausflug nach New Jersy machen will. Wen soll sie aber dort treffen? Einen Vater mit Spielschulden? Das erfahren wir hoffentlich in der nächsten Episode.

Die Sprünge zwischen 2003 und 2010 betreffen den Fall von Henry und Claudia, die damals ins Zeugenschutzprogramm als verliebtes Pärchen kamen, um sieben Jahre später sich in die Haare zu kriegen. Genauso wie Mary es vorausgesehen hat. Obwohl sie eigentlich den beiden nur eine Woche gab, behielt sie letztendlich Recht. Mary zu Henry: You were a nice guy once, but now you officially suck.

Dieser Fall ist die erste Zusammenarbeit von M&M (eher unfreiwillig), nach der Marshall Stan überzeugen kann, Mary in die Einheit zu holen. Obwohl sie aufgrund der Familientradition und fünf Generationen von Marshall Manns davon ausgeht, dass er homosexuell sei und ihm es natürlich ins Gesicht sagt. Und da sind sie im Schnitt zwischen Gestern und Heute – das perfekte (Arbeits)Pärchen in einem der besseren Kabel-Dramas?

In Plain Sight: Father Goes West (3×01)

Standard

Mary: Has anyone ever gotten well from a get well card? Nicht wirklich, Mary, aber trotzdem ist dieses Review eine Art Gute-Besserung-Wunschkarte. Vor allem für die Serie selbst. Und ich glaube, es wird wirken. Nachdem die zweite Staffel so ihre Schwächen hatte, macht die erste Episode der neuen Staffel Father Goes West einen guten Eindruck und eine Menge Spaß. In der Abwesenheit der Serie hat man fast den Wortwitz und Marys faszinierend hektische Art vergessen. Es dauert nicht lange und wir werden daran erinnert. Marys Voice Over entfacht innerhalb von Sekunden das Feuer traumatischer Post-shooting Ungeduld, das wie die ABQ-Sonne alles und jeden in der Umgebung trifft. Gute Idee der Autoren, keine Zeitvergeudungsspielchen mit „Stirbt sie- Stirbt sie nicht“ zu treiben und Marys auf dem weg der Besserung und auf dem Weg aus dem Krankenhaus zu zeigen.

Ich kann den behandelnden Arzt absolut verstehen, dass er DIESE Patientin keine Minute länger als wirklich nötig behalten möchte. So bekommen wir Zuschauer auch Ruhe vor dem Voice Over, das sich in einen hin- und herspringenden Schwall der Nicht-bemitleidet-wollenden Ungeduld innerhalb Marys familiärer Umgebung verwandelt. Ja, das Haus ist mit FBIs Geldern renoviert und in Schuss gesetzt worden und es gibt etliche Welcome Home’s und Begrüßungskomitee in Gestalt von Jinx, Brandi und Raph. Es dauert nicht lange bevor sie sich mit Jinx in die Haare kriegt und zurück zur Arbeit kehrt.

Die Flashbacks zeigen uns den Witsec-Kunden Jimmy McCabe (Donnie Wahlberg, perfekt in der Rolle), einen Überfallspezialisten aus Boston, der vor drei Jahren Kronzeuge wurde, als sein Sohn von seinen Geschäftspartnern bedroht wurde. Außgerechnet sein Sohn ist der Auslöser für einen erneuten Überfall und wird anschließend fast zu Tode verprügelt. Diese Geschichte „zwingt“ Mary dazu eine 13-Stunden Schicht zu absolvieren, von der ihr Chef Stan anhand eines inszenierten Lionel Richie-Style-Gefühlsausbruchs erfolgreich abzubringen schafft. Währenddessen, und das gehört vielleicht zum schönsten Teil der Episode, bleibt Marshall hartnäckig daran, Marys Schützen ausfindig zu machen. Und es klappt, wenn auch dank mehreren Besuchen beim Ganganführer Lala, einem grünen Kaschmirschal und den drei schlimmsten Worten: See you later.

Jimmy hat wiederum keine Zeit für Spielchen und stellt den Verantwortlichen für den Zustand seines Sohnes, TJ. Mary und Marshall bringen ihn in letzter Sekunde davon ab, den Typen kalt zu machen. Aber da Mary weiß, was Unzufriedenheit kombiniert mit „unresolved tension“ bedeutet, erlaubt sie Jimmy bevor er verhaftet wird noch TJs Nase zu brechen. Nice!

Marshall zu Lala: You’re like a crossword puzzle with b.o. Die Antwort des Schießerei-Rätsels lautet Mark Gastineu, mit Jersey 99. Lala gibt den Namen preis nur unter der Bedingung, das er nie wieder Marshall zu sehen bekommt. Verständlich. Zum Abschluss haben wir eine sehr gelungene Szene, in der anstatt immense Spannung inclusive Schießerei aufzubauen, die Produzenten für eine der Stimmung sehr entsprechende und amüsante Verfolgungsjagd-Variante entschieden haben. Die nicht fitte Mary humpelt hinter dem nicht fitten, humpelnden Mark in seinem Garten, um den Fettsack endlich niederzuringen. Fall abgeschlossen.

Oh, und Peter scheint auch bei den Shannons zu wohnen. Wirklich: Peter und Raph sind einfach die geduldigsten Männer auf diesem Planeten, um Brandi und Mary jeden Tag ertragen und lieben zu können.
Wetten, die heimlichen Anrufe (Anrufer unbekannt), die Brandi bekommt, sind von dem Vater?

In Plain Sight: Don’t cry for me Albuquerque (2×15)

Standard

Ja, Mary Shannon (Mary McCormack) wird im Finale dieser recht gelungenen In Plain Sight-Staffel angeschossen. Aber wie kam es dazu?
Francesca Garcia, die in einem südamerikanischen Land die Arbeiter zu einem Streik bewegt, steht im Mittelpunkt der Erzählung. El Presidente will sie tot sehen. Die CIA wiederum will El Presidente gestürzt sehen, und so landet Francesca in Marys Obhut. Das Problem ist, dass die nicht auf den Mund gefallene Francesca Mary immer sympathischer wird.

Francesca wird in einer Luxusvilla, mit kompletter Ausstattung von Spa bis 500 TV-Kanälen, untergebracht. Das passt der „Revolutionärin“ aber auch nicht, und sie zieht am nächsten Tag (mit Erlaubnis vom CIA) in das schlimmste ABQ-Viertel um. Ihre direkten Nachbarn sind Drogendealer, aber Francesca fühlt sich wohl: These are my people. I don’t belong in the other place. Mary und Marshall würden auf Menschen mit brauner Haut überreagieren, die amerikanischen Antidrogengesetzte würden die armen Menschen diskriminieren … Bla-bla-bla.

Später am Abend bestellt Mary Bobby D und einen Streifenwagen, da die Gangster Francesca einen Besuch abstatten wollen. Die Geschichte eskaliert, da die Polizeipräsenz die Gemüter noch weiter aufwühlt. Als einer der Gangster hinter seinen Rücken greift, zieht Mary ihre Waffe. Es fallen zwei Schüsse – einer aus Marys Waffe und einer aus der Richtung der Gangster. Mary wird bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert und muss wiederbelebt werden. Marshall bricht mit Heulkrämpfen in Stans Armen zusammen. Brandi, Jinx, und Raph treffen ein. Während Marshall bei den Shannons bleibt, rechnet Stan mit dem CIA-Typen ab und schmeißt ihn gegen die Wand: Ein Wort noch und …

Zurück zur Schießerei: natürlich hat niemand irgendwas gesehen. Und Gangster-Anführer Mario lehnt Marshalls Angebot, ins Zeugenschutzprogramm zu kommen, ab. Francesca verlässt die Stadt und gibt weiterhin Mary die Schuld: sie hätte mit ihrer Überreaktion alles provoziert. Das interessiert Marshall aber herzlich wenig – er will Rache. An dem Punkt habe ich mich wirklich gefragt, ob die In Plain Sight-Autoren ein massives (und übertriebenes) politisches Statement abliefern wollten oder einfach in kürzester Zeit eine Figur (Francesca) konstruieren, die die Zuschauer hassen?

Ehrlich gesagt, wirkte das Ganze etwas erzwungen. Beim Zuschauen hatte man das Gefühl, als wollten die Autoren mit aller Macht ein solches Ende erzwingen. Und ein Cliffhanger ist es ja nur halbwegs geworden: denn wer sollte um Mary bangen, welcher Zuschauer fürchtet, dass sie nie wieder aufwacht? Keiner. Das einzig Interessante an Marys Zustand ist die Frage, an was und an wen und wie sie sich erinnern wird, wenn sie wieder gesund ist: Wenn Serien ihre Hauptfigur das Gedächtnis verlieren oder ins Koma fallen lassen, haben wir es zumeist entweder mit einem erzählerischen Verzweiflungsakt oder einem Neuanfang zu tun…

In Plain Sight: Once a Ponzi Time (2×14)

Standard

Nachdem letzte Woche Burn Notice und Royal Plain jeweils einen 16-Episoden Order für eine neue Staffel bekamen, war jetzt In Plain Sight dran. Außerdem ist der Deal über die Verländerung der vierten Serie des Senders Law & Order: Criminal Intent so gut wie in trockenen Tüchern. Diese News bedeuten, dass USA etwas fast Unmögliches getan hat, nämlich alle seine Serie zu verlängern. Das ist eine Rarität sogar für den Kabelbereich und für die großen Networks zu 99,9% unmöglich. Quotentechnisch herrscht im Moment USA über den Kabelsektor auch dann seiner restlichen zwei Hits Monk und Psych. Es wurde auch eine Änderung bei In Plain Sight für die nächste Staffel angekündigt. Die zwei ausführenden Produzenten David Maples und Paul Stupin werden nur als Berater tätig bleiben.

Wer stattdessen mit an Bord kommt, wurde von USA noch nicht verkündet, aber es soll eine Person sein, die der Serie “a little more narrative drive” geben kann. Ob In Plain Sight weiterhin im Block mit Law & Order: Criminal Intent” laufen wird, ist unklar, denn je nach Bestellung eines neuen Dramas könnte die Serie ihren Platz von 10 p.m. auf 9 p.m. wechseln, um den Neuzugang zu unterstützen, genauso wie Burn Notice für Royal Pains benutzt wurde. Und USA plant bis zum Ende des Jahres neben dem Geheimagenten-Drama Cover Affairs (mit Piper Perabo und Christopher Gorham) noch einen bis zwei Piloten zu bestellen.

Während drum herum viel Aufregung war, verlief die letzte In Plain Sight-Episode ruhig und behandelte das Thema Identitätswechsel. Ja, es ist klar, dass die Serie in jeder Episode dieses Thema behandelt, sie handelt vom Zeugenschutzprogramm. Aber in dieser Episode war der Zeuge, Wall Street-Größe Phillip Ashmore (James Frain) ein Ashmore nie gewesen bzw. Phillip ist er auch nicht. Sein richtiger Name ist Roy. Anders gesehen, ist er es doch gewesen, als er, nach einem tragischen Unfall, durch Zufall die Identität seines verstorbenen Freundes übernahm.

Die WITSEC-Identität wäre dann folgerichtig seine dritte. Zu dieser Erkenntnis kommen Mary und Marshall aber erst gegen Ende der Episode, als sie Roy/Phillips Ehefrau Camille wieder bekommen. Sie wurde wiederum von Roy/Phillips Bruder entführt, der ihn über die Jahre hinweg erpresste.
Für die Sparte „Marys Best“ war die Szene, als Phillip/Roy Marshall mitteilte, dass er sein Vermögen von 137 Millionen Dollar den Geschädigten durch Arnie Ford (Mitarbeiter in Roys Firma und Schneeballsystemkönig) geben möchte.

Marshall: “That is the most selfless act of contrition I’ve ever heard of — you, sir, are to be admired.” In der Zwischenzeit erfährt auch Mary von Camille, was ihr Ehemann vorhat und las Roy/Phillip das Zimmer betritt, begrüßt sie ihn mit: “Hello dumbass.”

Auf dem Beziehungsfront nicht viel Neues. Es war wieder mal eine Episode ohne Jinx. Und die Konfrontation zwischen Mary und Marshall nimmt stetig zu. Vierzig Minuten lang sahen wir einen wortkargen, beleidigten Marshall, der die Tatsache, dass Mary Raph über ihre Arbeit erzählte, überhaupt nicht lustig fand. Der Grund für Marshalls Ärger ist natürlich nicht die Tatsache, dass Mary einfach ein Arbeitsgeheimnis verraten hat, sondern weil sie dadurch ihre Beziehung verriet. Sie teilte auf diese Art und Weise etwas mit ihrem zukünftigen Ehemann, was, Marshall zufolge, nur sie beide betraf. Und für alle, die der Meinung sich, dass Mary und Raph nicht zusammengehören, machen es die Autoren immer schwerer, indem sie Mary immer „domestizierter“ zeigen. Natürlich stellt sie die Frage, ob sie das Ganze wirklich so empfindet oder mit aller Macht versucht, eine „ordentliche“ Beziehung zu führen?

In Plain Sight: Let’s get it Ahn (2×13)

Standard

Es ist nichts Neues, dass gemischte Serienformen (sowohl abgeschlossene Episodenhandlung als auch Fortsetzungshandlung enthaltend) ungefähr ab Staffel zwei oder drei sich leisten können, ihre langlaufenden Geschichten – meistens Beziehungen zwischen Hauptfiguren betreffend – zu vertiefen und zu verkomplizieren. Denn solche Serien sind dann nicht mehr auf der Jagd nach neuen Zuschauern, denen der Einstieg leicht gemacht werden muss, sondern sie müssen sich mit dem Publikum zufrieden geben, das sie bis jetzt bekommen haben und es stärker an sich binden.

In Plain Sight macht ihre Sache in dieser Hinsicht sehr gut. Nach manchen Schwankungen und blassen Episoden am Anfang der Staffel nehmen die Geschichten jetzt Fahrt auf. Raph zieht zu Mary ein, aber nach wie vor trägt sie ihren Verlobungsring nicht bei der Arbeit. Trotzdem fliegt die Verlobungsgeschichte auf, denn Marshalls Blick fällt auf den hellen Streifen an Marys Finger, als sie im Cafe sitzen. Es folgt eine rührende Szene zwischen den beiden, in welcher nicht viel geredet wird, aber die die Schuss-Gegenschuss-Aufnahmen von den Blicken der beiden bzw. von der Art und Weise wie jeder den Blick des Anderen meidet, erzählen alles.

Und die letzte Nahaufnahme von Marshalls Gesicht (als er Mary umarmt) zeigt, dass er nicht besonders glücklich über Marys Entscheidung ist. Ob Mary tatsächlich Raph heiratet, wird vermutlich bis zur nächsten Staffel unklar bleiben. Ich bezweifle das… Denn in dieser Episode bekommen wir auch spiegelverkehrt ein Szene zwischen Brandi und Raph zu sehen, die die kommenden Komplikationen innerhalb der „Beziehungsmehrecken“ von In Plain Sight so gut wie vorwegnimmt.

Zu gutem Letzt enthält der am Anfang etwas undurchsichtige Fall der Woche auch eine Liebesgeschichte zwischen Helen Trask, a.k.a. Helen Traylen (Sherilyn Fenn, die ich auf den ersten Blick kaum erkannt habe – aber dieser tränenvolle Blick vergisst man nach Twin Peaks nicht mehr), die im Zeugenschutz ist und ihrer Lebensgefährtin und Partnerin bei der Anfertigung von Falschgeld Ahn Li (Kelly Hu). Nun Ahn erweist sich zwar als Undercover CIA-Agent (Jane ist ihr echter Name), aber ihre Liebe zu Helen als echt. Mary, Marshall, Jane und Bobby D (der von Marys Verlobung genauso wenig begeistert ist) schaffen es die nordkoreanischen Gangster zu verhaften (die Ex-Partner von Helen und Jane).

Aber der geniale Streich war die Geschichte mit Marys Verlobungsring, der über den Verlauf der Episode an Marshalls Finger stecken blieb, als er ihn nur anprobieren wollte. Eleanor hilft ihm aus der Sache raus, aber nur was den Ring betrifft. Auf der kleinen Party im Büro, die Stan und Eleanor für Mary vorbereitet haben, stehen im Vordergrund die („gefühlten“ Hundert) Schuss-Gegenschuss-Aufnahmen von herzzerreißenden Blicken zwischen Mary und Marshall. Ich schätze, es steht uns die Zeit der großen Geständnisse bevor. Hier Nr.1 – Marshalls Tost: “Here’s to the best friend I’ve ever had or could ever hope to have — a girl for whom no man will ever be good enough. And I hope you know that I love you. And I wish for you nothing but a lifetime of happiness.”
Und zu gutem Letzt ein Mini-Spoiler über das Finale. In Plain Sight Producer David Maples verriet E! News Folgendes:
“The In Plain Sight finale is an event that unfolds over two episodes, and a lot of things transpire with our cast, work-wise and with personal relationships. Things are left up in the air with the show, but it’s not like the Moldovan army comes in and starts spraying bullets and we don’t know who’s alive and who’s dead. It’s not quite that kind of a cliffhanger.”

In Plain Sight: Training Video (2×12)

Standard

Ich bin zwar nicht der Meinung, dass wir tatsächlich eine Hochzeit zwischen Mary und Raph erleben werden, aber wer weiß… Auf jeden Fall hat er sich selbst eingeladen zu Mary zu ziehen, was ja auch keinen stört, außer Mary! Nicht nur, dass Raph anfängt gemeinsames Budget zu planen und die Wände zu reparieren, sondern Stan will Marys Hilfe bei dem Regierungsprojekt ein neues Video über das WITSEC-Programm und die Arbeit der Marshalls zu drehen (obwohl ich ehrlich gesagt das alte, mit dessen Bilder die Episode auch beginnt, absolut genial fand!).

Der Zeuge der Woche ist Joe Tank (eindrucksvoll gespielt von Landau), der schon seit 30 Jahren im Programm ist und jetzt, nachdem Marshall ihm die Nachricht über den Tod seines Sohnes übermittelt, raus will, um bei der Begräbnis dabei sein zu können. Wie der Zufall (und die In Plain Sight-Autoren) es so will, ist Bobby D. ein regulärer Besucher der Bar, in der Joe arbeitet. Das war wirklich guter Einfall, nachdem Bobby in letzter Zeit ziemlich wenig Screentime bekam, ihn mit Marshall zu „paaren“. Ich finde, die Autoren könnten das beibehalten, denn die Dynamik zwischen den beiden kann für noch mehr interessante Situationen gut sein.

Oh, fast vergessen – das Trainingsvideo und sein Update. Ich muss sagen, dieser Subplot wirkte etwas gekünstelt und „zwang“ buchstäblich die Ereignisse in eine Richtung und zu einem Ergebnis, das man noch nicht wirklich bewerten kann. Durch Marys, natürlich unfreundliche Sicht der Dinge bzw. des ersten Scriptentwurfs, beschließt der Regisseur alles zu ändern und aus der WITSEC-Seifenoperversion wird jetzt ein WITSEC-Drama – lustige Anspielung auf die eigene Gradwanderung von In Plain Sight! Aber nicht nur Marys Wände und Regierungsvideos werden erneuert – dank Peter (ich finden Joshua Molina soll öfter auftauchen) bekommt Brandi einen neun Mercedes und Raph einen Job bei Peter als Autoverkäufer.

Nun, er verteilt nicht nur materielle Geschenke, sondern auch solche spiritueller Natur: Mary soll die Menschen, die sie leiben besser behandeln und ihnen einen Einblick darin gewähren, was sie alle durchmacht. Und es dauert nicht mal ein paar Sekunden bis Mary plötzlich zu Raph sagt, dass sie ein WITSEC-Marshall sei… Die Spontanität dieser Frau ist überwältigend und macht Lust auf die nächste Episode.

In Plain Sight: Jailbait (2×11)

Standard

Gestern Abend drehte sich alles bei In Plain Sight um die Liebe. Sowohl der Fall der Woche als auch Marys Familienleben, alles war voller Liebesprobleme, die auf die eine oder andere Art am Ende geklärt wurden. Der Romeo und Julia-Erzählstrang zwischen Olivia (der Tochter des Kronzeugen gegen die Calderon Organisation) und Calderons Sohn Felix wurde von Mary und Raphaels Geschichte komplett überschattet.

Es fing so an:
“Hey Raph, it’s an angry-looking Hispanic man!”

Raphs Mutter ist direkt au der Dominikanischen Republik gekommen, um … die Trauung der beiden zu feiern. Nur Mary wusste nichts davon, dass Raph nicht den Mut hatte seiner Mutter Marys Absage mitzuteilen. Mary hat jetzt eine neue “Mama”, die sich sofort dran macht, das Essen und alles für die Feier vorzubereiten. Apropo das Essen…

Es ging so weiter:
“Holy Mother, there’s a DOG in that pot! And God help me, it smells delicious…”
Beim Anblick des kochenden Ziegenkopfs in ihrer Küche, wird Mary langsam klar, wie ernst die Situation ist. Sogar Jinx überredet Mary beim ganzen „Fake“ mitzumachen, als ob Jinx jemals die Postion haben würde, Ratschläge „auszuteilen“. Da Mary selbst das Ganze nicht auf die leichte Schulter nimmt, unterbricht sie das feierliche Familienessen und erzählt die Wahrheit. Dann erfolgt ein Hin und Her mit Rapha, nach dem Prinzip – Du hast Bindungsängste etc.

Dazu kommt noch Raphs Mitteilung, dass er mit Baseball aufgehört hat, um in seinem Leben den nächsten Schritt zu unternehmen und der wäre ohne Mary nicht möglich, denn er will den Rest seines Lebens mit ihr verbringen will (obwohl, seinen Worten nach, sie die komplizierteste Frau der Welt sei). Eins führt so zu sagen zum anderen

Und…
Es endete so:
Mary: Yes.
Das hat man wirklich nicht erwartet. OMG – Das wird noch komplizierter…